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26. September 2019

WIE BI IST BILINGUE? SPRACHENKONFLIKTE IN FRIBOURG/FREIBURG UND BIEL/BIENNE

Radio SRF 1, «Schnabelweid» vom heutigen Donnerstag, 21.03 Uhr

Bild: Strassenschild in Biel/Bienne – Foto: Roland Zumbuehl, https://commons.wikimedia.org/wiki/User:Roland_Zumbuehl, 2005 – Lizenz: https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.en – Datei: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:2005-Biel-Quellgasse.jpg

Die Städte Biel/Bienne und Fribourg/Freiburg sind beide zweisprachig, doch ihr Umgang mit den Sprachen ist grundverschieden. Zum Tag der Mehrsprachigkeit unternimmt die «Schnabelweid» einen Ausflug ins sprachliche Konfliktgebiet und spricht mit Betroffenen und ExpertInnen.

Die Stadt Biel gilt als grosses Vorbild, was die Zweisprachigkeit angeht: Egal, ob man (Schweizer-)Deutsch oder Französisch spricht, das Gegenüber wird einem verstehen und in der gleichen Sprache antworten. Anders ist die Situation dagegen in Freiburg: Dort ist Französisch ganz klar die Sprache der Mehrheit, und wer ausschliesslich Deutsch redet, steht bald vor einem grösseren Problem.

Von Sprachmehrheiten und -minderheiten

Warum das so ist, wissen Rainer Schneuwly, Journalist aus Freiburg und Virginie Borel, Geschäftsleiterin des Forums für Zweisprachigkeit in Biel. Schneuwly als deutschsprachiger Freiburger und Borel als französischsprachige Bielerin gehören beide in ihren Städten jeweils zur sprachlichen Minderheit.

In Biel ist man unverkrampfter als in Freiburg

Rainer Schneuwly erklärt in seinem Buch «bilingue – Wie Freiburg und Biel mit der Zweisprachigkeit umgehen» und in der Sendung die Hintergründe der unterschiedlichen Situationen in den beiden Städten.

Virginie Borel spricht über die schwierige Aufgabe, das Bewusstsein für die Zweisprachigkeit zu stärken und sie weiss, warum die Stadt Biel ein viel unverkrampfteres Verhältnis zwischen den Deutsch- und Französischsprachigen pflegen kann.

Die Zweisprachigkeit ist sowohl in Freiburg als auch in Biel ein politischer Dauerbrenner. Die Schwelle zwischen den beiden Sprachen soll abgebaut werden, darin ist man sich mehrheitlich einig. Die Frage, wie weit und mit welchen Mitteln sie abgebaut werden soll, ist allerdings immer noch strittig. Ein Weg ist zum Beispiel das jährliche «Rendez-vous bilingue» in Freiburg/Fribourg, wo die «Schnabelweid» auf der Strasse etwas Feldforschung betrieben hat.

Radio-Link:

https://www.srf.ch/sendungen/schnabelweid/wie-bi-ist-bilingue-der-sprachenkonflikt-in-freiburg-und-biel

Zum Buch:

Rainer Schneuwly: bilingue. Wie Freiburg und Biel mit der Zweisprachigkeit umgehen. Verlag Hier und Jetzt 2019, https://www.hierundjetzt.ch/de/catalogue/bilingue_19000014/ 

#bilingue #FribourgFreiburg #BielBienne #Sprachenkonflikt #Zweisprachigkeit #Sprachmehrheit #Sprachminderheit #RainerSchneuwly #VirginieBorel #CHcultura @CHculturaCH ∆cultura cultura+

 

  • Beitrags Information
  • Author
  • Daniel Leutenegger
  • 26. September 2019
  • Politik und Gesellschaft

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