ch-cultura.ch
  • SUCHEN
  • ARCHIV
  • SPENDEN
  • KONTAKT
  • NEWSLETTER
    • Newsletter abonnieren
    • Newsletter-Archiv
  • LINKS
  • CH-CULTURA.CH
  • BÜRO DLB
    • Daniel Leutenegger (dlb)
    • Dienstleistungen
    • Tätigkeitsgebiete
    • Arbeitsweise
    • Publikationen
    • Veranstaltungen
    • O-Ton / Video
    • dlb-Vogel
    • Nostalgia
    • Merci
  • SUCHEN
  • ARCHIV
  • SPENDEN
  • KONTAKT
  • NEWSLETTER
    • Newsletter abonnieren
    • Newsletter-Archiv
  • LINKS
  • CH-CULTURA.CH
  • BÜRO DLB
    • Daniel Leutenegger (dlb)
    • Dienstleistungen
    • Tätigkeitsgebiete
    • Arbeitsweise
    • Publikationen
    • Veranstaltungen
    • O-Ton / Video
    • dlb-Vogel
    • Nostalgia
    • Merci

15. September 2017

«KLOSTER EINSIEDELN. PILGERN SEIT 1’000 JAHREN»

Ausstellung im Landesmuseum Zürich, vom 16. September 2017 bis am 21. Januar 2018

Bild oben: Pilger hängten Wachsvotive als Zeichen des Dankes an die Gnadenkapelle. Die Motive geben Aufschluss über die damit verbundenen Wünsche. 18.-19. Jahrhundert. Kloster Einsiedeln, Kunstsammlung. Foto: © Schweizerisches Nationalmuseum

In einer umfassenden Ausstellung zeigt das Landesmuseum Zürich die über 1000jährige Geschichte des Klosters Einsiedeln und seiner Wallfahrt. Das Kloster ist mit über 300 Objekten aus dem 9. bis 20. Jahrhundert der grösste Leihgeber der Schau. Viele Exponate verlassen die Klostermauern zum ersten Mal.

Das Kloster Einsiedeln ist eines der bedeutendsten internationalen Pilgerziele. Von Meinrads bescheidener Klause um 860 bis zur heutigen barocken Klosterkirche durchlebte die Abtei zahlreiche Blütezeiten, aber auch Krisen. Im Laufe der über 1000jährigen Geschichte suchten Millionen von Gläubigen die Pilgerstätte auf. Päpste, Kaiser, Könige, Bürgerinnen und Bürger bedachten das Kloster mit Privilegien, Geschenken und Spenden.

Die in enger Zusammenarbeit mit dem Kloster Einsiedeln entstandene Ausstellung im Erweiterungsbau des Landesmuseum erzählt von der religiösen und politischen Geschichte, der Marienverehrung sowie von der bis heute andauernden Bedeutung des Klosters als Pilgerstätte.

Aufstieg zum Wallfahrtsort

Die Anfänge Einsiedelns als Kloster und Pilgerziel liegen im 9. Jahrhundert und gehen auf den heiligen Meinrad zurück. 861 soll er der Legende nach von zwei Räubern ermordet worden sein. An der Stätte seines Wirkens wird 934 ein Benediktinerkloster errichtet. Schon früh kann es auf ein bedeutendes Netzwerk zählen. Dank der Förderung durch Kaiser Otto I. entwickelt es sich zu einem überregionalen religiösen Zentrum.

Die Kapelle – zu Ehren von Meinrad am Standort seiner ehemaligen Zelle errichtet – wird ab dem Hochmittelalter zu einem Wallfahrtsort. Dies vor allem dank der ab dem 12. Jahrhundert verkündeten Legende der Engelweihe. Demnach soll Christus persönlich die Kapelle geweiht haben. Die Legende gründet auf einer Papst Leo VIII. zugeschriebenen, aber gefälschten Urkunde. Ab dem 13. Jahrhundert wird die in der Kapelle stehende Figur der Muttergottes zum Ziel der Verehrung.

Gaben für Maria

Hauptziel der Pilger ist das sogenannte Gnadenbild: Eine mit einem Umhang bekleidete Marienfigur mit Jesuskind, die Schwarze Madonna. Nicht nur gläubige Bürgerinnen und Bürger baten die Einsiedler Madonna um Schutz, Hilfe und Heilung, sondern auch der Adel aus den umliegenden Ländern fühlte sich dem Ort verbunden. Entsprechend zahlreich sind die Geschenke, Spenden und Votivgaben. Von einfacheren gemalten Votivtafeln bis hin zu punkvollen Goldkelchen werden die Gaben bis heute in Erinnerung an frühere Pilger aufbewahrt. So zählen etwa eine Krone von Erzherzog Maximilian III. oder ein blumenbestickter Teppich von Kaiser Leopold I., beide aus dem 17. Jahrhundert, zu den Kostbarkeiten.

Auch zahlreiche Gewänder für die Maria finden sich unter den regelmässigen Schenkungen. Die Ausstellung präsentiert einen einmaligen Überblick von 17 Kleidern, vom ältesten erhaltenen Kleid – dem Engelweihekleid von 1685 – bis hin zu zeitgenössischen Schenkungen aus Korea und Indien.

Aus der Asche zur neuen Blüte

Die Abtei überstand zahlreiche Brände und dank der Ausstrahlung des Pilgerortes auch mehrere Krisen. Die Folgen der französischen Revolution und der Helvetik führen zu den grössten Zäsuren in der Geschichte des Klosters. 1798 plünderten französische Truppen den heiligen Ort. Wertgegenstände wurden geraubt, Bilder sowie Mobiliar zerstört, Bücher eingestampft und die Pferde verschenkt.

Auch die Gnadenkappelle wurde Stein für Stein abgebaut, um die Wallfahrt zu unterbinden. Dessen Heiligstes, das Gnadenbild, konnten die Mönche rechtzeitig in Sicherheit bringen. Nach dem Abzug der Franzosen kehrt das Gnadenbild 1803 nach Einsiedeln zurück – und mit ihm die Pilger. Als im 19. Jahrhundert europaweit eine neue Welle der Frömmigkeit einsetzte, begann auch für Einsiedeln eine neue Blütezeit. Mit dem Ausbau des Eisenbahnnetzes war die Zeit der Massenwallfahrt gekommen: Um 1830 zog es jährlich rund 30’000 Pilger nach Einsiedeln. Heute besuchen pro Jahr eine halbe Million Menschen Dorf und Kloster.

Die Szenografie der mit Filmdokumenten, Musik und Hörstationen angereicherten Ausstellung stammt von Holzer Kobler Architekturen Zürich.

snm

Kontakt:

https://www.nationalmuseum.ch/d/microsites/2017/Zuerich/Einsiedeln.php

einsiedeln

Bild: Das Kloster Einsiedeln um 1840/1850. Öl auf Holz. Kloster Einsiedeln, Kunstsammlung. Foto: © Schweizerisches Nationalmuseum

  • Beitrags Information
  • Author
  • Daniel Leutenegger
  • 15. September 2017
  • Museum, Ausstellung, Galerie

Vorheriger Beitrag

«DIE SATIRE-FRAKTION» MIT LISA CATENA UND GÄSTEN

Nächster Beitrag

ZUM TOD DES US-AMERIKANISCHEN SCHAUSPIELERS UND MUSIKERS HARRY DEAN STANTON

Daniel Leutenegger

Daniel Leutenegger

Redakteur

Beiträge von Daniel Leutenegger

  • Adrian Flury und Eva Gevorgyan - Foto: © Thomas Entzeroth
    PIANISTIN EVA GEVORGYAN ERHÄLT DEN MIT 50’000 FRANKEN DOTIERTEN PRIX SERDANG 2026

    11. Juni 2026

  • Kunsthaus Zug bei Nacht - Foto: © Kunsthaus Zug, https://kunsthauszug.ch/de/about/kunsthaus-zug-2
    ZUGER KUNSTGESELLSCHAFT: STREIT, LAUTE TÖNE UND ABWAHL

    11. Juni 2026

  • Eurovision Song Contest 2027, Musikalischer Leiter: Lasse Nymann, hier im Nylan Musci Studio Berlin, 2026 - Foto: © SRF / Elsa Søllesvik
    MUSIKALISCHE LEITUNG SCHWEIZER DELEGATION ESC: LASSE NYMANN FOLGT AUF PELE LORIANO

    11. Juni 2026

  • «Heidi», Lancierungsbild Koproduktion RTL+/SRF (v.l.) Janos de Weck als Peter, Neah Hefti als Heidi und Christian Kohlund als Alpöhi, 6.6.2026 - Foto: © SRF/RTL+ / Pascal Bünning
    BERGELL: DREHARBEITEN ZUR NEUEN «HEIDI»-SERIE VON SRF UND RTL

    11. Juni 2026

  • Gerhard Johann Lischka, 2024 - Foto: © Alexander Egger, https://www.alexanderegger.ch/
    DER WAHLBERNER KULTURPHILOSOPH UND KUNSTVERMITTLER GERHARD JOHANN LISCHKA IST GESTORBEN

    10. Juni 2026

Kommentare von Daniel Leutenegger

Previous post « Next post »

© 2026 ch-cultura.ch – Schweizer Online-Kultur-Plattform

  • NUTZUNGSBEDINGUNGEN
  • DATENSCHUTZ
  • IMPRESSUM
Facebook LinkedIn Instagram X

Wir verwenden Cookies, um Ihnen das beste Erlebnis auf unserer Website zu bieten.
Mehr darüber erfahren Sie in den .

ch-cultura.ch
Übersicht

Diese Website verwendet Cookies, damit wir Ihnen die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in Ihrem Browser gespeichert und dienen dazu, Sie wiederzuerkennen, wenn Sie auf unsere Website zurückkehren, und unserem Team zu helfen, zu verstehen, welche Bereiche der Website Sie am interessantesten und nützlichsten finden.

Lesen Sie unsere Informationen zum Datenschutz, um mehr zu erfahren.

Notwendige Cookies

Notwendige Cookies sollte immer aktiviert sein, damit wir Ihre Präferenzen für Cookie-Einstellungen speichern können.

Wenn Sie dieses Cookie deaktivieren, können wir Ihre Einstellungen nicht speichern. Das bedeutet, dass Sie jedes Mal, wenn Sie diese Website besuchen, Cookies erneut aktivieren oder deaktivieren müssen.

Google Analytics

Diese Website verwendet Google Analytics, um anonyme Informationen wie die Anzahl der Besucher auf der Website und die beliebtesten Seiten zu sammeln.

Wenn Sie dieses Cookie aktiviert lassen, können wir unsere Website verbessern.

<p>Bitte aktivieren Sie zunächst "Notwendige Cookies", damit wir Ihre Einstellungen speichern können!</p>