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21. September 2025

«FRANCISCO SIERRA. ALFOMBRA»

Ausstellung im Kunstmuseum Solothurn, vom 21. September 2025 bis am 1. Januar 2026

rancisco Sierra, Mare e Monti in Mano, 2025 (Detail), Öl auf Leinwand, 3-teilig, 210 x 156 cm, 210 x 300 cm, 210 x 156 cm, Courtesy der Künstler und von Bartha - Foto: Sebastien Verdon

Bild: Francisco Sierra, Mare e Monti in Mano, 2025 (Detail), Öl auf Leinwand, 3-teilig, 210 x 156 cm, 210 x 300 cm, 210 x 156 cm, Courtesy der Künstler und von Bartha – Foto: Sebastien Verdon

Glänzende Pferde vor Meeresgischt, Sonnenuntergänge, Teppiche mit Parkettmuster, ein Windhund und eine meterhohe Neonspinne: Die Welt, in die uns Francisco Sierra (*1977 in Santiago de Chile) mitnimmt, ist voller Fantasie, manchmal vertraut, dann wieder traumwandlerisch, schwankend zwischen Realität und Imagination. Für seine Einzelausstellung «Alfombra» im ersten Obergeschoss des Kunstmuseums Solothurn hat der Künstler neue, eigens für die Ausstellung konzipierte mit bereits bestehenden Werken vereint, die hier und dort mit Sammlungsbeständen in Dialog treten – goldene Musiknoten an der Fassade läuten die Schau ein.

Francisco Sierra, heute wohnhaft und tätig in Cotterd (VD), fand über die autodidaktische Aneignung der Malerei zu einer eigenen Bildsprache, die sich durch technische Präzision, Witz und konzeptuelle Spannung auszeichnet. Sein Interesse gilt der Illusion von Wirklichkeit, dem fliessenden Übergang von Fakt und Fiktion sowie der Möglichkeit, aus eigener Hand ein künstlerisches Universum zu schaffen, in dem herrschende Gesetzmässigkeiten ebenso virtuos wie subversiv ausser Kraft gesetzt werden können. Denn für den ausgebildeten Violinisten ist die Malerei ein Medium der Verwandlung. Die Lust am Experiment, das Hinterfragen von starren Kategorien wie die Verknüpfung von Alltäglichem mit kunsthistorischen Traditionen prägen sein Werk.

Ob detailgenaue Tierdarstellungen, vermeintlich banale Stillleben oder grotesk übersteigerte Figuren – immer zeigt sich Francisco Sierras Interesse an der Ambivalenz des Bildes: zwischen Oberfläche und Tiefe, Sein und Schein, Ernst und Ironie.

Selbstgefertigte Tonmodelle, Stockfotos oder vorgefundene kitschverdächtige Requisiten dienen dem Künstler als Bildvorlagen, werden aber bewusst isoliert, malerisch verfremdet und in neue Zusammenhänge wie Massstäbe überführt. Dabei interessiert Francisco Sierra weniger die perfekte Nachbildung als die Spannung zwischen Vorlage und Resultat.

Bereits 2013 stellte der Künstler sein zeichnerisches Werk im Kunstmuseum Solothurn in einer Kabinettausstellung vor. Heute – 12 Jahre später – setzt er seine lust- wie listvolle Untersuchung von Wertesystemen in der Kunst fort, nimmt lokale Begebenheiten zum Anlass für ortsspezifische Skulpturen und nutzt neue Materialien. Ein dünnbeiniges Spinnenwesen, das Francisco Sierras Bildwelten seit langem durchkreuzt, verlässt für die Ausstellung endgültig den Rahmen des klassischen Tableaus und expandiert nur folgerichtig als «The Holy Spider» (2025) neonleuchtend in die dritte Dimension.

Francisco Sierra, Lazuli, 2025, Öl auf Leinwand, 170 x 240 cm, Privatsammlung - Foto: Sebastien Verdon

Bild: Francisco Sierra, Lazuli, 2025, Öl auf Leinwand, 170 x 240 cm, Privatsammlung – Foto: Sebastien Verdon

Hintersinnig versteht es der Künstler immer wieder, Erwartung zu unterwandern: Von Instagram-Posts inspirierte Sonnenuntergänge mutieren, eingespannt in übergrosse Werbeständer aus Plexiglas, zu klischeehaften Sehnsuchtslandschaften, in denen das Verführungspotenzial der Farbe mit dem leichten Trash des Motivs ringt.

Und auf dem sieben Meter langen Triptychon «Mare e Monti in Mano» (2025) hält schliesslich in Form der überdimensionierten Künstlerhand auch der Mensch nach längerer Abwesenheit wieder Einzug in sein Werk, um in Zeiten maschinengenerierter Bilder Malschicht für Malschicht die künstlerische Authentizität zu bekräftigen.

Mit «Alfombra» (dt. Teppich) gibt Francisco Sierra Einblicke in sein Universum, in dem Kindheitserinnerungen, biografische Brüche, Musik, Alltag und Sehnsüchte zu partiturhaften Erlebnissen verdichtet sind, die unsere Wahrnehmung herausfordern. Obsessionen und Sonderbarkeiten der Menschen, Traditionen der Malerei, das Banale und das Erhabene schweben durch Räume aus Licht und Pigment. Hier wird nichts unter den Teppich gekehrt.

Die Ausstellung wurde kuratiert von Katrin Steffen und Tuula Rasmussen.

kms

Kontakt:

https://www.kunstmuseum-so.ch/de/ausstellungen/2683-francisco-sierra-alfombra

Francisco Sierra, De Bloemenkops, 2015, Öl auf Leinwand, 220 x 170

Bild: Francisco Sierra, De Bloemenkops, 2015, Öl auf Leinwand, 220 x 170 cm, Privatsammlung Schweiz – Foto: Conradin Frei

#FranciscoSierra #Alfombra #KarinSteffen #TuulaRasmussen #KunstmuseumSolothurn #CHcultura @CHculturaCH ∆cultura cultura+

  • Beitrags Information
  • Author
  • Daniel Leutenegger
  • 21. September 2025
  • Bildende Kunst, Fotografie, Grafik, Architektur, Design, Museum, Ausstellung, Galerie

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