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20. September 2019

«WISSEN IN BILDERN – INFORMATIONSDESIGN HEUTE»

Ausstellung im Museum für Gestaltung Zürich, Toni-Areal, bis am 8. März 2020

Bild: Knowledge Visualization, ZHdK: Virtual Reality Experience «Expedition 2 Grad», Ausblick auf den Aletschgletscher, 2019, © KVIS, ZHdK – Je nachdem, wie ernst die Menschen das «2 Grad»-Ziel des Weltklimarats nehmen, werden sich die Gletscherlandschaften auf unterschiedliche Weise verändern. Die Expedition ist für Besucherzentren in den Alpen gedacht, wo das Forschungsteam auch herausfinden will, inwiefern eine Virtuelle Realität zu Verhaltensänderungen vor allem bei jungen Menschen beitragen kann.

Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte: In der neuen Ausstellung «Wissen in Bildern» zeigt das Museum für Gestaltung Zürich im Toni-Areal aktuelle Beispiele aus dem breiten Anwendungsfeld des Informationsdesigns. Informationsdesign vermittelt komplexe Inhalte vereinfacht dargestellt und erleichtert damit unseren durch die Informationsflut geprägten Alltag.

Noch nie gab es so viel Austausch von Informationen wie heute. Durch die Digitalisierung werden immer mehr Daten öffentlich verfügbar und bedürfen einer entsprechenden Abbildung. Ob zur Visualisierung von Big Data, Veröffentlichung journalistischer Erkenntnisse, zur räumlichen Orientierung oder als Material für effektives Lernen und Lehren – Informationsdesign illustriert unterschiedlichste Inhalte. Um auch komplizierte Informationen zugänglich und verständlich zu machen, kombiniert es viel Bild mit wenig Wort. Die Ausstellung Wissen in Bildern – Informationsdesign heute spürt diesem aktuellen Teil der visuellen Kultur in Gedrucktem, bewegten Bildern und interaktiven Installationen nach.

Erleichterung und Klarheit im Alltag

Zeitgenössisches Informationsdesign setzt unterschiedliche Instrumente und gestalterische Mittel ein, um Inhalte innert kürzester Zeit zu vermitteln. Zu den kleinsten gebräuchlichen Formaten zählen heute Navigationsgeräte am Handgelenk.

Jean-Louis Frechin hat ein Objekt zwischen Gerät und Accessoire entwickelt, das Radfahrer oder Läuferinnen mit Vibration auf die in minimalistischer Grafik angezeigten Informationen aufmerksam macht. Intégral Ruedi Baur gibt dem topologischen Linienplan, wie er seit der London Tube Map der 1930er-Jahre üblich ist, eine neue Wendung. Mit dem Grand Paris Express wird ab 2030 ein Schnellbahn-Rundkurs in der Banlieue von Paris verkehren, ohne das Territorium der Stadt selber zu berühren. Diese für die französische Hauptstadt bahnbrechende Neuerung bringt der Linienplan visuell auf den Punkt: Die reine Ringform verbildlicht das Verkehrskonzept, ohne auf die Geografie Rücksicht zu nehmen.

Bilder als Werkzeuge

Visualisierungen haben die Kraft, komplexe Sachverhalte zu veranschaulichen und dadurch Wissen zu generieren. Die 2010 gegründete Agentur Forensic Architecture nutzt die vorhandene Architektur sowie digitales Dokumentationsmaterial – das etwa durch die Verbreitung von Smartphones zunehmend verfügbar ist – um Tatorte in Form von Modellen zu rekonstruieren. Ihre teils analogen, teils virtuellen Umgebungen dienen der Sammlung und Auswertung von medialem Beweismaterial und ermöglichen damit unter anderem, Menschenrechtsverletzungen auf der ganzen Welt zu untersuchen.

Eine Frage der Perspektive

Gerade weil Informationsdesign intuitiv lesbar sein muss, können in seinem objektiven Kleid bisweilen auch manipulierte Inhalte stecken. Der Grad der Vereinfachung von Daten oder die Perspektive, die ihrer Aufbereitung zugrunde liegt, beeinflussen die vermittelten Erkenntnisse massgeblich und werfen ethische Fragen auf. Bei der für Weltkarten gebräuchlichen Mercator-Projektion erscheint Afrika gleich gross wie Grönland – tatsächlich ist es fünfzehnmal grösser. Wird die Gestalt unseres Globus nämlich als Fläche dargestellt, kommt es unweigerlich zu Verzerrungen. Mit The True Size of Africa hat Kai Krause die Relationen zurechtgerückt und aufgezeigt, dass neben ganz Europa auch China, Indien und die USA auf der Oberfläche von Afrika Platz finden würden.

Information durch Interaktion

Über die klassische Informationsgrafik hinaus gehören heute auch bewegte Bilder zum Repertoire des Informationsdesigns. Bisweilen werden die Menschen emotional angesprochen und tauchen in entsprechende Bildwelten ein. Mithilfe von «Motion Capturing» und digitaler Aufbereitung konservieren Sarah Kenderdine und Jeffrey Shaw die Kung Fu-Tradition der vom Aussterben bedrohten chinesischen Hakka-Kultur für die Nachwelt. Ihre interaktive Installation transportiert das immaterielle Wissen herausragender Kung Fu-Kämpfer und ermöglicht Besucherinnen und Besuchern der Ausstellung einen spielerischen Einstieg in diese anspruchsvolle Sportart.

Informationsdesign heute

Die Ausstellung zeigt, welche gestalterischen Lösungen mit dem heutigen Stand der Technik möglich sind und wie sehr sie unseren Alltag prägen. Im Rahmen von fünf Schwerpunkten (Grössenordnungen, Foto-Realismus, Wissen durch Bilder, Kann Grafik mein Leben verbessern?, Ethik der Infografik) präsentiert Wissen in Bildern eine internationale Auswahl von gelungenem Informationsdesign – gedruckt, digital, dreidimensional, bewegt und interaktiv.

Vermittlungsprogramm

Zum Vermittlungsprogramm gehören ein Ausstellungsgespräch mit Ruedi Baur von Intégral Paris zum Grand Paris Express, der Workshop «Infochuchi» sowie Führungen.

mfg

Nähere Informationen unter:

www.museum-gestaltung.ch/vermittlung

Kuratorium:

Andres Janser, Kurator Museum für Gestaltung Zürich

Kontakt:

https://museum-gestaltung.ch/de/ausstellung/wissen-in-bildern-informationsdesign-heute/

#MuseumfürGestaltungZürich #WissenInBildern #InformationsdesignHeute #AndresJanser #CHcultura @CHculturaCH ∆cultura cultura+

 

  • Beitrags Information
  • Author
  • Daniel Leutenegger
  • 20. September 2019
  • Museum, Ausstellung, Galerie

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