5. Februar 2026
DER SOLOTHURNER LITERATURPREIS 2026 GEHT AN MONIKA RINCK AUS DEUTSCHLAND
Die Verleihung des Solothurner Literaturpreises findet am Sonntag, 17. Mai 2026, um 11.30 Uhr im Stadttheater Solothurn im Rahmen der Solothurner Literaturtage statt. Die dreiköpfige Jury bestehend aus Florian Bissig, Marie Caffari und Ralph Müller würdigt die deutsche Autorin Monika Rinck für ihr literarisches Œuvre. Der Preis ist mit 15'000 Franken dotiert.

Bild: Monika Rinck – Foto: © Ute Rinck
In ihrer Begründung schreibt die Jury:
«Die 1969 geborene deutsche Schriftstellerin, die insbesondere Lyrik, aber auch literarische Prosa und Essays verfasst, ist eine der innovativsten und kompromisslosesten poetischen Stimmen der deutschsprachigen Literatur. Ihre Texte sind raffiniert und vielschichtig und zugleich ein sinnliches Fest und Spiel der Klänge und Rhythmen. Rincks künstlerisches Schaffen ist begleitet und durchdrungen von theorieaffiner Selbstreflexion und geprägt von einem ständigen Drang zur Erweiterung der poetischen Ausdrucksmittel. Ihr Schreiben fusst oft auf Recherchen und stellt sich konkreten und drängenden Themen der heutigen Gesellschaft, etwa der Klimakrise, der Verkehrspolitik, der Ungleichheit oder der Künstlichen Intelligenz. Rinck schreibt hochvirtuos und fordert ihre Leserschaft, dabei machen ihre Verspieltheit, ihr Humor und ihre Performances die Poesie zum Ereignis. In der Welt der Lyrik ist Monika Rinck, die auch als Übersetzerin, Herausgeberin, Vermittlerin und Dozentin wirkt, längst bekannt, geschätzt und vielfach ausgezeichnet. Die Auszeichnung mit dem Solothurner Literaturpreis 2026 soll dazu beitragen, dass breitere Leser:innenschaften Monika Rinck entdecken.»
Monika Rinck, 1969 in Zweibrücken geboren, studierte Religionswissenschaft, Geschichte und Vergleichende Literaturwissenschaft in Bochum, Berlin und Yale. Heute lebt sie in Berlin und Köln, wo sie als Professorin für Literarisches Schreiben an der Kunsthochschule für Medien lehrt. Sie hielt diverse Poetikvorlesungen, wie etwa 2024 die Walter-Höllerer-Vorlesung an der Technischen Universität Berlin und die Zürcher Poetikvorlesungen.
Seit ihrem Debut 1998 veröffentlichte Monika Rinck zahlreiche Lyrikbände sowie Prosa, Essays und Übersetzungen. Zu ihren Veröffentlichungen gehören u.a. «Begriffsstudio 1996–2001» (2001), «Ah, das Love-Ding!» (2006), «Honigprotokolle» (2012), «Risiko und Idiotie» (2015), «Champagner für die Pferde (2019), «Alle Türen» (2019) und «Höllenfahrt und Entenstaat» (2024).
Monika Rinck wurde u.a. mit dem Kleist-Preis (2015), dem Ernst-Jandl-Preis (2017), dem Berliner Literaturpreis (2021) und dem Friedrich-Hölderlin-Preis der Stadt Bad Homburg (2022) ausgezeichnet.
Der Solothurner Literaturpreis wird für ein deutschsprachiges Œuvre verliehen, «das durch literarische Qualität, künstlerische Individualität und inhaltliche Relevanz hervorsticht». Die Preissumme CHF 15’000 Franken. Vergeben wird der Preis seit 2022 vom Verein Solothurner Literaturtage.
cp
Kontakt:
https://solothurner-literaturpreis.ch/
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Kommentare von Daniel Leutenegger