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21. September 2010

Konzentrationskiller Internet?

Radio DRS 2, «Netzgespräch» vom Dienstag, 21.9.2010, 10.05 Uhr

Seit einigen Monaten häufen sich Internet-kritische Veröffentlichungen wieder. Lesen im Netz führe zu einem Aufmerksamkeitsverlust, vermuten Neurowissenschaftler, Autoren und Lehrer. Man befürchtet: Der Mensch verliert die Fähigkeit, lange Texte konzentriert zu lesen.

Die Debatte ist nicht ganz neu. Bereits in den 1990er-Jahren sahen bekannte Forscher und Literaten im Netz den Untergang des anspruchsvollen Textes. Zu unrecht, wie man heute sagen kann. Nun befürchten Kritiker des World Wide Webs eine neue Problem: Das ständige Parallellesen von Webseiten führt zu einem Aufmerksamkeitsverlust.

«Mein Kopf kommt nicht mehr mit», nannte FAZ-Mitherausgeber Frank Schirrmacher das erste Kapitel seines Buchs «Payback», in dem er sich mit dem Einfluss moderner Informationsmedien auf den Menschen befasste. Schirrmacher löste damit letztes Jahr die schon länger andauernde Internet-Debatte um Sinn und Zweck des omnipräsenten Mediums auch im deutschsprachigen Raum aus.

Und sie geht weiter: Vor kurzem warnten die amerikanische Neurowissenschaftlerin Maryanne Wolf, Autor Nicholas Carr oder Internet-Pionier Jaron Lanier mit neuen Veröffentlichungen vor den bevorstehenden Gefahren des nur digitalen Lesens – ohne nennenswerte wissenschaftliche Resultate.

Michael Jäckel, Professor für Soziologie an der Universität Trier erklärt, wieso die Problematik der «Zuvielisation» nicht ganz so schlimm ist, wie oft behauptet wird und wie ihm das Aufmerksamkeitsproblem in seinem Universitätsalltag begegnet.  

rpd

Verantwortlich für diese Sendung: Thomas Hägler

 

Link zur Radiosendung:

http://www.drs.ch/lib/player/radio.php?audiourl=rtsp://a1574.v23910e.c23910.g.vr.akamaistream.net/ondemand/7/1574/23910/4c989bd0/audio.drs.ch/drs2/netzgespraeche/2010/100921_netzgespraech2.mp3&sg=10063663&sh=10152235

 

  • Beitrags Information
  • Author
  • Daniel Leutenegger
  • 21. September 2010
  • Multimedia und Internet

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