Der am 17. April 1937 in Zürich geborene Schweizer Bildhauer und Plastiker James Licini (Bild) ist am 27. Juli 2025 gestorben. Nach einer Lehre als Schmied arbeitete James Licini von 1955 bis 1959 zuerst als Eisenleger auf dem Bau, nachher als Kassen- und Bauschlosser. Als Plastiker war Licini Autodidakt und sah sich nicht als Künstler, sondern als Stahlbauer. Er arbeitete mit Doppel-T-Trägern, Winkeleisen und Stahlplatten, die er direkt aus der industriellen Produktion bezog. 1968 erstellte er erste abstrakte Eisenplastiken. 1971 und 1972 folgten Studienreisen in die USA, später nach Spanien und Mexiko. Vor allem in den 1970er-Jahren erhielt Licini mehrere Stipendien, unter anderem von Stadt und Kanton Zürich, sowie 1974 ein Eidgenössisches Kunststipendium. (*)

Bild: James Licini, 2015 – Foto: Adrian Michael, https://commons.wikimedia.org/wiki/User:Parpan05 – Lizenz: https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.en – Datei: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:James_Licini_a.jpg
Vom Schmied zum Eisenplastiker
Sein Minimalismus zielt auf die Urform: das aus drei Quadern bestehende Tor.
Die Kunst wurde dem 1937 in Zürich geborenen James Licini nicht in die Wiege gelegt. Im Kreis 4, wo damals hauptsächlich aus Italien zugewanderte Arbeiterfamilien lebten, wuchs er auf. Der Grossvater war aus dem Veneto eingewandert. Der Vater, gelernter Schmied, arbeitete als Bauarbeiter und stürzte vom Gerüst, als Licini ein Jugendlicher war. Die Mutter, eine Walliserin, zog ihre Kinder allein auf. James Licini wurde Schmied. Auf sein Können war er stolz. Technische Präzision sollte sein Markenzeichen werden.
Matthias Frehner
https://www.nzz.ch/feuilleton/vom-schmied-zum-eisenplastiker-nachruf-auf-james-licini-ld.1895549
Bekannt für seine monumentalen Eisenplastiken
Vor allem seit den 1990er-Jahren wurden Licinis Plastiken regelmässig in Ausstellungen gezeigt. So stellte er etwa 1997 im Forum Kunst im deutschen Rottweil aus, ein Jahr später in der Galerie Andy Jllien in Zürich oder nach der Jahrtausendwende verschiedentlich an der Schweizerischen Triennale der Skulptur in Bad Ragaz sowie im Kunstmuseum Bern.
Keystone-SDA
Videos:
Porträt des Plastikers James Licini, Fernsehen DRS, «Karussell», 21.11.1985, 6 Min
Kunst(Zeug)haus | James Licini, Stahlbau | Karin Kurzmeyer, Massage, 2016
Mehr:
https://www.artnet.com/artists/james-licini/past-auction-results
https://www.scheidegger-spiess.ch/produkt/james-licini-15-stahlbauten-in-ascona/661
https://kunstfoyer.ch/james-licini/
https://www.kunstbulletin.ch/de/users/james-licini
https://reisememo.ch/schweiz/james-licini-stahlplastik-lago-maggiore
https://www.kollerauktionen.ch/de/fachgebiete/schweizer-kunst/licini_-james/
https://www.wikiart.org/de/james-licini
(*) https://de.wikipedia.org/wiki/James_Licini

Bild: Werk vom James Licini, Cortenstahl, Höhe 114 cm, Gemeindeverwaltung Urdorf – Foto: Dnalor11 – Lizenz: https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.en – Datei: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:James_Licini_Urdorf.jpg
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Kommentare von Daniel Leutenegger