Am Montag, 10. August 2026, wurde der junge japanische Pianist Hayato Sumino (Bild) im Rahmen seines Rezitals in der Kirche Saanen mit dem fünften Olivier Berggruen Prize geehrt. Das Konzert war Teil der 70. Jubiläumsedition des Menuhin Festival Gstaad und überzeugte mit einem eindrucksvollen Programm: Neben Werken von Frédéric Chopin, Thomas Adès, Igor Strawinsky und Camille Saint-Saëns begeisterte der Künstler das Publikum mit einer Auswahl seiner eigenen Kompositionen.

Bild: Hayato Sumino im Rahmen seines Rezitals am 10. August 2026 in der Kirche Saanen – Foto: © Raphael Faux
Der japanische Musiker nahm den Preis persönlich aus den Händen von Olivier Berggruen – langjähriger Förderer und Freund des Festivals – sowie von Festivalintendant Daniel Hope entgegen. Gemeinsam überreichten sie dem Ausnahmepianisten die Ehrung, mit der seine bemerkenswerte Karriere als junger Künstler gewürdigt wird.
Hayato Sumino begann als musikalisches Wunderkind und wurde schon mit 13 über seinen YouTube-Kanal «Cateen» bekannt. Der Gewinn des Grand Prix der PTNA Piano Competition 2018 markierte den Start seiner professionellen Laufbahn. 2019 folgten sein Debütalbum «Passion» und internationale Konzertauftritte. Beim Chopin-Wettbewerb 2021 erreichte er das Halbfinale und stellte mit 45’000 Live-Zuschauer:innen einen Streaming-Rekord auf.
In den folgenden Jahren etablierte Sumino sich weltweit als Konzertpianist, spielte mit renommierten Orchestern wie dem Chicago Symphony Orchestra, dem NHK Symphony Orchestra sowie den Symphonikern Hamburg, und er veröffentlichte erfolgreiche Alben wie «Human Universe» (2024) und «Chopin Orbit» (2026). Parallel wuchs das Publikum auf seinem YouTube-Kanal auf über 1,5 Millionen Abonnent:innen, was ihn zu einer der seltenen Figuren macht, die klassische Musik und digitale Reichweite auf höchstem Niveau vereinen.
Hayato Sumino ergänzt den Kreis der bisherigen Trägerinnen und Träger des Oliver Berggruen Prize und folgt auf Pallavi Mahidhara (Preisträgerin 2022), Alexandra Dovgan (Preisträgerin 2023), Kate Liu (Preisträgerin 2024) sowie Yunchan Lim (Preisträger 2025).
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Kommentare von Daniel Leutenegger