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8. August 2013

4. Migros-Kulturprozent-CH-Dokfilm-Wettbewerb

Die drei GewinnerInnen der ersten Runde

Bild: Ufuk Emiroglu – Foto: http://ufuk.ch/index.html

1. Ufuk Emiroglu, Dschoint Ventschr Filmproduktion AG, Zürich, mit «T’chaux – Discours à l’étroit»

Als Paul Nizon sein bahnbrechendes Werk Diskurs in der Enge (1970) veröffentlichte, war die Regisseurin Ufuk Emiroglu noch nicht auf der Welt. 1980 in der Türkei geboren und in der Romandie aufgewachsen, geht die Nachwuchsfilmerin in «T’chaux – Discours à l’étroit» der Frage nach, wie junge Menschen von heute mit dem Gefühl geistiger und geografischer Enge und mit dem Drang, aus- und aufzubrechen, umgehen. Bleiben oder gehen? Das ist die Frage, die sie mit drei Protagonisten unterschiedlicher sozialer und familiärer Herkunft aus La Chaux-de-Fonds filmisch umsetzen will.

Laudatio

«T’chaux – Discours à l’étroit» von Ufuk Emiroglu
Dschoint Ventschr Filmproduktion AG

«En tant qu’enfant d’immigrés, je me suis souvent demandée si je me sentais Suisse», écrit Ufuk Emiroglu. «Je n’ai jamais réussi à répondre à cette question ni par l’affirmative, ni par la négative. Je me sens probablement »neutre«. La Suisse m’ennuie et me rassure à la fois. Je n’ai jamais réussie à la quitter, mais je n’ai jamais eu envie d’y rester définitivement non plus. Ce dilemme, bon nombre de mes amis, collègues, le partagent.»

Florence, Mika und Fermin sind alle in La Chaux-de-Fonds aufgewachsen. Sie fühlen sich in ihrer Geburtsstadt in der Enge. Es locken Abenteuer und wilde Tiere, Traumorte wie Paris, New York und Hollywood oder der revolutionäre Geist der Wandbilder von Diego Rivera in Mexico City. So unterschiedlich wie ihre Destinationen sind auch die Lebenswege der drei Figuren.

Gemeinsam ist ihnen, dass es nahe ans Scheitern führen kann, wenn man mehr als das Vorgegebene leben will. Und alle drei kehren immer wieder in die Schweiz zurück, sei es, um etwas Geld zu machen, oder – wie Ufuk Emiroglu es nennt – ihren Wurzeln eine Chance zu geben.

Das Kräftespiel zwischen Fliehkraft und Herkunft: Ufuk Emiroglu und ihre Protagonisten lassen auf einen eigenständigen, aussagekräftigen und zeitgemässen Film zu diesem ewigen Thema des Menschseins hoffen.

2. François Kohler, PS.Productions, Châtel-St-Denis, mit «La science du bonheur – derrière les barreaux»

Weil mehrere Waadtländer Gefängnisse überbelegt sind, sehen sich die Behörden veranlasst, in einem kantonalen Gefängnis ein Pilotprojekt mit Meditationstherapie einzuführen. Ziel der Intervention ist es, die Häftlinge dazu zu befähigen, ihr emotionales Gleichgewicht wiederzufinden. Der Regisseur François Kohler, selber mit Meditation vertraut, will in «La science du bonheur – derrière les barreaux» drei Gefangene während des Experiments mit der Kamera begleiten und seine Beobachtungen mit den Ergebnissen der neurowissenschaftlichen Forschung ergänzen.

Laudatio

«La science du bonheur – derrière les barreaux» von François Kohler
PS.Productions

Eigentlich stellt sich François Kohler einer unmöglichen dokumentar-filmischen Aufgabe: Er will ein intensives, auf Meditation abgestütztes Therapieprojekt in einem überfüllten Gefängnis der Westschweiz begleiten und den Werdegang und Erfahrungsschatz von drei Teilnehmenden an diesem Projekt dokumentieren. Eine innere Reise in einem geschlossenen Ort, während der sich die Gefangenen mit sich und ihren Opfern auseinandersetzen.

Die Therapie verbindet moderne neurowissenschaftliche Erkenntnisse mit der Tradition der Meditation. Ähnliche Therapien sind nach Angaben des Autors in Indien, den USA und in Grossbritannien angewandt und auch schon «Wissenschaft des Glücks» genannt worden.

Die Jury hat viele Fragezeichen, aber auch ein grosses Interesse – am Thema, am künstlerischen Anspruch, dem sich der Autor stellt. Ob sich ein Mensch, der Schuld auf sich geladen hat, aus seinem inneren und äusseren Gefängnis emanzipieren kann, ist eine hochaktuelle Frage. Und wenn es gelingen würde, einen inneren Weg filmisch mit Behutsamkeit zu zeigen, so wäre dies Kunst. Es verlangt auch ausserordentlich viel von den Protagonisten des Films.

Der Förderbeitrag soll es Autor und Produktion ermöglichen, die Schwierigkeiten anzugehen und wenn möglich auch zu meistern.

3. Daniel Schweizer, HesseGreutert Film AG, Zürich, mit «Trading Paradise»

Nach der Diskussion um das Bankgeheimnis dürfte die politische Schweiz erneut in den Fokus der USA und der EU geraten: als Paradies von Rohstoffhändlern wie Glencore-Xstrata oder Gunvor, die regelmässig mit grossen Umweltproblemen und Bestechungsvorwürfen konfrontiert sind. Daniel Schweizer beabsichtigt, mit «Trading Paradise» die Chronik eines angekündigten Skandals zu zeichnen. Gewährsleute und Gesprächspartner auf dem Weg zum geplanten Genrefilm sind der frühere Staatsanwalt Dick Marty, Vertreter von NGOs, CEOs sowie Manager der Rohstoffmultis und Politiker.

Laudatio

«Trading Paradise» von Daniel Schweizer
HesseGreutert Film AG

In der Schule lernten wir, dass wir ein rohstoffarmes Land sind. Ganz so stimmt das nicht (mehr): Die Schweiz ist zu einem der bevorzugten Standorte für Rohstoffhändler geworden. Ein grosser Teil des Weltmarkts wird über unser Land abgewickelt.
Das ist nicht unproblematisch. Um beim Schulbeispiel zu bleiben: Schon die Geschichtsbücher zeigen auf, dass Rohstoffabbau und -handel gravierende gesellschaftliche Probleme mit sich bringen. Ausbeutung von Mensch und Natur, Korruption und Steuerhinterziehung sind ein paar beklemmende Stichworte.
Wo hohe Risiken bestehen, ist zusätzliche Verantwortung gefordert. Das gilt auch für die Schweiz, wie dies viele NGOs und Parlamentarier/innen – unter ihnen Dick Marty – einfordern. Der Schweiz droht der nächste Skandal.

Daniel Schweizer will die Dinge zeigen, die man nicht sehen will. Das ist eine hervorragende Ausgangslage für einen Dokumentarfilm. Sein Film ist der Kraftprobe zwischen «Transparenz, Menschenrechten und der Geschäftswelt» gewidmet, wie er es bezeichnet.

Daniel Schweizer bezieht klar Stellung. Eine Herausforderung wird es sein, dass das herstellungsreife Filmprojekt nicht nur Parteinahme, sondern einen spannenden, differenzierten Dokumentarfilm verspricht. Nur so kann der gesellschaftliche Diskurs gestärkt werden.

Die Jury setzt sich zusammen aus:

  • Nicole Hess, Projektleiterin Film, Direktion Kultur und Soziales, Migros-Genossenschafts-Bund, Zürich, Jury-Präsidentin
  • Simon Baumann, Regisseur und Produzent, Suberg
  • Nikolaus Geyrhalter, Dokumentarfilmer und Produzent, Wien
  • Lara Stoll, Slam-Poetin, Winterthur
  • Nicolas Wadimoff, Dokumentarfilmer und Produzent, Genf
  • Sven Wälti, Verantwortlicher Koproduktionen, Generaldirektion SRG SSR, Bern

—

Kontakt:

http://www.migros-kulturprozent.ch/

 

  • Beitrags Information
  • Author
  • Daniel Leutenegger
  • 8. August 2013
  • Film, Video, Audiovisuelles

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