Die 62. Solothurner Filmtage vom 20. bis 27. Januar 2027 widmen ihre Retrospektive dem Filmkollektiv Zürich. Das 1975 gegründete Produktionskollektiv steht für politische Filme zu Themen wie Wohnungsnot,
Atomkraft oder Selbstbestimmung. Das Programm schlägt die Brücke zur Gegenwart und fragt: Warum sind diese Filme heute so aktuell? In Gesprächen und Debatten werden die Themen aus heutiger Perspektive diskutiert.
Die geplanten und an dieser Stelle bereits gemeldeten Kultur-Sparmassnahmen des Kantons St.Gallen würden alle Regionen treffen, schreiben heute Kultur St.Gallen Plus, Kultur Toggenburg, Kultur Zürichsee Linth, Rheintaler Kulturstiftung, Südkultur und Thur Kultur in einem gemeinsamen Communiqué. Sie wehren sich gegen die Kürzungen, warnen vor einem Abbau des Kulturangebots und fordern den Kantonsrat in ihrer Stellungnahme auf, auf die geplanten Kürzungen zu verzichten.
Sukzessive erneuert das Museum für Archäologie Thurgau in Frauenfeld seine Dauerausstellung und bringt sie auf den neuesten Stand der Forschung. Nach den Pfahlbauern, dem Raum, welcher den einzigartigen Goldbecher beherbergt, und der Bronzezeit ist nun das Kapitel Steinzeit an der Reihe.
Der 1944 geborene Schweizer Unternehmer und Umweltpionier Walter Schmid (Bild) konnte in Bern den diesjährigen, erneut mit 200’000 Franken dotierten Preis der Stiftung Brandenberger entgegennehmen. Die Entwicklung des Kompogas-Verfahrens um 1989 war sein Verdienst und das von ihm ab 1991 aufgebaute Unternehmen Kompogas ist schweizweit bekannt. Walter Schmid gründete das Baugeschäft unter seinem Namen im Jahre 1966, als er 21 Jahre alt war. Schon früh baute Schmid pragmatisch alles technisch Machbare, um (fossile) Energie zu sparen, immer in der Hoffnung, dass sich die Lösungen auch ökonomisch rechnen würden. Schon 1975 baute Schmid eine der ersten Vakuum-Sonnenkollektor-Anlagen der Schweiz, kombiniert mit Stückholzheizung. Es folgten Erdkollektoren, Tiefwasserbohrungen und 1988 seine erste gebäudeintegrierte Photovoltaikanlage. Im Gegensatz zum Gebäudebau, wo Schmid seine Ideen unabhängig umsetzen konnte, wurde sein Elektro-Nutzfahrzeug-Konzept «Solcar» schon im 1990 mit Preisen ausgezeichnet, fand jedoch nur 150 der benötigten 500 Käufer, sodass das Projekt eingestellt wurde. Nach den Erfahrungen aus dem Unternehmen Kompogas betreffend Mobilisierung der Bevölkerung baute Schmid von 2010 bis 2012 in Spreitenbach das Zentrum Umwelt Arena, in welchem sich die Bevölkerung über den neuesten Stand der verfügbaren Techniken zur Energieeffizienz informieren kann. Nach dem Ansatz von Schmid soll dort laufend das technisch Machbare sofort gezeigt werden, es wird jedoch nichts verkauft. Walter Schmid hat u.a. 2003 den Europäischen Solarpreis, 2010 den Schweizer Umweltpreis und 2012 den Watt d’Or-Spezialpreis der Jury erhalten.
Die «Markttische» sind zwei bronzene Skulpturen der Schweizer Bildhauerin Bettina Eichin von 1986. Um die Aufstellung des Werkes kam es im Zusammenhang mit dem Grossbrand von Schweizerhalle vom 1. November 1986 und der darauffolgenden Umweltkatastrophe im Rhein zu einer Kontroverse, da der ursprüngliche Auftraggeber der Skulpturen, der Schweizer Pharmakonzern Sandoz, den Auftrag widerrief. Erst 2010 fanden die Bronzeplastiken ihren endgültigen Standort im Münster von Basel. SRF berichtete aus Anlass des Jahrestags aktuell über die Künstlerin und die bewegte Geschichte des Kunstwerks.
Der Kanton Basel-Stadt berichtet in seinen aktuellen Medienmitteilungen über den Stand der Club-Förderung und darüber, dass der Regierungsrat Basel-Stadt mit «Erinnerungskulturen und gesellschaftlicher Zusammenhalt» einen neuen Schwerpunkt im Kulturleitbild 2026 bis 2031 gesetzt hat.
Pertge scrivan autur:as en ina lingua che ha uschè pauc:as lectur:as? Tranter idealissem, identitad, pragmatissem ed era in pau ironia sa metta Viola Cadruvi a la tschertga da las raschuns che motiveschan (e demotiveschan) autur:as rumantsch:as en lur scriver litterar. Contribuziun da «LitteraturaSvizra»:
Der Vorstand der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte – Sektion Schweiz (IGFM Schweiz) verleiht im Jahr 2026 wieder den bekannten Schweizerischen Menschenrechtspreis. Der diesjährige Preisträger ist der bekannte Journalist, TV-Kommentator und Autor Erich Gysling (Bild).
Nach Monaten der Vorbereitung ist es so weit: Mit «hatehelp – Fairness im Netz» bietet der gemeinnützige Verein Fairmedia eine neue Anlaufstelle für Menschen, die im Netz beleidigt, bedroht, belästigt oder blossgestellt werden.
Der «Prix Memoriav» zum Welttag des audiovisuellen Erbes im Jahr 2026 wurde an das Schulmuseum Thurgau in Amriswil verliehen. Das Museum beteiligt sich bereits zum dritten Mal an diesem Aktionstag und zeigt damit ein nachhaltiges Engagement für die Vermittlung des audiovisuellen Kulturerbes. Mit seinen Angeboten macht es historische audiovisuelle Quellen im schulischen Kontext zugänglich und trägt dazu bei, das Bewusstsein für den Wert dieses Erbes zu stärken.
«Die Nutzung von Qualitätsjournalismus und die Fähigkeit, manipulative Argumentationsmuster zu erkennen, stärken die Resilienz gegen Desinformation», heisst es in der Medienmitteilung des fög, des Forschungszentrums Öffentlichkeit und Gesellschaft der Universität Zürich vom Montag. Wer kaum journalistische Nachrichten nutzt und sich vorwiegend über Social Media informiert, sei hingegen anfälliger für Verschwörungsaussagen. Das zeige das «Jahrbuch Qualität der Medien 2026».
Miriam Suter (Bild), die 1988 in Brugg geborene freischaffende Journalistin (u.a. «WOZ», «Republik», Surprise Strassenmagazin», «Annabelle», «Das Lamm») und Autorin erhält den mit 10’000 Franken dotierten Greulich Kulturpreis 2026 zum diesjährigen Thema «Feminismus». Bestimmt wurde sie von der heurigen Einzeljurorin Anna Rosenwasser.
Die Kulturkommission des Kantons Schwyz zeichnet zehn Kulturschaffende mit einem Werkbeitrag aus. «Die Beiträge ermöglichen ihnen, sich vertieft ihrem künstlerischen Schaffen zu widmen, neue Ideen weiterzuentwickeln und ihre künstlerischen Kompetenzen zu stärken», schreibt der Kanton Schwyz in seiner Mitteilung.
Das Kleintheater Luzern und die Luzerner Pensionskasse (LUPK) haben den Mietvertrag für die künftigen Räumlichkeiten im geplanten Neubau am Bundesplatz 14 in Luzern unterzeichnet. «Damit ist ein zentraler Schritt auf dem Weg zum neuen Kleintheater geschafft», schreibt das Kleintheater Luzern in seiner heutigen Mitteilung.
Die Delegierten des Verbands Klassikfestivals Berner Oberland haben an ihrer Versammlung vom 22. Oktober 2026 Christine Häsler (Bild) zur Präsidentin gewählt. Die ehemalige Regierungsrätin und Kulturdirektorin des Kantons Bern möchte sich dafür einsetzen, «die Bedeutung klassischer Konzerte und Begleitveranstaltungen für Gesellschaft und Wirtschaft besser sichtbar zu machen».
Biel-Bienne besitzt eine reichhaltige Geschichte und Architektur, die auf die Uhrenindustrie zurückgehen. Das Projekt «Uhrenstadt Biel-Bienne» macht diese erstmals sichtbar, mit einem gedruckten Stadtführer, einer Website, QR-Codes an zahlreichen Gebäuden sowie einer Animation auf dem Stadtmodell im Neuen Museum Biel-Bienne (NMB). Das am 22. Oktober 2026 vorgestellte Projekt schliesst damit eine Lücke und will gleichzeitig Biels Positionierung als wichtiger Schweizer Industriestandort seit über 100 Jahren stärken.
In Ungarn und der Schweiz haben die Dreharbeiten zu «Das Glashaus» begonnen. Der neue Kinofilm von Peter Luisi erzählt die wahre Geschichte des Schweizer Diplomaten Carl Lutz, der in Budapest Zehntausende Jüdinnen und Juden vor dem Holocaust rettete. Die Hauptrollen übernehmen Max Simonischek, Miriam Stein und Michael Neuenschwander.
Ab 1. Januar 2027 übernimmt die act theater management AG von Thomas Dürr das Musical Theater Basel im Baurecht. Der Regierungsrat Basel-Stadt hat die Vergabe nach einem zweistufigen Auswahlverfahren beschlossen. Das Nutzungskonzept der neuen Trägerschaft sieht einen ganzjährigen Kultur- und Veranstaltungsbetrieb mit Musicals als Schwerpunkt vor. Ergänzend sind unter anderem Konzerte, Comedy-Veranstaltungen und weitere kulturelle Formate geplant.
Mark Dittli (Bild) wird per 1. Februar 2027 neuer Chefredaktor der «NZZ». Er folgt auf Eric Gujer, der nach zwölf Jahren in dieser Funktion die neu geschaffene Rolle des Herausgebers Deutschland übernimmt. «Mark Dittli steht für einen analytischen, unabhängigen Journalismus mit klarer liberaler Grundhaltung. Er verbindet mehr als 25 Jahre journalistische Erfahrung mit einem starken Leistungsausweis in der Führung von Redaktionen und der unternehmerischen Entwicklung journalistischer Angebote», schreibt die «NZZ» zu ihrer Wahl.
Ausstellung im Kunstmuseum Solothurn, Graphisches Kabinett, vom 25. Oktober 2026 bis am 3. Januar 2027 – Vierfach-Vernissage am 24. Oktober 2026, 17 Uhr
In «Pattis Fight Club» trifft politische Auseinandersetzung auf Satire: Ab dem 6. Dezember 2026 steigen vier prominente Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft zu Patti Basler in den Ring. «Wer sich ihr stellt, sollte nicht nur schlagkräftige Argumente mitbringen, sondern auch auf Konter gefasst sein», schreibt SRF in der Medienmitteilung zum Start.
41 Stellen will der Tamedia-Verlag in seinen Zeitungen streichen, wie hier bereits gemeldet wurde. «Die Ankündigung von letzter Woche ist die siebte Entlassungswelle in den vergangenen sechs Jahren. Nun reicht es den Angestellten. Sie wenden sich in einem Communiqué an den Verlag. Unterzeichnet ist der Brief von ‹den Tamedia-Redaktionen›. Im Schreiben prangern die Verfasser:innen an, dass die Chefetage sie vorab nicht über die Kündigungswelle informiert hat. Ein Schritt, der in vorherigen Kündigungswellen eingehalten wurde.», berichtet das Zürcher Online-Magazin «tsüri.ch».
Benjamin Herzog hat für Radio SRF 2 Kultur eine spannende und aufschlussreiche Recherche zum Thema Schweizer Musikstiftungen erstellt: «Sie finanzieren Opernhäuser, verleihen Stradivari-Geigen und coachen Sängerinnen im Selbstmarketing. Schweizer Stiftungen sitzen auf 160, bald 200 Milliarden Franken – und prägen damit auch die Musikwelt. Wer profitiert am meisten?»
Die ehemalige SRF-Journalistin Henriette Engbersen (Bild), die seit 2023 den Bereich Public Value der SRG-SSR führt, wird ab Anfang 2027 die Redaktionsleitung des SRG-SSR-Ausland-Angebots von SWI («Swissinfo.ch») übernehmen. Der derzeitige SWI-Chefredaktor Mark Livingston verlässt das Haus Ende März 2027.
Wie hier schon mehrfach gemeldet: Bis 2029 muss die SRG-SSR aufgrund des politischen Sparauftrags rund 270 Millionen Franken einsparen, 80 Millionen davon bereits bis 2027. Die im Sommer 2026 kommunizierten Massnahmen werden nun auch in den Bereichen Operationen, Human Resources, Finanzen, Kommunikation & Public Affairs sowie Stab konkretisiert oder sind weitestgehend umgesetzt. «Dabei werden 41 Millionen Franken eingespart und 202 Vollzeitstellen abgebaut. Mit diesem Schwerpunkt bei den Support- und Betriebsbereichen soll das publizistische Angebot für das Publikum möglichst geschützt werden», schreibt die SRG-SSR heute.
Zum 60-Jahre-Jubiläum des Verbandes der Museen der Schweiz (VMS-AMS) geht es im aktuellen Bulletin 3 / 2026 des Netzwerks Kulturerbe Schweiz um die Arbeit im Museum, um den Austausch und die Begegnungen im Museum. Und immer auch um die Relevanz der Museen in der Gesellschaft. Drei Generationen diskutieren über Einst und Jetzt, über das Virtuelle und das Haptische.
Das diesen Monat erscheinende Buch «Wozu Kulturpolitik?» von Jean-Pierre Hoby und Georg Kohler legt – bewusst konzentriert auf das konkret-anschauliche Beispiel von Zürich – erstens eine gründlich-umfassende Analyse des Themas vor, und diskutiert zweitens anhand einer breit gefächerten Umfrage unter repräsentativen Personen des Kulturlebens die Möglichkeiten und Schwierigkeiten heutiger Kulturpolitik.
Severin Barmettler (Bild) wird ab Januar 2027 neuer Leiter Kulturförderung & Vermittlung im Bildungs- und Kulturdepartement des Kantons Luzern. Er ist derzeit als Fachperson Kulturförderung bei der Stadt Luzern unter anderem als Geschäftsführer der FUKA-Kommission tätig, welche über die Fördermassnahmen im Bereich der Einzelprojektförderung entscheidet.
Im Jahr 2024 hätte Leila Moon (Bild) den Kulturförderpreis des Kantons Basel-Stadt erhalten sollen. Der Israel-Boykott der Basler DJ wurde aber unter anderem von der SVP kritisiert – schliesslich wurde der Künstlerin der Preis wieder aberkannt. 2025 hiess es dann, dass Ausrichtung und Zielsetzung des Preises geprüft würden und deshalb die Vergabe ausfalle. Die «bz Basel» hat nun nachgefragt, wie es 2026 aussieht. Die Antwort: «Bis auf weiteres vergibt die Abteilung Kultur keinen Kulturförderpreis.» Wie es 2027 sein wird, ist also auch noch unklar. Im Verlauf des kommenden Jahres soll es aber eine Entscheidung geben, wie das Basler Online-Medium «bajour.ch» berichtet.
Sam Keller (Bild), Direktor der Fondation Beyeler und zuvor Direktor der Art Basel, erhält den mit 20’000 Franken dotierten Basler Kulturpreis 2026. Der Basler Regierungsrat ehrt ihn «für sein Engagement zugunsten der Kunst- und Kulturstadt Basel, zu deren internationaler Ausstrahlungskraft er entscheidend beigetragen hat», wie in der entsprechenden Medienmitteilung zu lesen steht.
Der am 6. Mai 1935 in Lugano geborene Tessiner Journalist, Radio- und Fernsehmann und von 1986 bis 1999 als Direktor von Radiotelevisione Svizzera di lingua italiana (RSI) wirkende Marco Blaser (Bild) ist am 5. Oktober 2026 gestorben. Ab 1954 war er freier Journalist für den «Corriere d’informazione», den «Corriere del Ticino» und den «Blick». Ab 1955 arbeitete Blaser als Reporter für Radio Monte Ceneri, Radio Beromünster, Radio Sottens und Radio Televisione Italiana. 1958 war er «Tagesschau»- und Sportmoderator im Fernsehstudio Zürich, 1960-61 Regisseur beim Bavaria Atelier München, 1962 Informationschef und Leiter der aktuellen Sendungen bei der Televisione della Svizzera Italiana, 1972 Betriebs-, 1982 Programm-, und 1986 bis 1999 Regionaldirektor der Radiotelevisione svizzera di lingua italiana. Marco Blaser wurde für seine Reportagen und Dokumentarfilme mit verschiedenen Preisen ausgezeichnet. (*)
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