Eva Vitija (Bild) erhält den mit CHF 60'000 dotierten «Prix de Soleure» für ihr Erstlingswerk «Das Leben drehen – Wie mein Vater versuchte, das Glück festzuhalten». Der mit CHF 20'000 dotierte «Prix du Public» 2016 geht an den Film «Lina» von Michael Schaerer.

Foto: solothurnerfilmtage.ch
Die 51. Solothurner Filmtage gingen heute mit der Verleihung des «Prix de Soleure» und des «PRIX DU PUBLIC» zu Ende. Ausgezeichnet wurden «Das Leben drehen – Wie mein Vater versuchte, das Glück festzuhalten» von Eva Vitija und «Lina» von Michael Schaerer. In den vergangenen acht Tagen wurden gemäss einer ersten Hochrechnung rund 65’000 Eintritte gezählt.
Den «Prix de Soleure» nahm die Basler Regisseurin Eva Vitija für ihren Erstling «Das Leben drehen – Wie mein Vater versuchte, das Glück festzuhalten» entgegen. Julia Jentsch, Călin Peter Netzer und Heidi Tagliavini begründeten ihren Entscheid mit «dem Mut der Regisseurin, ihr eigenes Leben und die Geschichte ihrer Familie aufzuarbeiten». Ihr Film zeige, wie wichtig es sei, sich dem eigenen Schicksal zu stellen.
Die mit 60’000 Franken dotierte Auszeichnung wird getragen vom Fonds «Prix de Soleure» sowie dem Kanton und der Stadt Solothurn. Die Preissumme geht je zur Hälfte an Regie und Produktion. «Das Leben drehen – Wie mein Vater versuchte, das Glück festzuhalten» ist Eva Vitijas Abschlussfilm im Studiengang Regie an der ZHdK (Zürcher Hochschule der Künste), produziert von SwissDok. Der Dokumentarfilm startet am 5. Mai 2016 im Kino.
Michael Schaerer erhielt für «Lina» den mit 20’000 Franken dotierten Publikumspreis. Am Sonntag war Hauptdarstellerin Rabea Egg für die Rolle der Titelheldin bereits mit dem Schweizer Fernsehfilmpreis 2016 ausgezeichnet worden. Der «PRIX DU PUBLIC» wird von der Festival-Hauptsponsorin Swiss Life in Zusammenarbeit mit den Solothurner Filmtagen zum zehnten Mal verliehen. Die Preissumme geht je zur Hälfte an Regie und Produktion. «Lina» ist eine Produktion der C-Films AG in Koproduktion mit Schweizer Radio und Fernsehen SRF. SRF 1 zeigt «Lina» am 21. Februar 2016 um 20:05 Uhr.
Gemäss einer ersten Hochrechnung wurden an den 51. Solothurner Filmtagen rund 65’000 Eintritte verzeichnet. Zu den Höhepunkten der Werkschau gehörten die Eröffnungsrede von Bundesrat Alain Berset und die zahlreichen Filmpremieren und Gäste, die Recontre mit Ursina Lardi, die Nacht der Nominationen für den Schweizer Filmpreis 2016 und angeregte Podiumsdiskussionen zu Themen der Schweizer Filmkultur. Mit dem «Prix d’honneur» zeichneten die 51. Solothurner Filmtage den Drehbuchautoren Antoine Jaccoud aus.
An der «Soirée de clôture» bedankte sich Festivaldirektorin Seraina Rohrer bei allen Partnern für ihre Unterstützung und langjährige Treue. Gleichzeitig gab sie bekannt, dass die Hauptsponsorin Swiss Life ihr Engagement für weitere drei Jahre bestätigt hat.
Die 52. Solothurner Filmtage finden vom 19. bis 26. Januar 2017 statt.
sft
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Kommentare von Daniel Leutenegger