14. Dezember 2024
ZUM TOD DES DEUTSCHEN FILMREGISSEURS WOLFGANG BECKER («GOOD BYE, LENIN!»)
Der an 22. Juni 1954 in Hemer (Nordrhein-Westfalen) geborene deutsche Filmregisseur und Drehbuchautor Wolfgang Becker (Bild) ist am 12. Dezember 2024 in Berlin gestorben. Er trat gelegentlich auch als Schauspieler, Kameramann, Filmeditor und Filmproduzent in Erscheinung. Seinen grössten Erfolg feierte Wolfgang Becker mit der 2003 erschienenen, weltweit gezeigten und vielfach ausgezeichneten Tragikomödie «Good Bye, Lenin!».

Bild: Wolfgang Becker, 2009 – Foto: Siebbi, https://www.ipernity.com/home/siebbi – Lizenz: https://creativecommons.org/licenses/by/3.0/deed.en – Datei: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Wolfgang_Becker_o.jpg
Good Bye, Wolfgang!
Nach langer Krankheit starb der Regisseur von «Good Bye, Lenin!» und «Das Leben ist eine Baustelle». Bis zuletzt hat er noch gedreht.
Peter Zander
Ein Hauch von Lubitsch
Wolfgang Becker besaß ein Gespür fürs richtige Timing und wusste, dass eine Pointe am besten trifft, wenn sie auf kollektive Gefühle zielt. Mit ihm kehrte ein Hauch vom Lubitsch-Touch ins deutsche Kino zurück. Die Londoner «Times» nannte «Good Bye, Lenin!» den «witzigsten Film aus Deutschland seit einem Jahrhundert».
Christian Schröder
https://www.tagesspiegel.de/kultur/nachruf-auf-wolfgang-becker-ein-hauch-von-lubitsch-12874810.html
Der bärbeißige Perfektionist
Wolfgang Becker drehte nur wenige Filme, aber die hatten es in sich. Seine Wende-Komödie «Good Bye, Lenin!» war ein enormer Hit und zeigte der Welt, dass deutsche Filme witzig sein können.
Lars-Olav Beier
«Wind der Geschichte durch eine kleine Plattenbauwohnung»
Wegen der Mauerfallkomödie «Good Bye, Lenin!» wurde ihm in Interviews oft die Frage gestellt, ob er nun aus dem Osten oder Westen komme, erzählte Becker gern. «Hätte man auch googeln können.» In den Gesprächen zu «Good Bye, Lenin!» sei er auch oft gefragt worden, wo er am Tag des Mauerfalls gewesen sei und ob er sich als Erfinder der Ostalgie sehe.
Bei «Good Bye, Lenin!» habe er den Wind der Geschichte durch eine kleine Plattenbauwohnung wehen lassen wollen, sagt Becker. Die Zeitgeschichte als Hintergrund, eine Familie im Vordergrund. Und über allem schwebt eine Lüge.
dpa
Der Filmemacher wurde mit «Good Bye, Lenin!» weltberühmt – und ließ sich zwischen seinen Werken auch mal mehr als ein Jahrzehnt Zeit
Um berühmt zu werden, merkte Wolfgang Becker gerne selbstironisch an, sei sein Allerweltsname ganz schlecht gewesen. Ruhm, so Becker, mache Sinn, wenn man Tom Tykwer oder Wim Wenders heiße, «diese Alliterationsnamen. Ich hingegen heiße oft Werner Becker oder Wolfgang Berger».
David Steinitz
Wolfgang Becker, ‘Good Bye, Lenin!’ Director, Dies at 70
His German comedy about the fall of the Berlin Wall was a global hit and made Daniel Brühl a star.
In 1994, Becker co-founded Berlin production company X Filme Creative Pool with his directing friends Tom Tykwer and Dani Levy and producer Stefan Arndt. His first feature for X Filme, Das Leben ist eine Baustelle (Life is all You Get) (1997), was his commercial breakout. It premiered at the Berlin Film Festival and won three awards. X Filme was a driving force in revitalizing the German cinema scene in the late 1990s and early 2000s with such features as Tykwer’s Run Lola Run (1998) and Levy’s Go for Zucker! (2004).
Scott Roxborough
Videos:
GOOD BYE, LENIN! – Offizieller Trailer (deutsch)
moving history 2019 | 29.09. | Goodbye, Lenin! (2003) | Wolfgang Becker im Gespräch
Mehr:
https://x-filme.de/personen/wolfgang-becker
https://www.imdb.com/de/name/nm0065615
https://www.filmportal.de/person/wolfgang-becker_743d1947832a40f6991acf28fe951883
https://www.deutsche-filmakademie.de/mitglieder/39
https://www.munzinger.de/search/go/document.jsp?id=00000022502
https://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Becker_(Regisseur,_1954)
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Kommentare von Daniel Leutenegger