Räumliche Nachbarschaft und Beziehung stehen im Mittelpunkt des Schweizer Beitrags zur Architekturbiennale 2023 in Venedig. Die Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia hat das Projekt «Neighbourhood» von Karin Sander und Philip Ursprung nach einem offenen Wettbewerb nominiert.
Die Alpsaison, eine beispielhafte Tradition der Schweizer Berggebiete, könnte in die Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen werden. Die Schweiz hat heute Donnerstag eine entsprechende Kandidatur bei der UNESCO eingereicht, die voraussichtlich bis Ende 2023 geprüft wird. Gleichzeitig beteiligt sich die Schweiz an der multinationalen Kandidatur «Traditionelle Bewässerung in Europa». Damit sollen die Schweizer Traditionen der Suonengeteilschaften und der Wässermatten aufgewertet werden.
Zurzeit laufen die Dreharbeiten zur zweiten Staffel von «Neumatt». Das Familiendrama um das Erbe eines Bauernhofs wurde wieder unter der Leitung von Marianne Wendt entwickelt und diesmal von Andrea Štaka und Christian Johannes Koch inszeniert. Gedreht wird bis Juli 2022 in Zürich und Umgebung. «Neumatt» ist eine Produktion von Fernsehen SRF und Zodiac Pictures Ltd.
Am 30. Mai 2022 startet Radio SRF Virus mit neuer Ausrichtung. «Das Fundament besteht aus aktueller Musik sowie den Themen, die das junge Publikum täglich beschäftigen. Die Hörerinnen und Hörer können dabei aktiv via ‚TikTok‘ am Programm und an den Diskussionen teilnehmen.», heisst es in der entsprechenden SRF-Medienmitteilung. Moderiert wird das neue Radio SRF Virus unter anderen von Younes Saggara, Mira Weingart und Flavio Stucki. Geleitet wird das Virus-Team vom 28jährigen David Largier, ehemaliger Programm- und Redaktionsleiter von «Radio 3Fach».
Barbara Peter und Marc Lehmann haben sich entschieden, die Gesprächsleitung beim «Tagesgespräch» abzugeben und Radio SRF zu verlassen, um sich neu zu orientieren. Die Regelung ihrer Nachfolge sei im Gang, schreibt SRF in einer Medienmitteilung.
Der am 9. September 1939 in Basel geborene und seit 1967 journalistisch tätige Peter Achten (Bild) ist gemäss «NZZ»-Todesanzeige und der Meldung von Radio SRF am 26. März 2022 gestorben. Seine Karriere begann Achten bei «National-Zeitung» und «Basler Nachrichten» als Lokalredaktor. Er arbeitete später als Radio-Korrespondent aus Madrid. 1974 wechselte Achten zum Schweizer Fernsehen, wo er Produzent/Moderator der «Tagesschau» und Mitglied der Chefredaktion wurde. Mit Sitz in Beijing, Hanoi und Hongkong arbeitete Achten ab 1986 als Fernost-Korrespondent für Schweizer Radio DRS sowie verschiedene Schweizer Tageszeitungen. Zwischen 1990 und 1994 war er in Washington USA-Korrespondent für SF DRS. Von 1999 bis 2008 war Peter Achten Asienkorrespondent für Schweizer Radio DRS sowie für Ringier-Titel und Chefredaktor des Wirtschaftsmagazins «China International Business».* Nach seiner Pensionierung lebte Peter Achten in Beijing, Zürich und Estavayer-le-Lac.
Der am 4. August 1988 in Bolton (England) geborene englische Sänger Tom Parker (Bild) ist am 30. März 2022 nach einer Krebserkrankung gestorben. Er wurde als Mitglied der britischen Boyband The Wanted berühmt, die Hits wie «Glad You Came», «All Time Low», «Heart Vacancy» und «Lightning» lancierte.
Auf Empfehlung einer Fachjury stellt die Direktion für Bildung und kulturelle Angelegenheiten (BKAD) des Kantons Fribourg-Freiburg ihr Pariser Atelier der Freiburger Illustratorin Line Rime (Bild) für ein Jahr zur Verfügung. Die Künstlerin wird dort vom 1. September 2022 bis am 31. August 2023 an ihrem Projekt arbeiten.
Memoriav hat zusammen mit den Kantonen Appenzell Innerrhoden und Appenzell Ausserrhoden das Projekt «Kantonale Übersichtsinventare des audiovisuellen Erbes» lanciert und damit die Hauptphase dieses schweizweit angelegten Projekts gestartet. Das Projekt hat zum Ziel, das audiovisuelle Kulturerbe aller Schweizer Kantone sowie den Erhaltungszustand dieser wichtigen Zeitzeugnisse in enger Zusammenarbeit mit den lokalen Gedächtnisinstitutionen zu erfassen. Nach den beiden Appenzell folgen weitere Kantone.
Der Kulturfonds der Société Suisse des Auteurs (SSA) fördert das Bestellen von originalen Bühnenwerken bei Urhebern und Urheberinnen, die Mitglied der SSA sind und deren Werke voraussichtlich produziert werden. Er gewährt dafür Theatern oder freien, professionellen Theatercompagnien eine finanzielle Unterstützung in der Gesamthöhe von CHF 60’000.- pro Jahr.
Im fiktiven Skiort Les Cimes enthüllt die Schneeschmelze am Ende der Saison die Leiche einer ermordeten Frau. Der Fund einer zweiten Leiche auf der anderen Seite der Landesgrenze und weitere Überraschungen machen den Fall in der Krimi-Serie «Nebensaison» noch mysteriöser. Alle sechs Folgen der RTS-Koproduktion sind ab heute Mittwoch auf Play Suisse verfügbar, und die Fernsehausstrahlung startet heute um 20.10 Uhr in Doppelfolgen auf SRF zwei.
Der am 29. März 1946 in Brooklyn (New York City) geborene US-amerikanische Schauspieler Paul Herman ist am 29. März 2022 gestorben. Er wurde vor allem durch seine Darstellung zwielichtiger Typen bekannt, ob im Kinofilm «American Hustle» oder in der legendären TV-Serie «Die Sopranos».
Über ein einziges Einstiegsportal erhalten die BenutzerInnen Zugang zu den Ressourcen der wichtigsten Kataloge und Datenbanken der NB: Helveticat, Kollektivkatalog der Schweizer Plakate, Bibliographie der Schweizergeschichte, Katalog der Schweizerischen Nationalphonothek, HelveticArchives und E-Periodica.
Das Bundesamt für Kultur (BAK) ergreift ab sofort Massnahmen zum Schutz des kulturellen Erbes der Ukraine. Es stellt dafür Finanzhilfen in der Höhe von 750’000 Franken zur Verfügung. Gesuche für entsprechende Projekte können ab heute eingereicht werden.
Die BScene – Das Basler Musikfestival sucht per sofort, spätestens per 1. Juli 2022, eine/n neue/n Geschäftsleiter/in (62 %, Jahresarbeitszeit). Bewerbungsschluss ist am 2. April 2022.
Nach zwei Jahren Pandemie-Pause eröffnete m4music die Festivalsaison wieder in vollem Umfang: Über 4’000 Musikfans besuchten am 25. und 26. März 2022 das Popmusikfestival des Migros-Kulturprozent – und feierten bei strahlendem Wetter die Musik von morgen. Fast 1’300 registrierte «Professionals» aus der Musikbranche nahmen unter anderem an der «Conference» teil. Soukey (Bild) aus Bern gewann den Hauptpreis «Demo of the Year 2022» des Nachwuchswettbewerbs «Demotape Clinic», weitere Auszeichnungen gingen an David Caspar aus Basel, Glaascats aus Châtel-Saint-Denis (FR) und Goffbaby aus Blonay (VD). Den Preis «Best Swiss Videoclip 2022» erhielt Joya Marleen aus St.Gallen mit «Driver» (Regie: Das Playground).
«Ein Film mit einer Vision und einer Aussage von ausserordentlicher Tragweite», urteilt die KritikerInnen-Jury, während die Internationale Langfilm-Jury überzeugt ist, eine Regisseurin entdeckt zu haben, «die in den kommenden Jahren eine grosse Rolle im internationalen Kino spielen wird»: «Klondike», das erschütternde Werk der Ukrainerin Maryna Er Gorbach, hat am 36. Internationalen Filmfestival Freiburg (FIFF), das am Sonntag zu Ende geht, den Grand Prix der Internationalen Langfilm-Jury, den Critics‘ Choice Award sowie eine besondere Erwähnung der Jugendjury Comundo gewonnen. «Dies ist nicht nur ein Spiegelbild der Aktualität, sondern auch die Krönung einer Ausgabe voller Emotionen um den (post)apokalyptischen Film, das afghanische, angolanische, albanische und kosovarische Kino und nicht zuletzt um die kontroverse Frage der Context culture. Dank dieses kühnen Programms und der verstärkten Präsenz in der Stadt Freiburg erreichte das FIFF über 43’000 Kinobegeisterte – so viele wie vor der Pandemie.», schreiben die OrganisatorInnen.
Der am 17. Februar 1972 in Fort Worth (Texas) geborene US-amerikanische Schlagzeuger Taylor Hawkins (Bild) ist am 25. März 2022 während einer Südamerika-Tournée gestorben. Er war langjähriges Mitglied der Rockband Foo Fighters. 2005 wurde Hawkins vom britischen Schlagzeug-Magazin «Rhythm» zum «Best Rock Drummer» auserkoren.
Der 1980 in La Spezia (Italien) geborene Pianist, Dirigent, Komponist und Musiklehrer Carlo Ciceri (Bild) ist am 22. März 2022 bei einem Skiunfall in der Schweiz ums Leben gekommen. Er hatte in Lugano gelebt und unterrichtete an der Scuola Civica di Musica Milano und am Conservatorio della Svizzera italiana.
Vom 25. bis 27. März 2022 präsentiert Wortlaut spannende AutorInnen und KünstlerInnen, interessante Bücher und wichtige Themen zum Zustand der Welt. Eingeladen sind u.a. Yael Inokai, Katja Brunner, Maeva Rubli & Anisa Alrefaei Roomieh, Ronya Othmann, Rolf Hermann, Stefanie Sargnagel, Lika Nüssli und Julia von Lucadou.
Am Freitagabend wurden in Zürich die Gewinner des Schweizer Filmpreises 2022 verkündet. In den beiden Hauptkategorien zeichnete die Schweizer Filmakademie den Spielfilm «Olga» und den Dokumentarfilm «Ostrov – Die verlorene Insel» aus. Die Preisverleihung fand in Anwesenheit von Bundesrat Alain Berset in der Halle 622 statt.
Der 1936 in Jerusalem geborene deutsch-israelische Rabbiner Tovia Ben-Chorin (Bild) ist am 22. März 2022 in St.Gallen gestorben. Er galt als Vorreiter des christlich-jüdischen, des israelisch-palästinensischen und des interreligiösen Dialogs.* 2014 wurde er mit dem Deutschen Dialogpreis ausgezeichnet. Tovia Ben-Chorin hatte zweimal den Vorsitz des Israel Council of Progressive Rabbis inne. Er war in den USA, Israel, England, Südafrika und der Schweiz tätig. Mit seinem Vater gründete er die Har-El-Gemeinde in Jerusalem, die als Gründungsgemeinde der israelischen Bewegung für Reform und progressives Judentum gilt.
Russlands Krieg gegen die Ukraine polarisiert auch die Kulturszene. Müssen sich russische Kulturschaffende zu Putins Politik positionieren? Bricht ein Kultur-Boykott die falschen Brücken ab? Die Meinungen gehen auseinander: Ein «Kultur-Talk» mit Michail Schischkin und Ilma Rakusa bei Irene Grüter auf Radio SRF 2 Kultur.
Der Stadt und der Region Bern fehlt eine umfassende, zeitgemässe und gesicherte Online-Kulturagenda. Am 19. März 2022 hat Marina Bolzli im neuen Berner Online-Medium «Hauptstadt» bekannt gemacht, dass die Abteilung Kultur Stadt Bern den VeranstalterInnen eine Partnerschaft mit dem Verein Forum Kultur aus Zürich vorgeschlagen habe. Der Verein, in dem sich Zürcher Kulturinstitutionen zusammengeschlossen haben, betreibt die Zürcher Kulturagenda. Seit Anfang Jahr nutzt auch die neu gegründete Kulturagenda beider Basel dasselbe technische System. «Es wäre die aus unserer Sicht einfachste und schnellste Lösung», sagte Franziska Burkhardt (Bild), Leiterin Kultur Stadt Bern, gegenüber der «Hauptstadt».
Wie zu Jahresbeginn angekündigt wird der Geschäftsführer Dani Landolf die Solothurner Literaturtage nach der 44. Durchführung (27. bis 29. Mai 2022) verlassen. An seine Stelle tritt im Sommer 2022 eine Co-Geschäftsführung mit Nathalie Widmer und Rico Engesser (Bild). Gemeinsam werden sie die Gestaltung und Durchführung der Solothurner Literaturtage verantworten. Nathalie Widmer ist seit September 2021 als Programmassistentin bei den Solothurner Literaturtagen tätig und wird ihre Arbeit mit erweiterter Verantwortung fortsetzen; Rico Engesser, der die Solothurner Literaturtage im letzten Jahr nach mehrjähriger Mitarbeit verlassen hat, kehrt in neuer, leitender Funktion zurück.
Nicole Berchtold (Bild) gehört seit 15 Jahren zum Moderationsteam von «G&G» (früher «Glanz & Gloria», heute «Gesichter und Geschichten») des Schweizer Fernsehens SRF. Nun hat sie sich entschieden, die Moderation abzugeben, um ihr Masterstudium in Psychologie abzuschliessen. Ihre «SRF bi de Lüt»-Spezialformate wie «Familiensache» und «Landfrauenküche» sowie die Sendung «Hinter den Hecken» wird sie weiterhin moderieren. Aktuell moderiert sie die Sendung gemeinsam mit Jennifer Bosshard, Salar Bahrampoori sowie Joel Grolimund. Die Nachfolge von Nicole Berchtold im Moderationsteam von «G&G» ist noch nicht geregelt.
Die Innerschweizer Kulturstiftung verleiht den Innerschweizer Kulturpreis 2022 an Fanni Fetzer (Bild). Damit würdigt der Stiftungsrat eine Persönlichkeit, «die es geschafft hat, das Kunstmuseum Luzern in der schweizerischen Museumslandschaft fest zu verankern. Dies mit zeitgenössischen Kunstschaffenden aus der Zentralschweiz, der Schweiz und dem Ausland und die sich und das Kunstmuseum mit der Turner-Ausstellung ‚Das Meer und die Alpen‘ 2019 in die Top-Liga katapultierte», wie es in der Medienmitteilung heisst. Fanni Fetzer binde die Zentralschweizer Kulturschaffenden zudem immer wieder geschickt in die Wechselausstellungen mit ein, schreibt die Stiftung weiter.
Susanne Brunner (Bild) wird künftig die Auslandredaktion und damit auch das Ausland-KorrespondentInnennetz von Radio SRF leiten. Im Spätsommer 2022 tritt sie in Bern die Nachfolge von Marco Kauffmann an.
Der Verband Filmregie und Drehbuch Schweiz (ARF/FDS) drückt in einer Stellungnahme seine Solidarität mit der notleidenden ukrainischen Bevölkerung und den Kulturschaffenden aus und er unterstützt das Statement der Federation of European Screen Directors (FERA).
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