Die wichtigsten Schlösser der Schweiz feiern den 9. Schweizer Schlössertag unter dem Motto «Musik und Fest»: Am Sonntag, 6. Oktober 2024, bieten 27 Schlösser in 13 Kantonen und drei Sprachregionen vielfältige Konzerte, musikalische Attraktionen und festliche Stimmung. Die Besucherinnen und Besucher können verschiedenste Klangwelten und Festfreuden erleben. Für Kinder und Familien gibt es spezielle Aktivitäten.
In einer gemeinsamen Medienmitteilung teilen die Stiftung Mercator Schweiz, die Volkart Stiftung, die Gottlieb und Hans Vogt Stiftung und die Fondation Leenaards mit, dass sie sich vereint «für die Stärkung und Weiterentwicklung des Schweizer Presserats» engagieren wollen. Gemeinsam unterstützen sie die Organisation für die nächsten zwei Jahre mit insgesamt 330’000 CHF, «damit der Schweizer Presserat sich modernisieren und nachhaltig für die Zukunft aufstellen kann.»
Die Hälfte der Kulturschaffenden arbeitet Teilzeit, 14% sind mehrfachbeschäftigt und gut ein Viertel sind Selbständige, – deutlich mehr als in der Gesamtwirtschaft. In der Schweiz verdienten die Kulturschaffenden im Jahr 2023 im Median 69’600 Franken, bei Teilzeit waren es 45’700 Franken. Der Unterschied zwischen den Geschlechtern ist gross: Eine weibliche Kulturschaffende verdiente bei Vollzeit 78’000 Franken, ihr männlicher Kollege 98’000 Franken. Dies sind einige der neuen Ergebnisse der Statistik der Kulturwirtschaft des Bundesamtes für Statistik (BFS), – erstmals mit detaillierten Daten zu den Löhnen.
Der am 22. Juni 1936 in Brownsville (Texas) geborene US-amerikanische Sänger, Songwriter und Schauspieler Kris Kristofferson (Bild) ist am 28. September 2024 in Hāna, Maui (Hawaii) gestorben. Im Laufe seiner rund 60-jährigen Karriere verkaufte er alleine in den USA sieben Millionen Alben. Er wurde dreimal mit dem Grammy ausgezeichnet und erhielt den Ehrenpreis für sein Lebenswerk. Zu seinen bekanntesten Kompositionen gehören «Me and Bobby McGee», «Help Me Make It Through the Nigh» und «Sunday Morning Coming Down». 1985 schloss er sich mit Waylon Jennings, Willie Nelson und Johnny Cash zur Supergroup The Highwaymen zusammen. Als Schauspieler war Kris Kristofferson in Filmen wie «Alice Doesn’t Live Here Anymore», «Convoy» oder «Heaven’s Gate» sowie der «Blade»-Trilogie zu sehen. Für seine Darstellung in «A Star Is Born» erhielt er 1977 einen Golden Globe. (*)
Der Berner Filmemacher Piet Baumgartner (Bild) gewinnt für seinen Erstling «BAGGER DRAMA» am spanischen Filmfestival von San Sebastián den mit 50’000 Euro dotierten Preis des Wettbewerbs der «Nuevo Directores». Es ist das erste Mal in der Geschichte des Festivals, dass eine Person aus der Schweiz diesen Preis gewinnt. Mit Baumgartner standen zehn Filmschaffende aus Argentinien, China, Frankreich, Georgien, Spanien, Thailand, der Türkei und den USA im Wettbewerb. Der Film ist im Verleih von Filmcoopi und kommt im Frühling 2025 in die Kinos.
Das Fabrikantenhaus beim Sonnenberg thront auf einer Anhöhe im malerischen Dorf Schwellbrunn. Das stattliche Appenzeller Bürgerhaus erzählt von der Blütezeit der Ostschweizer Textilindustrie. Ab nächster Woche können hier bis zu neun Feriengäste die einzigartige Appenzeller Baukultur erleben.
Der am 20. Juli 1955 in Zürich geborene Gärtner, «Blumenrebell», Wirt, Koch und Kochbuchautor Maurice Maggi (Bild) ist am 27. September 2024 nach langer Krankheit ebenda gestorben, wie Freundinnen und Bekannte u.a. auf Facebook betrauern. Maggi erlangte auch über die Schweiz hinaus Bekanntheit durch seine «Blumengraffiti»: Als «Guerillagärtner» verstreute er jahrelang unerkannt in der ganzen Stadt Samen, um dem grauen Stadtbild neues Leben einzuhauchen. Besonders fielen zunächst seine friedlichen stillen «Attacken» mit Malven z.B. unter Stadtbäumen und in den letzten nicht versiegelten Flächen auf. Später konnte Maurice Maggi Erfolge u.a. mit seinen eigenständigen Kochbüchern («Essbare Stadt», «Einfache Vielfalt», «Misch & Masch»), mit Vorträgen und Seminaren feiern.
Ein kariertes Tuch schaffen, das so gross wie 120 Fussballfelder ist: Diese Fläche besteht aus exakt so vielen Elementen, wie das Wallis Einwohnerinnen und Einwohner zählt. Mit der Walliser Ausgabe von BIGNIK der Ostschweizer Konzeptkünstler Frank und Patrik Riklin sollen in den nächsten drei Jahren rötliche und weissliche Tücher gesammelt und zusammengenäht werden. Morgen Sonntag, 29. September, soll zwischen 9 und 16 Uhr die erste kollektive grosse «Tuchauslegung» in der Altstadt von Brig stattfinden. Ziel ist es, die Bevölkerung positiv zu irritieren und gleichzeitig einzubeziehen.
Am Donnerstagabend, 26. September 2024, fand das Finale des ZKB-Jazzpreis-Festivals im Jazzclub Moods in Zürich statt. Das Lea Gasser 5tet gewann den mit 15’000 Franken dotierten ersten Preis, der zweite Platz im Wert von 5’000 Franken ging an das Chloé Marsigny Sextet. Den ZKB-Publikumspreis und damit einen Auftritt im Moods im kommenden Jahr gewann das Maud Paquis Quintet.
Myriam Stucki (Bild) wird ab Januar 2025 neue Generalsekretärin des Verbands der Museen der Schweiz (VMS) und von ICOM Schweiz, dem nationalen Komitee des internationalen Museumsrats. Sie tritt die Nachfolge von Katharina Korsunsky an, die sich entschieden hat, die beiden Verbände per Ende Jahr zu verlassen.
Anlässlich der Generalversammlung 2024 in Bern wurde Jacqueline Strauss (Bild) zur neuen Präsidentin von ICOM Schweiz gewählt, dem nationalen Komitee des internationalen Museumsrats. Die seit 2010 als Direktorin des Museums für Kommunikation in Bern tätige Jacqueline Strauss übernimmt das Amt von Tobia Bezzola, der den Verband seit 2018 leitete.
Der Vorstand von Swissperform hat die Entscheidung getroffen, sich vom langjährigen Geschäftsleiter Poto Wegener (Bild) zu trennen, wie in einer heutigen Mitteilung zu lesen steht. «Diese Entscheidung ist das Ergebnis eingehender Beratungen im Zuge der laufenden Restrukturierung und Digitalisierung von Swissperform», schreibt der Vorstand. Swissperform ist die Schweizerische Gesellschaft für die Leistungsschutzrechte in der Schweiz und in Liechtenstein.
Die am 28. Dezember 1934 in Ilford (Essex) geborene britische Schauspielerin Maggie Smith (Bild) ist am 27. September 2024 in London gestorben. Die zweifache Oscar-Preisträgerin zählte zu den gefragtesten Bühnen- und Filmdarstellerinnen ihrer Generation. Sie gewann neben den beiden Academy Awards einen Tony Award, vier Emmys, fünf BAFTAs und drei Golden Globes. Einen Namen machte sie sich vor allem durch ihre häufige Darstellung exzentrischer Figuren, wie die verhärmte Jungfer in «A Room with a View» (1985), die unselbständige Gräfin in Robert Altmans «Gosford Park» (2001) oder die Mutter Oberin in den «Sister-Act»-Filmkomödien (1992/93). 1990 wurde sie von Königin Elisabeth II. in den Ritterstand erhoben und 2014 zum Companion of Honour ernannt. Anfang des 21. Jahrhunderts wuchs ihre Fangemeinde noch durch ihre Darstellung der Minerva McGonagall in den Verfilmungen der «Harry-Potter»-Romane (2001 bis 2011) und der Violet Crawley in der englischen Kostümdrama-Serie «Downton Abbey» (2010–2015). (*)
Die Architektin und Stadtentwicklerin Barbara Buser (Bild) erhält den Basler Kulturpreis 2024. Der Regierungsrat des Kantons Basel-Stadt würdigt sie «als Pionierin für eine qualitativ hochwertige und nachhaltige Baukultur, die Begegnungsorte für ein vielfältiges Kulturleben schafft. Mit erfolgreichen Umnutzungsprojekten, darunter das Unternehmen Mitte, das Gundeldinger Feld, die Alte Markthalle und aktuell das Franck-Areal, leistet Babara Buser einen grossen Beitrag zur lebendigen Stadtkultur.», wie es in der Mitteilung heisst.
Ab sofort können bis zu einer Million digitalisierte Bilder, Filme, Pläne, Ton- und Schriftdokumente aus dem Staatsarchiv Basel-Stadt kostenfrei vom Digitalen Lesesaal heruntergeladen werden.
«Die Christoph Merian Stiftung (CMS) präsentiert ein offenes und flexibles, an den drängenden gesellschaftlichen Bedürfnissen orientiertes neues Förderprogramm, hält aber zugleich an bewährten Schwerpunkten und Kooperationen fest.», wie die Stiftung in ihrer heutigen Medienmitteilunng schreibt. In der Förderperiode 2025–2028 stehen der CMS jährlich CHF 16,8 Mio. für die Projektförderung zur Verfügung.
Der am 29. Oktober 1939 geborene südafrikanische Jazzschlagzeuger Makaya Ntshoko (Bild) ist am 27. August 2024 in seiner Wahlheimat Basel gestorben, wie wir jetzt erfahren. Niklaus Troxler schreibt auf seiner Facebook-Seite: «In Kapstadt geboren, wo er schon 1958 mit Dollar Brand, Hugh Masekela, John Mehegan und den Jazz Epistles spielte, siedelte er 1962 mit Dollar Brand nach Europa über, wo er mit dem Dollar Brand Trio (mit Bassist Johnny Gertze) von 1963-65 im legendären Zürcher Jazzclub Africana spielte. Später nahm Makaya in Kopenhagen Platten mit Stuff Smith, Benny Bailey und Dexter Gordon auf. Danach liess er sich in Basel nieder, wo er bis zu seinem Lebensende wohnte.» (*) Makaya Ntshoko arbeitete auch mit Duke Ellington, Svend Asmussen, Mal Waldron, Steve Lacy, Don Cherry, Ben Webster, Roland Kirk, Irène Schweizer, George Gruntz, Joe Haider, Pierre Favre, Roman Schwaller, Isla Eckinger, Andy Scherrer, Vera Kappeler, Omri Ziegele u.v.a.m zusammen. (**) Am Sonntag, 29. September 2024, findet im Basler Bird’s Eye Jazz Club ein Konzert zu Ehren von Makaya Ntshoko statt.
Der Regierungsrat des Kantons Solothurn hat dem Oltner Komponisten Thomas Trachsel (Bild) den Kunstpreis des Kantons Solothurn 2024 zugesprochen. Ausserdem hat er acht Fachpreise sowie zwei Anerkennungspreise vergeben.
Das Bundesamt für Kultur (BAK) wird den Spielfilm «REINAS» von Klaudia Reynicke bei der Academy of Motion Picture Arts and Sciences in Hollywood in der Kategorie «bester internationaler Film» einreichen. Im Dezember 2024 wird bekannt gegeben, ob das Werk in die Short List der für einen Oscar nominierbaren Filme aufgenommen wird.
Dopo l’esordio di successo dell’anno scorso, il progetto «Scena OFF Svizzera» torna alla Fiera del libro di Francoforte per la sua seconda edizione. Ad avere un ruolo centrale nel programma plurilingue sulla o, meglio, sulle letterature svizzere sarà l’italiano, in particolare con le letture di Matteo Terzaghi e una performance di Marko Miladinović. A livello tematico, le manifestazioni proposte spazieranno dall’intelligenza artificiale generativa alla traduzione. «Scena OFF Svizzera» arricchisce la presenza di Pro Helvetia alla Fiera del libro di Francoforte, questo grande evento dedicato sia a professioniste e professionisti sia al grande pubblico sostiene anche lo stand collettivo svizzero e il programma di mentoring «Frankfurter Seilschaften».
Der Berufsverband schreibt in seiner Medienmitteilung vom Montag: «SONART – Musikschaffende Schweiz stellt sich neu auf und verstärkt sein Team mit neuen Mitarbeitenden. Zugleich müssen wir uns von langjährigen Kolleg*innen verabschieden, die unseren Verband massgeblich mitgestaltet haben. Die personellen Wechsel fordern uns heraus, insbesondere da die finanziellen Ressourcen des Verbands beschränkt sind. Nichtsdestotrotz treiben wir unsere Weiterentwicklung mit frischen Kompetenzen voran, damit wir uns als Berufsverband dafür einsetzen können, den Musikschaffenden eine starke Stimme zu geben.»
Vor genau 120 Jahren gründete Samuel Blumer in Schwanden (GL) die «Fabrik für elektrische Wärmeapparate», aus der 1907 die Therma AG hervorging. Die Geräte und Apparate von Therma waren in den 1960er- und 1970er-Jahren in praktisch jedem Schweizer Haushalt anzutreffen. 1978 wurde Therma von der schwedischen Electrolux übernommen, die das Werk ihrerseits 2015 schloss. Thomas Schätti hat nun alle Geräte, die er finden konnte, gesammelt. Seit letztem Wochenende sind sie jeweils freitags und samstags zu besichtigen im Therma-Schaulager in Schwanden (GL).
Der am 25. Januar 1929 in Philadelphia geborene US-amerikanische Tenorsaxofonist, Komponist und Arrangeur Benny Golson (Bild) ist am 21. September 2024 in New York City gestorben. Golson gehörte zu den stilbildenden Vertretern des Hardbop und betonte dessen lyrische Seite. Er wurde bekannt durch sein Spiel bei Art Blakeys Jazz Messengers und seine langjährige Mitwirkung im Art Farmer/Benny Golson-Jazztet. Seine Kompositionen wie «Blues March», «Whisper Not» oder «I Remember Clifford» gehören zu den meistgespielten des Hardbop-Repertoires. (*)
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