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8. November 2011

Kultur vermitteln mit Können, Engagement und Herzblut

25 Jahre Preisverleihungen der St.Gallischen Kulturstiftung

Am Donnerstag, 1. Dezember 2011, 18.30 Uhr, ehrt die St.Gallische Kulturstiftung im Grand Resort Bad Ragaz «herausragende Persönlichkeiten, die seit Jahren mit Können, Engagement und Herzblut professionell zwischen Kultur und Öffentlichkeit vermitteln» (O-Ton). Gleichzeitig feiert die Kulturstiftung Jubiläum: Seit 25 Jahren zeichnet sie mit der jährlichen Vergabe von Anerkennungs- und Förderpreisen besondere Leistungen aus.

Bei der Vergabe der Preise legt der Stiftungsrat Wert auf die Berücksichtigung verschiedener Regionen und Themen. Das Spektrum reicht vom Brauchtum bis zur Wissenschaft, von der Bildenden Kunst bis zum Naturschutz. Neben den Anerkennungs- und Förderpreisen verleiht die St.Gallische Kulturstiftung den St.Galler Kulturpreis sowie alle paar Jahre den Grossen St.Galler Kulturpreis.

Anlässlich des diesjährigen Jubiläums ehrt die Stiftung herausragende Kulturvermittler und Kulturvermittlerinnen, die mit grosser Leidenschaft und hohem Engagement mit ihren Projekten zwischen Kunst, Kultur und dem Publikum vermitteln.

Die sechs Förderpreise gehen an:

Andy Hartmann, Sarganserland-Werdenberg, Fr. 10’000.-; Andreas Schwarz, Sarganserland-Werdenberg, Fr. 10’000.-; Martin Sailer, Sarganserland-Werdenberg, Fr. 10’000.-; Richi Küttel, Rheintal, Fr. 10’000.-; Verein Kunsthallen Toggenburg, Toggenburg, Fr. 10’000.-; Lukas Hofstetter und Philipp Stuber, St.Gallen, Fr. 10’000.-

Andy Hartmann:

Mit dem Quellrock Open Air Bad Ragaz trägt Hartmann zur kulturellen Belebung der Region bei. Der Preis soll die bisherige Leistung dieser sorgfältig geplanten, umsichtig durchgeführten, beliebten Veranstaltung anerkennen und insbesondere auch einen Beitrag für eine weitere erfolgreiche Entwicklung leisten.

Andreas Schwarz:

Schwarz erhält den Preis für sein unermüdliches und beeindruckendes Engagement zugunsten einer vielfältigeren Jugendkultur in der Region Sargans-Werdenberg. Beispielhaft fördert er junge Bands, vernetzt junge Kulturschaffende und war massgeblich an der Entstehung sowie am erfolgreichen Betrieb des Clubs «Krempel» in Buchs beteiligt. 

Martin Sailer:

Der Preis wertschätzt Sailers Initiative, seinen visionären Geist und seinen langen Atem beim Aufbau von «Zeltainer», dem exotischsten Kleintheater der Schweiz. Er anerkennt zudem Sailers unerschöpfliches Bestreben, die kulturelle Landschaft des Obertoggenburgs durch seine Mitwirkung bei «Country City Toggenburg» und «Toggenburg lacht» zu bereichern.

Verein Kunsthallen Toggenburg:

Die Künstlergemeinschaft «arthur» – Synonym für Kunst im Thurtal oder Kunst auf Tour – erhält den Preis für ihre künstlerischen Denkanstösse, ihre alljährlich zum Lachen oder Schmunzeln reizenden Ausstellungen und für den Betrieb eines fahrbaren Kunstraumes, der rollend die Menschen erreicht und sich in ihren Alltag einmischt.

Richi Küttel:

Der Kulturschaffende Küttel wird für sein unermüdliches Engagement als Kulturvermittler im Bereich Literatur ausgezeichnet: als Organisator der Ostschweizerischen Autorenlesungen an Schulen und Bibliotheken; als Initiator und Veranstalter der U20-Poetry-Slams; als Verantwortlicher des St.Galler Literaturfestes Wortlaut; als Netzwerker in der Schweizer Poetry-Slam-Szene; als Förderer und Begleiter von Nachwuchstalenten; oder als Brückenbauer zwischen Kulturschaffenden und Veranstaltern. Gemeinsam mit seiner Frau Lisa gelingt es Küttel immer wieder mit viel Herzblut und Fachwissen, Literatur zu erschliessen sowie junge Talente auf den Weg zu bringen.

Lukas Hofstetter und Philipp Stuber:

Die Exponenten der Organisation des Kulturfestivals St.Gallen, einem Musik- und Kabarett-Anlass, begeistern mit einem vielfältigen Programm aus verschiedenen Sparten sowie aus lokaler und internationaler Kultur alle Alters- und Bevölkerungs-Gruppen während drei Wochen in den Sommerferien in gediegenem Ambiente. Der Preis anerkennt ihren unermüdlichen Einsatz und ermuntert, weiterhin eine Preispolitik zu verfolgen, welche die Teilnahme einer breiten Bevölkerungsschicht auch in Zukunft sicherstellen wird.

Die zwei Anerkennungspreise gehen an:

Claudia Rüegsegger, Wil, Fr. 15’000.- und Brigitte Kemmann, St.Gallen, Fr. 15’000.-

Claudia Rüegsegger:

Der Preis anerkennt Rüegseggers langjähriges kompetentes Wirken als Theaterschaffende. Seit rund 30 Jahren verleiht sie als Schauspielerin, Regisseurin, Theaterpädagogin und Kulturmanagerin dem kulturellen Leben der Ostschweiz wichtige Impulse. Insbesondere bereichert sie mit dem momoll theater in Wil die Theaterszene und führt mit dem Jugendclub dieses Theaters in beeindruckender Weise Jugendliche und junge Erwachsene ins Theaterspielen ein.

Brigitte Kemmann:

Mit Fantasie, Weitblick und professionellem Können, vor allem aber mit unerschöpflicher Energie und ansteckender Leidenschaft engagiert sich Kemmann ausserordentlich im St.Galler Kulturleben. Sie überrascht immer wieder mit Ideen, wie Kultur und Publikum, Kultur und Wirtschaft, Kultur und Politik zusammengeführt werden können. Sei es ein Kulturbeutel für neue Stadtbewohnerinnen und -bewohner oder Projekte wie «Fünf Stern Ateliers» und «An wen vererben» – laufend entwickelt und begleitet sie neue Gefässe, in denen sich Mensch und Kultur in fruchtbarem Austausch begegnen und entfalten können.

—

Kontakt:

Prof. Jürg Kesselring, Präsident St.Gallische Kulturstiftung

Tel. 081 303 14 08

kesselring.klival@spin.ch

  • Beitrags Information
  • Author
  • Daniel Leutenegger
  • 8. November 2011
  • Kulturförderung, Kulturvermittlung, Kultur- und Medienpolitik

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