Mit dem Menuhin Conducting Prize setzt das Menuhin Festival Gstaad seine langjährige Förderung junger Dirigentinnen und Dirigenten fort. Der 2015 als Neeme Järvi Prize ins Leben gerufene Preis präsentierte sich 2026 mit einer weiterentwickelten Ausrichtung und einem stärkeren Fokus auf nachhaltige Nachwuchsförderung. Bei der 11. Verleihung des Preises wurden Leonhard Kreutzmann aus Deutschland und Tess Jackson aus dem Vereinigten Königreich gemeinsam mit dem Menuhin Conducting Prize gekürt. Gonzalo Alarcón Burriel aus Spanien wurde mit dem Publikumspreis ausgezeichnet.

Bild: Tess Jackson und Leonhard Kreutzmann sind die Preisträger:innen des Menuhin Conducting Prize 2026, der ihnen neue Gastdirigate ermöglicht – Foto: Raphael Faux
Zehn ausgewählte junge Dirigentinnen und Dirigenten arbeiteten seit dem 28. Juli 2026 im Rahmen der Conducting Academy intensiv mit Jaap van Zweden, Alexander Shelley, Johannes Schlaefli und Stef Collignon. Höhepunkt des Meisterkurses war das Finalkonzert am 13. August 2026 im Festival-Zelt Gstaad, bei dem sich die Finalist:innen der Jury und dem Publikum präsentierten. Durch den Abend führten Daniel Hope und Tamina Kallert, eine der bekanntesten Reise- und Kulturmoderatorinnen des deutschsprachigen Fernsehens.
Am Abschlusskonzert leiteten die zehn Finalist:innen das Gstaad Festival Orchestra, welches Edward Elgars Violinkonzert mit dem Solisten Raphael Nussbaumer und die Vierte Symphonie von Johannes Brahms aufführte.
Preisträger:innen
Tess Jackson (*2000) und Leonhard Kreutzmann (*2003) teilen sich den Menuhin Conducting Prize. Die Jury entschied, aufgrund des herausragenden Talentes beider jungen Dirigierenden einen Doppelpreis zu vergeben. Tess Jackson überzeugte mit ihrer souveränen Leistung im dritten Satz Allegro molto im Violinkonzert von Elgar. Leonhard Kreutzmann brachte kraftvoll und energetisch Brahms’ Sinfonie Nr. 4 zu einem krönenden Abschluss.
Die Preisträgerin und der Preisträger teilen sich ein umfangreiches Förderpaket: Gastdirigate mit allen fünf Partnerorchestern , die Wiedereinladung als Jurymitglied einer künftigen Conducting Prize Jury sowie die Gelegenheit, Jaap van Zweden bei einem Projekt mit einem seiner Orchester als Assistenz zu begleiten.
Neu wurde 2026 zudem ein Publikumspreis vergeben. Das Publikum stimmte während des Finalkonzerts digital über seinen Favoriten oder seine Favoritin ab. Mit 23 Prozent der Stimmen konnte der Spanier Gonzalo Alacrón Burriel (*2001) den Publikumspreis für sich gewinnen. Er leitete das Gstaad Festival Orchestra im ersten Satz von Elgars Violinkonzert im Allegro.
mfg
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Kommentare von Daniel Leutenegger