Im Frühjahr 2026 übergab Anouk Anouilh de Mestral den Nachlass ihres Vaters Jean Anouilh (1910-1987) dem Schweizerischen Literaturarchiv (SLA), das zur Schweizerischen Nationalbibliothek gehört. Das meldet das SLA heute mit Informationen und Illustrationen dazu.

Bild: Jean Anouilh mit seiner jünsten Tochter Anouk Anouilh de Mestral, um 1974 – Foto: © Privatsammlung
Jean Anouilhs Nachlass umfasst 80 Schachteln und konzentriert sich vor allem auf seine Jahre in der Schweiz. Von Majestäten (La Foire d’empoigne, 1962) bis zu Der Nabel (Le Nombril, 1981) bietet das Archiv einen einzigartigen Einblick in Anouilhs schriftstellerisches Schaffen.
Für die meisten Stücke dieser Zeit sind auch Manuskripte, Typoskripte sowie Anweisungen für die Inszenierung erhalten geblieben, und sie dokumentieren die Arbeit des Dramatikers. Seine Korrespondenz mit Persönlichkeiten aus Theater und Geisteswissenschaften umfasst zudem rund fünfzig Ordner.
Der Nachlass von Jean Anouilh ist von grosser Bedeutung für die Geschichte des europäischen Theaters und ergänzt die SLA-Bestände bedeutender Autorinnen und Autoren wie Hermann Hesse, Patricia Highsmith oder Rainer Maria Rilke, die ebenfalls in der Schweiz lebten.
Quelle / Mehr / Kontakt:
https://www.nb.admin.ch/de/newnsb/65iOsYCCK3PJ
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Kommentare von Daniel Leutenegger