Der emeritierte Basler Professor für Wirtschafts- und Dogmengeschichte Alfred Bürgin (Bild) ist am 15. Februar 2014 im Alter von 86 Jahren in Riehen gestorben. 1962 habilitierte er mit einer Arbeit über Calvinismus und Kapitalismus bei Edgar Salin.

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Wer seine Disziplin «Economics» nennt, der versteht sie als immer genauere Beschreibung eines gleichbleibenden Erkenntnisgegenstandes, die er in zeitlose, mathematisierbare Formeln des wirtschaftlichen Austauschs zu bringen sucht; Formeln, denen er als Grundwahrheiten einer marktwirtschaftlichen Ordnung politisch Nachdruck verleihen will.
Ausgehend von dieser Einschätzung hat Alfred Bürgin zeitlebens von «politischer Ökonomie» gesprochen und für diese terminologische Alternative gefochten, als Bürger und Wissenschafter.
Thomas Maissen
http://www.nzz.ch/aktuell/feuilleton/uebersicht/oekonomie-als-humanwissenschaft-1.18245301
Kommentare von Daniel Leutenegger