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5. Februar 2015

Der Basler Kulturförderpreis 2015 geht an die «Firma für Zwischenbereiche»

Der dieses Jahr zum dritten Mal von der Abteilung Kultur Basel-Stadt vergebene Kulturförderpreis geht 2015 an die «Firma für Zwischenbereiche». Die «Firma für Zwischenbereiche» (FfZB) realisiert in unterschiedlichen Konstellationen Projekte an der Grenze zwischen Theater und Vermittlung. Zum Kernteam der FfZB gehören die Theaterfrauen Milena Meier, Eva Rottmann und Ute Sengebusch sowie die Szenografin Martina Ehleiter und die Medienkünstlerin Olivia Suter. Mit dem Preis würdigt die Jury «einen mutigen künstlerischen und soziokulturellen Arbeitsweg jenseits von vorgegebenen Formaten und Sparten, der den Blick auf gesellschaftspolitisch relevante Themen richtet».

Bild: Aus «Wart schnell»

Die Förderpreis-Jury würdigt die vielfachen Impulse und Projekte, die von der FfZB seit 2012 in Basel ausgingen und welche die Basler Kulturlandschaft um einen eigenen und wichtigen Akzent bereichern.

In wechselnden Konstellationen erarbeitet die Gruppe interdisziplinäre Projekte und Interventionen an besonderen Orten, welche sich an der Grenze zwischen künstlerischer Produktion und Vermittlung bewegen. Die FfZB verfolgt das Ziel, sich gesellschaftspolitisch relevanten Themen von unterschiedlichen Seiten her zu nähern, und verhandelt in ihren Projekten brisante Fragen rund um Integration, Ausgrenzung, Partizipation und Jugendkultur.

So wurden im Rahmen des Wildwuchs Festivals 2013 von der FfZB beispielsweise die Intervention «Störenfrieden» und die beiden Theaterproduktionen «Wart schnell» (2012) und «Wo ist Luna?» (2014) am Vorstadttheater Basel realisiert.

Mit dem Vermittlungsprojekt «Nimmerland» (2014) in Zusammenarbeit mit dem Jugendzentrum Dreirosen und der Kaserne Basel ist der Gruppe unter der Projektleitung von Eva Rottmann ein besonderer Coup gelungen: Bei dieser künstlerisch überzeugenden audio-visuellen Performance wirkten rund 20 Jugendliche des Jugendzentrums freiwillig mit.

Der Kulturförderpreis an das Kollektiv versteht sich «als besondere Auszeichnung für einen unkonventionellen und integrativen Ansatz der Kulturvermittlung und als Ermutigung, die produktive Plattform für unterschiedliche Zusammenschlüsse weiterhin zu nutzen».

Der Basler Kulturförderpreis

Der Basler Kulturförderpreis wird seit 2012 von der Abteilung Kultur vergeben und ist mit CHF 10’000 dotiert. Er versteht sich «als kulturpolitisches Signal für junge kulturelle Impulse auch jenseits von spartenspezifisch geförderter Kunst und stellt eine wichtige Ergänzung zum Basler Kulturpreis dar». Der Kulturförderpreis will «zukunftsweisende, impulsgebende Künstlerpersönlichkeiten und Initiativen auszeichnen, die für den künstlerischen Nachwuchs und das junge Kulturleben Basels von grosser Bedeutung sind».

In der Jury 2015 waren Boris Brüderlin, Regula Düggelin (Vorsitz), Gianna Molinari, Oliver Rudin, Marc Schwegler, Steven Schoch, Anna Thommen und Aline Zeltner.

Preisverleihung

Die Preisverleihung findet am Montag, 2. März 2015, um 18.30 in der Jägerhalle statt.

bs

Kontakt:

http://www.firma-zwischenbereiche.ch/

http://www.medien.bs.ch/news/2015-02-04-mm-62524.html

Mehr:

http://www.tageswoche.ch/de/2015_06/kultur/679798/Basler-Kulturförderpreis-für-«Firma-für-Zwischenbereiche».htm

 

  • Beitrags Information
  • Author
  • Daniel Leutenegger
  • 5. Februar 2015
  • Kulturförderung, Kulturvermittlung, Kultur- und Medienpolitik

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