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19. Januar 2024

ZU DEN DUNKLEN UND HEIKLEN KAPITELN DER GESCHICHTE: STADT ST.GALLEN WILL IM SOMMER 2024 «WEG DER VIELFALT» ERÖFFNEN

Die Stadt St.Gallen plant, im Sommer 2024 den «Weg der Vielfalt» zu eröffnen. Dieser erschliesst auf einem interaktiven Online-Stadtplan Orte (Häuser, Plätze, Fassaden etc.) in der Stadt, welche aus heutiger Sicht eine belastete Vergangenheit thematisieren, sowie auf der anderen Seite Geschichten von Persönlichkeiten, die sich für Menschenrechte und Gerechtigkeit eingesetzt haben.

Bild: © Stadt St.Gallen, https://www.stadt.sg.ch/home/freizeit-tourismus/stgallen-entdecken/weg-der-vielfalt.html

Im Fokus stehen Themen im Zusammenhang mit Migrationsgeschichte, Frauengeschichte, Queerer Geschichte, Kolonialgeschichte und mit Verletzung von elementaren Menschenrechten wie Diskriminierung von Minderheiten, Rassismus und Antisemitismus oder mit Widerstand dagegen. Dazu gehören auch Lücken und Absenzen: Wo wurden Orte entfernt oder Dinge ausgeblendet?

Öffentlichkeit zum Dialog eingeladen

Zur Ermittlung dieser Orte hat die Stadt St.Gallen wohl als erste Schweizer Stadt einen partizipativen Ansatz gewählt. Vom 15. August bis 15. Oktober 2023 konnte die Öffentlichkeit Orte und Personen melden, welche auf dem «Weg der Vielfalt» sichtbar gemacht werden wollen. Die eingegangenen Meldungen wurden anschliessend von einer Fachgruppe evaluiert und am Donnerstag, 18. Januar 2024, an einer öffentlichen Veranstaltung präsentiert und zur Diskussion gestellt. Die Resultate fliessen in die endgültige Auswahl und Gestaltung des «Wegs der Vielfalt» ein.

Weiteres Vorgehen

Der «Weg der Vielfalt» wird bis Sommer 2024 auf einem interaktiven Online-Stadtplan erschlossen. Da sich die gesellschaftliche und kulturelle Vielfalt sowie die Interpretation von bestehenden Erinnerungsorten verändern und künftig neue Orte entstehen können, wird der Weg durch die unabhängige Fachgruppe «Vielfalt» weiter bewirtschaftet. Die technische Betreuung liegt bei der städtischen Dienststelle Geomatik und Vermessung.

Fachgruppe «Weg der Vielfalt»

Um das Thema so objektiv wie möglich und so konkret wie nötig zu begleiten, konstituierte sich eine Fachgruppe «Vielfalt». Diese ist mit den folgenden Personen besetzt:

– Katharina Morawek, Kuratorin und Organisationsentwicklerin, Vorstandsmitglied Institut Neue Schweiz INES
– Rita Kesselring, assoziierte Professorin für Urban Studies an der Universität St.Gallen 
– Judith Grosse, Leiterin des Archivs für Frauen-, Geschlechter- und Sozialgeschichte 
– Nicole Stadelmann, Co-Leiterin Stadtarchiv und Vadianische Sammlung der Ortsbürgergemeinde St.Gallen 
– Hans Fässler, Historiker und Stadtführer 
– Matthias Fischer, Leiter Denkmalpflege Stadt St.Gallen 
– Peter Tobler, Gesellschaftsfragen Stadt St.Gallen 

Projektleitung: Samuel Zuberbühler, Standortförderung Stadt St.Gallen

Technische Unterstützung: Dienststelle Geomatik und Vermessung

Quelle / Kontakt:

https://www.stadt.sg.ch/home/freizeit-tourismus/stgallen-entdecken/weg-der-vielfalt.html

Mehr:

Geschichten von Widerstand und Solidarität erzählen

Die Stadt St. Gallen will auch die dunklen und heiklen Kapitel ihrer Geschichte sichtbar machen. Mit dem «Weg der Vielfalt» sollen Orte markiert werden, die Migrations-, Frauen-, Kolonial-, Diskriminierungs und queere Geschichten erzählen. Ein Gespräch mit Archivarin und Fachgruppenmitglied Judith Grosse.

Roman Hertler

https://www.saiten.ch/geschichten-von-widerstand-und-solidaritaet-erzaehlen/

#StadtStGallenEntdecken #WegderVielfalt #StandortförderungStadtStGallen #BelasteteVergangenheitStadtStGallen #CHcultura @CHculturaCH ∆cultura cultura+

 

  • Beitrags Information
  • Author
  • Daniel Leutenegger
  • 19. Januar 2024
  • Politik und Gesellschaft

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