Die vollständig freie und frei zugängliche Schweizer Online-Kultur-Plattform dient seit Januar 2009 auf mehreren Kanälen mit durchschnittlich insgesamt fünf Beiträgen pro Tag dem Informations- und Meinungsaustausch zur Kultur in der Schweiz.
Die am 20. Dezember 1968 in Marrakesch (Marokko) geborene französische Schauspielerin und Sängerin Nadia Farès (Bild) ist am 17. April 2026 nach einem Badeunfall in Paris gestorben. Sie war die Tochter eines marokkanischen Vaters und einer armenischen Mutter. Farès erlangte erstmals grössere Bekanntheit durch die Rolle der Jacquie Decaux in der Fernsehserie «L’Exilé». Ihr Debüt in einem Kinofilm gab Farès 1993 in «Les Amies de ma femme». Im deutschsprachigen Raum wurde sie in der 1995 entstandenen Komödie «Sag ja!» (Dis-moi oui) als Freundin Florence von Hauptdarsteller Jean-Hugues Anglade bekannt. Weiterhin spielte sie im Jahr 2000 neben den männlichen Hauptdarstellern Jean Reno und Vincent Cassel die weibliche Hauptrolle im international erfolgreichen Thriller «Die purpurnen Flüsse» (Les Rivières Pourpres). Bis zuletzt war sie in mehr als 40 Film- und Fernsehproduktionen zu sehen. (*) Auch als Sängerin konnte Nadia Farès viele Auftritte und Erfolge feiern.
Jusqu’au 16 juin 2026 l’artiste suisse Thomas Hirschhorn transforme le Pavillon Sicli à Genève en «Pavillon Simone Weil» – un hommage à la philosophe française gratuit et accessible à touxtes. Cette œuvre d’art est portée par la présence continue de l’artiste sur place et une production artistique quotidienne en collaboration avec la population genevoise.
Die BOA-Bibliothek Herzogenbuchsee zeigt in Zusammenarbeit mit dem Büro Bichsel vom 18. April bis am 9. Mai 2026 im Galerieraum die Ausstellung «Weiterdenken mit Peter Bichsel» zum Leben, Werk und Wirken des Schriftstellers Peter Bichsel. Im Fokus stehen Antworten auf die Frage: Was gibt uns Bichsel speziell zu den Themen «Schule» und «Demokratie» mit auf den Weg in der Gegenwart und in die Zukunft? Die Ausstellung steht zu den üblichen Öffnungszeiten der Bibliothek für den Besuch offen. Dazu gibt es Begleit-Veranstaltungen.
Die Dätwyler-Stiftung vergibt den Dätwyler-Preis dieses Jahr dreimal. Ausgezeichnet werden der Urner Kulturjournalist und Medienpionier Felix Schenker, die Musikerfamilie Gehrig aus Andermatt sowie die beiden Vereine Urner Ferien(s)pass und Sportpass Uri gemeinsam. Der Preis ist mit je CHF 20’000 dotiert. Die Dätwyler-Stiftung vergibt den Dätwyler-Preis in der Regel alle drei Jahre. Sie zeichnet damit Persönlichkeiten und Institutionen aus, «die durch herausragende Einzelleistungen oder durch langjähriges, nachhaltiges Wirken das kulturelle und gesellschaftliche Leben im Kanton Uri entscheidend prägen». Der Stiftungsrat hat entschieden, den Preis 2026 dreimal zu vergeben.
Von heute Freitag bis am 26. April 2026 findet in Nyon die 57. Ausgabe von Visions du Réel (VdR) statt. Kurz vor dem diesjährigen Festivalstart gab die Stiftung Visions du Réel bekannt, dass ihre künstlerische Leiterin Emilie Bujès per Ende Juli 2026 das Festival verlassen wird. Emilie Bujès, die seit 2018 als Co-Direktorin und Verantwortliche für das Programm und den Branchenbereich des Festivals tätig ist, habe beschlossen, eine neue Herausforderung anzunehmen: Sie wechselt zum GIFF in Genf.
Vom 17. April bis am 23. August 2026 widmet das Kunsthaus Zürich der
US-amerikanischen Künstlerin venezolanischen Ursprungs María Sol Escobar (1930–2016), bekannt unter dem Namen Marisol, die erste Retrospektive in Europa. Die Ausstellung umfasst fünf Schaffensjahrzehnte und macht ein aussergewöhnliches Werk neu erfahrbar, das Popkultur, Satire und gesellschaftliche Analyse auf eindringliche Weise verbindet.
Zwischen Rückblick und Ausblick: Das Kunsthaus Zürich präsentiert seit dem 10. April 2026 die Dauerleihgabe der Stiftung Sammlung E. G. Bührle «in einer klassischen Salonhängung und macht damit (fast) den gesamten Bestand neu erfahrbar», wie das Kunsthaus schreibt. In der Besprechung der «NZZ» ist zu lesen: «Die Sammlung Bührle wird lieblos wie ein Lagerbestand gezeigt. Das Kunsthaus Zürich präsentiert die Dauerleihgabe der Stiftung Bührle in einer dicht gedrängten Übersichtsschau. Die Werke sind nicht einmal angeschrieben.»
Der Journalist Fabian Renz (Bild) übernimmt per 1. Juli 2026 die Chefredaktion der «Schweizer Musikzeitung» (SMZ). Renz ist seit 2010 beim «Tagesanzeiger» tätig, zuletzt als Leiter des Ressorts «Analyse und Meinung». Davor arbeitete er acht Jahre als Teamleiter im Bundeshaus. Seine journalistische Karriere begann 1999; ab 2006 war Renz als Bundeshaus-Korrespondent für verschiedene Medien tätig.
«Sternstunde Philosophie»-Moderator Yves Bossart wird SRF verlassen. Er baut seine Tätigkeit als freischaffender Philosoph und Gymnasiallehrer aus. Bis Sommer 2026 arbeitet Yves Bossart weiterhin bei SRF, moderiert die «Sternstunde Philosophie» und ist als Philosophie-Experte in diversen Formaten wie «Giiget’s» auf Radio SRF 3 zu hören.
Das Haus der Volksmusik in Altdorf feiert seinen 20. Geburtstag – «und das mit neuer Präsidentin, eigenem Magazin und einer Vision: Das Kompetenzzentrum der Schweizer Volksmusik beweist damit, dass in jeder Tradition immer auch ein Stück Aufbruch steckt.», heisst es in der aktuellen Mitteilung aus Altdorf.
Die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz (SL-FP) zeichnet die Lorzenebene im Kanton Zug als «Landschaft des Jahres 2026» aus. Preisträgerinnen sind die Korporation Zug (stellvertretend für Landeigentümer:innen), der Kanton Zug, die Stadt Zug sowie die Gemeinden Baar, Cham und Steinhausen. Damit würdigt die SL-FP die «vorausschauende Raum- und Landschaftsplanung, dank der die Lorzenebene nicht überbaut, sondern mitten in der boomenden Stadtlandschaft als grüne Lunge erhalten wurde». «Durch kluges Verhandeln von Flächen, Interessen und Nutzung wurde der Wert der Lorzenebene vervielfacht. Heute ist mehr Raum für alle da – für Landwirtschaft, Bevölkerung und Natur», schreibt die Stiftung.
Die am 8. September 1933 in Satara (Britisch-Indien) als Asha Mangeshkar geborene indische Sängerin Asha Bhosle (Bild) ist am 12. April 2026 in Mumbai (Indien) gestorben. Asha Bhosle sang Ghazals, Bhajans sowie Lieder Rabindranath Thakurs und Kazi Nazrul Islams und war insbesondere für ihre Filmsongs bekannt. Gemeinsam mit ihrer älteren, 2022 verstorbenen Schwester Lata Mangeshkar, dominierte sie den weiblichen Playbackgesang indischer Filme über mehr als sechs Jahrzehnte und nahm Lieder für mehr als 1’000 Filme in vielen indischen Sprachen auf. (*)
Vom 16. bis 19. April 2026 finden im Kanton Bern die 15. Schweizer Meister:innenschaften im Poetry-Slam statt. Über 70 der besten Spoken-Word-Künstler:innen der Deutschschweiz treten in fünf Städten und auf mehreren der renommiertesten Bühnen des Kantons gegeneinander an. Die Finals werden im Bierhübeli Bern und im Stadttheater Bern ausgetragen.
70 Künstler:innen und Formationen präsentieren an der Schweizer Künstlerbörse 2026 in Thun Ausschnitte ihrer Produktionen. Auftreten werden unter anderem Lara Stoll, Cenk, schön&gut, Trummer, Christoph Simon, Jane Mumford, Famiglia Dimitri u.v.m. Zelebriert wird das 50-Jahr-Jubiläum der Veranstaltung mit Höhepunkten wie dem vielfältig besetzten Eröffnungsabend sowie mit einer Vertikal-Dance-Show am Turm des KKThun.
Das Amt für Kultur des Kantons Bern lädt ein zur Präsentation des aktuellen Jahrgangs der Publikationsreihe «WERK-BUCH / ŒUVRE D’ARTISTE». Mit dieser Reihe unterstützt die kantonale Kulturförderung ausgewählte bernische Kunst-, Fotografie- und Architekturschaffende sowie Kunstvermittelnde, ihre Arbeit in einer Kunstmonografie / einem Künstlerbuch vorzustellen.
Im Rahmen der Förderung von Schweizer Musiktalenten bei SRF nimmt Manoush Toth am diesjährigen Eurovision-Young-Musicians-Wettbewerb teil. Die 19-jährige Klassik-Nachwuchsmusikerin tritt in der Finalshow am Samstag, 6. Juni 2026, im armenischen Eriwan auf. SRF begleitet den internationalen Wettbewerb im TV, im Radio und online.
Eine «Historische Lernwelt», ein «SchulSchaulager» und eine «Forschungswerkstatt» sind die drei tragenden Leuchttürme des Schulmuseums Bern. An den zwei Standorten, Muhlernstrasse 9 und Sägestrasse 65 in Köniz bei Bern, widmet sich das Museum der Schweizer Schulgeschichte seit dem 17. Jahrhundert. Das «SchulSchaulager» wird am kommenden 1. Juni 2026 eröffnet. Diese Woche war das Schulmuseum Bern Thema der SRF-Fernsehsendung «Kulturplatz».
Die Kulturkommission der Stadt Zug hat die Preisträgerinnen und Preisträger der 11. Kulturschärpe 2025 / 2026 bestimmt. Die Auszeichnung für eine Einzelperson geht an den Schauspieler und Autor Rémy Frick. In der Kategorie Verein wird Liveliteratur Zug geehrt. Die feierliche Preisverleihung findet am 17. Juni 2026 statt.
Am 13. April 2026 startet die Umfrage «Swiss Arts PULSE» zur Situation von Kultur- und Kreativschaffenden in der Schweiz. Die Umfrage wird von der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK / ZCCE) in Zusammenarbeit mit Suisseculture und dem Forschungsteam LeeWas durchgeführt und durch Pro Helvetia finanziert.
Seit 1980 zeichnet die Stiftung Zürcher Journalistenpreis Texte aus, «die über den Tag hinaus in Erinnerung bleiben und für herausragenden Journalismus stehen», wie sie am Freitag schreibt. In diesem Jahr hat sich die siebenköpfige Fachjury aus verschiedenen Schweizer Medienhäusern mit 201 eingereichten Arbeiten auseinandergesetzt. In der Hauptkategorie wurden folgende neun Arbeiten nominiert:
Die Nominierten für den diesjährigen Swiss Press Award wurden am Freitag bekannt gegeben. Insgesamt wurden 15 Teams und Einzelpersonen aus allen vier Sprachregionen der Schweiz ausgewählt – «ein starkes Zeichen für die Vielfalt und Qualität des Schweizer Journalismus», wie die Fondation Reinhardt-Von Graffenried schreibt. Es sei besonders erfreulich, dass in diesem Jahr auch ein Team aus dem rätoromanischen Sprachraum dazu gehört. Die Stiftung vergibt die nationalen Preise «für ausserordentliche Leistungen im Journalismus». Die Preisverleihung in Anwesenheit des Aussenministers Ignazio Cassis mit der Uraufführung des «Swiss Press Song 26» von Pasquale Aleardi und den Phonauten wird am 24. April 2026 ab 18 Uhr auf «www.swisspressaward.ch» live gestreamt.
Der am 17. April 1957 in der Bronx (New York City) geborene Afrika Bambaata (Bild), bürgerlich Lance Taylor, ist am 9. April 2026 in Philadelphia gestorben. Er war ein ab den 1970er-Jahren aktiver New Yorker Hip-Hop-DJ und Gründer der weltweiten Organisation Zulu Nation. Weiterhin war er Party-Organisator der späten 1970er- und frühen 1980er-Jahre. Er zählte zu den stilprägenden Figuren der Anfangszeiten im Hip-Hop. Weltweites Ansehen errang er schon Anfang der 1980er mit dem frühen Hip-Hop-Klassiker «Planet Rock». Bambaataa arbeitete mit so unterschiedlichen Künstlern wie Yellowman, UB40, Johnny Rotten von den Sex Pistols, James Brown, Leftfield, Gary Numan und DePoint zusammen. Durch Afrika Bambaataas Erfolg wurden auch seine Bands Planet Patrol, Soulsonic Force und Cosmic Force bekannt. Er brachte unter den Namen Time Zone, Shango, Hydraulic Funk, Khayan und Sirius B Platten heraus. Im Mai 2016 trat Afrika Bambaataa von der Führung der Zulu Nation zurück, nachdem ihm der bis in die 1970er-Jahre zurückreichende sexuelle Missbrauch von Kindern vorgeworfen worden war. (*) Er hat die Vorwürfe stets zurückgewiesen.
Der Stiftungsrat des Fotomuseums Winterthur hat Sophie Haslinger (Bild) nach einem ausführlichen Auswahlprozess zur neuen Direktorin ernannt. Sie tritt ihre Stelle am 1. August 2026 an. Sie folgt auf Nadine Wietlisbach, die das Haus seit 2018 massgeblich geprägt hat und im Frühsommer 2026 die Leitung Förderung Kultur beim Migros-Genossenschafts-Bund übernimmt. «Mit der Neubesetzung der Direktion stellt der Stiftungsrat die Weichen für die Zukunft des Hauses»: Der Stiftungsrat ist überzeugt, «mit Sophie Haslinger eine Persönlichkeit gewonnen zu haben, die das Fotomuseum Winterthur verantwortungsvoll führen und in seiner Weiterentwicklung prägen wird», wie er heute schreibt.
Der am 8. September 1930 in Zürich geborene Schauspieler, Hörbuch- und Hörspielsprecher, Synchronsprecher sowie Autor Mario Adorf (Bild) ist am 8. April 2026 in Paris gestorben. Insgesamt umfasst sein filmisches Schaffen mehr als 200 Film- und Fernsehproduktionen zwischen 1954 und 2023; daneben war Adorf auch ein profilierter Theaterschauspieler und schrieb mehrere Bücher. Seinen Durchbruch hatte er 1957 mit dem Kriminalfilm «Nachts, wenn der Teufel kam» in der Rolle des von den Nationalsozialisten fälschlich zum Serienmörder erklärten Bruno Lüdke. In den 1960er-Jahren spielte er in «Winnetou», einigen Italowestern und weiteren internationalen Produktionen. Im Kino des Neuen Deutschen Films in den 1970er- und 1980er-Jahren trat er unter Regie von Volker Schlöndorff im Oscar-Gewinner «Die Blechtrommel» und in «Die verlorene Ehre der Katharina Blum» auf sowie unter Rainer Werner Fassbinder in «Lola». Der Produzent Dieter Wedel besetzte ihn in den 1990er/2000er-Jahren in Hauptrollen in mehreren TV-Mehrteilern: «Der große Bellheim», «Der Schattenmann» und «Die Affäre Semmeling». (*)
Schweizerische Nationalbank und Bernisches Historisches Museum eröffnen «Moneyverse»: Am Freitag, 10. April 2026, nimmt das neue Besuchszentrum der Nationalbank im Kaiserhaus Bern seinen Betrieb auf.
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