Die vollständig freie und frei zugängliche Schweizer Online-Kultur-Plattform dient seit Januar 2009 auf mehreren Kanälen mit täglich neuen Beiträgen dem Informations- und Meinungsaustausch zur Kultur in der Schweiz.
Sie ist «SRF 3 Best Talent» im August 2026 und steht im musikalischen Mittelpunkt: Naveni, 25 Jahre alt, aus Biel-Bienne und absolute Do-It-Yourself-Musikerin. Sie schreibt, produziert und organisiert alles selber – bewusst ohne Label im Hintergrund. Anna Zöllig hat Naveni, die halb Britin und halb Inderin ist («und vor allem Bielerin ….»), im «SRF 3 Punkt CH» vorgestellt.
Ausgezeichnet werden Clot Buchli (Klarinette), Evelina Cajacob (bildende Kunst) sowie die Druckwerkstatt Schloss Haldenstein für ihr langjähriges kulturelles Wirken in und um Chur. Die Förderpreise gehen an Jonas Bernetta (Regie), Any Sabadi (Gesang) und Ellen Wolf (Tanz). Die Auszeichnungen sind mit je 4‘000 Franken dotiert. Die öffentliche Kulturpreisfeier findet am 21. August 2026 statt.
Der 26jährige Zürcher Regisseur und Animator Matthias Strasser (Bild) ist unter den diesjährigen Gewinner:innen der Student:innenen-Oscars. Der Absolvent des Animationsinstituts der Filmakademie Baden-Württemberg in Ludwigsburg kann den begehrten Preis für seinen animierten Kurzfilm «The Panic Inside» entgegennehmen. Die Oscar-Akademie in Los Angeles gab die Preisträger:innen am Mittwoch bekannt.
Vor rund 400 Zuschauer:innen wurde am Sonntagabend am Lakelive Festival in Biel-Bienne die zweite Swiss Poetry Slam Championship ausgetragen. Die besten Poetry-Slammer:innen der vier Schweizer Sprachregionen traten im gesamtschweizerischen Finale gegeneinander an. Ianique Sägesser (Bern, Bild) setzte sich im finalen Stechen knapp gegen Remo Zumstein (Bern) und Elia Fidanza (Genève) durch und ist neuer Swiss Slam Champion 2026. «Mit einem sprachlich raffinierten Text über den Besuch eines botanischen Gartens verband Sägesser Pflanzenkunde mit einer subtilen, aber eindringlichen Kritik an faschistischen Strukturen der Gegenwart», schreiben die Organisator:innen. 2027 wird Ianique Sägesser die Schweiz an den Poetry Slam Europameisterschaften in Antwerpen in Belgien vertreten.
Seit dem 1. Januar 2024 gilt die im Filmgesetz verankerte Investitionspflicht für Unternehmen mit Fernseh- und Abrufdiensten. Sie müssen mindestens 4 Prozent ihrer in der Schweiz erzielten Bruttoumsätze in das Schweizer Filmschaffen investieren. Die Auswertung des Bundesamts für Kultur (BAK) für das Jahr 2025 zeigt, dass die Investitionen gegenüber dem Vorjahr um 25 Prozent zugenommen haben.
Francesco Guccini (Bild), der am 14. Juni 1940 in Modena geborene italienische Cantautore, Schriftsteller, Comicautor, Schauspieler und Komponist u.a. von Filmsoundtracks, ist am 6. August 2026 in Sambuca Pistoiese gestorben. Er wuchs zwischen den Bergen Pàvanas und Modena auf und zog danach nach Bologna. Nach ersten musikalischen Versuchen ab den späten 1950er-Jahren zwischen Rock ’n’ Roll und Beat, auch als Songwriter für andere Interpreten, debütierte der Musiker solistisch 1967 mit dem Album «Folk beat n. 1». Eine wichtige Inspirationsquelle war dabei Bob Dylan. Der Durchbruch gelang ihm 1972 mit dem vierten Album «Radici» und vor allem 1976 mit dem Album «Via Paolo Fabbri 43». In seiner über 50-jährigen Karriere veröffentlichte Guccini mehr als 20 Musikalben. Guccini gilt als einer der wichtigsten und beliebtesten Cantautori Italiens und prägte die Gattung des «Autorenlieds» ganz wesentlich mit. Seine Texte sind lyrisch herausragend und thematisch vielfältig, meistens leicht fatalistisch und häufig als Dokumente des Zeitgeists zu verstehen. Auch wenn er oft als sehr politisch engagiert wahrgenommen wurde, vermied er in seinen Texten weitestgehend offene politische Rhetorik zugunsten einer intimistischen Sprache. Guccini wurde vielfach ausgezeichnet, sowohl mit Musik- als auch mit Literaturpreisen. (*)
Exposition Espace Libre, Visarte Biel-Bienne, 15.08 – 27.09.2026, Vernissage: 15.08.2026 16h00 im Rahmen des Pasquart Sommerfests – Dans le cadre de la fête d’été du Pasquart
Der am 13. März 1945 in Boulogne-Billancourt geborene französische Schriftsteller, Drehbuchautor und Journalist Didier Decoin (Bild) ist am 5. August 2026 in Villejuif gestorben. Didier Decoin war der Sohn des Filmemachers Henri Decoin. Er begann seine Karriere als Journalist bei den Zeitungen «France Soir», «Le Figaro» und «VOD», und bei Radio Europe 1. Zur gleichen Zeit begann er zu schreiben. 1977 wurde er für den Roman «John l’enfer» mit dem Prix Goncourt ausgezeichnet. Während er weiterhin eigene Werke schrieb, hatte er auch als Drehbuchautor für Film und Fernsehen Erfolg (Anpassungen und Skripte für Fernsehfilme wie die grossen Les Miserables, Der Graf von Monte Cristo, Balzac und Napoleon). Im Jahr 1995 wurde er Sekretär der Académie Goncourt. Seit 1995 war Decoin Mitglied der Académie Goncourt. 2020 wurde er Nachfolger des scheidenden Präsidenten Bernard Pivot. (*)
«Baukultur im Glarnerland neu entdecken», Ausstellung zu Gast im Museum des Landes Glarus, Freulerpalast, Näfels, vom 22. August bis am 31. Oktober 2026
Diesen Sommer bespielt die St.Galler Künstlerin Anita Zimmermann (Bild) das Sommeratelier der Remise Weinfelden (TG). Der temporäre Arbeitsort wird zum Experimentierfeld für neue Arbeiten und zugleich zum Anlass, die eigene künstlerische Praxis wieder stärker in den Vordergrund zu rücken. Denn in den vergangenen Jahren war Zimmermann vor allem mit ihrem Alter Ego Leila Bock präsent. Anabel Roque Rodríguez zeichnet auf «thurgaukultur.ch» ein feines farbiges Porträt der vielseitigen Künstlerin.
Mit der Wiedereröffnung des Museums Langmatt in Baden wird dieses Jahr auch die Ausstellungsreihe «Raumfahrt» fortgesetzt. Seit 2017 zeigt das Format junge Schweizer Gegenwartskunst in den ehemaligen Kellerräumen des Museums und erschliesst dabei neue Perspektiven auf die Langmatt jenseits der historischen Wohnräume. Neu ergänzt ein ehemaliger Trocknungsraum die Ausstellungsflächen für zeitgenössische Kunst (Bis am 27. September 2026).
La Verbier Festival Academy a annoncé que la soprano géorgienne Ana Oniani est la lauréate du Prix Yves Paternot 2026, distinction décernée chaque année au jeune musicien le plus accompli et le plus prometteur de la Verbier Festival Academy.
Der Berner SchriftstellerInnen-Verein (BSV) schreibt alle zwei Jahre den Kurt Marti Literaturpreis aus. Die Auszeichnung ist mit CHF 10’000.- dotiert. Die Einreichungsfrist für die diesjährige Auszeichnung begann am 21. August 2025 und endete am 31. Januar 2026. Die Jury hat die folgenden fünf Werke für den Kurt Marti Literaturpreis 2026 nominiert:
Der spanische Saxofonist Alejandro Latorre Cañadas (Bild) überzeugte die Jury des Canarias International Saxophone Competition und konnte den diesjährigen Wettbewerb für sich entscheiden. Mit herausragenden Leistungen während des gesamten Wettbewerbs und einer eindrucksvollen Finaldarbietung gemeinsam mit dem Sinfonieorchester von Las Palmas de Gran Canaria überzeugte er die Jury und sicherte sich so die höchste Auszeichnung des Wettbewerbs. Alejandro Latorre Cañadas studiert derzeit an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) den Master in Music Performance, Major Saxophone, in der Klasse von Lars Mlekusch.
Der portugiesische Cellist Bernardo Ferreira (Bild) hat bei der 39. Ausgabe des renommierten Prémio Jovens Músicos die höchste Kategorie (Nível Superior) für sich entschieden. Dies ist das Ergebnis der Finalrunden, die im portugiesischen Santa Comba Dão ausgetragen wurden. Ferreira studiert an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) in der Klasse von Professor Thomas Grossenbacher im Master Music Performance, Major Violoncello.
Die am 18. Oktober 1947 in Au (Vorarlberg) geborene österreichische Schriftstellerin Monika Helfer (Bild) ist am 2. August 2026 gestorben. Sie hat Romane, Erzählungen, Kinderbücher, Hörspiele und Theaterstücke veröffentlicht. Für ihre Arbeiten erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen. Thema ihrer Bücher sind oft schwierige Familienbeziehungen, wobei sie einen besonderen Fokus auf die Kinderperspektive legte. «Die Figuren in Monika Helfers Büchern haben Mut, Überlebenswillen und den gesunden Trotz eines Kindes, nämlich den Trotz, sich von gesellschaftlichen Wertvorstellungen und Kategorisierungen nicht beirren zu lassen», so 2016 Dorothea Zanon in ihrer Laudatio anlässlich der Verleihung des Österreichischen Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst I. Klasse. (*) Besondere Bekanntheit erreichte Helfers Roman-Trilogie «Die Bagage», «Vati» und «Löwenherz».
Im Jahr 2020 erhielt Monika Helfer den Solothurner Literaturpreis.
Die am 25. März 1935 in Florenz geborene US-amerikanische Tänzerin, Choreografin des modernen Tanzes und expressionistische Kunstmalerin Simone Forti (Bild) ist am 29. Juli 2026 in Los Angeles gestorben. Sie begründete den Minimalismus im Tanz und entwickelte ein neues Körperbewusstsein. Ihre Tanzkonstruktion «Huddle» von 1961 wird als das bahnbrechende Stück für die Entwicklung der Performance angesehen. Simone Forti arbeitete u. a. zusammen mit den Choreograf:innen Anna Halprin, Merce Cunningham, Martha Graham und Trisha Brown und mit Musikern und Performern wie La Monte Young, Richard Maxfield, Charlemagne Palestine, Terry Riley und Yoko Ono.
Durant tout l’été, les rues du centre de la vieille ville d’Avenches s’animent d’une exposition sur le thème de la Nuit. Près d’une vingtaine d’artistes renommés investissent une fontaine, un monument, une place ou encore un jardin avec des oeuvres monumentales et poétiques.
Urs P. Gasche, der Stifter der Schweizerischen Stiftung zur Förderung unabhängiger Information (SSUI), schreibt heute in der Online-Zeitung «Infosperber.ch», Hannes Britschgi verlasse aus familiären und gesundheitlichen Gründen seinen Posten als Redaktionsleiter von «Infosperber». Im November 2026 gebe er auch seine Aufgaben in der Stiftung SSUI ab. Seit Juli 2024 ist Britschgi deren Mitglied und seit Juli 2025 deren Präsident.
De retour du 3 au 8 août 2026 à La Chaux-de-Fonds, La Plage des Six Pompes fera vibrer le cœur de la Métropole horlogère avec une programmation audacieuse et accessible, qui invitera le public à prendre joyeusement possession de la ville.
Vom 5. bis 15. August 2026 verwandelt sich die historische Altstadt von Stein am Rhein erneut in einen lebendigen Treffpunkt für Theater, Kleinkunst, Musik, Satire und kulturelle Begegnungen: Das nordArt-Theaterfestival lädt während zehn Tagen zu einem vielseitigen Programm ein, das Generationen verbindet und Kultur mitten ins öffentliche Leben bringt.
Fünf Tage lang vereint das Festival ZirQus vom 2. bis am 6. September 2026 die Vielfalt des Zeitgenössischen Zirkus mitten in Zürich. Das breite Programm bietet Zirkus zum Bestaunen, Ausprobieren und Entdecken – zum letzten Mal im Güterbahnhof.
Nur einmal im Jahr kommen die besten Poetry-Slammer:innen aller vier Schweizer Sprachregionen auf einer Bühne zusammen. Am 2. August 2026 entscheidet sich am Lakelive Festival in Biel-Bienne, wer die Schweiz als Swiss Poetry Slam Champion an den Poetry Slam Europameisterschaften 2027 in Antwerpen vertritt.
Der am 1. Dezember 1943 in Gebensdorf geborene und in Turgi aufgewachsene Fotograf, Fachpublizist, langjährige Berufsschullehrer und Berater für Fotografie Jost J. Marchesi (Bild) ist am 2. Juli 2026 in Dällikon gestorben, wie ch-cultura.ch jetzt erfahren hat. «Marchesi war als Berufsschullehrer für Fotografie beliebt und als Fachpublizist international bekannt», schreibt «fotointern.ch». Nach seiner Erstausbildung als Primarlehrer absolvierte er eine Fotografenlehre bei Armin Gessler. Danach war er im Fotoverkauf und als Reporter tätig, bevor er sich mit einem Fotostudio selbständig machte. Nach einer Zusatzausbildung an der höheren Fachschule für Photographie in Köln absolvierte er die Meisterprüfung 1972 und wurde als Fachlehrer für Fotografie an die Schule für Gestaltung in Zürich berufen. (*)
Double realisiert einmalig eine spartenübergreifende Ausschreibung zusammen mit Migros-Kulturprozent m2act. Ziel ist es, das vorhandene Wissen und bewährte Ansätze von m2act-Geförderten gezielt in neuen Kontexten anzuwenden und zu verbreiten. Dadurch sollen nachhaltige Effekte erzielt und die Innovationskraft für faire Praxis und nachhaltige Strukturen im Kultursektor gestärkt werden.
Das «Freie Atelierstipendium» bietet Thurgauer Kulturschaffenden die Möglichkeit, für eine selbst gewählte Dauer an einem für sie relevanten Ort konzentriert arbeiten zu können. «Damit wird ein Freiraum geschaffen für Ideenentwicklung, fokussierte Werkentwicklung, Netzwerke und Inspiration», schreibt die Stiftung.
Mit «Passage» unterstützt die Kulturstiftung des Kantons Thurgau Schreibende auf ihrem literarischen Weg – «mit Mentorat, öffentlicher Sichtbarkeit und einem klaren Fokus auf die Textarbeit», wie es in der Ausschreibung heisst.
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