FÜR GIONA A. NAZZARO, FILMFESTIVAL-DIREKTOR UND PUBLIZIST
Radio SRF 2 Kultur, «Musik für einen Gast» vom heutigen Sonntag, 12.38 Uhr / Wiederholung am Samstag, 22. August 2026, 11.03 Uhr / Podcast
Radio SRF 2 Kultur, «Musik für einen Gast» vom heutigen Sonntag, 12.38 Uhr / Wiederholung am Samstag, 22. August 2026, 11.03 Uhr / Podcast
Eine Auswahl kultureller Informationen, Beobachtungen und Kommentare der letzten zwei Wochen aus Schweizer Perspektive
Die Schweiz nahm am 15. August 2026 an den Feierlichkeiten zum 975-jährigen Bestehen der Klosteranlage Petscherska Lawra in Kyjiw teil. Vertreten wurde die Schweiz dabei vom Delegierten des Bundesrates für die Ukraine, Jacques Gerber. Anlässlich des Jubiläums kündigte die Schweiz einen Beitrag von 600’000 Franken an, um die Restauration des im Juni 2026 bei einem russischen Luftangriff beschädigten Höhlenklosters vorzubereiten und dieses UNESCO-Weltkulturerbe vor weiteren Schäden zu schützen.
Mit dem Menuhin Conducting Prize setzt das Menuhin Festival Gstaad seine langjährige Förderung junger Dirigentinnen und Dirigenten fort. Der 2015 als Neeme Järvi Prize ins Leben gerufene Preis präsentierte sich 2026 mit einer weiterentwickelten Ausrichtung und einem stärkeren Fokus auf nachhaltige Nachwuchsförderung. Bei der 11. Verleihung des Preises wurden Leonhard Kreutzmann aus Deutschland und Tess Jackson aus dem Vereinigten Königreich gemeinsam mit dem Menuhin Conducting Prize gekürt. Gonzalo Alarcón Burriel aus Spanien wurde mit dem Publikumspreis ausgezeichnet.
Elf Tage und elf Nächte besuchte das Publikum die Kinosäle von Locarno und erlebte Begegnungen mit einigen der prägendsten Persönlichkeiten des internationalen Kinos und der Filmindustrie. Höhepunkt zum Abschluss des Festivals war die Auszeichnung des rumänischen Films «You Don’t Belong Here» mit dem Hauptpreis Pardo d’Oro.
Redaktor Kai Vogt schreibt im Online-Magazin «tsüri.ch»: «Das Spektakel strich im vergangenen Jahr erstmals den beliebten Basar und sorgte damit für Unmut. Nun äussert sich Festivalleiter Matthias von Hartz (Bild) erstmals ausführlich dazu, spricht über ein Ersatzformat und den politischen Fokus der aktuellen Ausgabe.»
Die Stadt Willisau verleiht den Kulturpreis 2026 an Arno Troxler und würdigt damit «sein langjähriges Engagement für den Jazz sowie seinen bedeutenden Beitrag zum kulturellen Leben in Willisau und darüber hinaus», wie es in der heutigen Mitteilung heisst.
Der am 9. Februar 1950 in Strassburg geborene französische Kurator, Museumsdirektor, Festivalleiter, Kunstkritiker und -vermittler sowie Poet Christian Bernard (Bild) ist am 6. August 2026 gestorben. Nachdem er die Villa Arson in Nizza geleitet hatte, wurde er 1994 der erste Direktor des Mamco, des Museums für zeitgenössische Kunst in Genf, das er gemeinsam mit Françoise Ninghetto leitete. Dort organisierte er unter anderem die letzte Ausstellung zu Lebzeiten von Martin Kippenberger. Im Jahr 2016 übernahm Lionel Bovier die Leitung der Institution. Von 2016 bis 2021 war Bernard Direktor des «Printemps de Septembre» in Toulouse. Ab 1966 schrieb und publizierte Christian Bernard Gedichte.
Im Ausstellungsraum Klingenthal, Basel, vom 16. August bis am 20. September 2026
Ausstellung im Kunst Museum Winterthur | Reinhart am Stadtgarten, bis am 1. November 2026
Im aktuellen Newsletter von SwissFoundations stellt die im Juni 2026 gewählte neue Präsidentin Janine Händel sich, ihre Motivationen und Ziele vor.
Das Bundesamt für Kultur (BAK) wird den Dokumentarfilm «Qui vit encore» von Nicolas Wadimoff (Bild) bei der Academy of Motion Picture Arts and Sciences in Hollywood in der Kategorie «bester internationaler Film» einreichen. Im Dezember 2026 wird bekanntgegeben, ob «Qui vit encore» in die Short List der für einen Oscar nominierbaren Filme aufgenommen wird.
Die SRG-SSR macht ihre Archivinhalte in enger Zusammenarbeit mit Memoriav, der Kompetenzstelle des audiovisuellen Kulturerbes der Schweiz, online zugänglich: Auf «Memobase.ch» können neu 1,5 Millionen Radio- und Fernsehsendungen aus den Archiven von RTR und SRF recherchiert werden. Damit erhalten Forschende, Medienschaffende und die interessierte Öffentlichkeit einen einzigartigen Zugang zum audiovisuellen Erbe der Schweiz. Langfristig sollen auch die Bestände der RSI- und der RTS-Archive auf «Memobase.ch» integriert werden.
Am 24. August 2026 verleiht die Bürgi-Willert-Stiftung den mit insgesamt CHF 60’000.– dotierten Bürgi-Willert-Preis zu gleichen Teilen an Baldy Minder und Alzheimer Bern. Mit dem Bürgi-Willert-Preis werden jährlich Privatpersonen und Institutionen für ihre Verdienste im kulturellen oder sozialen Bereich in der Stadt Bern ausgezeichnet.
«Hinterm Bahngleis beginnt das Universum» heisst der schöne Titel des Beitrags von Vera Zatti im Ostschweizer Kulturmagazin «Saiten» zur aktuellen Ausstellung des Künstler:innenkollektivs U5 und von Monika Stalder im Stellwerk in Heerbrugg (SG), die bis am 23. August 2026 läuft.
Im Dachstock des Singisenflügels schlummert ein kleiner Schatz: die Kunstsammlung von Murikultur mit Gemälden, Zeichnungen, Grafiken und Skulpturen aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Die Ausstellung «Echos der Sammlung», die vom 15. August bis am 8. November 2026 im Singisen Forum in Muri zu sehen ist, macht ausgewählte Werke dieser Sammlung erstmals in einem neuen Kontext erfahrbar. Fünf zeitgenössische Kunstschaffende wurden eingeladen, sich mit historischen Werken auseinanderzusetzen und daraus eigenständige künstlerische Positionen zu entwickeln.
Am Montag, 10. August 2026, wurde der junge japanische Pianist Hayato Sumino (Bild) im Rahmen seines Rezitals in der Kirche Saanen mit dem fünften Olivier Berggruen Prize geehrt. Das Konzert war Teil der 70. Jubiläumsedition des Menuhin Festival Gstaad und überzeugte mit einem eindrucksvollen Programm: Neben Werken von Frédéric Chopin, Thomas Adès, Igor Strawinsky und Camille Saint-Saëns begeisterte der Künstler das Publikum mit einer Auswahl seiner eigenen Kompositionen.
Die Jury des Deutschen Buchpreises 2026 hat 20 Romane nominiert, wie sie am Dienstag mitteilt. Seit Ausschreibungsbeginn hat sie 205 Titel gesichtet, die zwischen Oktober 2025 und dem 8. September 2026 (Bekanntgabe der Shortlist) erschienen sind oder noch erscheinen. Unter den 20 Nominierten ist auch der 1977 in Burgdorf geborene schweizerisch-italienische Schriftsteller Giuliano Musio (Bild). Sein von der Jury ausgewähltes Buch trägt den Titel «Aus anderem Holz» und erscheint in diesem September beim Wiener Luftschacht-Verlag.
Der Berner Künstler Franz Gertsch (1930–2022) gilt als Pionier des Fotorealismus und als einer der bedeutendsten Schweizer Künstler seiner Zeit. Mit seinen monumentalen Gemälden erlangte er internationale Bekanntheit. Die bislang umfassendste Retrospektive «Franz Gertsch. Blow-Up» erstreckt sich über zwei Ausstellungsorte – das Kunstmuseum Bern und das Museum Franz Gertsch in Burgdorf – und sie bietet einen faszinierenden Überblick über mehr als sechs Jahrzehnte künstlerischen Schaffens: von den monumentalen fotorealistischen Gemälden der Jugend- und Musikszene der 1970er-Jahre über ikonische Porträts bis hin zu eindrucksvollen Landschaften und Holzschnitten.
À l’occasion de ses 75 ans d’existence, l’Institut suisse pour l’étude de l’art (SIK-ISEA) inaugure un Prix d’écriture SIKART afin de stimuler la proposition d’articles thématiques pour SIKART Dictionnaire sur l’art en Suisse, dont les 20 ans se fêtent également en 2026. SIK-ISEA s’adresse à la relève universitaire pour l’inviter à exercer ses compétences de rédaction au contact d’un format d’écriture spécifique – l’article de synthèse dévolu à une thématique artistique en Suisse.
Der Stiftungsrat des Luzerner Theaters hat Robert Ernst Castellitz (Bild) zum neuen Betriebsdirektor und Mitglied der Geschäftsleitung berufen. Er tritt sein Amt am 1. September 2026 an.
Das ALPS Alpines Museum der Schweiz in Bern gibt eine spätgotische Heiligenfigur an die Walliser Gemeinde Baltschieder zurück. «Die Rückführung
steht exemplarisch für den Wandel im Umgang mit Kulturgütern», schreibt ALPS. Eine spätgotische Heiligenstatue mit bewegter Geschichte kehrt nach
über 100 Jahren an ihren Ursprungsort zurück. Das ALPS übergibt die Figur am 10. August 2026 offiziell der Gemeinde Baltschieder. Anschliessend wird die Statue per Helikopter zur Kapelle im Baltschiedertal geflogen, wo sie künftig wieder öffentlich zugänglich sein wird.
Das Swiss Institute (SI) gibt den Erwerb des Erdgeschosses und des Untergeschosses von 250 Bowery bekannt: Damit besitzt die Institution zum ersten Mal in ihrer vierzigjährigen Geschichte eigene Räumlichkeiten, und sie läutet damit «eine neue Ära für eine der führenden Plattformen für experimentelle zeitgenössische Kunst in New York ein», wie das SI schreibt. Im Herbst dieses Jahres wird das SI mit «einer massgeschneiderten Renovierung beginnen, die von dem international renommierten Architekturbüro Johnston Marklee geleitet wird». Dieses werde das 250 Bowery in einen barrierefreien und ökologisch nachhaltigen Kulturraum verwandeln, der speziell für die innovativen Ausstellungen des SI, ansprechende öffentliche Programme sowie von Künstler:innen geleitete Bildungs- und Gemeinschaftsinitiativen konzipiert ist. Der neue Standort soll im Frühjahr 2027 für die Öffentlichkeit zugänglich und weiterhin bei kostenlosem Eintritt zu besuchen sein.
Jedes Jahr lädt das Swiss Institute (SI) in New York City in Zusammenarbeit mit der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia zwei bildende Künstler:innen aus der Schweiz zu einem dreimonatigen Aufenthalt ein. Den Stipendiat:innen wird eine Wohnung nur wenige Häuserblocks von den Galerien des Swiss Institute im Herzen des East Village zur Verfügung gestellt. Im Rahmen monatlicher Treffen mit dem Kurator:innenteam können die Künstler:innen verschiedene Aspekte ihrer künstlerischen Praxis besprechen, Recherchen durchführen und neue Arbeiten entwickeln.
Das Werk des Kunstmalers, Illustrators, Buchgestalters und Bühnenbildners
Karl Walser (1877-1943), Robert Walsers Bruder, wird gerade wiederentdeckt. «Es sind Bilder einer längst versunkenen Welt», schreibt Philipp Meier in der «Neuen Zürcher Zeitung NZZ». Zu sehen sind die Werke derzeit in Japan.
Die SRG-SSR-Generaldirektorin Susanne Wille sagt im aktuellen Interview mit der «NZZ am Sonntag», wie sie Fernsehen und Radio in der Schweiz vor den internationalen Bots retten will.
Der «Europapreis für politische Kultur» der Hans-Ringier-Stiftung geht 2026 an die Schriftstellerin Monika Maron und die Publizistin und Frauenrechtlerin Alice Schwarzer. Der mit insgesamt 50‘000 Euro dotierte Europapreis wird zum zwanzigsten Mal verliehen und ging zuvor an Jean-Claude Juncker, Boris Tadic, Jürgen Habermas, Pascal Lamy, Jean-Claude Trichet, Hans-Dietrich Genscher, Donald Tusk, Wolfgang Schäuble, Heinrich August Winkler, Mario Draghi, Frank-Walter Steinmeier, Margrethe Vestager, Sir Christopher Munro Clark, Zuzana Caputová, Peter Sloterdijk, Kaja Kallas, Alexei Nawalny, Anne Applebaum, Radosław Sikorski und Adolf Muschg.
Er hat die grösste Technoparade der Welt ins Leben gerufen: In den frühen 1990er-Jahren sei Zürich «schtier» gewesen und ohne Leben, sagt Marek Krynski (Bild). «Dann kam er als 23-Jähriger auf die Idee einer Technoparade durch die Stadt. Heute ist es die grösste weltweit»: Ein lesenswerter Rückblick von Sebastian Galli, Maxim Ulli und Sofie David auf «tsüri.ch».
Der Verein Pro Amiet-Hesse-Weg feiert den 10. Geburtstag seines Kunst- und Wanderwegs vom 15. August bis am 19. September 2026 mit einer exklusiven Kunstausstellung im Galerieraum der BOA-Bibliothek Herzogenbuchsee.
Sie ist «SRF 3 Best Talent» im August 2026 und steht im musikalischen Mittelpunkt: Naveni, 25 Jahre alt, aus Biel-Bienne und absolute Do-It-Yourself-Musikerin. Sie schreibt, produziert und organisiert alles selber – bewusst ohne Label im Hintergrund. Anna Zöllig hat Naveni, die halb Britin und halb Inderin ist («und vor allem Bielerin ….»), im «SRF 3 Punkt CH» vorgestellt.
Ausgezeichnet werden Clot Buchli (Klarinette), Evelina Cajacob (bildende Kunst) sowie die Druckwerkstatt Schloss Haldenstein für ihr langjähriges kulturelles Wirken in und um Chur. Die Förderpreise gehen an Jonas Bernetta (Regie), Any Sabadi (Gesang) und Ellen Wolf (Tanz). Die Auszeichnungen sind mit je 4‘000 Franken dotiert. Die öffentliche Kulturpreisfeier findet am 21. August 2026 statt.
Der 26jährige Zürcher Regisseur und Animator Matthias Strasser (Bild) ist unter den diesjährigen Gewinner:innen der Student:innenen-Oscars. Der Absolvent des Animationsinstituts der Filmakademie Baden-Württemberg in Ludwigsburg kann den begehrten Preis für seinen animierten Kurzfilm «The Panic Inside» entgegennehmen. Die Oscar-Akademie in Los Angeles gab die Preisträger:innen am Mittwoch bekannt.
Vor rund 400 Zuschauer:innen wurde am Sonntagabend am Lakelive Festival in Biel-Bienne die zweite Swiss Poetry Slam Championship ausgetragen. Die besten Poetry-Slammer:innen der vier Schweizer Sprachregionen traten im gesamtschweizerischen Finale gegeneinander an. Ianique Sägesser (Bern, Bild) setzte sich im finalen Stechen knapp gegen Remo Zumstein (Bern) und Elia Fidanza (Genève) durch und ist neuer Swiss Slam Champion 2026. «Mit einem sprachlich raffinierten Text über den Besuch eines botanischen Gartens verband Sägesser Pflanzenkunde mit einer subtilen, aber eindringlichen Kritik an faschistischen Strukturen der Gegenwart», schreiben die Organisator:innen. 2027 wird Ianique Sägesser die Schweiz an den Poetry Slam Europameisterschaften in Antwerpen in Belgien vertreten.
Seit dem 1. Januar 2024 gilt die im Filmgesetz verankerte Investitionspflicht für Unternehmen mit Fernseh- und Abrufdiensten. Sie müssen mindestens 4 Prozent ihrer in der Schweiz erzielten Bruttoumsätze in das Schweizer Filmschaffen investieren. Die Auswertung des Bundesamts für Kultur (BAK) für das Jahr 2025 zeigt, dass die Investitionen gegenüber dem Vorjahr um 25 Prozent zugenommen haben.
Francesco Guccini (Bild), der am 14. Juni 1940 in Modena geborene italienische Cantautore, Schriftsteller, Comicautor, Schauspieler und Komponist u.a. von Filmsoundtracks, ist am 6. August 2026 in Sambuca Pistoiese gestorben. Er wuchs zwischen den Bergen Pàvanas und Modena auf und zog danach nach Bologna. Nach ersten musikalischen Versuchen ab den späten 1950er-Jahren zwischen Rock ’n’ Roll und Beat, auch als Songwriter für andere Interpreten, debütierte der Musiker solistisch 1967 mit dem Album «Folk beat n. 1». Eine wichtige Inspirationsquelle war dabei Bob Dylan. Der Durchbruch gelang ihm 1972 mit dem vierten Album «Radici» und vor allem 1976 mit dem Album «Via Paolo Fabbri 43». In seiner über 50-jährigen Karriere veröffentlichte Guccini mehr als 20 Musikalben. Guccini gilt als einer der wichtigsten und beliebtesten Cantautori Italiens und prägte die Gattung des «Autorenlieds» ganz wesentlich mit. Seine Texte sind lyrisch herausragend und thematisch vielfältig, meistens leicht fatalistisch und häufig als Dokumente des Zeitgeists zu verstehen. Auch wenn er oft als sehr politisch engagiert wahrgenommen wurde, vermied er in seinen Texten weitestgehend offene politische Rhetorik zugunsten einer intimistischen Sprache. Guccini wurde vielfach ausgezeichnet, sowohl mit Musik- als auch mit Literaturpreisen. (*)
Sonderausstellung im Sensorium Rüttihubelbad, Walkringen, bis am 31. Dezember 2026
«Hundert Viecher»: Ausstellung im Kulturmuseum Bern, Schützenweg 22, Vernissage: Donnerstag, 13. August, 18 bis 21 Uhr – Finissage: Samstag, 19. September 2026, 18 bis 21 Uhr – Offen: Do, Fr, Sa, 14 bis 18 Uhr
Exposition Espace Libre, Visarte Biel-Bienne, 15.08 – 27.09.2026, Vernissage: 15.08.2026 16h00 im Rahmen des Pasquart Sommerfests – Dans le cadre de la fête d’été du Pasquart
Der am 13. März 1945 in Boulogne-Billancourt geborene französische Schriftsteller, Drehbuchautor und Journalist Didier Decoin (Bild) ist am 5. August 2026 in Villejuif gestorben. Didier Decoin war der Sohn des Filmemachers Henri Decoin. Er begann seine Karriere als Journalist bei den Zeitungen «France Soir», «Le Figaro» und «VOD», und bei Radio Europe 1. Zur gleichen Zeit begann er zu schreiben. 1977 wurde er für den Roman «John l’enfer» mit dem Prix Goncourt ausgezeichnet. Während er weiterhin eigene Werke schrieb, hatte er auch als Drehbuchautor für Film und Fernsehen Erfolg (Anpassungen und Skripte für Fernsehfilme wie die grossen Les Miserables, Der Graf von Monte Cristo, Balzac und Napoleon). Im Jahr 1995 wurde er Sekretär der Académie Goncourt. Seit 1995 war Decoin Mitglied der Académie Goncourt. 2020 wurde er Nachfolger des scheidenden Präsidenten Bernard Pivot. (*)
Wechselausstellung zu «Fürsorge und Zwang in der Schweiz», Anna Göldi Museum, Ennenda / Glarus, bis am 1. November 2026