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25. Februar 2017

«ANDREAS WALSER. UND JETZT – GEHE ICH»

Ausstellung Bündner Kunstmuseum Chur, Labor, bis am 16. Juli 2017

Bild: Andreas Walser (Chur 1908-1930 Paris), Raucher vor Balkon, 1929, Privatbesitz

Andreas Walser (1908 -1930) ist eine aussergewöhnliche Erscheinung in der Bündner Kunstwelt. Aufgewachsen als Pfarrerssohn in Chur, zog es den 20jährigen Maler in die Kunstmetropole Paris. Er wollte nach eigenen Aussagen «ganz und gar französisch werden». In Paris fand er sehr schnell Anschluss, machte Bekanntschaft mit Pablo Picasso, Jean Cocteau, Klaus Mann, René Crevel, Maurice Tabard, Colette und anderen Persönlichkeiten aus der Kunst- und Literatenszene.

Er arbeitete wie besessen, oft unter Drogeneinfluss, und konnte schon früh einige Werke in Ausstellungen zeigen und verkaufen. Es zog ihn aber auch immer wieder nach Graubünden, zu seinen Jugendfreunden und zu seinem Vorbild und väterlichen Freund Ernst Ludwig Kirchner. Im März 1930 verstarb Andreas Walser, noch nicht 22jährig, unter ungeklärten Umständen in Paris.

Die mit der Musikerin Vera Kappeler konzipierte Ausstellung möchte neue Wege zu diesem Churer Künstler eröffnen. Das «Labor» des Bündner Kunstmuseums wurde vom Bühnenbildner Duri Bischoff dezent umgestaltet und mit einfachen wie berührenden Installationen zu Andreas Walser’s Lebensstationen ausgestattet. Der Lichtdesigner Roger Stieger entwarf warme Lichtstimmungen für Ausstellung, Einlass und Anlass.

In diesen «Kulissen» schaffen ausgewählte Musiker und Schauspieler zusammen mit dem Jungen Theater Graubünden (JTG) und SchülerInnen der Kantonsschule Chur speziell für die Ausstellung entwickelte Programme: Konzert, Performance, Tableau Vivant, poetische Lesung, Prozession, akustischer Drogenrausch…

bkm

Kontakt:

http://www.buendner-kunstmuseum.ch/de/ausstellungen/aktuell/Seiten/Labor-Andreas-Walser.aspx

 

  • Beitrags Information
  • Author
  • Daniel Leutenegger
  • 25. Februar 2017
  • Museum, Ausstellung, Galerie

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