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15. März 2017

DER BAUPLAN VON PROJECT R STEHT

Der Businessplan von Project R sieht ein digitales Magazin vor, «das gross genug ist, in der öffentlichen Debatte Wirkung zu erzielen und schlank genug, um agil wachsen zu können». Project R wird mit zwei Gesellschaftsformen gebaut. Die Doppel-Gesellschaftsstruktur mit Genossenschaft und AG soll für ein stabiles Fundament sorgen. Sie räumt den Leserinnen und Lesern eine gewichtige Stimme ein. Mittels Crowdfunding wird bald die Nachfrage am Lesermarkt getestet.

Foto: Project R

Der Vorstand der Project R Genossenschaft

Dem strategischen Gremium der Genossenschaft gehören die folgenden Personen an: Nadja Schnetzler als Präsidentin, Susanne Sugimoto als Geschäftsführerin und Mitglied des Vorstandes, Clara Vuillemin als Mitglied des Vorstandes, Laurent Burst als Mitglied des Vorstandes.

Die Project-R-Crew schreibt heute in ihrem zweiten Newsletter:

«

Die erste Finanzierungsrunde ist jetzt so gut wie abgeschlossen, der Stand der Dinge ist folgender:

1.) Wir haben bisher 3,5 Millionen Franken an Investoren- und Spendengeldern zugesagt erhalten (also exakt die Hälfte der sieben Millionen, die wir in fünf Jahren bis zu dem Moment brauchen, in dem das digitale Magazin selbsttragend sein soll.)

2.) Damit diese Gelder ausgelöst werden, müssen wir das drittgrösste Crowdfunding überleben, das in der Schweiz je stattgefunden hat. Wir müssen mindestens 3’000 Leserinnen und Leser von uns überzeugen und 750’000 Franken sammeln.

Das heisst: Wir legen unser Schicksal in Ihre Hand. Wir werden Ihre Kühnheit, Ihr Vertrauen und nicht zuletzt etwas Geld von Ihnen brauchen. Der Start des Crowdfundings ist Ende April. Das Ganze wird knapp fünf Wochen dauern. Und wir werden etwas Lärm machen müssen.

Der Mai wird also ein interessanter Monat für uns alle. Schaffen wir die Dreiviertelmillion gemeinsam nicht, wird das Projekt liquidiert. Schaffen wir sie, wird danach die Redaktion aufgebaut. Und diese ist dann bereits für knapp zwei Jahre finanziert: Für jeden Franken, den Sie riskieren, kommen 4 Franken 66 von Investorinnen und Investoren dazu.

Kein Wunder, sind wir nervös. Aber das entbindet uns nicht von der Pflicht, vorwärts zu planen.

So gut wie fertig ist seit Ende Februar das Fundament des ganzen Unternehmens: die Rechtsform. Sie ist auf den ersten Blick kompliziert, auf den zweiten Blick klärt sie mehrere wichtige Fragen.

Unser Konzernmodell

Der junge Konzern wird, sofern er das Crowdfunding überlebt, zwei Gesellschaftsformen haben: eine Genossenschaft und eine AG.

Die Genossenschaft hat den Langzeitzweck, dem Journalismus seinen Platz als Wachhund in der Demokratie zu sichern. Die Aufgabe der Aktiengesellschaft wird sein, das digitale Magazin herauszugeben – mit Journalismus, der sich mit den grossen Debatten und Fragen beschäftigt, ohne Bullshit.

Der Vorteil dieser Struktur ist, dass die Aufgaben klar getrennt werden:

1.) Die Genossenschaft kümmert sich um alles, was die Institution des Journalismus stärkt in Zeiten, in denen die traditionellen Verlage ihr Geschäft verlassen. Die wichtigste Aufgabe ist die Entwicklung von Projekten – am Anfang ist das vor allem: das Magazin. Dazu baut die Project R Genossenschaft eine digitale Infrastruktur, die auch für alle anderen – Freunde wie Konkurrenten – nutzbar ist: Alles, was wir programmieren, veröffentlichen wir Open Source. Sie macht Veranstaltungen, von Debatten bis Filmreihen. Sie finanziert journalistische Projekte und Formate. Und sie kümmert sich um die Ausbildung von jungen Journalistinnen und Journalisten.

2.) Das digitale Magazin bleibt extrem schlank. Die Produktions-AG hat nur zwei Aufgaben zu erledigen: Marketing. Und einen Journalismus, der dieses Marketing rechtfertigt.

«

Kontakt:

https://project-r.construction/

https://project-r.construction/media/2017-03-15-aufbau

 

 

  • Beitrags Information
  • Author
  • Daniel Leutenegger
  • 15. März 2017
  • Journalismus

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