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2. März 2015

Drei «Schönste Schweizer Bücher 2014» erhalten Gold, Bronze und Ehrendiplom im internationalen Wettbewerb

Die Schweiz wurde am Wettbewerb «Schönste Bücher aus aller Welt» mit einer Goldmedaille, einer Bronzemedaille und einem Ehrendiplom ausgezeichnet. Die prämierten Bücher gehören zu den vom Bundesamt für Kultur (BAK) Ende Januar ausgewählten 17 «Schönsten Schweizer Büchern» des Jahres 2014.

Foto: © Delfino Sisto Legnani

Das Bundesamt für Kultur (BAK) führt seit 1999 im Auftrag des Eidgenössischen Departements des Innern EDI jährlich den Wettbewerb «Die schönsten Schweizer Bücher» durch. Zum einen würdigt das BAK mit dieser Auszeichnung hervorragende Leistungen im Bereich der Buchgestaltung und -Produktion. Zum andern richtet der Wettbewerb den Blick auf besonders beachtenswerte und zeitgemäss umgesetzte Bücher.

Die fünfköpfige Jury, zum vierten Mal unter dem Vorsitz von Manuel Krebs, begutachtete Ende Januar 2015 insgesamt 437 Eingaben und hat daraus 17 Titel zu den schönsten Schweizer Büchern 2014 erkoren. Sie beurteilt die Einsendungen jeweils in Hinsicht auf ihre Konzeption, ihre grafische Gestaltung und Typografie, wobei der Schwerpunkt der Bewertung auf Innovation und Originalität liegt. Zudem prüft sie die Qualität des Druckes und des Einbandes, die buchbinderische Verarbeitung sowie die verwendeten Materialien. 

Schweizer Eingabe gewinnt Gold, Bronze und Ehrendiplom

Am 6. und 7. Februar 2015 veranstaltete die Stiftung Buchkunst den jährlichen Wettbewerb «Schönste Bücher aus aller Welt». Sieben Juroren aus Deutschland, Schweden, Holland, England, Kanada, Russland und der Schweiz haben in der Deutschen Nationalbibliothek 585 Bücher aus 30 Ländern begutachtet, die jeweils bereits in ihren nationalen Wettbewerben ausgezeichnet wurden. Die Schweiz erhält folgende Auszeichnungen: 

Goldmedaille

Fundamentalists and Other Arab Modernisms. Architecture from the Arab World 1914-2014
Autor: George Arbid, Kingdom of Bahrain National Participation, Biennale di Venezia 2014
Verlag: Bahrain Ministry of Culture, Bahrain; Arab Centre for Architecture, Beirut
Gestaltung: Jonathan Hares, Lausanne
Druck: Musumeci S.p.A., Quart
ISBN: 978-9-95840-34-1 

Bronzemedaille

Paul Chan. New New Testament
Verlag: Laurenz Foundation, Schaulager, Basel
Gestaltung: Kloepfer-Ramsey Studio, Brooklyn
Druck: Schwabe AG Druckerei, Muttenz
Herausgeber: Laurenz Foundation, Schaulager, Basel; Badlands Unlimited, New York
ISBN: 978-3-95239-715-2 

Ehrendiplom

Für die Serie fink twice der edition fink, Verlag für zeitgenössische Kunst, Zürich
Druck: Kösel GmbH & Co. KG, Altusried-Krugzell 

fink twice 501: Rob van Leijsen. Art Handling in Oblivion
Gestaltung: Rob van Leijsen, Georg Rutishauser, Sonja Zagermann; ISBN: 978-3-03746-501-1
fink twice 502: Petra Elena Köhle, Nicolas Vermot-Petit-Outhenin. Albert’s Guesthouse
Gestaltung: Petra Elena Köhle, Nicolas Vermot-Petit-Outhenin, Georg Rutishauser, Sonja Zagermann; ISBN: 978-3-03746-502-8
fink twice 503: Thomas Galler. Walking through Baghdad with a Buster Keaton Face
Gestaltung: Thomas Galler, Georg Rutishauser, Sonja Zagermann; ISBN: 978-3-03746-503-5 

Die Preisverleihung des internationalen Wettbewerbs findet anlässlich der Leipziger Buchmesse statt, am 13. März 2015 um 16 Uhr bei der Stiftung Buchkunst, Messestand G 600, Halle 3.

Pressemitteilung Stiftung Buchkunst vom 02.03.15: www.stiftung-buchkunst.de

urs lehni

Bild: Urs Lehni, Grafiker, Verleger und Dozent, Zürich, Jan-Tschichold-Preisträger 2015 – Foto: Katharina Lütscher

Der Jan-Tschichold-Preis 2015 für den Verleger und Gestalter Urs Lehni

Mit dem Jan-Tschichold-Preis zeichnet das BAK seit 1998 eine Persönlichkeit, eine Gruppe oder eine Institution für hervorragende Leistungen in der Buchgestaltung aus. Die Jury vergibt diese Auszeichnung jeweils unabhängig vom Wettbewerb. Der diesjährige Preis in der Höhe von 15’000 Franken geht an den Gestalter, Verleger und Dozenten Urs Lehni (*1974 in Luzern). In ihrer Würdigung befand die Jury, dass Lehni mit seinem 2008 gegründeten Verlag Rollo Press erstaunliche, heterogene Publikationen produziere, deren Qualität eine weltweite Ausstrahlung geniessen. In enger Kooperation mit Künstlern oder Institutionen erarbeite er immer wieder einzigartige Lösungen für Bücher. Als Verleger und Dozent sei Urs Lehni ferner daran interessiert, die Praxis des Verlegens und des Verlagswesens kritisch zu hinterfragen.  

Preisverleihung und Ausstellungen «Die schönsten Schweizer Bücher 2014»

Vom 25. bis 28. Juni 2015 werden «Die schönsten Schweizer Bücher» des Jahrgangs 2014im Helmhaus Zürich der Öffentlichkeit präsentiert, zeitgleich erscheint der Katalog zum diesjährigen Wettbewerb. Im Rahmen der Vernissage wird zudem der Jan-Tschichold-Preisträger geehrt. 

Im Herbst 2015 werden die Bücher erstmals in Basel gezeigt, ebenso in St.Gallen, im Engadin und in der Westschweiz. Wie jedes Jahr werden sämtliche beim Wettbewerb eingereichten Bücher zusammen mit den prämierten Büchern ausgestellt. Die Daten und Veranstaltungsorte werden im Juni 2015 anlässlich der Ausstellung im Helmhaus kommuniziert. 

Auf Einladung von verschiedenen Institutionen und lokalen Veranstaltern sind die prämierten Bücher ausserdem jährlich im Ausland zu sehen. Vorgesehen sind unter anderem Ausstellungen in Kopenhagen und Skive (Dänemark), Oslo (Grafill), Paris (Centre culturel suisse), Venedig (bruno Bookshop) und Wien (Typographische Gesellschaft Austria). 

Der Katalog «Die schönsten Schweizer Bücher 2014″ erscheint im Juni 2015

Konzept und Gestaltung: Studio NOI, Simone Koller & Corina Neuenschwander, Zürich
Juryberichte: Tan Wälchli, Berlin / Zürich
Texte: deutsch, französisch, italienisch, englisch
ISBN: 978-3-909928-30-9
Herausgeber: Bundesamt für Kultur
Vertrieb: Edition Hochparterre, www.edition.hochparterre.ch

bak

Kontakt:

«Schönste Schweizer Bücher»:
Anisha Imhasly, Sektion Kulturschaffen, Bundesamt für Kultur, Tel. 058 462 26 99, anisha.imhasly@bak.admin.ch, www.swissdesignawards.ch/beautifulbooks

http://www.bak.admin.ch/aktuelles/03123/05447/05489/index.html?lang=de

 

 

 

  • Beitrags Information
  • Author
  • Daniel Leutenegger
  • 2. März 2015
  • Druck, Verlag, Printprodukte, Medienhäuser

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