«SOUVENIR. SELFIES, KITSCH UND GIPFELSTEINE»
Ausstellung im «Fundbüro für Erinnerungen» im ALPS Alpines Museum der Schweiz, Bern, bis im Januar 2028
Ausstellung im «Fundbüro für Erinnerungen» im ALPS Alpines Museum der Schweiz, Bern, bis im Januar 2028
Der am 18. Juni 1929 in Düsseldorf geborene deutsche Philosoph und Soziologe Jürgen Habermas (Bild) ist am 14. März 2026 in Starnberg gestorben. Er zählte zur zweiten Generation der Frankfurter Schule und war zuletzt Professor für Philosophie an der Universität Frankfurt am Main. Habermas ist einer der weltweit meistrezipierten Philosophen und Soziologen der Gegenwart. In der akademischen Fachwelt wurde er durch Arbeiten zur Sozialphilosophie mit diskurs-, handlungs- und rationalitätstheoretischen Beiträgen bekannt, mit denen er die Kritische Theorie auf einer neuen Basis weiterführte. Neben den fachspezifischen Diskursen engagierte sich Habermas öffentlich in aktuellen politischen Debatten z.B. über die Eugenik, die Religion, die Verfassung Europas, die Pandemie-Massnahmen und die Waffenlieferungen an die überfallene Ukraine. (*) Habermas hat mehr als 50 Bücher veröffentlicht.
Der am 23. Oktober 1942 in Lausanne als Peter Klein geborene Maler, Zeichner und Plastiker, Musiker, Schauspieler, Erzähler, Regisseur, Theater- und Hörspielautor Timmermahn (Bild) ist am 14. März 2026 gestorben. Er hatte sich seinen Künstlernamen mit dem mahnenden «H» schon als 25-Jähriger zugelegt. Der Enkel des Basler Läckerli- und Bonbonfabrikanten André Klein lernte Schaufensterdekorateur und arbeitete danach als Kulissenmaler am Stadttheater Bern. Ab den 1960er-Jahren verdiente er sich sein Brot als Kunstmaler und genoss die Freiheiten des wilden Lebens. Unter anderem an der Seite von Künstlerfreunden wie dem Schweizer Bildhauer Bernhard Luginbühl oder der Mundartlegende Polo Hofer. Alle drei gelten als Urgesteine der Berner Kunstszene. Timmermahn lebte auf Kreta, in Holland, in Italien, im Tessin und 25 Jahre in einem alten Bauernhaus in Rüeggisberg, bis es ihn wieder in die Stadt Bern zog.
Ausstellung im Museum für Gestaltung, Ausstellungsstrasse 60, Zürich, bis am 19. Juli 2026
Swiss Films, die Fondation Suisa und Sonart – Musikschaffende Schweiz bündeln neu ihre Kompetenzen und Ressourcen in einer strukturierten Partnerschaft, um die Position von Schweizer Filmmusikkomponist:innen innerhalb der internationalen Filmbranche nachhaltig zu stärken. Ziel ist es, die Rahmenbedingungen für die Entwicklung, Produktion und internationale Verwertung von Schweizer Filmmusik zu verbessern und den künstlerischen Beitrag der Komponist:innen im audiovisuellen Sektor sichtbarer zu machen.
Nach 15jähriger Tätigkeit im Netz wurde «www.culturactif.ch» 2012 zur viersprachigen Website «viceversaliteratur.ch». Als Online-Schwester des Literaturjahrbuchs «Viceversa» widmete sich die Plattform den Schweizer Literaturen. Das Projekt des Vereins Viceversa Literatur (ehemaliger Service de Presse Suisse) publizierte wöchentlich neue Beiträge: Rezensionen, themenzentrierte Artikel, Interviews u. a. mehr. Bis im August 2025 war Ruth Gantert verantwortlich für die Gesamtredaktion der Plattform «Viceversa Literatur». Auf der Webseite ist nun zu lesen, diese werde nicht mehr aktualisiert. Weiter gehe es auf der Plattform «LiteraturSchweiz», die «im Frühling 2026 aufgeschaltet wird».
Das vierteljährlich erscheinende Comic-Magazin «Strapazin» ist seit der Gründung 1984 eine wichtige Plattform für Comic-Autor:innen aus der Schweiz, Deutschland und der ganzen Welt. Seit den Anfängen fördert «Strapazin» gezielt junge Zeichner:innen; die Zeitschrift hat sich so zum langlebigsten und wichtigsten Magazin für Comics, Graphic Novels und visuelle Narration im deutschsprachigen Raum entwickelt. Hinter «Strapazin» steht ein generationenübergreifendes Team von 26 Herausgeber:innen mit Sitz in Zürich und in München. Dieses Team schreibt jetzt: «Wir stecken in einer finanziellen Krise. Wir haben bereits Massnahmen ergriffen, doch wir brauchen Hilfe.» Dazu haben die Herausgeber:innen ein Crowdfunding lanciert, das 66’666 Franken einbringen soll. Über 100 Künstler:innen aus der ganzen Welt haben je einen eigenen «Strapazin»-Zombie gezeichnet – lauter Unikate, die Geldgeber:innen als Belohnung für eine Unterstützung erhalten können.
Bis am 5. Juni 2026 präsentiert die Schweizerische Nationalbibliothek ihre neue Ausstellung «Seen, Spiegel der Schweiz». Diese lädt zum Eintauchen in die Schweizer Seenlandschaften ein und beleuchtet die wichtige Rolle der Gewässer in der Geschichte und Entwicklung des Landes.
Das Bundesamt für Kultur (BAK) hat auf Empfehlung einer internationalen Fachjury die prämierten Werke des Wettbewerbs «Die schönsten Schweizer Bücher 2025» bestimmt. Der Jan-Tschichold-Preis, der hervorragende Leistungen in der Buchgestaltung würdigt, geht in diesem Jahr an das französisch-schweizerische Grafikdesign-Duo Coline Sunier & Charles Mazé. Eines der 17 schönsten Schweizer Bücher wurde zudem im Rahmen des internationalen Wettbewerbs «Schönste Bücher aus aller Welt» in Leipzig ausgezeichnet.
Die Regierung des Kantons Graubünden verleiht den mit 30’000 Franken dotierten Bündner Kulturpreis 2026 der Künstlerin Katharina Vonow (Bild). Im Weiteren vergibt die Regierung acht Anerkennungspreise und fünf Förderungspreise in der Höhe von je 20’000 Franken.
Exposition Musée cantonal des Beaux-Arts, Plateforme 10, Lausanne, du 13 mars jusqu’au 16 août 2026
Die Schweizer Musikerin Veronica Fusaro (Bild) tritt mit dem Song «Alice» für die Schweiz am Eurovision Song Contest (ESC) 2026 an. Der Alternative-Pop-Titel mit Rock-Einflüssen erzählt in drei Minuten «die Geschichte einer Frau, deren persönliche Grenzen überschritten werden», wie SRF schreibt. Der Wettbewerb findet 2026 in Wien statt; die Schweiz steht im zweiten Halbfinale am 14. Mai 2026 auf der Bühne.
Der Verwaltungsrat der SRG-SSR hat an seiner Sitzung vom 10. März 2026 Roger Elsener (Bild) zum neuen Direktor des Schweizer Radio und Fernsehens (SRF) gewählt. Er ist damit dem Vorschlag des Regionalvorstands SRG Deutschschweiz einstimmig gefolgt. Ebenso hat der Verwaltungsrat auf Antrag von Generaldirektorin Susanne Wille einstimmig Nicolas Pernet zum Direktor Angebot und Moritz Stadler zum Direktor Operationen gewählt. Alle drei Personen nehmen Einsitz in die neue Geschäftsleitung der SRG-SSR.
Exposition Photo Elysée, Plateforme 10, Lausanne, jusqu’au 1 novembre 2026
«Sie arbeitet in der Psychiatrie, wohnt in einer WG, fährt Rennrad – und verwandelt Alltagsmomente, Erinnerungen und Gedanken in poetische Indie-Folk-Songs – nahbar, ehrlich und ganz eigen», schreibt Hana Gazde auf «srf.ch» über Pina Palau. Palau hat mit «You Better Get Used To It» gerade ihr drittes Studioalbum veröffentlicht. Und nun wurde sie zum «SRF 3 Best Talent» im Monat März 2026 gewählt.
Der Auslandschweizer Bildhauer und Medienkünstler Vincent Ineichen wird im Sommer 2026 in Brunnen (SZ) arbeiten: Die «Kunstresidenz der Fünften Schweiz» bringt im Ausland lebende Schweizer Kunstschaffende zurück in ihr Herkunftsland. Die Initiative feiert ihr zehnjähriges Bestehen. Melanie Eichenberger berichtet auf «swissinfo.ch» über den Künstler Ineichen und über die Perspektiven der Kunstresidenz für Auslandschweizer:innen.
Das Erfolgsrezept – die Verbindung von Floristik und Kunst – funktionierte auch in der zwölften Ausgabe von «Blumen für die Kunst» in Aarau wieder: Werke von Blumengestaltenden aus der ganzen Schweiz und von einem Berliner Ikebana-Meister setzten für die Ausstellung 2026 auch neue Akzente. Die floralen Interpretationen von Werken aus der Sammlung des Aargauer Kunsthauses begeisterten das Publikum: Während sechs Tagen besuchten 18’706 Menschen die spartenübergreifende
Ausstellung. Damit hat die Ausgabe 2026 die Erwartungen des Aargauer Kunsthauses und des Vereins Flowers to Arts erneut übertroffen. Trotz der hohen Zahl an Besuchenden konnte der Publikumsstrom mit Hilfe von Zeitfenstern jederzeit gut durch das Kunsthaus gelenkt werden, wie das Museum schreibt. Die nächste Ausgabe von «Blumen für die Kunst» findet vom 2. bis 7. März 2027 statt.
Suisseculture, der Dachverband der Organisationen der professionellen Kulturschaffenden der Schweiz und der schweizerischen Urheberrechtsgesellschaften, zeigt sich in seiner Mitteilung «erleichtert und hocherfreut über die heutige Ablehnung der SRG-SSR-Initiative. Der vollständige Kahlschlag bei der medialen und kulturellen Infrastruktur wurde verhindert. Die SRG-SSR bleibt der Schweiz als Kulturproduzentin, als Kulturvermittlerin und als wichtige Stimme der Kulturberichterstattung erhalten.» Das heutige Resultat sei ein «erneutes, klares Bekenntnis zu einer starken, digitalen und vielfältigen SRG-SSR und zum bewährten Schweizer Mediensystem». Der Verband bedankt sich bei der Stimmbevölkerung und den vielen, die die Nein-Kampagne «mit unermüdlichem, meist ehrenamtlichem Einsatz in den letzten Wochen und Monaten tatkräftig und mit grosser Kreativität unterstützten».
Radio SRF 2 Kultur, «Musik für einen Gast» vom heutigen Sonntag, 13 Uhr / Wiederholung am Samstag, 14. März 2026, 11.03 Uhr / Podcast
Eine Auswahl kultureller Informationen, Beobachtungen und Kommentare der letzten 12 Tage aus Schweizer Perspektive
Der traditionsreiche Comic-Wettbewerb erfreut sich seit der allerersten Fumetto-Ausgabe grosser Beliebtheit. Dieses Jahr erreichten die Veranstalter:innen rekordverdächtige 1’647 Einsendungen aus 61 Ländern rund ums Thema «PEAK» – mit Geschichten von Steinbock und Adler, Bergsteiger- und Beziehungsdramen, Skiunfällen, dem Erklimmen der Karriereleiter bis hin zu Berichten von Aus- und Weitsicht. Neben der digitalen Präsentation aller Einsendungen zeigt die heute eröffnete Ausstellung die Shortlist mit den 50 besten Arbeiten aus drei Alterskategorien im Original. Die Gewinner:innen wurden an der heutigen Eröffnung des Luzerner Festivals Fumetto verkündet.
L’ouverture du Musée Artistes Femmes (MAF) Lausanne est marquée par une exposition fondatrice intitulée «Cellules» et imaginée par sa directrice, Marie Bagi. Cette exposition se tiendra jusqu’au 4 juin 2026.
Gruppenausstellung Kunst Halle Sankt Gallen, vom 7. März bis am 31. Mai 2025
Der am 1. September 1942 in Benfica geborene portugiesische Psychiater und Schriftsteller António Lobo Antunes (Bild) ist am 5. März 2026 in Lissabon gestorben. Nach dem Medizinstudium wurde er 1970 zum Militär eingezogen und war von 1971-1973 während des Kolonialkrieges Militärarzt in Angola. Danach arbeitete er bis 1985 als Chefarzt und Psychiater in einer Nervenklinik in Lissabon. Unter der Salazar-Diktatur wurde Antunes Mitglied der Kommunistischen Partei und war deswegen auch im Gefängnis. Seit 1985 widmete er sich fast ausschliesslich dem Schreiben. Antunes gilt als einer der bedeutendsten portugiesischen Schriftsteller der Gegenwart. Er veröffentlichte mehr als drei Dutzend Bücher, überwiegend Romane. Seine Werke erschienen in rund 60 Sprachen. Er wurde über Jahre hinweg als Anwärter auf den Literaturnobelpreis angesehen. Seine Sujets waren Portugals Geschichte und Gegenwart, immer verbunden mit Angst, Gewalt, Tod, Krankheit, Trennungen, wobei sein Hauptaugenmerk auf dem Schicksal «normaler» Menschen und kleiner Randexistenzen lag. Atmosphärisch und psychologisch dicht und sprachlich unkonventionell kritisierte er die moderne Gesellschaft. Seine Erfahrungen im Kolonialkrieg verarbeitete er im Roman «Der Judaskuss» (Os Cus de Judas, 1979), mit dem er in Portugal den Durchbruch als Schriftsteller erreichte. 2007 wurde Antunes mit dem Prémio Camões ausgezeichnet, dem bedeutendsten Literaturpreis in der portugiesischsprachigen Welt. (*)
Nach 55 Jahren Theatergeschichte: Die Abschiedstournee von Mummenschanz startet am 3. Dezember 2026 im Theater 11 in Zürich und führt bis Ende 2027 durch die ganze Schweiz. Geplant sind über 100 Vorstellungen in 25 Orten in allen Landesteilen.
Der am 21. April 1940 in Lübeck geborene deutsche Publizist und Schriftsteller Peter Schneider (Bild) ist am 3. März 2026 in Berlin gestorben. Im Laufe der 1960er-Jahre machte Schneider eine politische Radikalisierung durch, die ihn zu einem der Wortführer und Organisatoren der Berliner Studentenbewegung werden liess. Seine Erzählung «Lenz» war ab 1973 zum Kultbuch der enttäuschten Linken geworden, da es ihr Lebensgefühl nach dem Scheitern ihrer Utopie und Revolte beschrieb. Schneider verfasste seitdem Romane, Erzählungen und Drehbücher, die häufig Schicksale von Angehörigen seiner Generation zum Thema hatten; daneben entstanden Werke über die Situation Berlins vor und nach der Wiedervereinigung. Seine 1982 erschienene Erzählung «Mauerspringer» brachte ihm auch international Bekanntheit und Anerkennung. Mit dem Roman um Antonio Vivaldi «Vivaldi und seine Töchter» (2019) schlug der Autor den Bogen zurück zu einem musikalischen Heroen seiner Kindheit: Sein Vater war der Dirigent und Komponist Horst Schneider. (*)
Thomas Meyer und Magali Franov, Émilie Boré und Vincent, Sylvie Neeman und Francesca Ballarini, Gionata Bernasconi,
Verena Pavoni, Lena Raubaum und Franziska Walther – ihre Werke stehen auf der Shortlist des Schweizer Kinder- und Jugendbuchpreises 2026. Aus 98 eingereichten Titeln von 62 Verlagen hat die unabhängige Jury die fünf Kinder- und Jugendbücher nominiert. Der Preis geht jedes Jahr an ein aktuelles, herausragendes Werk der Schweizer
Kinder- und Jugendliteratur und ist mit insgesamt 20’000 Franken dotiert. Der Schweizer Kinder- und Jugendbuchpreis betrachtet Kinder- und Jugendliteratur «als bemerkenswerte Kultursparte,
über die Kinder und Jugendliche nicht nur Geschichten erleben und Informationen erhalten, sondern auch mit literarischen, künstlerischen
Ausdrucksweisen in Berührung kommen», schreibt das Schweizerische Institut für Kinder- und Jugendmedien (SIKJM).
2025 erzielte der Deutschschweizer Buchmarkt einen Gesamtumsatz von CHF 581,8 Mio. Das entspricht einem Plus von 1,1% gegenüber 2024. Sowohl der stationäre Buchhandel und die Onlineshops als auch das Geschäft mit Schulen, Bibliotheken, Firmen und weiteren Institutionen legten leicht zu. Insgesamt bewegt sich der Deutschschweizer Buchmarkt seit Jahren seitwärts.
Der Design Preis Schweiz wird weiterhin in Langenthal verliehen. Die Stadt unterstützt den Wettbewerb von 2026 bis 2029 mit einem Beitrag in der Höhe von jährlich Fr. 30’000.00. Die nächste Preisverleihung findet am 5. und 6. November 2027 statt.
Das Bundesamt für Kultur (BAK) hat Simon Koenig (Bild) zum neuen Leiter des Dienstes Filmförderung ernannt. Er tritt seine Funktion am 11. Mai 2026 an. Simon Koenig folgt auf Patrizia Pesko.
Zum zweiten Mal findet in St.Gallen vom 6. bis am 14. März 2026 die Design Week statt. Weshalb sie für die Branche wichtig ist und was das mit dem guten Ruf der Stadt zu tun hat, erklären Beat Lüscher und Kathrin Lettner von der Schule für Gestaltung am GBS St.Gallen sowie Samuel Zuberbühler von der Standortförderung St.Gallen im Gespräch mit dem Ostschweizer Magazin «Saiten».
Zwischen dem 20. und 24. April 2026 werden aufstrebende Designschaffende und Studios ihre Arbeit an der Milano Design Week präsentieren. Die Ausstellung «Shared Matter», die von der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia kuratiert wird, schlägt nach drei erfolgreichen Ausgaben der «House of Switzerland Milano» (2023–2025) nun ein neues Kapitel auf, um Schweizer Design an einem neuen Ort und in einem überarbeiteten Format zu zeigen. Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit Präsenz Schweiz umgesetzt.
Ausstellung im Kunstmuseum Basel | Neubau, vom 7. März bis am 2. August 2026
Jess Jochimsen (Bild), geboren 1970 in München, ist ein deutscher Kabarettist, Schriftsteller und Fotograf. Seit Mitte der 1990er‑Jahre steht er mit literarisch‑humorvollen Programmen auf der Bühne und verbindet dabei gesellschaftskritische Beobachtungen mit melancholischem Witz und musikalischen Elementen. Zu seinen bekannten Programmen und Büchern zählen unter anderem «Flaschendrehen», «Was sollen die Leute denken» und «Abschlussball», die ihm im deutschsprachigen Raum grosse Resonanz einbrachten. Jochimsen ist zudem für seine eindringlichen Fotografien bekannt, veröffentlichte mehrere Romane und war Mitbegründer des PEN Berlin.
Der am 7. Januar 1936 in Velenje (Untersteiermark) geborene österreichische Karikaturist und Kinderbuchautor Luis Murschetz (Bild) ist am 26. Februar 2026 in München gestorben, wie sein Zürcher Verlag Diogenes schreibt. Erste Zeichnungen von ihm erschienen in der «Süddeutschen Zeitung». Seit 1971 zeichnete Luis Murschetz als Nachfolger von Paul Flora politische Karikaturen für die Hamburger Wochenzeitung «Die Zeit»; diese Tätigkeit endete 2010. Zwischen 1983 und 1996 leitete Murschetz sechs Mal die Klasse «Illustration» an der Internationalen Sommerakademie für bildende Kunst in Salzburg. 1972 erschien sein erstes Kinderbuch «Der Maulwurf Grabowski», das seitdem in zwölf Sprachen, darunter auch Japanisch, übersetzt wurde. 1998 erhielt Luis Murschetz das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst. (*)
Jahresausstellung Architektur der Berner Fachhochschule BFH im Kornhausforum Bern, vom 4. bis am 20. März 2026
Exposition Musée d’art du Valais, Sion-Sitten, jusqu’au 31 janvier 2027