8. November 2015
MONIQUE SCHWITTER ERHÄLT DEN SCHWEIZER BUCHPREIS 2015
Der diesjährige Schweizer Buchpreis geht an Monique Schwitter (Bild) für den Roman «Eins im Andern» (Literaturverlag Droschl). Die Jury würdigte das Buch als «facettenreiche Darstellung einer Liebesbiografie – kräftig, humorvoll und nachdenklich». Monique Schwitter erhält dafür 30'000 Franken, die weiteren Nominierten erhalten je 2'500 Franken. Die Preisverleihung fand im Theater Basel vor rund 400 Gästen statt und wurde von Radio SRF2 Kultur live übertragen.

Foto: zVg
«Eins im Andern» ist einer von fünf Titeln, welche die Jury im September aus 90 eingereichten Romanen und Essays von Schweizer Autorinnen und Autoren nominiert hat. Die weiteren Nominierten waren: Martin R. Dean mit «Verbeugung vor Spiegeln» (Jung und Jung Verlag), Dana Grigorcea mit «Das primäre Gefühl der Schuldlosigkeit» (Dörlemann Verlag), Meral Kureyshi mit «Elefanten im Garten» (Limmat Verlag) sowie Ruth Schweikert mit «Wie wir älter werden» (S. Fischer Verlag).
Teilnahmeberechtigt für den Schweizer Buchpreis 2015 waren deutschsprachige literarische und essayistische Werke von in der Schweiz lebenden oder Schweizer Autorinnen und Autoren, welche zwischen Oktober 2014 und September 2015 erschienen sind.
Die Expertenjury für den Schweizer Buchpreis wird regelmässig personell erneuert. Mitglieder der Jury für den Schweizer Buchpreis 2015 waren: Urs Bugmann (Literaturkritiker, neu), Corina Caduff (Kultur- und Literaturwissenschaftlerin, Professorin an der Zürcher Hochschule der Künste und Jury-Sprecherin), Susanne Jäggi (Buchhändlerin und Eigentümerin Buchhandlung Librium, Baden, neu), Susanna Petrin (Kulturredaktorin bei der «BZ Basel») und Heinrich Vogler (Literaturredaktor Schweizer Radio und Fernsehen SRF).
Finanziell unterstützt wird der Schweizer Buchpreis 2015 vom Schweizer Bücherbon sowie der Forlen-Stiftung.
Der Schweizer Buchpreis beabsichtigt, «mit der aktiven Werbung im Buchhandel sowie mit einer Lesetour durch die Schweiz und Nachbarländer eine öffentliche Diskussion über Bücher von deutschsprachigen Schweizer Autorinnen und Autoren zu animieren und dazu beizutragen, dass diese stärker wahrgenommen, gelesen und gekauft werden.» Dieses Ziel verfolgen die Initianten des Schweizer Buchpreises, der Verein LiteraturBasel und der Schweizer Buchhändler- und Verleger-Verband (SBVV), seit 2008 mit privaten Mitteln. Inzwischen hat sich der Schweizer Buchpreis als eine der bedeutendsten literarischen Auszeichnungen der Deutschschweiz etabliert und geniesst über die Landesgrenzen hinaus Beachtung.
cp
Kontakt:
http://www.schweizerbuchpreis.ch/
http://www.droschl.com/programm/buch.php?book_id=796
Auf dieser Webseite u.a. bereits erschienen:
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Mehr:
Eine Frau spürt den zwölf Männern ihres Lebens nach: In ihrem zweiten Roman «Eins im Andern» schreibt Monique Schwitter überzeugend von der Liebe. Und zwar so überzeugend, dass sie dafür den Schweizer Buchpreis 2015 erhält.
sda/dpa/kal
http://www.srf.ch/kultur/literatur/monique-schwitter-wird-mit-dem-schweizer-buchpreis-2015-geehrt
Schwitter, die seit 2010 in Hamburg lebt, hatte keine Dankesrede vorbereitet. Für die Verleihung des Deutschen Buchpreis, für den sie ebenfalls nominiert war, habe sie eine gehabt, sagte sie am Sonntag in Basel. Aber da sie sie nicht halten konnte, habe sie beschlossen, künftig nur noch für sich und die Leser zu schreiben – «wie ich es immer tue».
Das Rennen sei knapp gewesen, sagte Jury-Präsidentin Corina Caduff vor der Öffnung des Preisträger-Couverts. Die Diskussion habe dreieinhalb Stunden gedauert.
sda-ats
http://www.swissinfo.ch/ger/schweizer-buchpreis-fuer-monique-schwitter/41765398
Der Roman «Eins im Andern» von Monique Schwitter ist mit dem Buchpreis ausgezeichnet worden. Keine Überraschung, aber ein Fest.
Alexandra Kevdes
http://www.derbund.ch/kultur/buecher/schweizer-buchpreis-fuer-monique-schwitter/story/15121680
Einmal Liebe mit allem – dafür erhält Monique Schwitter den Schweizer Buchpreis
Monique Schwitter hat mit «Eins im Andern» eine Liebesgeschichte geschaffen, die über das übliche Geschlechtergeplänkel hinausgeht. Und beweist damit: Auch kleine Liebesgeschichten haben das Zeug zu grosser Literatur. Zurecht gewinnt sie dafür den Schweizer Buchpreis.
Naomi Gregoris
Die ehemalige Schauspielerin wurde 1972 in Zürich geboren und lebt mittlerweile in Hamburg. Sie war unter anderem an den Schauspielhäusern von Frankfurt, Graz und Hamburg engagiert. Für ihren Debütband «Wenn’s schneit beim Krokodil» (2005) wurde Schwitter mit dem Robert-Walser-Preis und dem Förderpreis der Schweizer Schillerstiftung ausgezeichnet. 2010 beendete sie ihre Bühnenkarriere und lebt seitdem als freie Schriftstellerin.
dpa / lno
Audio:
Der höchste Preis für eine Liebesgeschichte
Monique Schwitter gewinnt den diesjährigen Schweizer Buchpreis im Wert von 30’000 Franken. Ihr Roman «Eins im Andern» sei die Liebesbiographie einer Frau, kräftig, humorvoll, nachdenklich, hiess in der Begründung der Jury.
Die Autorin selbst erzählt, warum sie dieses Buch geschrieben hat, und wie sie ihre Rolle in der Gesellschaft sieht.
Samuel Wyss
Radio SRF 1, «Echo der Zeit» von heute Sonntag, 18 Uhr
Hören:
http://www.srf.ch/play/radio/popupaudioplayer?id=53d116fb-0677-42c7-bba2-ae40060fcbdc
Kommentare von Daniel Leutenegger