Mit Sophie Hunger und Christoph Marthaler zeichnet die Martin-Bodmer-Stiftung «eine Künstlerin und einen Künstler aus, die die Kraft des geschriebenen Wortes in andere Räume und Medien tragen: In Konzerthallen und auf Theaterbühnen, in Hörspiele und Videos», wie die Stiftung schreibt. Die beiden Kulturschaffenden erhalten den mit je 30’000 Franken dotierten Gottfried-Keller-Preis 2026.
Moritz de Hadeln (Bild), der am 21. Dezember 1940 in Exeter (England) geborene Filmschaffende und Direktor verschiedener Filmfestivals, ist am 4. Juli 2026 in Nyon (VD) gestorben. Bei drei Filmen führte er Regie. De Hadeln gründete 1969 mit seiner Ehefrau Erika (1941–2018) das Dokumentarfilmfestival Nyon. Er war von 1972 bis 1977 Leiter des Internationalen Filmfestivals von Locarno sowie von 1980 bis 2001 der Internationalen Filmfestspiele Berlin und zwei Jahre lang Direktor der Internationalen Filmfestspiele Venedig. 2005 war er Programmdirektor des neu geschaffenen Festival International de films de Montréal.
Die Ausschreibung der Albert-Koechlin-Stiftung (AKS) zum Innerschweizer Filmpreis 2027 ist gestartet: Prämiert werden die überzeugendsten Produktionen mit Erstaufführung in den Jahren 2025 und 2026. Eingabeschluss ist der 15. November 2026; im Januar 2027 gibt die AKS die Preisträger:innen bekannt. Und am Wochenende vom 6. / 7. März 2027 kommen Filmschaffende und Publikum zusammen: Die Luzerner Kinos Bourbaki und stattkino zeigen die ausgezeichneten Werke – begleitet von einem Rahmenprogramm für Filmfans.
Die am 25. Juni 2026 gestartete 43. Ausgabe des Belluard-Bollwerk-Festivals in Fribourg-Freiburg ist am Samstag zu Ende gegangen. Seit 1983 findet das Festival jeden Sommer während zehn Tagen statt. Mit Performance, Tanz, Theater, Bildender Kunst, Film, Installation, Musik, Literatur, kritischem Denken und vielfältigen disziplinenübergreifenden Kreationen belebt das Festival Kultur und Menschen über die Stadt hinaus. Weit über 6’000 Besucher:innen sind der Einladung dieses Jahr gefolgt. Das Programm umfasste 29 Projekte, darunter zwölf Uraufführungen. Die 44. Ausgabe des Festivals wird vom 24. Juni bis zum 3. Juli 2027 stattfinden.
La semaine dernière, la BCU a emporté 33 ans d’histoire de la salle de concerts Fri-Son, de ses débuts jusqu’en 2016, à la suite de la donation de ce fonds d’archives à l’Etat de Fribourg: contrats, factures, riders, VHS de concerts, affiches, correspondances, dossiers de presse, livres d’or et bien d’autres documents.
Mit der Ausgabe 2026 des Festivals in Annecy (F) konnte der Schweizer Animationsfilm seine Erfolgsbilanz mit zwei Preisen erneut ausbauen. Seit 2022 wurden 41 Schweizer Produktionen und Koproduktionen für den offiziellen Wettbewerb des Festival international du film d’animation d’Annecy ausgewählt und dort mit 16 Auszeichnungen prämiert. «Diese Kontinuität unterstreicht die internationale Ausstrahlung des Schweizer Animationsfilms und macht zugleich ein Paradox sichtbar: eine Branche, die in ihrem Fachgebiet international anerkannt ist, deren Werke beim Schweizer Publikum jedoch nach wie vor weitgehend unbekannt sind», schreibt GSFA (Groupement Suisse du Film d’Animation).
Die am 16. März 1946 in Neuilly-sur-Seine als Patricia Porrasse geborene französische Tänzerin, Sängerin und Schauspielerin Guesch Patti (Bild) ist am 22. Juni 2026 in Paris gestorben. Patti hatte 1987 mit dem Song «Étienne» einen in mehreren europäischen Ländern erfolgreichen Hit. Das laszive Video sorgte nicht nur in Frankreich für einen Skandal; es wurde gleichzeitig mehrfach ausgezeichnet. Als Tänzerin gastierte Patti u.a. in der Mailänder Scala und arbeitete mit Choreografen wie Roland Petit und Maurice Béjart. Für «Die Schwächen der Frauen» (Elles) von Regisseur Luís Galvão Teles stand Guesch Patti 1997 erstmals als Schauspielerin in einem Kinofilm vor der Kamera. Bis zum Jahr 2010 folgten noch mehrere Mitwirkungen an Kino-, Kurz- und Fernsehfilmen. (*)
Die Gewinner:innen 2026 des gemeinsamen Programms «Förderung für das Schreiben von Serien» der Kulturfonds Suissimage und Société Suisse des Auteurs (SSA) stehen fest.
La Fondation Visions du Réel annonce la nomination d’Anne Delseth au poste de directrice artistique et codirectrice du Festival international de cinéma Nyon. Membre du Comité de sélection depuis 2023 et figure reconnue du paysage cinématographique suisse et international, Anne Delseth prendra ses fonctions à la fin du mois d’août 2026. Elle succédera à Emilie Bujès, qui rejoindra la direction artistique du GIFF après neuf éditions ayant marqué l’histoire du Festival.
Sechs Animationsfilme aus der Schweiz laufen in den Wettbewerbssektionen des Annecy International Animation Film Festival (21.–27. Juni 2026). Die Promotionsagentur Swiss Films repräsentiert das einheimische Animationsfilmschaffen mit einem Stand am Mifa, dem Filmmarkt vor Ort.
Die Dreharbeiten zur neuen «Heidi»-Serie von SRF und RTL haben begonnen. In der Titelrolle ist Neah Hefti zu sehen, János de Weck spielt Peter, als Alpöhi steht Christian Kohlund vor der Kamera. «Die Serie knüpft an den weltbekannten Stoff von Johanna Spyri an, erzählt die Geschichte weiter und richtet den Blick auf eine Heidi, die älter wird», schreibt SRF.
Der freischaffende Filmemacher Beat Oswald (Bild) aus Frauenfeld erhält den diesjährigen Kulturpreis des Kantons Thurgau. Mit dem Preis, der mit 20’000 Franken dotiert ist, würdigt der Thurgauer Regierungsrat «das eigenständige dokumentarische Werk und das engagierte Wirken von Beat Oswald für die Filmvermittlung und Filmkultur im Kanton Thurgau», wie es in der entsprechenden Mitteilung heisst.
Die am 22. November 1969 in Rascht (Iran) geborene iranisch-französische Comiczeichnerin, Kinderbuch-Illustratorin, Filmemacherin, Malerin, Autorin und Aktivistin Marjane Satrapi (Bild) ist am 4. Juni 2026 in Paris gestorben. Weltweit wurde sie durch ihre Graphic-Novel-Autobiographie «Persepolis» bekannt. Die vier Bände erschienen in Frankreich zwischen 2000 und 2003; die englischen Übersetzungen folgten 2003 und 2004. Darin zeichnet und beschreibt sie in einfachen schwarz-weissen Einzelbildern ihre Kindheit in Iran und ihre Jugendjahre in Wien und Teheran. Sie verbindet ihre Lebensgeschichte eng mit der iranischen Geschichte und beschreibt die Auswirkungen der Politik der Revolutionswächter und der Regierung auf den Alltag der iranischen Jugend. Die Hauptfigur Marji erlebt darin den Sturz des Schahs, die Durchsetzung der Islamischen Republik, den Iran-Irak-Krieg und schliesslich das Exil in Europa. Das Werk wurde millionenfach verkauft, etablierte Satrapi als eine der international meistgelesenen iranischen Autorinnen und trug dazu bei, westliche Stereotype über die iranische Gesellschaft und Kultur aufzubrechen. Nach einer Erklärung ihres Umfelds starb sie «an Traurigkeit, ungefähr ein Jahr nach dem Tod von Mattias Ripa, ihrem Ehemann und der Liebe ihres Lebens». Der Élysée-Palast würdigte Satrapi nach ihrem Tod als bedeutende Figur der französischen Kultur und als freiheitsliebende Künstlerin, deren Werk eine universelle Botschaft getragen habe. (*)
Der am 13. April 1951 in Greenville (South Carolina) geborene US-amerikanische Soul-Sänger Robert Peabo Bryson (Bild) ist am 2. Juni 2026 in Marietta (Georgia) gestorben. Balladen waren sein Spezialgebiet. Ab den späten 1970er-Jahren wurde er durch Duette mit Sängerinnen wie Natalie Cole, Roberta Flack und Melissa Manchester bekannt. Übertroffen wurden diese Erfolge noch durch die Welthits «Beauty and the Beast» (1991, mit Céline Dion) und «A Whole New World» (1992, mit Regina Belle), die beide aus Walt-Disney-Zeichentrickfilmen stammen und Bryson je einen Grammy einbrachten. (*)
Die Deutschland/Schweiz-Ländergruppe der IASA (Internationale Vereinigung der Schall- und audiovisuellen Archive) schreibt erstmals den Nachwuchspreis «Audiovisuelles Kulturgut» aus. Einsendeschluss ist am 30. Juni 2026.
Der 1946 in Zürich geborene frühere «Karussell»-Moderator (Fernsehen DRS), Journalist, Filmer und Kommunikations-Berater Urs Emmenegger (Bild) ist am 15. Mai 2026 gestorben. «Ab 1992 war Emmenegger am Aufbau regionaler Fernsehsender in Zürich beteiligt, darunter ‹RTV›, ‹Forum Züri› und ‹Züri 1›. Dabei bildete er zahlreiche junge Medienschaffende aus, die später bei SF DRS sowie bei privaten Radio- und Fernsehsendern Karriere machten», schreibt «zürich24» heute Donnerstag.
Yves Netzhammer wird für «Reise der Schatten» mit dem Filmpreis Region Basel ausgezeichnet. Lisa Mazenauer erhält für «The Right to Forget» den Kurzfilmpreis Region Basel. Der Medienkunstpreis Region Basel geht an Beat Brogle und seine Arbeit «ZWEI». Die Jury würdigt ausserdem die Basler Produktionsfirma Mira Film Basel GmbH mit dem Spezialpreis.
Beim 41. DOK.fest in München hat der Schweizer Dokumentarfilm «The Narrative» von Bernhard Weber und Martin Schilt die VIKTORIA DOK.international Main Competition gewonnen. Der vom Bayerischen Rundfunk gestiftete Preis ist mit 10’000 Euro dotiert. Nominiert waren Filme, «die ein breites inhaltliches und formales Spektrum aufweisen und sich durch ihre hohe künstlerische Qualität auszeichnen», wie auf der Webseite des DOK.fest 2026 zu lesen ist.
Die am 17. Mai 1940 in Linz als Waltraud Lehner geborene österreichische Medien- und Performancekünstlerin, Fotografin und Filmemacherin VALIE EXPORT (Bild) ist am 14. Mai 2026 in Wien gestorben. 1967 legte die Künstlerin in einer radikalen Geste sowohl den Namen ihres Vaters als auch den ihres Mannes ab, um eine neue Identität anzunehmen und gleichzeitig ihre Präsenz in der Kunstszene zu verkünden, – mit der Vorgabe, ihn nur in Versalien zu schreiben. Die frühen Arbeiten von VALIE EXPORT zeichnen sich insbesondere durch die Auseinandersetzung mit Feminismus, Aktionskunst und dem Medium Film aus. Eine ihrer bekanntesten Aktionen war das «Tapp- und Tastkino». 1977 nahm sie an der documenta 6 in Kassel teil. 1980 vertrat sie gemeinsam mit Maria Lassnig Österreich auf der Biennale in Venedig. (*) Im Jahr 2029 erhielt VALIE EXPORT in Zürich den mit CHF 150’000 dotierten Roswitha-Haftmann-Preis.
Rund 20 Jahre lang haben private Medienhäuser und Gewerkschaften über die Arbeitsbedingungen in der deutschschweizerischen Medienbranche gestritten. Jetzt liegt eine Einigung vor. Die Mitgliederversammlung des Verlegerverbands Schweizer Medien (VSM) stimmt der neuen Branchenvereinbarung deutlich zu. Die freiwillige Vereinbarung mit der Gewerkschaft syndicom und dem Berufsverband impressum schafft einheitliche Mindestarbeitsbedingungen für die Medienbranche. Der VSM ruft seine Mitglieder auf, «die Branchenvereinbarung möglichst zu übernehmen».
Mit insgesamt sechs Spiel- und Dokumentarfilmen, mit hybriden Formaten sowie Kurzfilmen präsentiert sich das Schweizer Filmschaffen in vielfältigen Formaten und Geschichten an der Croisette. Zwei Filme feiern ihre Premieren in der Official Selection des Festival de Cannes (12. bis 23. Mai 2026), vier weitere in renommierten Parallelsektionen. Mehrere Schweizer Talente aus Produktion, Filmmusik, Drehbuch oder Regie nehmen an Branchenprogrammen des Marché du Film (12. bis 20. Mai 2026) teil.
Die Dreharbeiten zur internationalen Koproduktion «The Death of Sherlock Holmes» (Arbeitstitel) sind angelaufen. In den Hauptrollen stehen der britische Schauspieler Rafe Spall und die Schweizerin Deleila Piasko vor der Kamera. Die Koproduktion von SRF, Sky Schweiz, ARD Degeto Film und Silver Reel wird in der Schweiz, im Südtirol (Italien) und in Bayern (Deutschland) realisiert.
Am Samstagabend wurde in Zürich im Kongresshaus der diesjährige Prix Walo verteilt. Den Ehrenpreis für sein Lebenswerk erhielt der 80jährige Unternehmer, Musik- und Showmanager Freddy Burger. Der Publikumspreis ging an den 53jährigen SRF-Fernsehmoderator Nic Hartmann. Der Prix Walo des Vereins Show Szene Schweiz wurde dieses Jahr zum 50. Mal verliehen.
Claude Witz (Bild) wird per 1. August 2026 die Geschäftsleitung des Schweizer Syndikats Film und Video (SSFV) übernehmen. Er verfügt über mehr als zehn Jahre Erfahrung als Herstellungs- und Produktionsleiter für Kino- und Serienproduktionen in allen Schweizer Sprachregionen und ist seit über 25 Jahren in der Filmbranche tätig, zuerst in der Kamera-Abteilung und als Beleuchter, bevor er in die Produktion wechselte.
Les compétitions de la 57e édition de Visions du Réel à Nyon se sont conclues ce vendredi 24 avril 2026 lors de la cérémonie de prix. La réalisatrice Xisi Sofia Ye Chen a remporté le Grand
Prix de la Compétition Internationale Longs Métrages avec «From Dawn to Dawn», son premier long métrage. Immersion rare et profondément intime dans un univers souvent réduit à ses clichés – et exploré davantage par la fiction que par le cinéma du réel – le film suit le quotidien du frère de la réalisatrice, A Wen, gangster chinois installé en Espagne. Sans jugement ni fascination, elle observe un homme complexe, tiraillé entre héritage criminel, loyauté, responsabilités familiales et quête de nouveaux repères moraux.
Seit 30 Jahren fördert die SRG-SSR den Schweizer Film mit dem Pacte de l’audiovisuel. Dank dieser finanziellen Unterstützung sind mehr als 4’500 Kino-, Fernseh-, Dokumentar-, Kurz- und Trickfilme sowie über 60 Serien entstanden. 2025 waren es 45 Millionen Franken für 216 Pacte-Projekte. Die RTS-Serie «The Deal» schaffte es sogar auf die Piazza Grande des Locarno Filmfestival.
Die am 6. Juli 1948 in Mainneville (Haute-Normandie) geborene französische Schauspielerin Nathalie Baye (Bild) ist am 17. April 2026 in Paris gestorben. Bereits 1973 wurde sie mit einer Nebenrolle im Film «La Nuit américaine» von François Truffaut bekannt. Es folgten weitere Nebenrollen, unter anderem ein Kurzauftritt in Truffauts «L’Homme qui aimait les femmes». Ihre erste grosse Hauptrolle spielte sie als Partnerin von Truffaut in dessen Filmdrama «La chambre verte» (1978). Seit Anfang der 1980er-Jahre galt sie durch Darbietungen wie in Claude Gorettas «La provinciale« (1981) und Robin Davis‘ «J’ai épousé une ombre» (1983) als eine der führenden Schauspielerinnen Frankreichs. Nathalie Baye wurde viermal mit dem César ausgezeichnet: als Beste Nebendarstellerin 1981 für «Sauve qui peut (la vie)» und 1982 für «Une étrange affaire» sowie als Beste Hauptdarstellerin 1983 für «La Balance – Der Verrat» und 2006 für «Le petit lieutenant». Bei den Filmfestspielen von Venedig erhielt sie 1999 die Auszeichnung als Beste Darstellerin für ihre Rolle in «Une liaison pornographique». Weitere Filmerfolge hatte sie unter anderem mit «Une semaine de vacances» (1980) und «Vénus Beauté» (1999). Aus ihrer Liebesbeziehung mit Johnny Hallyday stammt ihre Tochter Laura Smet, die ebenfalls Schauspielerin wurde. Zusammen mit Hallyday spielte Baye unter der Regie von Jean-Luc Godard im Film «Détective» (1984). (*) Im internationalen Kinohit «Catch Me If You Can» von Steven Spielberg spielte Baye an der Seite von Leonardo DiCaprio und Tom Hanks.
Die am 20. Dezember 1968 in Marrakesch (Marokko) geborene französische Schauspielerin und Sängerin Nadia Farès (Bild) ist am 17. April 2026 nach einem Badeunfall in Paris gestorben. Sie war die Tochter eines marokkanischen Vaters und einer armenischen Mutter. Farès erlangte erstmals grössere Bekanntheit durch die Rolle der Jacquie Decaux in der Fernsehserie «L’Exilé». Ihr Debüt in einem Kinofilm gab Farès 1993 in «Les Amies de ma femme». Im deutschsprachigen Raum wurde sie in der 1995 entstandenen Komödie «Sag ja!» (Dis-moi oui) als Freundin Florence von Hauptdarsteller Jean-Hugues Anglade bekannt. Weiterhin spielte sie im Jahr 2000 neben den männlichen Hauptdarstellern Jean Reno und Vincent Cassel die weibliche Hauptrolle im international erfolgreichen Thriller «Die purpurnen Flüsse» (Les Rivières Pourpres). Bis zuletzt war sie in mehr als 40 Film- und Fernsehproduktionen zu sehen. (*) Auch als Sängerin konnte Nadia Farès viele Auftritte und Erfolge feiern.
Die Dätwyler-Stiftung vergibt den Dätwyler-Preis dieses Jahr dreimal. Ausgezeichnet werden der Urner Kulturjournalist und Medienpionier Felix Schenker, die Musikerfamilie Gehrig aus Andermatt sowie die beiden Vereine Urner Ferien(s)pass und Sportpass Uri gemeinsam. Der Preis ist mit je CHF 20’000 dotiert. Die Dätwyler-Stiftung vergibt den Dätwyler-Preis in der Regel alle drei Jahre. Sie zeichnet damit Persönlichkeiten und Institutionen aus, «die durch herausragende Einzelleistungen oder durch langjähriges, nachhaltiges Wirken das kulturelle und gesellschaftliche Leben im Kanton Uri entscheidend prägen». Der Stiftungsrat hat entschieden, den Preis 2026 dreimal zu vergeben.
Von heute Freitag bis am 26. April 2026 findet in Nyon die 57. Ausgabe von Visions du Réel (VdR) statt. Kurz vor dem diesjährigen Festivalstart gab die Stiftung Visions du Réel bekannt, dass ihre künstlerische Leiterin Emilie Bujès per Ende Juli 2026 das Festival verlassen wird. Emilie Bujès, die seit 2018 als Co-Direktorin und Verantwortliche für das Programm und den Branchenbereich des Festivals tätig ist, habe beschlossen, eine neue Herausforderung anzunehmen: Sie wechselt zum GIFF in Genf.
Die am 8. September 1933 in Satara (Britisch-Indien) als Asha Mangeshkar geborene indische Sängerin Asha Bhosle (Bild) ist am 12. April 2026 in Mumbai (Indien) gestorben. Asha Bhosle sang Ghazals, Bhajans sowie Lieder Rabindranath Thakurs und Kazi Nazrul Islams und war insbesondere für ihre Filmsongs bekannt. Gemeinsam mit ihrer älteren, 2022 verstorbenen Schwester Lata Mangeshkar, dominierte sie den weiblichen Playbackgesang indischer Filme über mehr als sechs Jahrzehnte und nahm Lieder für mehr als 1’000 Filme in vielen indischen Sprachen auf. (*)
Der am 8. September 1930 in Zürich geborene Schauspieler, Hörbuch- und Hörspielsprecher, Synchronsprecher sowie Autor Mario Adorf (Bild) ist am 8. April 2026 in Paris gestorben. Insgesamt umfasst sein filmisches Schaffen mehr als 200 Film- und Fernsehproduktionen zwischen 1954 und 2023; daneben war Adorf auch ein profilierter Theaterschauspieler und schrieb mehrere Bücher. Seinen Durchbruch hatte er 1957 mit dem Kriminalfilm «Nachts, wenn der Teufel kam» in der Rolle des von den Nationalsozialisten fälschlich zum Serienmörder erklärten Bruno Lüdke. In den 1960er-Jahren spielte er in «Winnetou», einigen Italowestern und weiteren internationalen Produktionen. Im Kino des Neuen Deutschen Films in den 1970er- und 1980er-Jahren trat er unter Regie von Volker Schlöndorff im Oscar-Gewinner «Die Blechtrommel» und in «Die verlorene Ehre der Katharina Blum» auf sowie unter Rainer Werner Fassbinder in «Lola». Der Produzent Dieter Wedel besetzte ihn in den 1990er/2000er-Jahren in Hauptrollen in mehreren TV-Mehrteilern: «Der große Bellheim», «Der Schattenmann» und «Die Affäre Semmeling». (*)
Am 16. April 2026 ist der Kinostart des Films «Walter Lietha. Drum sing i grad drum» des Regisseurs Stefan Haupt. Ab heute Ostermontag finden in der ganzen Deutschschweiz diverse Vorpremieren und Spezialveranstaltungen statt. Walter Lietha zählte in den 1970er-Jahren zu den grossen Namen der Schweizer Kultur- und Musikszene. Als Sänger, Dichter, Komponist und kritischer Zeitgenosse schrieb er unzählige Mundartlieder und wurde so in der Deutschschweiz zu einer prägenden Stimme einer ganzen Generation.
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