8. August 2025
NINA BURRI SAGT ALS SCHLANGENFRAU ADIEU
«Nach fast 40 Jahren auf den grossen und kleinen Bühnen dieser Welt - und davon 18 Jahre als Schlangenfrau - fällt mir der Abschied von meiner flexiblen Kunst unglaublich schwer», schreibt Nina Burri heute auf ihrer Webseite. Eine hartnäckige Verletzung, die beinahe eine Operation erfordert hätte, habe ihr keine Wahl gelassen: «Ich beende per Januar 2026 meine lange Karriere als professionelle Kontorsionistin. Gesundheit und Lebensqualität stehen für mich an erster Stelle – auch fernab des Rampenlichts möchte ich meinen Körper noch lange bewegen und geniessen können.»

Bild: Nina Burri, 2018 (Ausschnitt) – Foto: Ahöreli – Lizenz: https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.en – Datei: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Nina_Burri_2018_IMG_0014.jpg
Die Schweizer Kontorsionistin und Tänzerin Nina Burri ist am 23. August 1977 in Bern geboren. Nina Burri begann mit sechs Jahren Ballett zu tanzen. Zudem lernte sie modernen Tanz, Jazz- und Stepptanz und nahm Gesangs- und Schauspielunterricht.
Im Alter von 15 Jahren besuchte Burri die Ballettakademie in Basel und Graz. Ab 1995 besuchte sie die Staatliche Ballettschule Berlin. Dort schloss sie ihre Ausbildung 1998 mit dem Diplom als «Staatlich geprüfte Bühnentänzerin» ab. Mit 21 trat sie Maurice Béjarts «École-Atelier Rudra Béjart» in Lausanne bei. Zwei Jahre später verliess Burri die Schweiz und nahm eine Rolle als Balletttänzerin am Staatstheater Saarbrücken an. Es folgten Engagements im «Bal du Moulin Rouge» in Paris sowie in Fernsehshows in Deutschland und der Schweiz. Auch in Shows in Israel, Berlin und Tokio trat Burri als Model auf.
Im Alter von 30 Jahren lernte Nina Burri Kontorsion an der «Beijing International Art School», der Akrobaten-Akademie der «China Acrobatic Troupe». Danach entwickelte sie ihre erste Choreographie, welche aus Kontorsion und Tanz bestand. Sie nahm an verschiedenen Zirkus-Wettbewerben teil. Kurz darauf erhielt sie auch ihren ersten Auftritt als Kontorsionistin.
Ihre zweite Choreographie ist eine Hommage an James Bond und trägt den Namen «Goldeneye». Die Choreographie führte sie in Variétés und Zirkus-Shows auf. 2009 gewann Nina Burri den Schweizer Wettbewerb «Kleiner Prix Walo». 2011 wurde sie Zweite in der Show «Die grössten Schweizer Talente» und Finalistin im französischen Format der Show «La France a un Incroyable Talent». Als Schauspielerin ist sie unter anderem im 2011 gedrehten Actionfilm «Ariadne 2050» zu sehen.
Als Model hat Nina Burri unter anderem mit dem Fotografen Peter Lindbergh für die deutsche «Vogue» zusammengearbeitet. 2013 tourte Nina Burri mit dem Schweizer National-Circus Knie. Kurz darauf begleitete sie DJ BoBo auf Tour als Hauptcharakter seiner Show «Circus».
2014 war Nina Burri Finalistin bei der NBC-Casting-Show «America’s Got Talent.» 2021 erhielt sie auf der Artistika, einem Akrobatik-Festival, aufgezeichnet im Theater La Poste in Visp (Wallis), den Preis für ihr Lebenswerk. 2022 gab Nina Burri im Fersehen SRF 1 erstmals bekannt, ihre Karriere als Kontorsionistin Ende 2023 beenden zu wollen.
Am 8. August 2025 machte Nina Burri das definitive Ende der Karriere als Schlangenfrau auf ihrer Webseite und in den sozialen Medien publik. «Ich danke Euch von Herzen für Eure Treue und Unterstützung all die Jahre. Der Bühne bleibe ich weiterhin treu als Moderatorin und Schauspielerin. Und daneben sind neue Abenteuer in Gange, ganz ohne Limits», schreibt Nina Burri auf ihrer Webseite.
Quellen / Mehr:
https://irp.cdn-website.com/876a58b3/files/uploaded/Newsletter0825_NB_D_E.pdf
https://de.wikipedia.org/wiki/Nina_Burri
Video:
Die «Schlangenfrau» sagt Goodbye
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Kommentare von Daniel Leutenegger