Radio SRF 2 Kultur, «Musik für einen Gast» vom heutigen Sonntag, 12.38 Uhr / Wiederholung am Samstag, 22. August 2026, 11.03 Uhr / Podcast

Bild: Giona A. Nazzaro – Foto: © Locarno Film Festival / Alessandro Crinari
Einen Grossteil seiner Jugend verbringt Giona A. Nazzaro im Kino. Heute ist der Publizist und ehemalige Filmkritiker künstlerischer Direktor des Filmfestivals Locarno und er hat in all den Jahren nichts von seiner Filmleidenschaft verloren.
Geboren wird Giona Nazzaro 1965 in der Schweiz als Sohn eines italienischen Ingenieurs. Die Familie lebt in Dübendorf, wo es das Kino Orion gibt, das er schon als Teenager regelmässig besucht. Dabei faszinieren ihn nicht nur die Filme der 1970er-Jahre wie «Der weisse Hai» und andere, sondern auch das Kino selbst. Das Gebäude, der Saal, die Ästhetik der Plakate. Dort zu verkehren war, als sei man schon erwachsen, sagt er heute über diese Zeit.
Später zieht die Familie nach Italien zurück, wo Giona Nazzaro Germanistik und Anglistik studiert. Dem Kino aber bleibt er treu. Er wird Filmkritiker, schreibt Bücher und übernimmt immer mehr Aufgaben an renommierten Festivals, bis er schliesslich die künstlerische Leitung des Filmfestivals Locarno übernimmt.
Von seiner Prägung im Kino und seiner Liebe zum Film, von der Bedeutung des Filmfestivals Locarno und seiner Aufgabe als künstlerischer Direktor, von seiner Verehrung für Roberto Rossellini und seiner Verortung in der Punkrevolution und natürlich von der ausserordentlich grossen Bedeutung der Musik für sein ganzes bisheriges Leben erzählt Giona A. Nazzaro im Gespräch mit Gastgeber Michael Luisier.
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Kommentare von Daniel Leutenegger