ch-cultura.ch
  • SUCHEN
  • ARCHIV
  • SPENDEN
  • KONTAKT
  • NEWSLETTER
    • Newsletter abonnieren
    • Newsletter-Archiv
  • LINKS
  • CH-CULTURA.CH
  • BÜRO DLB
    • Daniel Leutenegger (dlb)
    • Dienstleistungen
    • Tätigkeitsgebiete
    • Arbeitsweise
    • Publikationen
    • Veranstaltungen
    • O-Ton / Video
    • dlb-Vogel
    • Nostalgia
    • Merci
  • SUCHEN
  • ARCHIV
  • SPENDEN
  • KONTAKT
  • NEWSLETTER
    • Newsletter abonnieren
    • Newsletter-Archiv
  • LINKS
  • CH-CULTURA.CH
  • BÜRO DLB
    • Daniel Leutenegger (dlb)
    • Dienstleistungen
    • Tätigkeitsgebiete
    • Arbeitsweise
    • Publikationen
    • Veranstaltungen
    • O-Ton / Video
    • dlb-Vogel
    • Nostalgia
    • Merci

14. November 2013

Tage für Neue Musik – FOKUS USA

Zürich, 14. bis 17. November 2013

«Amerika, das ist die Entwicklung von der Barbarei zur Dekadenz ohne den Umweg über die Kultur». Zu dieser Beleidigung liess sich der französische Staatsmann Georges Clemenceau vor über hundert Jahren hinreissen.

Der Satz entlarvt auch heute noch viel von dem, was das spannungsvolle Verhältnis zwischen dem geschichtsträchtigen Europa und den jungen, vorwärtsstrebenden USA ausmacht: Bewunderung wird etwa der entfesselten Marktwirtschaft oder grosszügig unterstützten Forschungsprojekten zuteil, die dem Traum der unbegrenzten Möglichkeiten nahezukommen scheinen. Auf der anderen Seite steht ein schwacher Sozialstaat mit beträchtlicher Armut; das Gesetz des Stärkeren wird nur wenig abgefedert.

Ersetzt man das Wort Barbarei durch Pioniergeist schimmert aber jene Eigenschaft durch, um die wir Amerika manchmal beneiden können und die sich in unzähligen Erfindungen, Projekten und Biographien widerspiegelt.

Gerade in der Kultur tun sich – nebst all den invasiven populären Strömungen – bis heute immer wieder Freigeister hervor, die solch neue Ansätze präsentieren, aufgrund derer sich auch in Europa manches umkrempelt. Erwähnt seien neben John Cage, Morton Feldman und Steve Reich für die Musik auch Jackson Pollock, Barnett Newman, Andy Warhol oder Bruce Naumann für die Bildende Kunst.

Angesichts eines Riesenlands mit einem grossen Output vieler divergierender, teils fast eremitischer Einzelpositionen ist ein subjektives Panoptikum für die diesjährigen Tage für Neue Musik Zürich entstanden, welches, so hoffe ich, einige Meilensteine des 20. Jahrhunderts mit aktuellem Schaffen kontextualisieren wird, gerade unter Aussparung der drei erwähnten, weil allzu gegenwärtigen Komponisten.

Den weitesten geschichtlichen Bogen spannt Charles Ives‚ Vierte Sinfonie, die in ihrer spektakulären Collagetechnik aus einem romantischen Gestus heraus die Postmoderne vorwegzunehmen scheint. Alvin Lucier, Pionier und Poet der elektronischen Musik, schafft mit seinen Konzeptstücken Referenzpunkte für installative Ansätze eines Víctor Adán oder Sam Pluta, mit dessen – nur scheinbar – monotonen Klangflächen aber auch Parallelen zu den ostentativ wiederholten Klavierakkorden eines David Dramm, wo sich alteingesessene Vorstellungsmuster von U- und E-Musik raffiniert in Nichts auflösen.

Bedanken möchte ich mich als Intendant für die gute Zusammenarbeit mit den zahlreichen Koproduktionspartnern – allen voran der Expovina AG und der Zürichsee Schifffahrtsgesellschaft, dank derer das Festival mit Alvin Currans grosser Performance «Maritime Rites» im Zürcher Seebecken starten kann. Typisch amerikanisch…?

Viele Fragen dürfen wir an den Konzerteinführungen weiter erörtern. Sie werden auf der Diskussionsplattform kluuu.com live übertragen und als Audioarchiv zum Nachhören gespeichert.

Moritz Müllenbach, Intendant

Programm:

http://www.tfnm.ch/Programm/programmubersich.html

Kontakt:

http://www.tfnm.ch/

https://www.facebook.com/tfnmzh

http://kluuu.com/de/venues/130

 

  • Beitrags Information
  • Author
  • Daniel Leutenegger
  • 14. November 2013
  • Feste / Festivals / Messen / Börsen

Vorheriger Beitrag

IG Kultur Luzern verliert Geschäftsführerin: «Die Häuser sind gebaut – jetzt geht es um Inhalte»

Nächster Beitrag

Wie viel Professionalität verträgt die Freie Szene?

Daniel Leutenegger

Daniel Leutenegger

Redakteur

Beiträge von Daniel Leutenegger

  • ch-cultura.ch Balken hausrot breit schmal
    SOEBEN VERSCHICKT: DER NEWSLETTER 06/2026 VON CH-CULTURA.CH

    12. April 2026

  • FÜR DANIEL SCHWARTZ, SCHWEIZER FOTOGRAF UND AUTOR

    12. April 2026

  • Kurt H. Hofer (1944-2017), der Gründer des Schulmuseum Bern, wollte seit seinem Eintritt ins Lehrerseminar Hofwil dereinst ein Schulmuseum schaffen und betreiben. So begann er damit, alles zu sammeln, was zur Schulkultur gehörte. In den 1990er-Jahren wurde es bei ihm zuhause zu eng, sodass ein neuer Platz für das stetig wachsende Archiv gefunden werden musste. Foto: © https://schulmuseumbern.ch/ueber-uns/
    SCHULMUSEUM BERN: OFFENE SAMMLUNG MIT 80’000 OBJEKTEN AUS FÜNF JAHRHUNDERTEN

    11. April 2026

  • Die diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger von links: Regula Fehr Braun, Rémy Frick, Judith Stadlin und Michael van Orsouw. Es fehlt auf dem Bild Béla Rainer, Vorstandsmitglied des Vereins. (Foto: Christian Herbert Hildebrand, fotozug.ch)
    STADT ZUG VERGIBT «KULTURSCHÄRPE» 2025 / 2026 AN RÉMY FRICK UND VEREIN LIVELITERATUR ZUG

    11. April 2026

  • Toni-Areal Zürich, Aussenfassade der Zürcher Hochschule der Künste, 2017 - Foto: Ricardo Gomez Angel ripato, https://unsplash.com/de/fotos/ein-schwarz-weiss-foto-einer-fensterwand-7E6IoZaAVv0 - Lizenz: Creative Commons CC0 1.0 Universal Public Domain Dedication - Datei: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Diagonal_filigree_(Unsplash).jpg
    NEUE SCHWEIZER UMFRAGE ZUM THEMA «LEBENSREALITÄT KULTUR»

    11. April 2026

Kommentare von Daniel Leutenegger

Previous post « Next post »

© 2026 ch-cultura.ch – Schweizer Online-Kultur-Plattform

  • NUTZUNGSBEDINGUNGEN
  • DATENSCHUTZ
  • IMPRESSUM
Facebook LinkedIn Instagram X

Wir verwenden Cookies, um Ihnen das beste Erlebnis auf unserer Website zu bieten.
Mehr darüber erfahren Sie in den .

ch-cultura.ch
Übersicht

Diese Website verwendet Cookies, damit wir Ihnen die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in Ihrem Browser gespeichert und dienen dazu, Sie wiederzuerkennen, wenn Sie auf unsere Website zurückkehren, und unserem Team zu helfen, zu verstehen, welche Bereiche der Website Sie am interessantesten und nützlichsten finden.

Lesen Sie unsere Informationen zum Datenschutz, um mehr zu erfahren.

Notwendige Cookies

Notwendige Cookies sollte immer aktiviert sein, damit wir Ihre Präferenzen für Cookie-Einstellungen speichern können.

Wenn Sie dieses Cookie deaktivieren, können wir Ihre Einstellungen nicht speichern. Das bedeutet, dass Sie jedes Mal, wenn Sie diese Website besuchen, Cookies erneut aktivieren oder deaktivieren müssen.

Google Analytics

Diese Website verwendet Google Analytics, um anonyme Informationen wie die Anzahl der Besucher auf der Website und die beliebtesten Seiten zu sammeln.

Wenn Sie dieses Cookie aktiviert lassen, können wir unsere Website verbessern.

<p>Bitte aktivieren Sie zunächst "Notwendige Cookies", damit wir Ihre Einstellungen speichern können!</p>