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8. November 2021

ERÖFFNUNG DER JUBILÄUMSAUSGABE DER INTERNATIONALEN KURZFILMTAGE WINTERTHUR

Am Dienstag, 9. November 2021, wird die 25. Ausgabe der Kurzfilmtage in Winterthur eröffnet. 24 Festivalausgaben, an denen rund 4'000 Filme über die Leinwände flimmerten, sind seit der ersten Ausgabe der Kurzfilmtage vergangen. Und nun warten wieder 6 Programmtage mit rund 250 Kurzfilmen in 26 sorgfältig kuratierten Programmen und einem vielfältigen Rahmenprogramm darauf, von KurzfilmliebhaberInnen und -neulingen entdeckt zu werden. Insgesamt vergeben die Kurzfilmtage Geld- und Sachpreise im Wert von CHF 79'000.–. An der Preisverleihung am Sonntagabend wird verkündet, welche der 69 Wettbewerbsfilme die begehrten Preise entgegennehmen dürfen.

Foto: © Andrin Fretz / IKFTW, https://www.flickr.com/photos/kurzfilmtagewin/51663145297/in/album-72157720119704242/ 

Gala-Events: Eröffnungsprogramm, CinéConcert und Preisverleihung 

Feierlich wird es an den Gala-Events im Theater Winterthur. Am Dienstag, 9. November werden die Kurzfilmtage mit einem Ausblick auf die bevorstehende Festivalwoche durch die Direktoren, die Präsidentin der Kurzfilmtage und prominente Gäste eröffnet. Des Weiteren wird Loïc Hobis Kurzspielfilm «The Life Underground» am Donnerstag, 11. November als CinéConcert aufgeführt. Das Sinfonieorchester des Musikkollegiums Winterthur wird den von Diego Baldenweg mit Nora Baldenweg und Lionel Baldenweg für diesen Film komponierten Soundtrack erstmals live der Öffentlichkeit präsentieren. Mit der Preisverleihung und anschliessendem Best-of-Programm am Sonntag lassen die Kurzfilmtage das Festival ausklingen.

Premieren: Von wilden Tieren, Walkie-Talkies und dem Wiederkehren 

Viele Filmschaffende, deren Werke in den Wettbewerbsprogrammen Schweizer oder Weltpremiere feiern, werden während dem Festival in Winterthur präsent sein. Beispielsweise Samir Karahoda, dessen kürzlich in Montpellier ausgezeichneter Kurzfilm «Pa vend / Displaced» (Kosovo 2021) seine Schweizer Premiere feiern wird. Er handelt von zwei Pingpong-Spielern, die im Bestreben, ihren geliebten Sport nach dem Kosovo-Krieg am Leben zu erhalten, von einer abgelegenen Ortschaft zur anderen ziehen. Auch Aniko in «Ayana» (Schweiz 2021) von Anouk Meles begibt sich auf eine Reise in abgelegene Welten. Dort trifft sie auf die wilden Tiere. Sie fühlt sich bei ihnen sicher, denn es ist ihnen egal, dass sie den Körper eines Jungen hat. Elisabeth, die Protagonistin in «St. Jude» (Frankreich 2021) von Pauline Quinonéro, streift auf der Suche nach ihrer verschwundenen Liebe Florence nicht durch Wälder, sondern durch ein verlassenes Quartier. Am anderen Ende des Walkie-Talkies erklingt eine Stimme, die sie auf ihrer Mission begleitet. Diese beiden Kurzfilme werden in Winterthur ihre Weltpremiere feiern. Ebenfalls vor Ort sein wird Olga Lucovnicova, Regisseurin des an der Berlinale ausgezeichneten Kurzfilms «Nanu Tudor / My Uncle Tudor» (Ungarn/Portugal/Belgien 2020), der seine Schweizer Premiere an den Kurzfilmtagen hat.

Clemens Klopfenstein, Experimentalfilmer und «Urgestein des Schweizer Films» kommt nach Winterthur

Dem am Bielersee aufgewachsenen und nun seit über 40 Jahren im Ausland lebenden Regisseur ist im diesjährigen Grossen Fokus: La Suisse n’existe pas ein ganzes Programm gewidmet. Darunter auch der in den 1970er-Jahren gedrehte Film «La luce romana vista da Ferraniacolor», den er dieses Jahr – nach einigen künstlerischen Unstimmigkeiten mit seinem Sohn, der ebenfalls als Filmemacher arbeitet – nun endlich fertiggestellt hat. Klopfenstein wird persönlich am Festival anwesend sein.

«Four Pills at Night» von Leart Rama im Land im Fokus: Kosovo

In Zusammenarbeit mit dem DokuFest Prizren und den beiden kosovarischen Produktionsfirmen Degjenerata und Katarzë Films haben die Kurzfilmtage «Four Pills at Night» (Schweiz/Kosovo 2021) von Leart Rama koproduziert, der am diesjährigen Locarno Film Festival seine Weltpremiere feierte. Der Kurzfilm erzählt die Geschichte eines Regisseurs, der eine persönliche Beziehung zu seinem Schauspieler entwickelt. Als sie gemeinsam auf einen Rave gehen, nehmen die Dinge eine unerwartete Wendung.  

Expanded Cinema – audiovisuelle Erlebnisse ausserhalb des Kinosaals 

Es ist auch lohnenswert, sich ab und zu von den weichen Plüschsesseln aufzuraffen, um den Installationen und Interventionen im Aussenraum Winterthurs und im oxyd – Kunsträume einen Besuch abzustatten. Denn diese loten die Grenzen des audiovisuellen Formats aus und lassen das Publikum die Vielfalt dieser Kunstform erleben. Sei es Michael Etzenspergers «Spinne», die an der Wand des Skills Park entlangkraxelt, der Kompilationsfilm «Greetings from an Elsewhere» von Edona Kryeziu aus Aufnahmen von privaten VHS-Kassetten, die während dem Kosovo-Krieg als Kommunikationsmittel verwendet wurden, oder Martin Hertigs Tableau «Olimpia», bei dem die betrachtende Person unweigerlich Teil des Werks wird: Diese Projekte sprengen die Grenzen des Kinosaals.

cp

Kontakt:

https://www.kurzfilmtage.ch/DE

#KurzfilmtageWinterthur #CHcultura @CHculturaCH ∆cultura cultura+

 

 

 

 

 

 

  • Beitrags Information
  • Author
  • Daniel Leutenegger
  • 8. November 2021
  • Feste / Festivals / Messen / Börsen

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