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16. November 2017

«DIE HÄLFTE DER PROFESSIONELLEN KÜNSTLERINNEN UND KÜNSTLER LEBT AM EXISTENZMINIMUM»

Kampagne des Schweizerischen Bühnenkünstlerverbands (SBKV)

Bild: SBKV, http://www.sbkv.com/

Der SBKV schreibt: «Wenn Bauern mehr Subventionen wollen, blockieren sie mit ihren Traktoren die Innenstadt Berns und deponieren eine Ladung Mist vor dem Bundeshaus. Das gibt beeindruckende Bilder, die Medien berichten flächendeckend, was sofort Druck aufbaut. Ihre Ziele erreichen die Bauern mit Powerplay in den Kommissionen.

Profi-Künstlerinnen und -Künstler können sich solche Provokationen nicht erlauben. Sie sind in einer schwierigen Situation: Vor Jahresfrist brachte eine Erhebung von Suisseculture Sociale bei 2’400 Kunstschaffenden zu Tage, dass mehr als die Hälfte von ihnen am Existenzminimum lebt. Von einer soliden Altersvorsorge können die meisten nur träumen; für Freischaffende ist ein Nebenerwerb Standard, sonst kämen viele nicht über die Runden. An den festen Schauspiel- und Theaterhäusern werden monatliche Einstiegsgagen zwischen 3’600 und 3’900 Franken brutto bezahlt. 

Es ist an der Zeit, die breite Öffentlichkeit auf die prekäre Situation aufmerksam zu machen und gemeinsam einen Weg für faires Entgelt zu finden. Das ist eine Herausforderung, aber die Arbeit der Künstlerinnen und Künstler sollte nicht nur Wertschätzung erfahren, sondern auch als Wert wahrgenommen und fair bezahlt werden.»

Der SBKV lanciert in diesen Tagen eine Kampagne, die sich direkt an KulturfördererInnen, PolitikerInnen und Medien richtet.

Die breite Öffentlichkeit wird über die sozialen Medien mit dem Clip

-> https://www.youtube.com/watch?v=QC9imN2sI_U <-

auf die tiefen Gagen der darstellenden Künstlerinnen und Künstler aufmerksam gemacht.

KulturfördererInnen sollen in Zukunft bei Projektfinanzierungen und Subventionsverträgen das Augenmerk auch auf faire Gagen richten, fordert der SBKV.

cp 

Flyer: http://www.sbkv.com/fileadmin/user_upload/Flyerelektronisch.jpg

Kontakt:

http://www.sbkv.com/

 

  • Beitrags Information
  • Author
  • Daniel Leutenegger
  • 16. November 2017
  • Kulturförderung, Kulturvermittlung, Kultur- und Medienpolitik

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