25. Oktober 2009
Verleihung des Schweizer Tanz- und Choreografiepreises 2009 an Zimmermann & de Perrot für «Gaff Aff»
Morgen Montag, 26. Oktober 2009, 19.30 Uhr, wird in der Berner Dampfzentrale der Schweizer Tanz- und Choreografiepreis 2009 verliehen an Martin Zimmermann und Dimitri de Perrot.


Foto: zVg
Seit zehn Jahren bewegen sich Martin Zimmermann und Dimitri de
Perrot mit ihrer Arbeit virtuos jenseits der gängigen Kunstbegriffe. «Gaff Aff»
aus dem Jahr 2006 ist ein Lebenskarussell, eine poetische und zeitgenössische
Inszenierung zwischen Musik, Zirkus, Bildender Kunst und Choreografie, wo die
Musikfigur, die Bewegungsfigur und die lebendige Szenografie in eine intensive
Interaktion treten.
Regie, Bühnenbild und Interpretation: Zimmermann & de Perrot. Komposition:
Dimitri de Perrot. Choreografie: Martin Zimmermann. Kreation Licht und
Lichtregie: Ursula Degen. Tonkreation, Elektronik: Andy Neresheimer. Tonregie:
Felix Lämmli. Bühnenbild: Pius Aellig, Jean-Marc Gaillard.
Verpackungsrecherche: Claude Gloor. Künstlerische Mitarbeit: Aurélien Bory,
Arnaud Clavet, Goury, Aline Muheim, Lex Trüb. Dramaturgische Mitarbeit: Jlien
Dütschler. Management: Alain Vuignier. Technische Leitung: Ursula Degen.
Koproduktion: Théâtre Vidy-Lausanne (Endproben), Le Merlan, scène nationale à
Marseille, Theater Chur, Verein Zimmermann & de Perrot. Beteiligtes
Theater: PiuFestival – Brescia. Mit der Unterstützung von: Kooperative
Fördervereinbarung mit Stadt Zürich-Kultur, Fachstelle KULTUR Kanton Zürich,
Pro Helvetia, seit 2006 mit der Unterstützung der Fondation BNP Paribas zur
Entwicklung seiner Projekte, Migros-Kulturprozent, Sophie und Karl Binding
Stiftung, Ernst Göhner Stiftung, SSA – Schweizerische Autorengesellschaft.
zVg
Bewegte Bilder:
www.youtube.com/watch?v=OQylmG64bRk&feature=channel_page
www.zimmermanndeperrot.ch
Gaff Aff
Aus dem Restmüll einer Gesellschaft, einer Hülle des Lifestyles, aus einem übrig gebliebenen, simplen Verpackungskarton, bauen der Choreograf und der Musiker zunächst ein fragiles Gebilde, bis sie schliesslich ihre eigene Schaubude gründen. Es entsteht ein lebendiges, autarkes Gebilde. Im Handumdrehen wird aus dem Bühnenbild mit einem Biegen und Brechen der Raum für ein Theater, für eine Bühne, für ein Zuhause. Der Karton ist leicht, agil, handlich, isolierend. Er hat aber die Unbeständigkeit eines Provisoriums. Diese Fragilität gleicht jener der menschlichen Existenz. Es entsteht eine Verschachtelung der Geschehnisse, wenn Zimmermann & de Perrot ihre neue Existenz aufbauen, in der Zimmermann sich exponiert und zur modernen Attraktion wird. Ein Karussell, eine Bühne, eine Tanzfläche, ähnlich einem riesigen Plattenspieler, den der Musiker ankurbelt, wird zum Ausstellungsmechanismus und die Grenze zwischen freiwilligem und unfreiwilligem Exponieren ist für die Figuren selbst längst nicht mehr zu eruieren.
zVg
Kontakt:
http://www.zimmermanndeperrot.ch/
http://www.theater.ch/gaffaff.zimmermannunddeperrot
Dampfzentrale Bern:
Kommentare von Daniel Leutenegger