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11. Februar 2025

ZUM TOD DER SCHWEIZER OPERNSÄNGERIN EDITH MATHIS

Edith Mathis, die am 11. Februar 1938 in Luzern geborene Opernsängerin (lyrischer Sopran) und Hochschul-Professorin, ist am 9. Februar 2025 in Salzburg gestorben. Sie galt als eine der profiliertesten Mozart-Interpretinnen ihrer Zeit.

Edith Mathis, 1969 - Foto: Eric Koch für Auteursrechthebbende Nationaal Archief - Lizenz: https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/nl/deed.en - Datei: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Klassieke_Edisons_1969_worden_uitgereikt_in_het_Concertgebouw_Amsterdam._20.20a.,_Bestanddeelnr_922-8386.jpg

Bild: Edith Mathis, 1969 – Foto: Eric Koch für Auteursrechthebbende Nationaal Archief – Lizenz: https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/nl/deed.en – Datei: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Klassieke_Edisons_1969_

Karajans schönster Sopran – zum Tod von Edith Mathis

Die gebürtige Luzernerin war eine der grossen Sängerinnen des 20. Jahrhunderts. Sie hat mit ihrer kostbaren Stimme sowohl in der Oper wie auch im Lied und in der Kirchenmusik unvergessliche Aufnahmen hinterlassen. (…)

Es war eine Rückkehr zu den Wurzeln. Bei einem Kammerkonzert zu ihrem 80. Geburtstag trat Edith Mathis 2018 – als Rezitatorin, nicht als Sängerin – nochmals am Lucerne Festival auf, in jenem Sommer, als das Festival-Motto «Kindheit» lautete. Kindheit, das bedeutete für Edith Mathis Luzern, dort ist sie aufgewachsen, dort ist ihre Stimme entdeckt und ausgebildet worden, dort hat sie 1957, noch nicht zwanzigjährig, als zweiter Knabe in Mozarts «Zauberflöte» ihre Bühnenlaufbahn begonnen.

Marianne Zelger-Vogt

https://www.nzz.ch/feuilleton/edith-mathis-gestorben-zeugin-einer-grossen-opernaera-zum-tod-von-edith-mathis-ld.1870502

Edith Mathis gestorben: Weltkarriere der Sopranistin startet im Luzerner Theater

Edith Mathis machte von Luzern aus Karriere an den grossen Opernhäusern zwischen Wien und New York. Jetzt ist die Mozartsängerin, die ein Idol für Sängerinnen wie etwa Regula Mühlemann ist, in Salzburg gestorben.

Urs Mattenberger (mat.)

https://www.aargauerzeitung.ch/kultur/zentralschweiz/nachruf-sopranistin-edith-mathis-sie-startete-am-luzerner-theater-ihre-weltkarriere-ld.2734531

KS. Edith Mathis verstorben

Von ihrer Stimme ging ein Glanz aus, der nach innen strahlte. Sie war der Inbegriff einer idealen Mozart-Sängerin, und mit ihrem so edlen wie innigen Gesang hat sie unzählige Auftritte in Oper und Konzert zu etwas Besonderem gemacht. (…)

Aus Luzern gebürtig, stand sie mit nicht einmal zwanzig am Theater ihrer Heimatstadt erstmals auf der Opernbühne. Nach Stationen in Köln und an der Deutschen Oper Berlin war sie Mitte der 1960er-Jahre an der Spitze angekommen, engagiert an allen bedeutenden Opernhäusern der Welt und gefragt bei den berühmtesten Festivals. Bei den Salzburger Festspielen war sie von 1960 an eine feste Größe. Vor allem war sie berühmt für die lyrischen Sopranpartien des klassischen Repertoires, bald auch im jugendlichen Fach – Ännchen und Agathe im Freischütz, Susanna und Gräfin im Figaro, Sophie und Marschallin im Rosenkavalier. Insbesondere in ihrer frühen Zeit wirkte sie auch an vielbeachteten Uraufführungen mit: Gottfried von Einems Der Zerrissene, Hans Werner Henzes Der junge Lord und Gian Carlo Menottis Hilfe, Hilfe, die Globolinks.

An die Bayerische Staatsoper kam Edith Mathis erstmals während der Münchner Opernfestspiele 1970, mit einer Partie, die sie am Nationaltheater und bei verschiedenen Gastspielen über zwei Jahrzehnte fast fünfzig Mal interpretiert hat: der Zauberflöten-Pamina. Auch Susanna und Zerlina hat sie Dutzende Male auf dieser Bühne gesungen, genau wie die Fidelio-Marzelline, die Figaro-Gräfin und die Zdenka aus Arabella. Nicht zu vergessen zwei Partien, die man nicht auf Anhieb mit ihr in Verbindung bringt, die aber ihre Künstlerpersönlichkeit erst vervollkommnen: zum einen, nicht weniger als zwanzig Mal, Debussys Mélisande – zum anderen auch hier eine Uraufführung, Heinrich Sutermeisters Ionesco-Adaption Le Roi Bérenger von 1985, bei der sie unter der Musikalischen Leitung von Wolfgang Sawallisch die Königin Marie verkörperte.

1979 zur Bayerischen Kammersängerin ernannt, kehrte sie bis in die späten 1980er-Jahre praktisch in jeder Spielzeit nach München zurück. Rund 150 Abende hat sie an der Bayerischen Staatsoper gestaltet – und dabei auch an Konzerten mitgewirkt: Beispielhaft genannt seien Joseph Haydns Jahreszeiten im November 1978 und ein Quartettabend bei den Opernfestspielen 1980 – die Aufführung der Liebeslieder-Walzer von Johannes Brahms (mit Brigitte Fassbaender, Peter Schreier und Walter Berry sowie Erik Werba und Wolfgang Sawallisch am Klavier) galt damals als Sternstunde.

Als Edith Mathis um die Jahrtausendwende ihren Abschied von der Bühne nahm, war sie längst als Pädagogin tätig, mit einer Professur an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien und bei Meisterkursen in Europa, Amerika und Asien. Ganz loslassen vom Auftreten mochte sie nicht: Noch vor wenigen Jahren stand sie als Rezitatorin beim Lucerne Festival auf der Bühne. Nun, da ihre Stimme verklungen ist, dürfen wir uns umso glücklicher schätzen über den reichen Schatz an Aufzeichnungen, der ihre Kunst für die Nachwelt dokumentiert.
(…)

Malte Krasting, Bayerische Staatsoper

https://www.staatsoper.de/ueber-uns/nachrufe/edith-mathis

Trauer um Sopranistin

Edith Mathis war eine große Opernsängerin. Aber auch als Oratoriensängerin und Liedinterpretin machte sie sich einen Namen. Wie die Bayerische Staatsoper und die Agentur von Edith Mathis mitteilten, ist die Sopranistin am 9. Februar in Salzburg verstorben – kurz vor ihrem 87. Geburtstag. BR-KLASSIK erinnert an die Sopranistin.

Den Weg aus der Geburtsstadt Luzern, wo sie am 11. Februar 1938 geboren wurde, fand Edith Mathis über die Oper Köln in die großen europäischen Gesangstempel, auch an die MET nach New York. In München wurde sie 1979 zur Bayerischen Kammersängerin ernannt. Sie überzeugte nicht nur im höchsten Stimmregister, sondern meisterte auch Rollen, die ohne eine gute Mittellage nicht bewältigt werden können – etwa Mozarts Cherubino oder Berlioz‘ Marguerite in «La Damnation de Faust».

Volkmar Fischer

https://www.br-klassik.de/aktuell/news-kritik/edith-mathis-nachruf-saengerin-verstorben-100.html

Für alle, die mit dem Herzen denken

Ob bei Mozart, Strauss oder Brahms – sie machte das Singen zur sinnlichen Erscheinung des Geistigen

Jürgen Kesting

https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buehne-und-konzert/seraphische-schoenheit-zum-tod-der-saengerin-edith-mathis-110289628.html

Auch an der Wiener Staatsoper trauert man um die bedeutende Mozart-Interpretin, die am Haus zwischen 1960 und 1986 zahlreiche Partien sang

Unter ihren Rollen waren die Susanna in Mozarts Le nozze di Figaro, die Pamina in der Zauberflöte sowie die Sophie und die Marschallin in Strauss‘ Rosenkavalier, aber auch in Uraufführungen wie Der Zerrissene von Gottfried von Einem oder Der junge Lord von Hans Werner Henze wirkte sie mit. Auch als Lied- und Oratorien-Interpretin machte sich Mathis, die 1979 zur Bayerischen Kammersängerin ernannt wurde, einen Namen. 2001 zog sie sich von der Bühne zurück.

(APA)

https://www.derstandard.at/story/3000000256952/sopranistin-edith-mathis-gestorben?ref=niewidget

Sie sang u.a. an der Wiener Staatsoper und bei den Salzburger Festspielen und war Professorin an der Wiener Musikuniversität

Die Schweizer Sopranistin Edith Mathis ist am 9. Februar zwei Tage vor ihrem 87. Geburtstag in Salzburg verstorben. Das melden mehrere Medien unter Berufung auf die Bayerische Staatsoper und die Agentur der Sängerin, die von 1992 bis 2006 Professorin an der Wiener Musikuniversität war. Auch an der Wiener Staatsoper trauerte man um die bedeutende Mozart-Interpretin, die am Haus zwischen 1960 und 1986 zahlreiche Partien sang.

https://www.kleinezeitung.at/kultur/19353548/schweizer-sopranistin-edith-mathis-gestorben

Edith Mathis studierte an den Konservatorien Luzern und Zürich (bei Elisabeth Bossart). Ihre ersten Bühnenerfahrungen sammelte sie in ihrer Heimatstadt. Dort gab sie 1957 ihr Debüt als 2. Knabe in Mozarts Zauberflöte. Von 1959 bis 1963 war die junge Sopranistin vier Jahre Ensemblemitglied des Opernhauses in Köln, ab 1963 der Deutschen Oper Berlin. Gleichzeitig führten Edith Mathis Gastspiele an die Staatsoper Hamburg, zum Glyndebourne Festival und immer wieder zu den Salzburger Festspielen.

Weitere wichtige Stationen ihrer Karriere waren unter anderem: Covent Garden Opera London, Bayerische Staatsoper München, Metropolitan Opera New York, Wiener Staatsoper, Gran Theatre del Liceu Barcelona, Opéra de Paris.

Besondere Höhepunkte ihrer künstlerischen Laufbahn waren ihre Teilnahme an den Uraufführungen der Opern Der Zerrissene von Gottfried von Einem am 17. September 1964 an der Hamburgischen Staatsoper, Der junge Lord von Hans Werner Henze am 7. April 1965 am Deutschen Opernhaus Berlin und Hilfe, Hilfe, die Globolinks von Gian Carlo Menotti am 21. Dezember 1968 an der Hamburgischen Staatsoper.

Edith Mathis’ Repertoire erstreckte sich von den leichten lyrischen Partien Mozarts (Despina, Cherubino, Susanna, Zerlina) bis zum jugendlichen Fach (Agathe / Der Freischütz, Marschallin / Der Rosenkavalier, Contessa / Die Hochzeit des Figaro).

Sie sang unter Herbert von Karajan, Karl Böhm sowie Karl Richter einige ihrer bedeutendsten Schallplatteneinspielungen (DGG, EMI, Philips usw.). Sowohl ihr Ännchen im Freischütz als auch ihre Susanna in Le Nozze di Figaro gelten als massstäblich. Auch als Kunstlied- und Oratoriensängerin machte sich Edith Mathis einen Namen. Besonders am Herzen lag ihr die geistliche Musik von Johann Sebastian Bach. Ihr Vortrag bestach vor allem durch musikalische Ausdruckskraft und Stimmschönheit.

1979 wurde Edith Mathis zur bayerischen Kammersängerin ernannt. Von 1992 bis 2006 war sie Professorin für Lied- und Oratorieninterpretation an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. 2001 trat sie von der Bühne zurück. Sie leitete zahlreiche Meisterkurse in Europa, Japan, Korea, Kanada und in den USA. Eine ihrer Schülerinnen war Diana Damrau.

https://de.wikipedia.org/wiki/Edith_Mathis

Creative-Commons Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen

https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de

Audios / Videos:

Schweizerische Nationalphonothek

https://www.fonoteca.ch/cgi-bin/oecgi3.exe/inet_fnbasesearch?SEARCH_LINE=Edith+Mathis&IDX_ZONE=16&BOOL_OP=AND&SEARCH_LINE2=+&IDX_ZONE2=&COL_LIMIT=&FMT_LIMIT=&%24SUBMIT=Suchen&LNG_ID=GER&SEARCH_FLTR=R

EDITH MATHIS, an 80th birtday tribute, Mozart live 1989 in Lausanne

Nachruf auf die Opernsängerin Edith Mathis
WDR 3 «Mosaik», 11.02.2025, 6:24 min.

https://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr3/wdr3-mosaik/audio-nachruf-auf-die-opernsaengerin-edith-mathis-100.html

Edith Mathis – Da Capo – Interview wih August Everding, 3sat1993

Edith Mathis – W.A. Mozart «Le Nozze di Figaro» – Deh vieni non tardar

Mehr:

https://tls.theaterwissenschaft.ch/wiki/Edith_Mathis

https://www.lucernefestival.ch/de/programm/kuenstlerverzeichnis/edith_mathis/2726

https://www.discogs.com/de/artist/850889

https://www.allmusic.com/artist/edith-mathis-mn0000050375

https://archiv.wiener-staatsoper.at/search/person/1837

https://www.bach-cantatas.com/Bio/Mathis-Edith.htm

https://web.archive.org/web/20070928004319/http://www.musinfo.ch/index.php?content=maske_personen&pers_id=935

https://portal.dnb.de/opac.htm?method=simpleSearch&query=124614051

https://www.bruceduffie.com/mathis.html

https://www.nzz.ch/feuilleton/singen-nichts-als-singen-ld.1403315

https://en.wikipedia.org/wiki/Edith_Mathis

https://de.wikipedia.org/wiki/Edith_Mathis

#EdithMathis #CHcultura @CHculturaCH ∆cultura cultura+

  • Beitrags Information
  • Author
  • Daniel Leutenegger
  • 11. Februar 2025
  • Musik und Tanz

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