Die vollständig freie und frei zugängliche Schweizer Online-Kultur-Plattform dient seit Januar 2009 auf mehreren Kanälen mit täglich neuen Beiträgen dem Informations- und Meinungsaustausch zur Kultur in der Schweiz.
Sukzessive erneuert das Museum für Archäologie Thurgau in Frauenfeld seine Dauerausstellung und bringt sie auf den neuesten Stand der Forschung. Nach den Pfahlbauern, dem Raum, welcher den einzigartigen Goldbecher beherbergt, und der Bronzezeit ist nun das Kapitel Steinzeit an der Reihe.
Der 1944 geborene Schweizer Unternehmer und Umweltpionier Walter Schmid (Bild) konnte in Bern den diesjährigen, erneut mit 200’000 Franken dotierten Preis der Stiftung Brandenberger entgegennehmen. Die Entwicklung des Kompogas-Verfahrens um 1989 war sein Verdienst und das von ihm ab 1991 aufgebaute Unternehmen Kompogas ist schweizweit bekannt. Walter Schmid gründete das Baugeschäft unter seinem Namen im Jahre 1966, als er 21 Jahre alt war. Schon früh baute Schmid pragmatisch alles technisch Machbare, um (fossile) Energie zu sparen, immer in der Hoffnung, dass sich die Lösungen auch ökonomisch rechnen würden. Schon 1975 baute Schmid eine der ersten Vakuum-Sonnenkollektor-Anlagen der Schweiz, kombiniert mit Stückholzheizung. Es folgten Erdkollektoren, Tiefwasserbohrungen und 1988 seine erste gebäudeintegrierte Photovoltaikanlage. Im Gegensatz zum Gebäudebau, wo Schmid seine Ideen unabhängig umsetzen konnte, wurde sein Elektro-Nutzfahrzeug-Konzept «Solcar» schon im 1990 mit Preisen ausgezeichnet, fand jedoch nur 150 der benötigten 500 Käufer, sodass das Projekt eingestellt wurde. Nach den Erfahrungen aus dem Unternehmen Kompogas betreffend Mobilisierung der Bevölkerung baute Schmid von 2010 bis 2012 in Spreitenbach das Zentrum Umwelt Arena, in welchem sich die Bevölkerung über den neuesten Stand der verfügbaren Techniken zur Energieeffizienz informieren kann. Nach dem Ansatz von Schmid soll dort laufend das technisch Machbare sofort gezeigt werden, es wird jedoch nichts verkauft. Walter Schmid hat u.a. 2003 den Europäischen Solarpreis, 2010 den Schweizer Umweltpreis und 2012 den Watt d’Or-Spezialpreis der Jury erhalten.
Die «Markttische» sind zwei bronzene Skulpturen der Schweizer Bildhauerin Bettina Eichin von 1986. Um die Aufstellung des Werkes kam es im Zusammenhang mit dem Grossbrand von Schweizerhalle vom 1. November 1986 und der darauffolgenden Umweltkatastrophe im Rhein zu einer Kontroverse, da der ursprüngliche Auftraggeber der Skulpturen, der Schweizer Pharmakonzern Sandoz, den Auftrag widerrief. Erst 2010 fanden die Bronzeplastiken ihren endgültigen Standort im Münster von Basel. SRF berichtete aus Anlass des Jahrestags aktuell über die Künstlerin und die bewegte Geschichte des Kunstwerks.
Der Kanton Basel-Stadt berichtet in seinen aktuellen Medienmitteilungen über den Stand der Club-Förderung und darüber, dass der Regierungsrat Basel-Stadt mit «Erinnerungskulturen und gesellschaftlicher Zusammenhalt» einen neuen Schwerpunkt im Kulturleitbild 2026 bis 2031 gesetzt hat.
Mit «Nussbaumbandi» präsentiert SRF ab dem 2. November 2026 eine neue Schweizer Animationsserie für Kinder im Vorschulalter. Die 26-teilige Serie ist das erste von SRF produzierte «Guetnachtgschichtli» seit mehr als zehn Jahren. Die Originalidee für die «Nussbaumbandi» stammt von Hynek Bureš.
Pertge scrivan autur:as en ina lingua che ha uschè pauc:as lectur:as? Tranter idealissem, identitad, pragmatissem ed era in pau ironia sa metta Viola Cadruvi a la tschertga da las raschuns che motiveschan (e demotiveschan) autur:as rumantsch:as en lur scriver litterar. Contribuziun da «LitteraturaSvizra»:
Der Vorstand der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte – Sektion Schweiz (IGFM Schweiz) verleiht im Jahr 2026 wieder den bekannten Schweizerischen Menschenrechtspreis. Der diesjährige Preisträger ist der bekannte Journalist, TV-Kommentator und Autor Erich Gysling (Bild).
Am 28. Oktober 2026 wurde im Hotel Baur au Lac in Zürich zum 25. Mal der «Medienpreis für Qualitätsjournalismus» verliehen. Über 1’000 Medienschaffende hatten sich dafür beworben. «Damit ist der Medienpreis für Qualitätsjournalismus eine der grössten und renommiertesten Auszeichnungen für Qualitätsjournalismus in ganz Europa», schreiben die Veranstalter:innen.
Der am 10. August 1946 im Kanton Thurgau geborene und dort aufgewachsene Betreiber von Erker-Galerie und -Verlag St.Gallen, der Kulturvermittler, Journalist und Musikmanager Urs Ullmann (Bild) ist am 13. September 2026 gestorben, wie ch-cultura.ch jetzt erfährt. Die Verabschiedung fand am 14. Oktober in Zürich statt. Urs Ullmann war u.a. während vielen Jahren Manager und Produzent von Edoardo Bennato ausserhalb von Italien.
Nach Monaten der Vorbereitung ist es so weit: Mit «hatehelp – Fairness im Netz» bietet der gemeinnützige Verein Fairmedia eine neue Anlaufstelle für Menschen, die im Netz beleidigt, bedroht, belästigt oder blossgestellt werden.
Die Vergänglichkeit gehört zur Natur der Live-Performance. Museen hingegen sammeln traditionellerweise materielle, unveränderliche Werke. Dies ändert sich aktuell; immer häufiger wollen Museen auch Performances in ihre Sammlung aufnehmen. Wie lassen sich solche Werke kaufen und später erneut aufführen? Ein Team der Hochschule Luzern untersuchte bestehende Beispiele und entwickelte daraus ein Handbuch für Künstlerinnen und Künstler, Museen und Galerien.
Der im Jahr 2000 geborene Westschweizer Cyprien Lengagne ist Sieger des Domnick-Cello-Wettbewerbs 2026; er erhielt in Stuttgart den mit 10’000 Euro dotierten Domnick-Preis. Zwei Sonderpreise gingen an Hanna Daub (Deutschland) und James Morley (Australien). Mit einer Auszeichnung wurden Liam Battle (USA), Benjamin Kautter (Deutschland) und Sebastian Triebener (Deutschland) geehrt.
Die am 27. März 1937 in Basel geborene Schweizer Jazzsängerin Miriam Klein (Bild) ist am 2. Oktober 2026 ebenda gestorben, wie die deutsche «JazzZeitung» berichtet. Miriam Klein erlangte erstmals Bekanntheit, als sie in den 1950er Jahren in Paris mit Pierre Michelot, Don Byas und Art Simmons auftrat. Nach einer Ausbildung an der Musikschule in Wien ging sie in die Schweiz zurück und sang seit 1963 in den Formationen ihres Ehemannes Oscar Klein. In den 1960er- und 1970er-Jahren wurde sie als Sängerin international bekannt. Sie nahm in dieser Zeit ein Album mit Bessie-Smith-Titeln auf; 1973 gelang der internationale Durchbruch mit dem Album «Lady Like», das Billie Holiday gewidmet war. Dabei wurde sie von Musikern wie Roy Eldridge, Dexter Gordon und Slide Hampton begleitet. Sie präsentierte sich beim Montreux Jazz Festival 1974. Ausserdem nahm sie Schallplatten mit Albert Nicholas (1971) und Wild Bill Davison (1976) auf. 1977 arbeitete Klein mit dem Fritz Pauer Trio zusammen, 1978 mit Sir Roland Hanna und George Mraz auf ihrem Album «By Myself». Beim Frankfurter Jazzfestival 1980 wurde sie von Hans Kollers International Brass Company begleitet. 1981/82 ging sie mit Kenny Clarke, Hanna und Isla Eckinger auf Tournee. 2001 war sie auch an der Einspielung des Albums «My Marilyn» von David Klein, ihrem Sohn, beteiligt. (*)
Ab Samstag, 7. November 2026, wird das «Wort zum Sonntag» von fünf neuen Persönlichkeiten moderiert. Das neue Team wird jeden Samstagabend um 20.00 Uhr auf Fernsehen SRF 1 aktuelle Themen aus christlicher Perspektive kommentieren. Die Traditionssendung gestalten abwechselnd fünf Theologinnen und Theologen aus verschiedenen Konfessionen.
Der «Prix Memoriav» zum Welttag des audiovisuellen Erbes im Jahr 2026 wurde an das Schulmuseum Thurgau in Amriswil verliehen. Das Museum beteiligt sich bereits zum dritten Mal an diesem Aktionstag und zeigt damit ein nachhaltiges Engagement für die Vermittlung des audiovisuellen Kulturerbes. Mit seinen Angeboten macht es historische audiovisuelle Quellen im schulischen Kontext zugänglich und trägt dazu bei, das Bewusstsein für den Wert dieses Erbes zu stärken.
Daniel Furter (Bild) wird neuer Direktor des ALPS Alpines Museum der Schweiz in Bern. Der Stiftungsrat des ALPS hat Daniel Furter gewählt. Er bringe langjährige Erfahrung in der Entwicklung und Leitung von Museen mit und übernimmt die Leitung des ALPS am 1. September 2027. Er folgt damit auf Beat Hächler, der Ende August 2027 pensioniert wird.
«Die Nutzung von Qualitätsjournalismus und die Fähigkeit, manipulative Argumentationsmuster zu erkennen, stärken die Resilienz gegen Desinformation», heisst es in der Medienmitteilung des fög, des Forschungszentrums Öffentlichkeit und Gesellschaft der Universität Zürich vom Montag. Wer kaum journalistische Nachrichten nutzt und sich vorwiegend über Social Media informiert, sei hingegen anfälliger für Verschwörungsaussagen. Das zeige das «Jahrbuch Qualität der Medien 2026».
Miriam Suter (Bild), die 1988 in Brugg geborene freischaffende Journalistin (u.a. «WOZ», «Republik», Surprise Strassenmagazin», «Annabelle», «Das Lamm») und Autorin erhält den mit 10’000 Franken dotierten Greulich Kulturpreis 2026 zum diesjährigen Thema «Feminismus». Bestimmt wurde sie von der heurigen Einzeljurorin Anna Rosenwasser.
Im Rahmen einer Veranstaltung von «Zürich liest» wurden die Gewinnerinnen und der Gewinner des ersten Pro-Lyrica-Preises ausgezeichnet. Die Jury betont, dass die Entscheidung ausserordentlich knapp ausgefallen sei. Der Preis wird 2028 – zum 40. Geburtstag von Pro Lyrica – zum nächsten Mal ausgeschrieben.
Die Kulturkommission des Kantons Schwyz zeichnet zehn Kulturschaffende mit einem Werkbeitrag aus. «Die Beiträge ermöglichen ihnen, sich vertieft ihrem künstlerischen Schaffen zu widmen, neue Ideen weiterzuentwickeln und ihre künstlerischen Kompetenzen zu stärken», schreibt der Kanton Schwyz in seiner Mitteilung.
Das Kleintheater Luzern und die Luzerner Pensionskasse (LUPK) haben den Mietvertrag für die künftigen Räumlichkeiten im geplanten Neubau am Bundesplatz 14 in Luzern unterzeichnet. «Damit ist ein zentraler Schritt auf dem Weg zum neuen Kleintheater geschafft», schreibt das Kleintheater Luzern in seiner heutigen Mitteilung.
Simon de Pury (Bild) erlangte seinen Ruf als Rockstar der Auktionsszene durch den Verkauf von Meisterwerken an die wohlhabendsten Sammler:innen der Welt. Gegenüber «Swissinfo.ch» erklärt er, das Geschäftsmodell, das ihn berühmt gemacht hat, sei an seine Grenzen gestossen: Die Zukunft des Kunstmarktes hänge von neuen Technologien und dem Einreissen elitärer Mauern ab. Im lesenswerten Interview von Alain Meyer nennt Simon de Pury mögliche Entwicklungen bei Kunstauktionen, Galerien, Kunstmessen im Besonderen und bei «der Kunst» im Allgemeinen.
Der am 10. August 1947 in Tullamore geborene irische Musiker, Komponist und Produzent Dónal Lunny (Bild) ist am 23. Oktober 2026 in Dublin gestorben. Er zählte zu den populärsten Interpreten des Irish Folk, war daneben aber auch im Jazz- und Rock-Bereich erfolgreich. Hierzulande wurde Lunny vor allem bekannt als Mitglied von Planxty, Seachtar, Bothy Band, Coolfin und Moving Hearts. Der gelernte Silberschmied Lunny spielte u.a. Gitarre, Mandoline, Irish Bouzouki und Bodhrán, aber z.B. auch Synthesizer. Dónal Lunny war als Musiker an zahlreichen irischen und internationalen Projekten beteiligt. Er produzierte Alben von Kate Bush, Paul Brady, Elvis Costello, Rod Stewart, Sinéad O’Connor und Clannad. Gelegentlich war Lunny auch als Komponist für Filmmusik tätig. Dónal Lunny war mit der japanischen Musikerin Hideko Itami verheiratet. Sie lebten auf der japanischen Insel Okinawa.
Die Delegierten des Verbands Klassikfestivals Berner Oberland haben an ihrer Versammlung vom 22. Oktober 2026 Christine Häsler (Bild) zur Präsidentin gewählt. Die ehemalige Regierungsrätin und Kulturdirektorin des Kantons Bern möchte sich dafür einsetzen, «die Bedeutung klassischer Konzerte und Begleitveranstaltungen für Gesellschaft und Wirtschaft besser sichtbar zu machen».
Der Performancepreis Schweiz will die Vielfalt und Qualität der Schweizer Performancekunst sichtbar machen und ihre Bedeutung innerhalb der zeitgenössischen Kunst würdigen. Gastgeber der diesjährigen Ausgabe ist das Aargauer Kuratorium in Zusammenarbeit mit dem Kunstraum Baden, wo der Anlass am 15. November 2026 stattfindet. Heute wurden die sieben Nominierten bekannt gegeben.
Biel-Bienne besitzt eine reichhaltige Geschichte und Architektur, die auf die Uhrenindustrie zurückgehen. Das Projekt «Uhrenstadt Biel-Bienne» macht diese erstmals sichtbar, mit einem gedruckten Stadtführer, einer Website, QR-Codes an zahlreichen Gebäuden sowie einer Animation auf dem Stadtmodell im Neuen Museum Biel-Bienne (NMB). Das am 22. Oktober 2026 vorgestellte Projekt schliesst damit eine Lücke und will gleichzeitig Biels Positionierung als wichtiger Schweizer Industriestandort seit über 100 Jahren stärken.
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