20. August 2018
«FOKUS SAMUEL BURI»
Ausstellung im Kunstmuseum Basel, vom 23. August bis am 11. November 2018

Bild: Samuel Buri, zur Burgunderbeute, 1963, Kunstmuseum Basel – Foto: Martin P. Bühler
Der Künstler Samuel Buri (*1935) schenkt der Öffentlichen Kunstsammlung Basel das bedeutende Frühwerk zur Burgunderbeute von 1963 sowie ein weiteres Gemälde «und ergänzt den Bestand seiner Werke damit in markanter Weise», wie das Kunstmuseum Basel schreibt.
Aus Anlass dieser Schenkung präsentiert das Kunstmuseum Basel die Gemälde im Kontext weiterer Werke Buris aus der Sammlung sowie aus dem Besitz des Künstlers. Arbeiten von Künstlern aus seinem Umfeld, beispielsweise seiner Lehrer an der Basler Allgemeinen Gewerbeschule, ergänzen die Präsentation.
«Fokus Samuel Buri» erzählt damit ein spannendes Kapitel der Basler Kunstgeschichte des vergangenen Jahrhunderts mit Werken von Franz Fedier, Lenz Klotz, Martin Christ und der Gruppe Rot-Blau.
Künstler Samuel Buri über die Schenkung: «In Anerkennung der neuen Wertschätzung und Präsentation der Basler Malerei im Kunstmuseum habe ich eine Schenkung von meinen früheren Werken angeboten. Dies auch, um meine in der Sammlung befindliche Werkgruppe abzurunden. Dass daraus ein Saal mit ‚Fokus Samuel Buri‘ entstanden ist, ehrt und freut mich.»
Direktor Josef Helfenstein über die Schenkung: «Ich freue mich sehr über Samuel Buris Angebot. Sein Geschenk gibt uns Gelegenheit, die Werkgruppe dieses Künstlers bedeutend zu erweitern, und dies zugleich mit einer Präsentation zu feiern.»
Biografie Samuel Buri
Samuel Buri wurde 1935 in Täuffelen im Berner Seeland geboren. 1948 zog seine Familie nach Basel um, wo Buri ab 1953 die Allgemeine Gewerbeschule Basel bei Walter Bodmer, Max Sulzbachner, Martin Christ, Georg Schmidt u.a. besuchte.
Buri malt in stets leuchtender Farbigkeit oft grossformatige Bilder in klassischen Malereigattungen wie Stilleben, Porträt oder Landschaft. Er lässt sich dabei immer wieder von unterschiedlichen Kunstrichtungen und Künstlern inspirieren.
Seine Bilder erzählen keine Geschichten, sondern vermitteln einen optischen Eindruck. Die Wahl der Motive erscheint durch Farbkombinationen und rhythmisierte Zonen geleitet, die aus Farben entstehen, und nicht umgekehrt. Gemalt wird in einer Farbpalette, die das naturalistische Spektrum schon lange hinter sich gelassen hat.
Nach Abschluss der Gewerbeschule 1956 löste Buri sich von der gegenständlichen Malerei und malte hauptsächlich abstrakte Natureindrücke. Damals entstand beispielsweise das sich in der Öffentlichen Kunstsammlung Basel befindliche Werk Sommer (Triptychon) von 1958.
Das nun geschenkte Gemälde zur Burgunderbeute (1963) steht am Ende dieser Phase: Das Werk nimmt Elemente der Heraldik mit auf und paraphrasiert – in der Verwendung der Farben Rot, Weiss und Blau – in umgekehrter Reihenfolge die französische Flagge.
Buri lebte und arbeitete ab Ende der Fünfziger Jahre in Paris und war dort, neben der für ihn prägenden Ecole de Paris, auch mit der amerikanischen Pop Art konfrontiert.
kmb
Kuratorin: Claudia Blank
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Kommentare von Daniel Leutenegger