Die vollständig freie und frei zugängliche Schweizer Online-Kultur-Plattform dient seit Januar 2009 auf mehreren Kanälen mit täglich neuen Beiträgen dem Informations- und Meinungsaustausch zur Kultur in der Schweiz.
Mit dem Recherchestipendium «Atelier X» bietet die Albert Koechlin Stiftung Innerschweizer Kulturschaffenden aller Sparten im Rahmen von individuell gestaltbaren Projekten die Möglichkeit, bereichernde neue Impulse für ihre Arbeit zu erhalten.
Der Verein für kritische Recherche des Schweizer Recherche-Kollektivs WAV erhält vom Media Forward Fund eine Förderung von 450’000 Euro, um seine «Supporter Journeys» weiter auszubauen und um die Sichtbarkeit und Positionierung der eigenen Marke zu stärken.
Die Fondation Suisa vergibt im Rahmen ihres Förderprogramms «Get Going!» 2026 bis zu acht Werkbeiträge à CHF 25’000.– an Musikschaffende mit Bezug zur Schweiz oder zu Liechtenstein.
Die Mitglieder von SONART – Musikschaffende Schweiz haben an ihrer Mitgliederversammlung vom 16. Juni 2026 in der Mahogany Hall in Bern Béatrice Zawodnik einstimmig zur neuen Präsidentin gewählt. Sie tritt die Nachfolge von Michael Kaufmann an, der den Berufsverband seit 2020 präsidierte.
Der Regierungsrat von Appenzell Ausserrhoden verleiht Patrick Kessler (Bild) den mit 25’000 Franken dotierten kantonalen Kulturpreis. Damit zeichnet er das Werk «eines vielseitigen, weit vernetzten Musikers aus, der im Kanton seit mehr als zwanzig Jahren aktiv ist», wie es in der Mitteilung heisst. Gleichzeitig wird in diesem Jahr zum dritten Mal der kulturelle Anerkennungspreis verliehen. Er geht an den TanzRaum Herisau, der 2005 von der Tänzerin, Tanzpädagogin und Choreografin Christine von Mentlen gegründet wurde. Die Preise werden im Rahmen einer öffentlichen Feier am 19. September im Casino Herisau überreicht.
Der am 9. Oktober 1934 als Adolph Johannes Brand in Kapstadt geborene südafrikanische Pianist und Komponist Abdullah Ibrahim (Bild) ist am 15. Juni 2026 in Prien am Chiemsee (Bayern, D) gestorben. Ibrahim spielte auch Flöte, Saxophon und Cello. Er galt als Protagonist des Modern-Creative-Stils in der Jazzmusik. Vor seiner Konversion zum Islam und der Annahme des Namens Abdullah Ibrahim im Jahr 1968 trat er unter dem Künstlernamen Dollar Brand auf. Seine Komposition «Mannenberg» wurde zu einer inoffiziellen Hymne des Widerstands gegen die Apartheid. In den 1960er-Jahren lebte Abdullah Ibrahim zeitweise in Zürich, wo er im legendären Café Africana auftrat und Duke Ellington kennenlernte. 1965 übersiedelte er nach New York und spielte beim Newport Jazz Festival. In den USA arbeitete er mit einem eigenen Trio sowie u.a. mit Duke Ellington, John Coltrane, Ornette Coleman, Elvis Jones, Don Cherry, Max Roach, Archie Shepp oder Gato Barbieri zusammen. Nachdem Ibrahim 1990 in Deutschland den kurz zuvor freigelassenen Nelson Mandela getroffen und dieser ihn zur Rückkehr aufgefordert hatte, ging er nach Südafrika zurück. Er beeinflusste in der Folge die südafrikanische Jazzszene massgeblich, behielt jedoch zugleich einen Wohnsitz in New York. 1994 spielte er mit einem Sinfonieorchester bei der Amtseinführung Mandelas zum Präsidenten Südafrikas. In seiner rund acht Jahrzehnte umspannenden Laufbahn nahm Ibrahim mehr als 70 Alben auf. Als letzte Aufnahme erschien 2024 das Doppelalbum «3». Seinen letzten Soloauftritt absolvierte er im März 2026 beim Cape Town International Jazz Festival. Abdullah Ibrahim lebte zuletzt in Bayern. (*)
La Grenouille – Theaterzentrum junges Publikum / Centre théâtre jeune public Biel-Bienne: Neue Co-Leitung von La Grenouille ab Spielzeit 2027 / 2028 ist gewählt
Sechs Animationsfilme aus der Schweiz laufen in den Wettbewerbssektionen des Annecy International Animation Film Festival (21.–27. Juni 2026). Die Promotionsagentur Swiss Films repräsentiert das einheimische Animationsfilmschaffen mit einem Stand am Mifa, dem Filmmarkt vor Ort.
Das Bundesamt für Kultur (BAK) hat die Preisträgerinnen und Preisträger der Schweizer Kunst- und Designpreise bekannt gegeben. Sie werden heute mit zwei Preisverleihungen im Rahmen der Art Basel gewürdigt. Die Ausstellungen Swiss Art Awards und Swiss Design Awards, an denen die Werke der Finalistinnen und Finalisten der beiden Wettbewerbe zu sehen sind, werden in Anwesenheit von Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider eröffnet. Die sieben Kunstpreise und 17 Designpreise sind mit je 25’000 Franken dotiert.
Mit dem Pensionseintritt von Ralph Wicki Ende August 2026 kommt es zu einem Wechsel im «Nachtclub»: Ab September 2026 übernimmt Katrin Germann die Moderation von Dienstag bis Donnerstag und ergänzt so das Team von Radio SRF 1.
Der am 9. Juli 1937 in Bradford geborene britische Kunstmaler, Grafiker, Bühnenbildner und Fotograf David Hockney (Bild) ist am 11. Juni 2026 in London gestorben. Er gilt als einer der einflussreichsten Künstler des 20. Jahrhunderts mit den Genre-Schwerpunkten Landschaftsmalerei und Porträtmalerei. Hockney wird oft als ein führender Vertreter der Pop-Art nahestehenden Kunst bezeichnet, er verfügte allerdings über ein eigenständiges künstlerisches Profil. Seine Werke erreichen auf Auktionen hohe Preise. So erzielte sein Bild «Portrait of an Artist (Pool with Two Figures)» (1972) bei einer Versteigerung bei Christie’s 2018 einen neuen Rekordpreis von 90,3 Millionen US-Dollar für das Werk eines lebenden Künstlers. (*)
Der Gemeinderat der Stadt Bern hat die Kulturbotschaft 2028–2031 zur öffentlichen Vernehmlassung verabschiedet. Die Mittel für die Kulturförderung sollen gegenüber der Vorperiode um 3,6 Prozent erhöht werden, um einen Beitrag an den Teuerungsausgleich in den geförderten Institutionen zu leisten. Schwerpunkte der Kulturbotschaft sind in den Bereichen Nachhaltigkeit und Digitalisierung geplant. Im Bereich der Projekt- und Programmförderung will der Gemeinderat auf die Konsolidierung und Weiterentwicklung der laufenden Massnahmen setzen. Neu sollen die kulturellen Angebote im schulischen, sozio- und jugendkulturellen Kontext in der Kulturbotschaft abgebildet werden. Die Vernehmlassung dauert bis am 30. August 2026.
Der mit 50’000 Schweizer Franken dotierte Prix Serdang 2026 wird an die Pianistin Eva Gevorgyan verliehen. Die Auszeichnung, die jährlich unter der künstlerischen Kuratierung von Rudolf Buchbinder vergeben wird, zählt zu den besonderen Förderpreisen für junge Pianist:innen. Im Mittelpunkt steht die nachhaltige Unterstützung einer aussergewöhnlichen künstlerischen Persönlichkeit. Die feierliche Verleihung findet am Sonntag, 14. Juni 2026, um 11 Uhr in der Villa Serdang in Feldbrunnen bei Solothurn statt. Im Rahmen der Veranstaltung gestaltet Eva Gevorgyan ein Rezital mit Werken von Franck und Rachmaninoff.
Im Rahmen der diesjährigen Generalversammlung der Kunstgesellschaft Zug (der Betreiberin des Kunsthauses Zug) kam es am Mittwoch, 10. Juni 2026, zum erwarteten Machtkampf. «Die Zuger Kunstgesellschaft zieht einen würdelosen Schlussstrich» schreibt dazu die «Luzerner Zeitung»; «Was bei der GV geschah, ist unfassbar» titelt «zentralplus.ch» und das SRF-Regionaljournal Zentralschweiz berichtet: «Die Generalversammlung der Kunstgesellschaft Zug geriet zum unrühmlichen Spektakel.»
Die Schweizer ESC-Saison 2027 ist bereits offiziell eröffnet: Die SRG bestätigt ihre Teilnahme am Eurovision Song Contest 2027 in Bulgarien. In Zusammenarbeit mit den Regionaleinheiten RSI, RTR, RTS und SRF wird die Schweizer Delegation erneut mit einem eigenen Song am weltweit grössten Musikwettbewerb teilnehmen.
Die Dreharbeiten zur neuen «Heidi»-Serie von SRF und RTL haben begonnen. In der Titelrolle ist Neah Hefti zu sehen, János de Weck spielt Peter, als Alpöhi steht Christian Kohlund vor der Kamera. «Die Serie knüpft an den weltbekannten Stoff von Johanna Spyri an, erzählt die Geschichte weiter und richtet den Blick auf eine Heidi, die älter wird», schreibt SRF.
Der 1943 in Muntlix (Österreich) geborene Kulturphilosoph, Medientheoretiker und Kurator Gerhard Johann Lischka (Bild) ist gestorben, wie zahlreiche seiner Freund:innen und Kolleg:innen u.a. auf «Facebook» und Alex Sury in «Der Bund» schreiben. Lischka lebte und arbeitete seit fast sechs Jahrzehnten in und von Bern aus und war für viele eine Art kultureller Fixstern der Bundesstadt.
Der am 19. April 1934 als Hans Ziegler in Thun geborene Schweizer Soziologe, Politiker, Aktivist, Sachbuch- und Romanautor Jean Ziegler (Bild) ist am 10. Juni 2026 in Genf-Genève gestorben. Von 1967 bis zu seiner Abwahl 1983 und erneut von 1987 bis 1999 war er Genfer Abgeordneter im Nationalrat für die Sozialdemokratische Partei. Von 2000 bis 2008 war Ziegler UNO-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung – zuerst im Auftrag der Menschenrechtskommission, dann des Menschenrechtsrats – sowie Mitglied der UNO-Task Force für humanitäre Hilfe im Irak. 2008 bis 2012 gehörte Ziegler dem Beratenden Ausschuss des Menschenrechtsrats der Vereinten Nationen an; 2013 wurde er erneut in dieses Gremium gewählt. Bis zu seiner Emeritierung 2002 war Ziegler Professor für Soziologie an der Uni Genf sowie ständiger Gastprofessor an der Sorbonne in Paris. In seinen Sachbüchern kritisierte Ziegler mehrfach die historische Rolle der Schweiz. Ebenfalls kritisierte er die Sowjetunion für ihren Einmarsch in Afghanistan. Ziegler verurteilte den russischen Überfall auf die Ukraine im Februar 2022 klar. Wegen massiver Kritik an Schweizer Politik, Wirtschaft, Finanzwesen sowie deren Institutionen wurde er immer wieder als «Landesverräter» angegriffen und, zum Teil erfolgreich, zivil- und strafrechtlich belangt. (*)
Die Suisa, die Schweizer Genossenschaft der Urheber:innen und Verleger:innen von Musik, kann für das vergangene Geschäftsjahr erneut ein Bestergebnis ausweisen: «Höhere Einnahmen, tiefere Verwaltungskosten und eine gesteigerte Verteilsumme für die Musikerinnen und Musiker unterstreichen die erfolgreiche Entwicklung. Zu diesem sehr guten Ergebnis haben insbesondere höhere Einnahmen aus Hintergrundmusik, Konzerten und anderen Aufführungen sowie aus den Leerträgervergütungen beigetragen», schreibt die Suisa in ihrer heutigen Mitteilung.
Der freischaffende Filmemacher Beat Oswald (Bild) aus Frauenfeld erhält den diesjährigen Kulturpreis des Kantons Thurgau. Mit dem Preis, der mit 20’000 Franken dotiert ist, würdigt der Thurgauer Regierungsrat «das eigenständige dokumentarische Werk und das engagierte Wirken von Beat Oswald für die Filmvermittlung und Filmkultur im Kanton Thurgau», wie es in der entsprechenden Mitteilung heisst.
Der Kanton Bern hat fünf Autorinnen und Autoren mit dem Literaturpreis 2026 ausgezeichnet: Fitzgerald & Rimini, Malwina Ledniowska, Christoph Simon, Franziska Witschi und Veronika Zorn. Die öffentliche Preisverleihung findet am 5. September 2026 im Zentrum Paul Klee in Bern statt. Davor bieten die Lesetreffen «lit.dates» Gelegenheit zum Austausch.
La Fondation de l’Orchestre de la Suisse Romande (OSR) annonce la nomination de Tugan Sokhiev au poste de Chef principal et Conseiller artistique. Cet engagement, d’une durée initiale de trois saisons, débutera en 2026-2027. Dès 2027-2028, il effectuera chaque année une résidence de six semaines à Genève.
Grosser Erfolg für BUK in Luzern und den Autismusverlag in St.Gallen: Sie sind zur Buchhandlung und zum Verlag des Jahres gewählt worden. Die Deutschschweiz erfreut sich einer starken Buch-Infrastruktur: Sie umfasst rund 250 Verlage und etwa 300 Buchhandlungen. Dem Schweizer Buchhandels- und Verlags-Verband SBVV, der die Interessen der Deutschschweizer Branche vertritt, waren zu Beginn des Jahres über 160
Verlage und fast 270 Buchhandlungen angeschlossen.
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