Slow Food Almanach 2012
Das Jahrbuch gibt Einblicke in die Welt von Slow Food und Terra Madre und ist kostenlos online erhältlich.
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Das Jahrbuch gibt Einblicke in die Welt von Slow Food und Terra Madre und ist kostenlos online erhältlich.
Carlo Petrini (Bild), der am 22. Juni 1949 in Bra (Piemont) geborene italienische Publizist, Soziologe, Aktivist und Gründer der internationalen Slow-Food-Bewegung, ist am 21. Mai 2026 ebenda gestorben. Seit 1977 schrieb er in italienischen Zeitschriften über Essen und Trinken; er war an der Gründung der Zeitschrift «Gambero Rosso» beteiligt, die zunächst eine Monatsbeilage der Tageszeitung «Il Manifesto» war. Petrini gründete in den 1980er-Jahren die Gesellschaft der Freunde des Barolo. Der Auslöser zur Gründung von Slow Food war die Eröffnung einer McDonald’s-Filiale 1986 auf der von antiken und barocken Gebäuden umgebenen Piazza Navona in Rom. Als Protest dagegen organisierte Petrini ein öffentliches Spaghetti-Essen an der Spanischen Treppe. Am 9. Dezember 1989 folgte in Paris die Gründung der internationalen Bewegung Slow Food nach. In Turin rief er mit Slow Food den Salone del Gusto ins Leben und in Pollenzo die Università di Scienze Gastronomiche. Petrini war Mitherausgeber des Weltweinführers und des Weinführers «Vini d’Italia». Mit dem Restaurantführer «Osterie d’Italia» löste er eine Rückbesinnung auf die gastronomischen Traditionen Italiens aus. Er war Autor der linksliberalen Tageszeitung «La Repubblica». 2004 fand auf seine Initiative in Turin eine Konferenz des Bauernnetzwerks Terra Madre statt, das erste Welttreffen von fast 5’000 Bauern. (*)
Der grosse Slow Fish Event in Genua steht wieder vor der Tür. Slow Food lädt aus diesem Anlass zu einem Rezeptwettbewerb ein, bei dem die Sardelle Ehrengast ist.
Wie kann man darauf einwirken, dass das unschätzbare Wissen um die Lebensmittelproduktion der indigenen Völker nicht nur in den modernen Zeiten überlebt, sondern auch als Lösung für die Krise des globalen Lebensmittelsystems anerkannt wird? Im Zeichen dieser Frage versammelten sich 50 Lebensmittelbündnisse aus aller Welt zur Indigenous Terra Madre. Das Treffen im vergangenen Monat im schwedischen Jokkmokk war die erste Veranstaltung, die Slow Food vollständig den indigenen Völkern widmete.
Die Kenntnisse und Fähigkeiten der indigenen Gemeinschaften bei Landwirtschaft und Ernährung werden in diesem Monat beim ersten spezifischen Treffen von Terra Madre gewürdigt: Indigenous Terra Madre wird von Slow Food International in Zusammenarbeit mit Slow Food Sverige und Slow Food Sápmi organisiert. Das Treffen findet vom 17. bis 19. Juni 2011 in Jokkmokk, Schweden, statt.
Radio SRF 2 Kultur, «Kontext» vom heutigen Dienstag, 9.02 Uhr / Wiederholung um 18.03 Uhr
Zum dritten Mal organisiert die Schweizerische Bundeskanzlei eine «Matinée des langues», die am Donnerstag, 21. November 2013, von 9 bis 12 Uhr im Bernerhof in Bern stattfindet.
Zwischen den Welttreffen in Turin wächst und arbeitet das Netzwerk Terra Madre weiter in einer Reihe von lokalen Veranstaltungen. Kleinbauern, Züchter, Fischer, Köche und Musiker bringen ihre Stimme in den Regionaltreffen zu Gehör und vertreten ein nachhaltiges Landwirtschaftsmodell in ihren verschiedenen Ländern.
Ab sofort verfügt die Schweiz über ein Inventar traditioneller Nahrungsprodukte. Der Verein Kulinarisches Erbe der Schweiz hat in Bern eine Datenbank mit sämtlichen traditionellen Nahrungsprodukten der Schweiz feierlich eröffnet und der Öffentlichkeit frei zugänglich gemacht. Ein wichtiges Kapitel der Schweizer Kultur- und Wirtschaftsgeschichte ist damit erforscht.
La Suisse dispose désormais d’un inventaire des denrées alimentaires traditionnelles. L’Association Patrimoine culinaire suisse a inauguré à Berne une base de données recensant l’ensemble des produits alimentaires traditionnels suisses; elle est accessible gratuitement sur internet. Un chapitre important de l’histoire culturelle et économique de notre pays fait ainsi l’objet d’une exploration approfondie.
La Svizzera dispone ora di un inventario dei prodotti alimentari tradizionali. L’Associazione Patrimonio culinario svizzero ha inaugurato a Berna una banca dati che raccoglie diversi prodotti alimentari tradizionali svizzeri, ora accessibile gratuitamente su Internet. Un capitolo importante della storia economica e culturale del nostro Paese è stato esplorato.
Die Schweiz hat diese Woche bei der UNESCO die multinationale Kandidatur «Alpines Esskulturerbe. Gemeinschaftlich getragene Bewahrungsprogramme» zur Aufnahme in das UNESCO-Register guter Praxisbeispiele zur Bewahrung des Immateriellen Kulturerbes eingereicht. Diese Kandidatur, die auf einem wiedererwachten Interesse an nachhaltiger Ernährung fusst, wird von Frankreich, Italien, Slowenien und der Schweiz gemeinsam eingereicht und von der Schweiz koordiniert.
Radio SRF 2 Kultur, «Reflexe» vom heutigen Montag, 10.03 Uhr / Wiederholung um 22.06 Uhr
Netzwerk Terra Madre mit neuem Schwerpunkt