Urs P. Gasche, der Stifter der Schweizerischen Stiftung zur Förderung unabhängiger Information (SSUI), schreibt heute in der Online-Zeitung «Infosperber.ch», Hannes Britschgi verlasse aus familiären und gesundheitlichen Gründen seinen Posten als Redaktionsleiter von «Infosperber». Im November 2026 gebe er auch seine Aufgaben in der Stiftung SSUI ab. Seit Juli 2024 ist Britschgi deren Mitglied und seit Juli 2025 deren Präsident.
Nur einmal im Jahr kommen die besten Poetry-Slammer:innen aller vier Schweizer Sprachregionen auf einer Bühne zusammen. Am 2. August 2026 entscheidet sich am Lakelive Festival in Biel-Bienne, wer die Schweiz als Swiss Poetry Slam Champion an den Poetry Slam Europameisterschaften 2027 in Antwerpen vertritt.
Une sélection d’œuvres du Fonds d’art visuel de la Ville d’Yverdon-les-Bains (FAV) – Exposition Centre d’Art Contemporain (CACY), Yverdon-les-Bains, jusqu’au 21 septembre 2026
Die am 30. Juli 1926 in Los Angeles geborene US-amerikanische Künstlerin Betye Saar (Bild) ist am 26. Juli 2026 ebenda gestorben. Sie war international für ihre Arbeiten mit der Technik der Assemblage bekannt. In den USA war Saar eine Legende in der Welt der zeitgenössischen Kunst. Sie war eine visuelle Erzählerin und versierte Grafikerin. In den 1970er-Jahren zählte sie zu den Vertreter:innen des Black Arts Movement. Sie thematisierte von Anfang an die negativen Darstellungen von Afro-Amerikanern:innen und die in den USA weitverbreitete rassistische Haltung gegenüber schwarzen Menschen. 2021 wurde Betye Saar in die renommierte American Academy of Arts and Letters aufgenommen. (*)
Der am 8. November 1942 in Bettwil (AG) geborene Schweizer Verleger und Humanist, Buch-, Lese- und Sprach-Förderer Urs Breitenstein (Bild) ist am 17. Juli 2026 gestorben. Breitenstein studierte Klassische Philologie in Basel und Tübingen. 1974 schloss er als Dr. phil. der Universität Basel in Griechischer Philologie mit Latein und Vergleichender Sprachwissenschaft sowie Fachprüfung für Gymnasiallehrer in Griechisch, Latein und Hebräisch ab. 2006 fand seine Ehrung durch die Philosophisch-historische Fakultät der Universität Bern mit dem Dr. phil. h.c. für die verlegerische Förderung der Geisteswissenschaften, andererseits für vielfältigen Einsatz um eine Buch- und Lesekultur im In- und Ausland statt. Ab 1974 und bis 2007 war Breitenstein im Verlag Schwabe Basel Berlin beschäftigt, zunächst als wissenschaftlicher Lektor, ab 1988 (500-Jahr-Feier des Verlagshauses) als Verlagsleiter, ab 1996 als Verleger. Breitenstein engagierte sich darüber hinaus u.a. im Schweizerischen Buchhändler- und Verleger-Verband (SBVV), für die Basler Papiermühle, das Literaturfestival Basel, im International Board on Books for Young People, für die GGG Stadtbibliothek Basel, in der Aeneas-Silvius-Stiftung, bei der SOK – Schweizer Orthographische Konferenz oder im Verein BAKAME – Bücher für Kinder in Ruanda.
Der «Appenzeller Volksfreund» ist ab sofort digital verfügbar. Nach einem mehrjährigen Projekt stehen sämtliche Ausgaben von 1876 bis 2016 kostenlos auf der Plattform «e-newspaperarchives.ch» zur Verfügung. Damit wird ein bedeutender Teil des Appenzeller Kulturerbes langfristig gesichert und für alle einfach zugänglich.
Der französische Schriftsteller Mathias Énard erhält den Spycher:Literaturpreis Leuk 2026. Der von der Stiftung Schloss Leuk vergebene Literaturpreis feiert in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen.
Der Vorstand des Netzwerks Kulturerbe Schweiz hat beschlossen, den Verein Netzwerk Frauen- und Gleichstellungsgeschichte als 46. Mitglied aufzunehmen. «Frauen- und Gleichstellungsgeschichte ist ein zentraler Aspekt des kulturellen Erbes der Schweiz», heisst es in der entsprechenden Mitteilung.
Dreizehn Künstler:innen sind von Zürichs Stadtpräsident Raphael Golta mit einem Kunststipendium ausgezeichnet worden. Im Helmhaus zeigt die Ausstellung «Kunststipendien der Stadt Zürich 2026» ab heute Samstag die Werke von 33 Kunstschaffenden und Künstler:innen-Duos, die sich für die zweite Runde des Stipendienwettbewerbs qualifiziert hatten.
Der Solothurner Regierungsrat stellt das Firmenarchiv und die Schuhsammlung der Firma Bally provisorisch unter Schutz. Damit soll das für den Kanton Solothurn und die Region Schönenwerd historisch bedeutende Kulturgut langfristig erhalten bleiben.
Die am 24. Januar 1929 in Baar geborene Schweizer Fotografin Margrit Baumann-Bäumlin ist gestorben, wie Bernhard Giger in den Berner Tamedia-Zeitungen schreibt. Der fotografische Nachlass der Pionierin Margrit und ihres Ehemanns Ernst Baumann (1928-2018) befindet sich im Staatsarchiv des Kantons Bern.
Anlässlich des kürzlichen offiziellen Besuchs von Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider in Nigeria begab sich der Direktor der Cinémathèque suisse, Vinzenz Hediger, nach Lagos, um zwei langfristige Kooperationsprojekte zur Erhaltung des nigerianischen audiovisuellen Kulturerbes zu konkretisieren. «Sie sind Teil der Bemühungen zur Stärkung der Beziehungen zwischen der Schweiz und Nigeria in den Bereichen Kultur, Bildung und Vermittlung von Wissen», schreibt die Cinémathèque suisse in ihrer Mitteilung von gestern Mittwoch.
Der am 6. September 1936 geborene Schriftsteller, Doktor der Literaturwissenschaften, Geschichtsforscher, Publizist, Lehrer und Dozent Massimo Lardi (Bild) aus Le Prese im Val Poschiavo (Puschlav) ist am 5. Juli 2026 gestorben, wie u.a. Radio und Fernsehen RSI berichtet. Im Jahr 2017 erhielt Lardi den Bündner Literaturpreis.
Der Regierungsrat des Kantons Luzern teilte am Dienstag mit, die Sanierung des Schweizerischen Agrarmuseums Burgrain sei erfolgreich umgesetzt und die strategische Transformation als Bildungs- und Dialogzentrum für nachhaltige Landwirtschaft und Ernährung sei eingeleitet. Das Museum werde zum Kooperationspartner für Museum Luzern.
Die Fachstelle Kultur des Kantons Zürich setzt sich seit mehreren Jahren für faire Arbeitsbedingungen für Kulturschaffende ein. Mit dem Budget 2026 hat der Kantonsrat eine Erhöhung des Kulturbudgets um rund drei Millionen Franken für faire Arbeitsbedingungen bewilligt. «Damit ermöglicht er ein neues Massnahmenpaket der Fachstelle Kultur, das auf Verbesserungen der Honorare von Kulturschaffenden abzielt.», ist in der Mitteilung des Kantons zu lesen.
Der Schweizerische Musikerverband (SMV) teilt mit: «Nach vielen Jahren engagierter Tätigkeit tritt Beat Santschi in den wohlverdienten Ruhestand. Als ehemaliger Zentralpräsident und Zentralsekretär hat er den SMV entscheidend mitgeprägt und sich mit grossem Engagement für die Interessen der Musikerinnen und Musiker in der Schweiz eingesetzt. Besonders am Herzen lagen ihm die Verbesserung der Arbeitsbedingungen, eine starke Interessenvertretung sowie der Dialog mit Politik, Institutionen und Partnerorganisationen.»
«Seit der Gründung des Museums im Jahr 2020 erfreut sich das Haus bei der Bevölkerung grosser Beliebtheit. So gross, dass das Gameorama am Hirschengraben ins ehemalige Postgebäude nebenan ziehen und sich auf zwei Etagen ausbreiten konnte.», schreibt Christian Bucher auf dem Innerschweizer Online-Portal «zentralplus.ch». Aber: «Ende 2025 kam (…) der Hammer. Die Stadt Luzern forderte vom Gameorama die Billettsteuer ein. Rund zehn Prozent von jedem verkauften Ticket. Und zwar rückwirkend seit 2021. Der geschuldete Betrag: rund 250’000 Franken.»
Die am 25. Juni 2026 gestartete 43. Ausgabe des Belluard-Bollwerk-Festivals in Fribourg-Freiburg ist am Samstag zu Ende gegangen. Seit 1983 findet das Festival jeden Sommer während zehn Tagen statt. Mit Performance, Tanz, Theater, Bildender Kunst, Film, Installation, Musik, Literatur, kritischem Denken und vielfältigen disziplinenübergreifenden Kreationen belebt das Festival Kultur und Menschen über die Stadt hinaus. Weit über 6’000 Besucher:innen sind der Einladung dieses Jahr gefolgt. Das Programm umfasste 29 Projekte, darunter zwölf Uraufführungen. Die 44. Ausgabe des Festivals wird vom 24. Juni bis zum 3. Juli 2027 stattfinden.
Der am 1. Juli 1951 in Dallas (Texas) geborene US-amerikanische Sänger, Songwriter und Schauspieler Victor Edward Willis (Bild) ist am 30. Juni 2026 gestorben. Weltweit bekannt geworden ist er als Leadsänger der Discoband Village People. Seine Rollen waren dabei jene des «Cops» und des «Marineoffizier». Willis kraftvolle R&B-Stimme prägte entscheidend den Sound der Village People. Die Gruppe stieg rasch in die Spitzen der Hitparaden mit Chart-Brechern wie «Macho Man», «Y.M.C.A.», «In the Navy» und «Go West» auf. Neben den Village People war Willis auch Co-Writer für andere Künstler, wie die Ritchie Family und den mehr in Frankreich bekannten Patrick Juvet. (*)
Der terrassierte Garten des ehemaligen Kapuzinerklosters in Altdorf (UR) wird durch den Verein kulturkloster altdorf sorgsam bewirtschaftet und weiterentwickelt. Das Modell zeigt, wie gemeinschaftliches Handeln – getragen von Freiwilligenarbeit, Fachwissen und viel Herzblut – einen historischen Ort in die Zukunft führen kann. Der Schweizer Heimatschutz würdigt dieses Engagement mit dem Schulthess-Gartenpreis 2026.
Le «Prix Culture et Economie Valais» honore une manifestation qui contribue à la fois au développement de la culture et de l’économie. Pour cette septième édition, le Conseil d’Etat a décidé d’honorer le Sion Festival. Héritier de plus de 60 ans d’histoire musicale initiée par le violoniste hongrois Tibor Varga, le festival s’est imposé comme un rendez-vous incontournable de la musique classique en Suisse et à l’international.
Die am 16. Mai 1944 geborene Kunsthistorikerin, Autorin, Herausgeberin, Forscherin, Kuratorin und Museumsdirektorin Ulrike Jehle-Schulte Strathaus (Bild) ist am 20. Juni 2026 gestorben. Nach dem Studium in München und Basel arbeitete sie von 1972 bis 1980 als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Geschichte und Theorie der Architektur (gta) der ETH Zürich. Von 1984 bis 2006 leitete sie das von ihr gegründete Architekturmuseum Basel (heute Schweizerisches Architekturmuseum S AM). Sie zeichnete für über hundert Ausstellungen und zahlreiche Publikationen verantwortlich.
Der Gemeinderat der Stadt Thun genehmigt den neuen Leistungsvertrag mit dem Theater Alte Oele für die Jahre 2027 bis 2030. Dieser sieht eine Erhöhung der jährlichen Unterstützung um 19’000 Franken vor. Das Theater soll sich so weiter professionalisieren können.
Mit einem neuen Förderkonzept will die Stadt Langenthal ihre Kulturförderung stärken: «Es definiert sechs Handlungsfelder und soll die Rahmenbedingungen für Kulturschaffende und Kulturinstitutionen verbessern», heisst es in der heutigen Medienmitteilung der Stadt Langenthal.
Der Schweizer Kulturvermittler, Musiker, Politiker und Unternehmer Hector Herzig (Bild) ist im Alter von 71 Jahren gestorben. Er war u.a. massgeblich an der Lancierung der nationalen Musikinitative beteiligt, mit der das Schweizer Volk 2012 den neuen Verfassungsartikel «Musikalische Bildung» in die Bundesverfassung aufnahm.
Achtzehn Kulturgüter aus dem Königtum Benin wurden von drei Schweizer Museen an Nigeria zurückgegeben. Die Kulturgüter, die in höfischen und religiösen Kontexten verwendet wurden, gehören zu den berühmten «Benin-Bronzen», die Ende des 19. Jahrhunderts aus dem Königreich Benin im heutigen Nigeria geraubt wurden. Zudem übergab die Eidgenossenschaft Nigeria fünf in der Schweiz eingezogene Kulturgüter. Im Rahmen der Übergabezeremonie unterzeichneten Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider und Nigerias Kulturministerin Hannatu Musa Musawa ein Abkommen über den Transfer von Kulturgütern. Ziel ist es, den illegalen Handel mit Kulturgütern zu bekämpfen und das kulturelle Erbe zu schützen.
Mit dem dritten Band seiner Reihe «Aargauer Industriegeschichten» rückt Museum Aargau ein unterschätztes Kapitel in den Mittelpunkt: die Möbelbranche des Kantons. Die neue Publikation «Möbelindustrie und -handel seit 1870» von Möbelhistoriker Dieter Pfister zeigt, wie Aargauer Firmen Generationen von Schweizer Wohn- und Büroräumen geprägt haben.
Die Generalversammlung von ProLitteris, der Schweizerischen Genossenschaft für Urheberrechte an Literatur und Kunst, hat in St.Gallen Alexandra Maurer und Thomas Kramer als Co-Präsident:innen gewählt. Sie folgen auf Stefan Keller, der nach acht Jahren als Präsident und nach zwanzig Jahren im Vorstand beziehungsweise Verwaltungsrat von ProLitteris zurücktritt.
Mit der neuen Ausschreibung im Bereich der darstellenden Künste will der Kanton St.Gallen professionelle Strukturen stärken sowie stabile und planbare Rahmenbedingungen schaffen. «Mit der Neuausrichtung trägt er den steigenden Anforderungen an Professionalität, soziale Sicherheit und faire Entlöhnung Rechnung. Gleichzeitig unterstützt das Vorhaben die Weiterentwicklung der kantonalen Förderinstrumente und stärkt die regionale professionelle Kulturszene», schreibt der Kanton in seiner Mitteilung. /// Der Kanton St.Gallen vergibt in diesem Jahr 18 mit je 20’000 Franken dotierte Werkbeiträge an Kulturschaffende. Zwei Personen erhalten zudem einen dreimonatigen Aufenthalt in der St.Galler Atelierwohnung in Rom.
La vie culturelle vaudoise se distingue par son dynamisme et sa diversité. Le secteur se transforme néanmoins constamment et comporte des fragilités. Afin de répondre au mieux aux réalités et aux besoins des actrices et acteurs culturels mais également de la population, la cheffe du Département cantonal en charge de la culture entend revoir le cadre légal de la politique culturelle vaudoise. Une première rencontre avec plus de trente organisations, représentant aussi bien les professionnels du secteur que des sociétés amateures, a officiellement débuté les travaux de révision de la loi sur la vie culturelle et la création artistique (LVCA).
Der Stiftungsrat der Stiftung Schweizer Presserat hat Anfang Juni 2026 Bernard Maissen (Bild) zum neuen Präsidenten des Stiftungsrats gewählt, wie jetzt bekannt wird. Der ehemalige Direktor des Bundesamts für Kommunikation folgt auf Daniel Hitzig, der Anfang Mai zurückgetreten ist.
Die am 4. Juli 1949 in Rijeka geborene jugoslawische bzw. kroatische Schriftstellerin und Journalistin Slavenka Drakulic (Bild) ist am 20. Juni 2026 gestorben. Slavenka Drakulic studierte Vergleichende Literaturwissenschaft und Soziologie an der Universität Zagreb. In den 1980er-Jahren war sie als Journalistin für verschiedene politische Zeitschriften (u. a. «NIN») tätig und veröffentlichte ihre ersten Bücher, die in ganz Jugoslawien erfolgreich waren. Mit ihren Texten trug sie zur öffentlichen Wahrnehmung feministischer Themen in Jugoslawien bei. In einem 1992 in der kroatischen Wochenzeitung «Globus» erschienenen Artikel wurden Slavenka Drakulic sowie vier weitere kroatische Schriftstellerinnen (Rada Ivekovic, Vesna Kesic, Jelena Lovric und Dubravka Ugrešic) wegen ihrer feministischen und gegenüber dem autoritären Regierungsstil des damaligen kroatischen Präsidenten Franjo Tudman kritischen Haltung als Landesverräterinnen verunglimpft. Ab den 1990er-Jahren schrieb Drakulic als Journalistin auch für internationale Tageszeitungen und Zeitschriften, darunter für die «Süddeutsche Zeitung», sowie regelmässig für die kroatische Zeitung «Jutarnji list». Slavenka Drakulic war eine der bekanntesten Schriftstellerinnen Kroatiens; ihre Romane und Sachbücher wurden in viele Sprachen übersetzt, acht davon bisher ins Deutsche. (*)
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