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26. September 2013

Alternativer Nobelpreis geht erstmals an einen Schweizer: Hans Rudolf Herren wird für seinen Einsatz gegen Hunger und Armut ausgezeichnet

Hans R. Herren, einer der weltweit führenden Experten für nachhaltige Landwirtschaft, gewinnt den alternativen Nobelpreis für seinen Einsatz gegen Hunger und Armut auf unserem Planeten. Der Präsident der Stiftung Biovision ist der erste Schweizer, der mit diesem seit 1980 verliehenen Preis ausgezeichnet wird. Die Jury des «Right Livelihood Award» begründete den heute in Stockholm bekannt gegebenen Entscheid damit, dass Herren «mit wissenschaftlicher Kompetenz und bahnbrechender praktischer Arbeit einer gesunden, sicheren und nachhaltigen globalen Nahrungsversorgung den Weg bahnt».

Bild: Hans R. Herren spricht mit Kleinbauern in Nyabera, Kenia, über die Relevanz von gesunden Böden – Foto: OTS.Bild/Stiftung Biovision

Für den Welternährungspreisträger von 1995 ist die Auszeichnung eine wichtige Bestätigung für seine Vision: Eine Welt, auf der auch 2050, wenn 9 Milliarden Menschen unseren Planeten bevölkern, jeder mit genügend gesunder Nahrung versorgt werden kann. «Und dafür dürfen wir die planetären Grenzen nicht weiter überschreiten. Dies ist nur möglich, indem wir in kleinbäuerliche Strukturen und Familienbetriebe mit nachhaltigen und effizienten ökologischen Anbaumethoden investieren und wegkommen vom Paradigma der industriellen Landwirtschaft, welche die globalen Ressourcen übernutzt und die Biodiversität zerstört», sagt Herren.

Hans R. Herren teilt sich den Preis mit drei weiteren Persönlichkeiten die sich für die Sicherung der Grundlagen menschlichen Lebens einsetzen:

  • Paul Walker aus den USA «für seinen unermüdlichen Einsatz, um die Welt von chemischen Waffen zu befreien». 
  • Raji Sourani aus Palästina «für sein beharrliches Engagement für Menschenrechte und Rechtstaatlichkeit unter extrem schwierigen Bedingungen» und
  • Denis Mukwege von der Demokratischen Republik Kongo «für seine langjährige Arbeit, Frauen, die sexuelle Kriegsgewalt überlebt haben, zu heilen, und für seinen Mut, die Ursachen und Verantwortlichen zu benennen».

Ole von Uexküll, Geschäftsführer der Right Livelihood Award Stiftung sagte bei der Preisverkündigung: «Die Welt sollte nicht mit Problemen leben, von denen wir wissen, wie wir sie lösen können. Diese vier Männer, deren Vision, Mut und Engagement wir heute auszeichnen, zeigen, wie diese Lösungen aussehen.»

Herren gründete die Stiftung Biovision vor 15 Jahren um seine Projekte in Ostafrika zu unterstützen. Dabei geht es primär um Wissensvermittlung für Kleinbäuerinnen und Kleinbauern, deren Bedürfnisse im Zuge der «Grünen Revolution» und der Entwicklung der industriellen Landwirtschaft von der Forschung weitgehend vernachlässigt wurden. Dies obwohl Kleinbauern weltweit die Mehrheit der Nahrungsmittel produzieren. Das Farmer Communication Programme der Stiftung Biovision erreicht über seine verschiedenen Kanäle rund vier Millionen Bäuerinnen und Bauern und bietet ihnen mit seinen Informationen Hilfe zur Selbsthilfe.

Um auch politisch die richtigen Rahmenbedingungen für einen Kurswechsel in der globalen Landwirtschaft zu schaffen, führt Herren mit Biovision und dem Millennium Institute eine Kampagne auf internationaler Ebene, um die politischen Entscheidungsträger für seinen Ansatz zu gewinnen. Am Umweltgipfel in Rio im vergangenen Jahr gelang es so unter anderem, dass wichtige Forderungen für die vermehrte Unterstützung kleinbäuerlicher Strukturen und nachhaltiger ökologischer Anbaumethoden ins Schlussdokument aufgenommen wurden.

ots

Kontakt:

Medienkontakt Biovision: David Fritz, Kommunikationsleiter

M: +41 79 312 84 13, G: +41 44 341 97 18, E: d.fritz@biovision.ch

Weitere Informationen auf

www.biovision.ch

und auf

http://www.rightlivelihood.org/index.html

—

Mehr:

Alternativer Nobelpreis für Hans Rudolf Herren

 

Internationale Anerkennung für den Schweizer Insektenforscher, der 20 Millionen Menschen rettete.

 

Roland Jeanneret

 

http://www.journal21.ch/alternativer-nobelpreis-fuer-hans-rudolf-herren

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  • Beitrags Information
  • Author
  • Daniel Leutenegger
  • 26. September 2013
  • Umwelt / Mitwelt

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