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27. Juni 2012

Thomas C. Guggenheim ist gestorben

Der erste Direktor des Bundesamtes für Wohnungswesen, der Autor und Kleinverleger Thomas C. Guggenheim (Bild) wurde am 12. August 1932 als Sohn des Schriftstellers, Dramaturgen und Übersetzers Werner Johannes Guggenheim und der Schauspielerin, Autorin und Übersetzerin Ursula von Wiese geboren.

Foto: http://www.textverzeichnisse.ch/Fotogalerie/tabid/186/galleryType/SlideShow/ItemID/218/AlbumID/9/Default.aspx

Thomas C. Guggenheim besuchte die Schulen in Ascona, Zürich, Bern und Trogen und studierte an der Universität Bern Jus, Phil.hist, Soziologie und Journalismus. Er schloss ab als Bernischer Fürsprecher (Rechtsanwalt). Er übte in dieser Zeit verschiedene Gelegenheitsjobs aus, u.a. als Bauarbeiter, PTT-Angestellter, Vertreter, Fotograf, Journalist, Redaktor. Er schwankte, ob er seine Hobbys Reisen, Fotografieren und Schreiben zum Beruf machen wollte.

Doch dann heiratete er Ursula Walther und verdiente für sich und seine Familie (…) sowie die Haustiere den Lebensunterhalt als Aktuar, Gerichtsschreiber, Richter und Anwalt.

Bundesrat Ernst Brugger berief ihn 1974 zum ersten Direktor des Bundesamtes für Wohnungswesen.

Thomas C. Guggenheim hatte als Student bei der Gründung der politischen Bewegung «Junges Bern» mitgewirkt. Später trat er der Sozialdemokratischen Partei bei, gehörte von 1961 bis 1968 dem Gemeinderat seines damaligen Wohnsitzes Wangen an der Aare an und war von 1966 bis 1978 Mitglied des bernischen Grossen Rates.

1976 bis 2001 präsidierte er als überzeugter Gewerkschafter die Sektion Bern Städtische und Umgebung des VPOD (Verband des Personals öffentlicher Dienste).

Thomas C. Guggenheim war tätig in unzähligen Arbeitsgruppen und Kommissionen, die sich mit Fragen der Raumplanung, der Erschliessung, des Wohnungsbaus und des Mietrechts befassten. Auf diesen Gebieten erschienen vereinzelte Publikationen.

Er blieb den Hobbys Reisen, Lesen und Fotografieren auch als Familienvater treu. Ihn interessierten namentlich die Kulturen und die menschlichen Gemeinschaften um das Mittelmeer. So besuchte er nebst den europäischen Ländern die Türkei, den Iran, arabische sowie maghrebinische Staaten.

Er eignete sich Sprachkenntnisse an, um sich mit fremden Menschen zu verständigen, bereiste China, um in andere Kulturkreise einzudringen, und verfasste zwei Büchlein darüber, die er in seinem Klio-Verlag herausgab.

Nach seiner Pensionierung entschied er sich wegen seiner ausgezeichneten historischen Kenntnisse und seiner Recherchen über die Jakobswege zu einer Erzählung, in der Wahrheit und Dichtung sich abwechseln. Er schrieb sein erstes Buch: «Ultreïa! Los!».

In seinem Kleinstverlag «Klio» erschienen nebst seinen vier Büchern (als letztes die Kriminalerzählung «Der Tod eines Spekulanten») Werke seiner Mutter Ursula von Wiese («Vogel Phönix», eine Biografie; «Der Mann im Mond»; «Die Tensa») und ein Erstling von Max Meyer («Zeitsprünge»).

Quelle:

http://www.klio.ch/autoren/guggenheim-thomas

 

  • Beitrags Information
  • Author
  • Daniel Leutenegger
  • 27. Juni 2012
  • Theater, Kabarett, Literatur

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