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6. September 2014

David Chieppo: «Happity»

Ausstellung im Kunstmuseum Solothurn, Graphisches Kabinett, bis am 19. Oktober 2014

David Chieppo, Conversation with a Cyclop, 2012, Öl auf Leinwand auf Holz, 38 x 50 cm, Kunstsammlung Kanton Zürich – Foto: Studio Pascal Hegner, Solothurn

Mit der Ausstellung des seit 1998 in Zürich lebenden Künstlers David Chieppo (*1973) führt das Kunstmuseum Solothurn die Vermittlung zeitgenössischer Malerei fort. David Chieppo schloss sein Kunststudium nach einer Ausbildung an der Art Students League in New York (1996-1997) und der Pennsylvania Academy of the Fine Arts in Philadelphia (1997-1998) an der Zürcher Hochschule für Gestaltung 1999 ab.

Verschiedene Ausstellungen im In- und Ausland sowie mehrere Auszeichnungen, darunter das Werkstipendium des Kantons Zürich (2005), das Landis + Gyr Atelierstipendium (2011) und ein Atelieraufenthalt von Pro Helvetia in Indien (2012) sprechen für die Anerkennung seines Schaffens.

Anlässlich der Verleihung des Manor Kunstpreises Zürich im Jahr 2008 fand im Kunstmuseum Winterthur Chieppos letzte grosse Ausstellung statt. Daran anknüpfend bietet die Solothurner Ausstellung die Möglichkeit, die weitere Entwicklung des Künstlers zu verfolgen. Sie präsentiert Malerei und Arbeiten auf Papier der vergangenen sechs Jahre; punktuell sind auch Arbeiten von 2007 einbezogen.

Die Idee des «Unterwegs-Sein» prägt das ganze Schaffen von David Chieppo. Der Künstler zeigt sich als sensibler Beobachter, der mit ebenso offenem wie empathischem Blick durch die Welt geht und dies in seinen Arbeiten zum Ausdruck bringt. Das Gefühl, beim Betrachten der Werke selbst «on the road» zu sein, stellt sich aufgrund der verschiedenen Motive und Stile leicht ein. Auf mehrheitlich kleinen Holztafeln und Papier formuliert der Künstler Momentaufnahmen aus Geschichten, deren Verlauf wir nicht kennen, gedanklich aber weiterentwickeln können. Damit wird nicht nur ein Einblick in die Komplexität von Chieppos Bildwelten und Weltbilder ermöglicht, das richtungslose Ensemble erlaubt auch imaginäre Reisen mit unbekanntem Ausgang.

Auch hinsichtlich der Komposition und Bildgewinnung ist Chieppos «wandernder Blick» bezeichnend: Er bleibt an alltäglichen Motiven genauso wie an Bildern aus Presse, Comics, Filmen oder der Kunstgeschichte hängen. Diese löst er aus dem ursprünglichen Kontext heraus und fügt sie zu neuen Bildfindungen zusammen.

Chieppo ist ein ebenso genuiner Maler wie ein leidenschaftlicher Zeichner. Generell stellt die Zeichnung als intimes Medium für Chieppo ein ideales Experimentierfeld dar, das seiner offenen und emotionalen Haltung entspricht.

In Chieppos Malerei fasziniert die Divergenz zwischen komplexer Bedeutung und unmittelbarer Wirkung: So mögen die Bilder aufgrund des pastosen Farbauftrags und breiten Pinselduktus vorerst naiv, bisweilen verspielt wirken. In der entschiedenen Unentschiedenheit der Inhalte und des unbeschwerten Umgangs mit Bildquellen aber zeigt sich eine dezidiert zeitgemässe Haltung. Die Arbeiten sind dialektisch angelegt und unterlaufen jegliche Festschreibung.

In seinen Bildwelten hält Chieppo diese Offenheit mit der ihm eigenen Lakonie fest. Neben Traurigkeit und Nachdenklichkeit findet sich in seinem Schaffen denn auch zuweilen Humor. Die Verschmelzung gegensätzlicher Gefühle manifestiert sich auch im merkwürdig klingenden Ausstellungstitel «Happity». Der Begriff kann als eine vom Künstler erfundene Wortkreation aus «happy» («glücklich») und «pity» («Mitleid») verstanden werden. Hinter der spielerischen Verbindung der beiden Wörter zeigt sich erneut die Gleichzeitigkeit unterschiedlicher Gefühle, die in Chieppos Schaffen zwischen Distanz und Emphase nebeneinander vorkommen.

kms

Kontakt:

http://www.kunstmuseum-so.ch/david-chieppo

 

  • Beitrags Information
  • Author
  • Daniel Leutenegger
  • 6. September 2014
  • Museum, Ausstellung, Galerie

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