«LE DESIGN AU COEUR DE L’HUMANITAIRE»
Exposition Musée international de la Croix-Rouge et du Croissant-Rouge, Genève, jusqu’au 29 août 2027
Exposition Musée international de la Croix-Rouge et du Croissant-Rouge, Genève, jusqu’au 29 août 2027
Neues Gesicht im Moderationsteam der «Sternstunde Philosophie»: Michael Räber übernimmt ab Oktober 2026 die Moderation der wöchentlichen Sendung. «Er wird seine philosophische Expertise auch in anderen Formaten (…) einbringen», schreibt SRF. Ab Januar 2027 folgen weitere personelle Änderungen im Moderationsteam der «Sternstunde Philosophie»: Die Schweizer Philosophin Catherine Newmark übernimmt die Mutterschaftsvertretung von Olivia Röllin; und Barbara Bleisch konzentriert sich auf eigenen Wunsch auf den SRF-Podcast «Sternstunde Philosophie: Zimmer 42».
Ausstellung im Museum zu Allerheiligen Schaffhausen, bis am 10. Januar 2027
Ausstellung im Museum Bruder Klaus, Sachseln, bis am 1. November 2026
Ausstellung im ZAZ Zentrum Architektur Zürich, bis am 7. Februar 2027
Ausstellung / Exposition Photoforum Pasquart Biel-Bienne bis am / jusqu’au 29.11.2026
Ausstellung im Haus für Kunst Uri, Altdorf, vom 12. September bis am 22. November 2026
Die am 25. März 1934 in Toledo (Ohio) geborene US-amerikanische Journalistin, Autorin, Herausgeberin und feministische Aktivistin Gloria Steinem (Bild) ist am 2. September 2026 in New York City gestorben. Sie war eine der bekanntesten Vertreterinnen der zweiten Welle des Feminismus in den Vereinigten Staaten. Gloria Steinem war Mitgründerin der Zeitschrift «Ms.» und des National Women’s Political Caucus, und sie trug dazu bei, feministische Themen in den politischen und medialen Mainstream der Vereinigten Staaten zu bringen. (*)
Eine Auswahl kultureller Informationen, Beobachtungen und Kommentare der letzten zwei Wochen aus Schweizer Perspektive
Ausstellung im Kornhausforum Bern, vom 4. September bis am 25. Oktober 2026 – Vernissage am Donnerstag, 3. September 2026, um 18.30 Uhr
Radio SRF 2 Kultur, «Musik für einen Gast» vom heutigen Sonntag, 12.38 Uhr / Wiederholung am Samstag, 29. August 2026, 11.03 Uhr / Podcast
Am 24. August 2026 verleiht die Bürgi-Willert-Stiftung den mit insgesamt CHF 60’000.– dotierten Bürgi-Willert-Preis zu gleichen Teilen an Baldy Minder und Alzheimer Bern. Mit dem Bürgi-Willert-Preis werden jährlich Privatpersonen und Institutionen für ihre Verdienste im kulturellen oder sozialen Bereich in der Stadt Bern ausgezeichnet.
Das ALPS Alpines Museum der Schweiz in Bern gibt eine spätgotische Heiligenfigur an die Walliser Gemeinde Baltschieder zurück. «Die Rückführung
steht exemplarisch für den Wandel im Umgang mit Kulturgütern», schreibt ALPS. Eine spätgotische Heiligenstatue mit bewegter Geschichte kehrt nach
über 100 Jahren an ihren Ursprungsort zurück. Das ALPS übergibt die Figur am 10. August 2026 offiziell der Gemeinde Baltschieder. Anschliessend wird die Statue per Helikopter zur Kapelle im Baltschiedertal geflogen, wo sie künftig wieder öffentlich zugänglich sein wird.
Sonderausstellung im Sensorium Rüttihubelbad, Walkringen, bis am 31. Dezember 2026
Abbatiale de Payerne, jusqu’au 31 août 2026 – Jeu de piste sensoriel pour les familles
Ausstellung Kulturort Froh Ussicht, Hof Blum, Samstagern (ZH), bis am 27. September 2026
Der terrassierte Garten des ehemaligen Kapuzinerklosters in Altdorf (UR) wird durch den Verein kulturkloster altdorf sorgsam bewirtschaftet und weiterentwickelt. Das Modell zeigt, wie gemeinschaftliches Handeln – getragen von Freiwilligenarbeit, Fachwissen und viel Herzblut – einen historischen Ort in die Zukunft führen kann. Der Schweizer Heimatschutz würdigt dieses Engagement mit dem Schulthess-Gartenpreis 2026.
Ausstellung der Kulturstiftung Basel H. Geiger | KBH.G, bis am 6. September 2026
Die Merian-Gärten – Stammland und zugleich das grösste operative Engagement der Basler Christoph Merian Stiftung (CMS) – haben den erneuerten Arzneipflanzen-Garten wiedereröffnet. Damit rückt das einzigartige Nutzpflanzen-Sortiment in Unter Brüglingen in den Fokus. Zuvor hatte die Stiftung bis 2023 Vorder Brüglingen weiterentwickelt. Dort lag der Schwerpunkt auf der Neugestaltung der Zierpflanzen-Sammlungen und der Staudenbeete sowie dem Umbau der Neuen Scheune.
Ausstellung im Kunstmuseum Thurgau, Kartause Ittingen, bis am 6. September 2026
Der am 19. April 1934 als Hans Ziegler in Thun geborene Schweizer Soziologe, Politiker, Aktivist, Sachbuch- und Romanautor Jean Ziegler (Bild) ist am 10. Juni 2026 in Genf-Genève gestorben. Von 1967 bis zu seiner Abwahl 1983 und erneut von 1987 bis 1999 war er Genfer Abgeordneter im Nationalrat für die Sozialdemokratische Partei. Von 2000 bis 2008 war Ziegler UNO-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung – zuerst im Auftrag der Menschenrechtskommission, dann des Menschenrechtsrats – sowie Mitglied der UNO-Task Force für humanitäre Hilfe im Irak. 2008 bis 2012 gehörte Ziegler dem Beratenden Ausschuss des Menschenrechtsrats der Vereinten Nationen an; 2013 wurde er erneut in dieses Gremium gewählt. Bis zu seiner Emeritierung 2002 war Ziegler Professor für Soziologie an der Uni Genf sowie ständiger Gastprofessor an der Sorbonne in Paris. In seinen Sachbüchern kritisierte Ziegler mehrfach die historische Rolle der Schweiz. Ebenfalls kritisierte er die Sowjetunion für ihren Einmarsch in Afghanistan. Ziegler verurteilte den russischen Überfall auf die Ukraine im Februar 2022 klar. Wegen massiver Kritik an Schweizer Politik, Wirtschaft, Finanzwesen sowie deren Institutionen wurde er immer wieder als «Landesverräter» angegriffen und, zum Teil erfolgreich, zivil- und strafrechtlich belangt. (*)
Der am 8. Juli 1921 in Paris als Edgar Nahoum geborene französische Philosoph, Soziologe und Autor Edgar Morin (Bild) ist am 29. Mai 2026 ebenda gestorben. Er war Directeur de recherche am Centre national de la recherche scientifique (CNRS) und der École des hautes études en sciences sociales (EHESS) in Paris. Bekannt wurde er besonders durch sein Konzept des komplexen Denkens. Während der Besetzung Frankreichs durch deutsche und italienische Truppen im Zweiten Weltkrieg übernahm Nahoum angesichts der Nazi-Kollaboration der Pétain-Regierung eine aktive Rolle in der französischen Résistance. 1941 trat er der Kommunistischen Partei Frankreichs (PCF) bei und ging in den Widerstand gegen die deutsche Besatzung. Der damit verbundenen Lebensgefahr wegen legte er seinen jüdischen Familiennamen ab und wirkte unter dem Decknamen Morin. Dieses Pseudonym behielt er später bei und wurde unter diesem Namen bekannt. Das umfangreiche Archiv Morins befindet sich seit 2001 im Institut mémoires de l’édition contemporaine (IMEC) und wurde vom Autor selbst fortlaufend ergänzt. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron würdigte Edgar Morin anlässlich des Todes als Widerstandskämpfer, Schriftsteller und «Denker des Jahrhunderts». (*)
Ausstellung Shedhalle Eisenwerk, Frauenfeld, vom 4. Juni bis am 4. Juli 2026 – Vernissage am Donnerstag, 4. Juni 2026, 18.30 Uhr – Research Lab im «Shed»: 29. bis 31. Mai 2026
Carlo Petrini (Bild), der am 22. Juni 1949 in Bra (Piemont) geborene italienische Publizist, Soziologe, Aktivist und Gründer der internationalen Slow-Food-Bewegung, ist am 21. Mai 2026 ebenda gestorben. Seit 1977 schrieb er in italienischen Zeitschriften über Essen und Trinken; er war an der Gründung der Zeitschrift «Gambero Rosso» beteiligt, die zunächst eine Monatsbeilage der Tageszeitung «Il Manifesto» war. Petrini gründete in den 1980er-Jahren die Gesellschaft der Freunde des Barolo. Der Auslöser zur Gründung von Slow Food war die Eröffnung einer McDonald’s-Filiale 1986 auf der von antiken und barocken Gebäuden umgebenen Piazza Navona in Rom. Als Protest dagegen organisierte Petrini ein öffentliches Spaghetti-Essen an der Spanischen Treppe. Am 9. Dezember 1989 folgte in Paris die Gründung der internationalen Bewegung Slow Food nach. In Turin rief er mit Slow Food den Salone del Gusto ins Leben und in Pollenzo die Università di Scienze Gastronomiche. Petrini war Mitherausgeber des Weltweinführers und des Weinführers «Vini d’Italia». Mit dem Restaurantführer «Osterie d’Italia» löste er eine Rückbesinnung auf die gastronomischen Traditionen Italiens aus. Er war Autor der linksliberalen Tageszeitung «La Repubblica». 2004 fand auf seine Initiative in Turin eine Konferenz des Bauernnetzwerks Terra Madre statt, das erste Welttreffen von fast 5’000 Bauern. (*)
Kulturministerin Elisabeth Baume-Schneider hat im Kunstmuseum Bern das Jubiläumsjahr des Schweizer Museumspasses eröffnet und dabei dessen Erfolgsgeschichte Revue passieren lassen. Heute gehören über 500 Museen der «Passfamilie» an, die 1996 vom Bundesamt für Kultur, dem Verband Schweizer Museen sowie Schweiz Tourismus gegründet worden ist. Das Jubiläum wird ausgiebig gefeiert: In den kommenden Monaten werden in allen Landesteilen verschiedenste Prominente die Schweizer Museen besuchen und dabei vor Publikum ihre Lieblingswerke präsentieren. Im Herbst wird erstmals der Schweizer Museumspreis vergeben und damit ein Publikumsliebling unter den Museen ausgezeichnet. Mit drei karitativen Kooperationen soll im Jubiläumsjahr schliesslich auch die kulturelle Teilhabe gestärkt werden.
«Anna Tumarkin Lectures in Philosophy» – so heisst die international erste Vorlesungsreihe, die ausschliesslich Frauen aufgrund ihrer herausragenden philosophischen Arbeit präsentiert. Dieses Jahr hat das Institut für Philosophie der Universität Bern Jennifer Lackey (Northwestern University, USA) eingeladen. Sie spricht am 4., 5. und 6. Mai 2026 darüber, dass Betroffene von schwerwiegenden Ungerechtigkeiten ein Recht auf Anerkennung ihres Schicksals haben.
Eine Auswahl kultureller Informationen, Beobachtungen und Kommentare der letzten zwei Wochen aus Schweizer Perspektive
Sommerausstellung Stiftsbibliothek St.Gallen, vom 21. April bis am 8. November 2026
«Sternstunde Philosophie»-Moderator Yves Bossart wird SRF verlassen. Er baut seine Tätigkeit als freischaffender Philosoph und Gymnasiallehrer aus. Bis Sommer 2026 arbeitet Yves Bossart weiterhin bei SRF, moderiert die «Sternstunde Philosophie» und ist als Philosophie-Experte in diversen Formaten wie «Giiget’s» auf Radio SRF 3 zu hören.
Die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz (SL-FP) zeichnet die Lorzenebene im Kanton Zug als «Landschaft des Jahres 2026» aus. Preisträgerinnen sind die Korporation Zug (stellvertretend für Landeigentümer:innen), der Kanton Zug, die Stadt Zug sowie die Gemeinden Baar, Cham und Steinhausen. Damit würdigt die SL-FP die «vorausschauende Raum- und Landschaftsplanung, dank der die Lorzenebene nicht überbaut, sondern mitten in der boomenden Stadtlandschaft als grüne Lunge erhalten wurde». «Durch kluges Verhandeln von Flächen, Interessen und Nutzung wurde der Wert der Lorzenebene vervielfacht. Heute ist mehr Raum für alle da – für Landwirtschaft, Bevölkerung und Natur», schreibt die Stiftung.
Exposition La Ferme des Tilleuls, Renens (VD), jusqu’au 21 juin 2026
Eine Auswahl kultureller Informationen, Beobachtungen und Kommentare der letzten drei Wochen aus Schweizer Perspektive
Eine «Historische Lernwelt», ein «SchulSchaulager» und eine «Forschungswerkstatt» sind die drei tragenden Leuchttürme des Schulmuseums Bern. An den zwei Standorten, Muhlernstrasse 9 und Sägestrasse 65 in Köniz bei Bern, widmet sich das Museum der Schweizer Schulgeschichte seit dem 17. Jahrhundert. Das «SchulSchaulager» wird am kommenden 1. Juni 2026 eröffnet. Diese Woche war das Schulmuseum Bern Thema der SRF-Fernsehsendung «Kulturplatz».
Ausstellung im Spielzeug Welten Museum Basel, bis am 31. Januar 2027
Sonderausstellung Historisches Museum Thurgau, Altes Zeughaus Frauenfeld, bis am 29. November 2026
Der am 14. Februar 1932 in Halberstadt geborene deutsche Filmemacher, Fernsehproduzent, Schriftsteller, Drehbuchautor, Künstler, Philosoph, Rechtsanwalt und Unternehmer Alexander Ernst Kluge (Bild) ist am 25. März 2026 in München gestorben. Kluge wurde in den 1960er- und 1970er-Jahren als einer der einflussreichsten Vertreter des Neuen Deutschen Films bekannt, den er in Theorie und Praxis mitbegründet und weiterentwickelt hat. Als Autor machte er sich vor allem durch Kurzgeschichten einen Namen und gehörte zum Kreis um die Gruppe 47; ausserdem verfasste er Schriften zu kulturellen, philosophischen und politischen Themen. 1987 wurde er unternehmerisch tätig und gründete die Produktionsfirma dctp, mit der es ihm gelang, eine Plattform für unabhängige Programme im deutschen Privatfernsehen zu schaffen. (*)
Der am 18. Juni 1929 in Düsseldorf geborene deutsche Philosoph und Soziologe Jürgen Habermas (Bild) ist am 14. März 2026 in Starnberg gestorben. Er zählte zur zweiten Generation der Frankfurter Schule und war zuletzt Professor für Philosophie an der Universität Frankfurt am Main. Habermas ist einer der weltweit meistrezipierten Philosophen und Soziologen der Gegenwart. In der akademischen Fachwelt wurde er durch Arbeiten zur Sozialphilosophie mit diskurs-, handlungs- und rationalitätstheoretischen Beiträgen bekannt, mit denen er die Kritische Theorie auf einer neuen Basis weiterführte. Neben den fachspezifischen Diskursen engagierte sich Habermas öffentlich in aktuellen politischen Debatten z.B. über die Eugenik, die Religion, die Verfassung Europas, die Pandemie-Massnahmen und die Waffenlieferungen an die überfallene Ukraine. (*) Habermas hat mehr als 50 Bücher veröffentlicht.
Der am 23. Oktober 1942 in Lausanne als Peter Klein geborene Maler, Zeichner und Plastiker, Musiker, Schauspieler, Erzähler, Regisseur, Theater- und Hörspielautor Timmermahn (Bild) ist am 14. März 2026 in Bern gestorben. Er hatte sich seinen Künstlernamen mit dem mahnenden «H» schon als 25-Jähriger zugelegt. Der Enkel des Basler Läckerli- und Bonbonfabrikanten André Klein lernte Schaufensterdekorateur und arbeitete danach als Kulissenmaler am Stadttheater Bern. Ab den 1960er-Jahren verdiente er sich sein Brot als Kunstmaler und genoss die Freiheiten des wilden Lebens. Unter anderem an der Seite von Künstlerfreunden wie dem Schweizer Bildhauer Bernhard Luginbühl oder der Mundartlegende Polo Hofer. Alle drei gelten als Urgesteine der Berner Kunstszene. Timmermahn lebte auf Kreta, in Holland, in Italien, im Tessin und 25 Jahre in einem alten Bauernhaus in Rüeggisberg, bis es ihn wieder in die Stadt Bern zog.