«YANIK SOLAND. WALKING ON RUBBER EGGSHELLS»
Ausstellung im Kunsthaus Baselland, Münchenstein / Basel, bis am 15. November 2026
Ausstellung im Kunsthaus Baselland, Münchenstein / Basel, bis am 15. November 2026
Der Vorstand der SUISA (*) hat Christian Leuenberger (Bild) zum neuen Chief Executive Officer (CEO) der SUISA ernannt. Er übernimmt die Leitung des Unternehmens per 1. Juli 2027 und folgt auf Andreas Wegelin, der Ende Juni 2027 nach 17 Jahren an der Spitze der SUISA in den Ruhestand tritt.
Bund und Kantone haben den Auftrag, Kultur vielfältig zu fördern und die Teilhabe der Bevölkerung am kulturellen Leben zu stärken. Wo steht die öffentliche Hand mit der Erreichung dieser Ziele im Bereich Musik? Die Schweizer Musikvielfalt-Initiative hat die Musikförderung in den grössten Städten der jeweiligen Sprachregion untersucht: «Ein Vergleich, den es so noch nie gegeben hat», wie die Initiant:innen schreiben.
Radio SRF 2 Kultur, «Musik für einen Gast» vom heutigen Sonntag, 13 Uhr / Wiederholung am Samstag, 3. Oktober 2026, 11.03 Uhr / Podcast
Zwischen Chanson und heiterem French-Pop kreiert die 24-jährige Waadtländerin Marie Jay (Bild) Geschichten, in denen sich jede:r wiedererkennen kann – zwischen kleinen Herausforderungen und Höhepunkten des Alltags. In London ausgebildet, ist Marie Jay Songwriterin, Komponistin und Interpretin solider Hits («Dory», «Sparadrap» usw.). Die von Yoa und Iliona inspirierte Lausannerin entführt ihr Publikum in ihre positive Welt mit coolen Grooves und raffinierten Synthesizern. Ihre erste EP «Trottinette» wurde von Kritik und Publikum sehr gut angenonmen.
Eine Auswahl kultureller Informationen, Beobachtungen und Kommentare der letzten zwei Wochen aus Schweizer Perspektive
Der am 16. Juli 1943 in Montevideo (Uruguay) geborene Sänger, Perkussionist, Komponist, Schauspieler und TV-Moderator Rubén Rada ist am 26. August 2026 ebenda gestorben. Der vor allem als «El Negro Rada» benannte und bekannte Künstler galt ab Ende der 1960er-Jahre als einer der einflussreichsten Musiker seines Landes und als Symbolfigur der afro-uruguayischen Minderheit und deren Kultur. In seiner Musik vermischen sich insbesondere der traditionell afro-uruguayische Musikstil des Candombe mit indigener Musik, verschiedenen anderen Stilen der lateinamerikanischen Musik und westlichen Musikgenres wie Jazz, Rock und Funk. (*) Rubén Rada erlebte auch grosse internationale Anerkennung.
Die Société Suisse des Auteurs (SSA) vergibt viermal im Jahr Stipendien für die Komposition von Bühnenmusik. In der dritten Sitzung wurden fünf Stipendien vergeben.
Die Musikkommission des Schweizer Blasmusikverbands (SBV / ASM / ABS) hat im letzten Jahr einen Kompositionswettbewerb zu Ehren des Schweizer Komponisten Paul Huber (1918–2001) ausgerufen, da sich sein Todestag heuer zum 25. Mal jährt. Nun ist der Gewinner bekannt: Der junge Waadtländer Théo Rossier (* 2002) gewinnt mit seiner Komposition «Ab Uno».
Die am 19. Januar 1946 in Pittman Center (Tennessee) geborene US-amerikanische Country-Sängerin, Songwriterin, Multiinstrumentalistin, Schauspielerin, Unternehmerin und Philantropin Dolly Rebecca Parton (Bild) ist am 25. August 2026 in Nashville gestorben. Sie war ab den 1970er-Jahren eine der erfolgreichsten Sängerinnen und Songautorinnen im Bereich Country- und Popmusik und hatte 25 Nummer-eins-, mehr als 50 Top-10- und rund 90 Top-40-Hits in den Country-Charts. Dolly Parton hat über 100 Millionen Alben verkauft, zehn Grammys erhalten und sie wurde sowohl in die Country Music Hall of Fame als auch in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen. (*)
Der Fachausschuss Musik Basel-Stadt (BS) und Basel-Landschaft (BL) spricht sich für die Förderung von 17 Kompositionen, Konzerten, musikalischen Produktionen und Tourneen aus und bewilligt zudem ein Sonderprojekt. Diese Projekte werden im laufenden Jahr oder 2027 aufgeführt.
Der am 18. April 1964 in Saignelégier (JU) geborene Auteur-compositeur-interprète Vincent Vallat (Bild) ist am 21. August 2026 in Basel gestorben. Er lebte seit 1988 von seiner Musik und seinen Liedern; es war dies das Jahr, in dem er in Saignelégier die Médaille d’Or de la Chanson gewann. Im folgenden Jahr veröffentlichte Vallat mit «Jules» sein erstes Album. Vincent Vallat gab unzählige Konzerte in der ganzen Suisse romande, in Québec, Sibirien, Rumänien und in Ex-Jugoslawien, und er trat an zahlreichen Festivals wie dem Chant du Gros, La Cité Lausanne oder dem Paléo Festival auf.
Die Stadt Biel-Bienne zeichnet Pascale Güdel (Bild) mit dem Kulturpreis 2026 aus. Das dreiköpfige Team von Chrüsimüsi Records erhält die Ehrung für besondere kulturelle Verdienste 2026. Die öffentliche Preisverleihung findet am Dienstag, 8. September 2026, um 19.00 Uhr im Farelhaus in Biel-Bienne statt.
Die Idee: Ab 2027 können talentierte junge Musiker:innen eine kaufmännische Grundbildung absolvieren und gleichzeitig Kompetenzen entwickeln, die auf die Kultur-, Musik- und Eventbranche ausgerichtet sind. Musikfreundliche Lehrbetriebe geben den jungen Menschen die Chance, die berufliche Grundbildung als Kauffrau | Kaufmann mit ihrer musikalischen Ausbildung in Einklang zu bringen.
Der am 31. Januar 1933 in Zollikon geborene Schweizer Dirigent, Musiker, Komponist, Medienschaffende und Kulturvermittler Armin Brunner (Bild) ist am 12. August 2026 gestorben. Armin Brunner absolvierte sein Musikstudium an der Musikhochschule Zürich bei Paul Müller-Zürich, Rudolf Wittelsbach, Erich Vollenwyder, Walter Henrich und Hans Rogner. Während des Studiums war er Assistent von Hans Rosbaud am Zürcher Opernhaus. Von 1953 bis 1973 fungierte er als Leiter der Neuen Zürcher Kammeroper, später der Schweizer Städte-Oper. Brunner gründete 1971 das Musikszenische Studio Zürich. Unter Brunners Leitung kamen Werke u. a. von Hans Werner Henze, Sylvano Bussotti und Karlheinz Stockhausen zur schweizerischen Erstaufführung. Er veranstaltete zahlreiche neuartige Formen von Konzerten und Kulturvermittlung. 1973 kam Armin Brunner zum Fernsehen DRS. Von 1979 bis 1998 war er Musikchef des Fernsehens DRS. Zusammen mit Fernsehregisseur Adrian Marthaler realisierte Brunner die sogenannten «narrativen» Musikproduktionen, ausserdem hat er die zyklischen TV-Produktionen und die Reihe der Musikalischen Meditationen ins Leben gerufen. Für die Alte Oper Frankfurt konzipierte und realisierte Brunner 1990 das musikalische Grossereignis «Das Frankfurter Sonoptikum – die Musik eines Jahrhunderts». 2000 fand unter dem Titel «Kongress der Stimmen» die von Brunner konzipierte Gesamteröffnung des Kultur- und Kongresszentrums Luzern (KKL) statt. Von 2000 bis 2009 hatte Brunner die künstlerische Leitung der Klubhaus-Konzerte des Migros-Kulturprozents inne. Brunner erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter die Goldene Ehrenmedaille des Kantons Zürich (1983) und der Ehrendoktor der Universität Osnabrück (1985). (*)
Am 24. August 2026 verleiht die Bürgi-Willert-Stiftung den mit insgesamt CHF 60’000.– dotierten Bürgi-Willert-Preis zu gleichen Teilen an Baldy Minder und Alzheimer Bern. Mit dem Bürgi-Willert-Preis werden jährlich Privatpersonen und Institutionen für ihre Verdienste im kulturellen oder sozialen Bereich in der Stadt Bern ausgezeichnet.
Der am 31. Juli 1975 in Seine-Saint-Denis geborene Electro-DJ und Musikproduzent Vincent Belorgey (Bild) ist am 28. Juli 2026 in Paris gestorben. Belorgey erschuf 2005 sein Alter Ego Kavinsky. Ab dem Jahr 2006 erschienen mehrere EPs. Er trat zusammen mit SebastiAn an der Seite des französischen Duos Daft Punk während deren Tour «Alive 2007» auf. Ausserdem wirkte er im französischen Spielfilm «Steak» als Schauspieler mit. SebastiAns Remix von Kavinskys «Testarossa Autodrive» fand im Videospiel «Grand Theft Auto IV» Verwendung. Kavinsky war einer der prägenden Produzenten des French touch. International bekannt wurde er durch den Titelsong «Nightcall» des Films «Drive», den er gemeinsam mit der brasilianischen Sängerin Lovefoxxx aufnahm. Die Single erreichte unter anderem in Frankreich und Belgien die Charts. (*)
Der 1975 in St.Gallen geborene Schweizer Komponist und Dirigent David Philip Hefti (Bild) ist beim 10. Manhattan International Music Competition in der Kategorie Komposition mit zwei Auszeichnungen geehrt worden. Für sein Werk «Aus Licht gewoben – Reflexionen für Violine und Violoncello» erhielt er eine Gold Medal with Honourable Mention sowie den zusätzlich vergebenen Contemporary Music Prize.
Der Schweizerische Musikerverband (SMV) teilt mit: «Nach vielen Jahren engagierter Tätigkeit tritt Beat Santschi in den wohlverdienten Ruhestand. Als ehemaliger Zentralpräsident und Zentralsekretär hat er den SMV entscheidend mitgeprägt und sich mit grossem Engagement für die Interessen der Musikerinnen und Musiker in der Schweiz eingesetzt. Besonders am Herzen lagen ihm die Verbesserung der Arbeitsbedingungen, eine starke Interessenvertretung sowie der Dialog mit Politik, Institutionen und Partnerorganisationen.»
Radio SRF 2 Kultur, «Musik für einen Gast» vom heutigen Sonntag, 12.38 Uhr / Wiederholung am Samstag, 11. Juli 2026, 11.03 Uhr / Podcast
Der am 4. April 1932 in Brooklyn (New York City) geborene US-amerikanische Talententdecker Clive Jay Davis (Bild) ist am 22. Juni 2026 in Manhattan (NYC) gestorben. Er war Gründer von Arista Records und CEO von J Records und wurde im Jahr 2000 Mitglied der Rock and Roll Hall of Fame in der Kategorie «Non-Performer». Clive Davis war für über 300 Nr.1-Titel verantwortlich und Entdecker von zahlreichen Musiker:innen, darunter Pink Floyd, Bruce Springsteen, Whitney Houston, Patti Smith, Alicia Keys, Janis Joplin und Aerosmith. Davis erhielt den Grammy Trustees Award im Jahr 2000 und den President’s Merit Award bei den Grammys 2009. Im Jahr 2011 wurde das Theater im Grammy Museum als Clive Davis Theatre bezeichnet. (*)
Die Fondation Suisa vergibt im Rahmen ihres Förderprogramms «Get Going!» 2026 bis zu acht Werkbeiträge à CHF 25’000.– an Musikschaffende mit Bezug zur Schweiz oder zu Liechtenstein.
Die Mitglieder von SONART – Musikschaffende Schweiz haben an ihrer Mitgliederversammlung vom 16. Juni 2026 in der Mahogany Hall in Bern Béatrice Zawodnik einstimmig zur neuen Präsidentin gewählt. Sie tritt die Nachfolge von Michael Kaufmann an, der den Berufsverband seit 2020 präsidierte.
Die Schweizer ESC-Saison 2027 ist bereits offiziell eröffnet: Die SRG bestätigt ihre Teilnahme am Eurovision Song Contest 2027 in Bulgarien. In Zusammenarbeit mit den Regionaleinheiten RSI, RTR, RTS und SRF wird die Schweizer Delegation erneut mit einem eigenen Song am weltweit grössten Musikwettbewerb teilnehmen.
Die Suisa, die Schweizer Genossenschaft der Urheber:innen und Verleger:innen von Musik, kann für das vergangene Geschäftsjahr erneut ein Bestergebnis ausweisen: «Höhere Einnahmen, tiefere Verwaltungskosten und eine gesteigerte Verteilsumme für die Musikerinnen und Musiker unterstreichen die erfolgreiche Entwicklung. Zu diesem sehr guten Ergebnis haben insbesondere höhere Einnahmen aus Hintergrundmusik, Konzerten und anderen Aufführungen sowie aus den Leerträgervergütungen beigetragen», schreibt die Suisa in ihrer heutigen Mitteilung.
Der am 12. April 1939 in Zürich geborene Schweizer Schlagzeuger, Perkussionist und Bandleader Peter Giger (Bild) ist am 27. Mai 2026 gestorben. Gigers Laufbahn führte von der Zürcher Dixieland-Band The Tremble Kids über Swing, Modern Jazz, Rock-Jazz, freie Improvisation bis hin zu interkulturellen Projekten, die sich mit Rhythmus- und Perkussionstraditionen aus unterschiedlichen Teilen der Welt beschäftigten. Er arbeitete dabei u.a. mit Duke Ellington, Teddy Wilson, Bill Coleman, Albert Nicholas, Stephane Grappelli, Claude Bolling, Memphis Slim, Max Roach, Archie Shepp, Benny Bailey, Joe Haider, Heinz Bigler, Isla Eckinger, Alex Bally, Marc Hellman, Albert Mangelsdorff, Volker Kriegel, Eberhard Weber, Gerd Dudek, Steve Swallow, Jasper van `t Hof, Trilok Gurtu, Naná Vasconcelos und Dom Um Romão zusammen. Peter Giger war einer der Gründer der Swiss Jazz School in Bern. Tourneen und Austauschprojekte führten ihn rund um die ganze Erde.
Das Bundesamt für Kultur (BAK) vergibt zum 13. Mal die Schweizer Musikpreise. Neben der Auszeichnung der Jodlerin und Kulturvermittlerin Nadja Räss (Bild) mit dem Schweizer Grand Prix Musik würdigt das BAK zehn weitere Schweizer Musikschaffende, Kollektive und Institutionen. Die Preisverleihung findet am 19. September 2026 anlässlich des Festivals Label Suisse in der Salle Paderewski im Casino de Montbenon in Lausanne statt. Die Schweizer Musikpreise werden vom Bundesamt für Kultur im Auftrag des Eidgenössischen Departements des Innern (EDI) verliehen. Der Schweizer Grand Prix Musik ist mit 100’000 Franken dotiert, die sieben Schweizer Musikpreise sind mit je 40’000 Franken und die drei Spezialpreise Musik mit je 25’000 Franken dotiert.
Die Europäische Kommission hat in der breit angelegten Untersuchung «Study on the discoverability of diverse European cultural content in the digital environment» analysiert, wie sichtbar kulturelle Inhalte im digitalen Raum tatsächlich sind. Die Studie, erarbeitet von einem internationalen Forschungskonsortium, kommt zu einem klaren Schluss: «Nicht das Angebot entscheidet, sondern die Auffindbarkeit». «Die Dynamiken, die auf europäischer Ebene sichtbar werden, betreffen die Schweiz in besonderer Weise. Denn die Mechanismen, die darüber entscheiden, welche Musik gehört wird, wirken auch hier, treffen jedoch auf einen Markt, der durch mehrere Sprachräume zusätzlich fragmentiert ist», schreiben IndieSuisse, SONART – Musikschaffende Schweiz und der Schweizer Musikrat in ihrer gemeinsamen Medienmitteilung vom 1. Juni 2026.
Der am 11. November 1951 in Scuol geborene Schweizer Liedermacher, Musiker, Restaurator, Zeichnungslehrer, Illustrator, Sgraffito-Künstler und Comic-Autor Paulin Nuotclà (Bild) ist am 25. Mai 2026 in Susch gestorben. Er gab seit den 1970er-Jahren mehrere Schallplatten heraus und war einer der ersten Liedermacher mit Songs im bündnerromanischen Idiom Vallader. Nuotclà galt als einer der Pioniere des «Rock Rumantsch». Nuotclà trat auch als Verfasser mehrerer Comics auf Romanisch und als Schulbuchillustrator hervor. Er besass ein Maler- und Gipsergeschäft in La Punt. Im Rahmen der Folk-Bewegung der 1970er- und frühen 1980er-Jahre wurde Nuotclà in der ganzen Schweiz bekannt; 1981 trat er beim vierten Gurtenfestival auf. Im Jahr 2022 erhielt Paulin Nuotclà einen Anerkennungspreis des Kantons Graubünden.
Der am 7. September 1930 in New York City als Walter Theodore Rollins geborene US-amerikanische Jazz-Tenorsaxofonist und Komponist Sonny Rollins (Bild) ist am 25. Mai 2026 in Woodstock (New York) gestorben. Rollins war einer der letzten noch lebenden prominenten Musiker der Bebop-Generation gewesen. Er veröffentlichte seit den späten 1940er-Jahren mehr als 60 Alben unter eigenem Namen. Sonny Rollins war einer der einflussreichsten Jazz-Saxofonisten überhaupt; er «löste die Improvisation aus der Umklammerung des Themas. Mit Kraft und Witz erfand er endlose Assoziationsketten, die bereits Mitte der 1960er-Jahre in Solokonzerten gipfelten» (Reclams Jazzlexikon). Rollins’ Spielweise «zeichnete sich durch seine kraftvollen Klangfarben, seine melodischen Improvisationen und seine technische Virtuosität aus. Er war bekannt für seine Fähigkeit, komplexe Rhythmen zu meistern und einzigartige musikalische Ideen zu entwickeln.» (*) Sonny Rollins spielte wohl mit (fast) allen berühmten Jazz-Musiker:innen seiner Zeit; besonders bedeutungsvoll war die Zusammenarbeit u.a. mit Thelonius Monk, Miles Davis, Art Blakey, Max Roach, John Coltrane, Jim Hall, Don Cherry, Paul Bley, Coleman Hawkins, Ron Carter, McCoy Tyner, …
Die erste digitale Edition der Zentralbibliothek Zürich (ZB) ist online: Sie enthält Korrespondenzen von Hans Georg und Hermann Nägeli, die einen spannenden Einblick in die Briefwelt des Zürcher Musikverlegers und dessen Netzwerk gibt.
Die diesjährige Jubiläumsausgabe des Festivals Forum Wallis wird vom 4. Juni bis am 4. Juli 2026 interdisziplinäre, kammermusikalische und experimentelle Formate und neue elektronische Musik walliserischer, schweizerischer und internationaler Provenienz vorstellen — letztere in Zusammenhang mit dem Wettbewerb für akusmatische Musik Ars Electronica Forum Wallis, der 2026 zum 11. Mal ausgetragen wird und heuer die Werke von 49 Komponist:innen aus aller Welt vorstellt.
Eine Auswahl kultureller Informationen, Beobachtungen und Kommentare der letzten zwei Wochen aus Schweizer Perspektive
Der Journalist Fabian Renz (Bild) übernimmt per 1. Juli 2026 die Chefredaktion der «Schweizer Musikzeitung» (SMZ). Renz ist seit 2010 beim «Tagesanzeiger» tätig, zuletzt als Leiter des Ressorts «Analyse und Meinung». Davor arbeitete er acht Jahre als Teamleiter im Bundeshaus. Seine journalistische Karriere begann 1999; ab 2006 war Renz als Bundeshaus-Korrespondent für verschiedene Medien tätig.
Das Haus der Volksmusik in Altdorf feiert seinen 20. Geburtstag – «und das mit neuer Präsidentin, eigenem Magazin und einer Vision: Das Kompetenzzentrum der Schweizer Volksmusik beweist damit, dass in jeder Tradition immer auch ein Stück Aufbruch steckt.», heisst es in der aktuellen Mitteilung aus Altdorf.
Die am 8. September 1933 in Satara (Britisch-Indien) als Asha Mangeshkar geborene indische Sängerin Asha Bhosle (Bild) ist am 12. April 2026 in Mumbai (Indien) gestorben. Asha Bhosle sang Ghazals, Bhajans sowie Lieder Rabindranath Thakurs und Kazi Nazrul Islams und war insbesondere für ihre Filmsongs bekannt. Gemeinsam mit ihrer älteren, 2022 verstorbenen Schwester Lata Mangeshkar, dominierte sie den weiblichen Playbackgesang indischer Filme über mehr als sechs Jahrzehnte und nahm Lieder für mehr als 1’000 Filme in vielen indischen Sprachen auf. (*)
70 Künstler:innen und Formationen präsentieren an der Schweizer Künstlerbörse 2026 in Thun Ausschnitte ihrer Produktionen. Auftreten werden unter anderem Lara Stoll, Cenk, schön&gut, Trummer, Christoph Simon, Jane Mumford, Famiglia Dimitri u.v.m. Zelebriert wird das 50-Jahr-Jubiläum der Veranstaltung mit Höhepunkten wie dem vielfältig besetzten Eröffnungsabend sowie mit einer Vertikal-Dance-Show am Turm des KKThun.
Eine Auswahl kultureller Informationen, Beobachtungen und Kommentare der letzten drei Wochen aus Schweizer Perspektive
Der am 17. April 1957 in der Bronx (New York City) geborene Afrika Bambaata (Bild), bürgerlich Lance Taylor, ist am 9. April 2026 in Philadelphia gestorben. Er war ein ab den 1970er-Jahren aktiver New Yorker Hip-Hop-DJ und Gründer der weltweiten Organisation Zulu Nation. Weiterhin war er Party-Organisator der späten 1970er- und frühen 1980er-Jahre. Er zählte zu den stilprägenden Figuren der Anfangszeiten im Hip-Hop. Weltweites Ansehen errang er schon Anfang der 1980er mit dem frühen Hip-Hop-Klassiker «Planet Rock». Bambaataa arbeitete mit so unterschiedlichen Künstlern wie Yellowman, UB40, Johnny Rotten von den Sex Pistols, James Brown, Leftfield, Gary Numan und DePoint zusammen. Durch Afrika Bambaataas Erfolg wurden auch seine Bands Planet Patrol, Soulsonic Force und Cosmic Force bekannt. Er brachte unter den Namen Time Zone, Shango, Hydraulic Funk, Khayan und Sirius B Platten heraus. Im Mai 2016 trat Afrika Bambaataa von der Führung der Zulu Nation zurück, nachdem ihm der bis in die 1970er-Jahre zurückreichende sexuelle Missbrauch von Kindern vorgeworfen worden war. (*) Er hat die Vorwürfe stets zurückgewiesen.
«Einer ein Chaot, der andere ein Perfektionist – zusammen Splendid»: Michael Egger und Levin Lucca Dennler, beide schon seit Jahren in der Schweizer Musikszene tätig, gaben im Oktober 2025 ein gemäss SRF 3 «fantastisches Debütalbum» heraus mit ihrem neuen, gemeinsamen Projekt Splendid. «Höchste Zeit für unser Gütesiegel!», hat SRF 3 nun befunden.