Der Stadtrat von Luzern verleiht Renate Metzger-Breitenfellner und Luisa Grünenfelder sowie Pierre Peyer Ehrennadeln «für ihre ausserordentlichen Verdienste im sozialen und kulturellen Bereich». Die Ehrennadel ist «eine exklusive Luzerner Auszeichnung, die vom Stadtrat in unregelmässigen Abständen vergeben wird», heisst es in der Medienmitteilung dazu.
Der am 25. Dezember 1957 in Tunbridge Wells (Kent, England) geborene irische Sänger, Musiker und Songwriter Shane Patrick Lysaght MacGowan (Bild) ist am 30. November 2023 gestorben. Er wurde als Sänger und Liederschreiber der Londoner Band The Pogues international bekannt. Zunächst wuchs er im irischen Tipperary auf, bevor die Familie 1964 wieder nach Südostengland zog und später unter anderem in Brighton und in London lebte. MacGowan besann sich auf seinen irischen Hintergrund, als er die Pogues gründete. Viele seiner Lieder befassen sich mit irischem Nationalismus, irischer Geschichte, den Erfahrungen der Iren in London und in den Vereinigten Staaten und dem allgemeinen Leben in London. MacGowan nannte häufig den irischen Dichter James Clarence Mangan und den Dramatiker Brendan Behan als Einflüsse. Zwischen 1985 und 1987 schrieb MacGowan mit anderen sein wahrscheinlich bekanntestes Lied, «Fairytale of New York», das er gemeinsam mit Kirsty MacColl sang. 2018 wurde ihm anlässlich seines 60. Geburtstags in der Dubliner National Concert Hall durch den Präsidenten von Irland, Michael D. Higgins, ein Preis für sein Lebenswerk verliehen. (*)
Das Interesse an Kleinwohnformen ist in der Schweizer Bevölkerung hoch. Es gibt jedoch klare Unterschiede zwischen jenen Personen, die bereits in einer solchen Wohnform wohnen oder gewohnt haben und jenen, die es sich prinzipiell vorstellen können. Dies zeigt eine Studie der Hochschule Luzern.
Le Prix Jan Michalski de littérature 2023 est décerné à Karina Sainz Borgo pour son ouvrage «El Tercer País» (Lumen, 2021), traduit de l’espagnol (Venezuela) en français par Stéphanie Decante, sous le titre «Le Tiers Pays» (Gallimard, 2023).
Der «Animadvent» ist ein jährlich wiederkehrendes Format von Schweizer Animationsfilmschaffenden. Im Dezember öffnet sich täglich bis Weihnachten ein Türchen, hinter dem sich ein neuer animierter Beitrag verbirgt. Erstmals wird der «Animadvent» nicht «nur» auf dem Instagram-Kanal, sondern auch im Kino REX Bern und im Kino Xenix in Zürich als Vorfilm gezeigt.
Mit dem Spielfilm «Les paradis de Diane» von Carmen Jaquier und Jan Gassmann werden die 59. Solothurner Filmtage am 17. Januar 2024 eröffnet. Der Film erzählt die Geschichte einer Frau, die nach der Geburt ihres Kindes untertaucht. Ehrengast der Eröffnung ist Eva Herzog, designierte Präsidentin des Ständerates 2024.
Im Stiftungsrat von Pro Helvetia (der vom Bundesrat gewählt wird, auf Vorschlag des Eidgenössischen Departements des Innern) sitzen ab dem 1. Januar 2024 vier neue Mitglieder. Es handelt sich um den neuen Präsidenten Michael Brändle sowie um Chantal Bolzern, Pascal Hufschmid und Bettina Vital.
Das SONIC MATTER Festival für aktuelle experimentelle Musik und spartenübergreifende Formen klangbezogener Kunst geht vom 30. November bis am 3. Dezember 2023 in Zürich in die dritte Runde. In diesem Jahr sind durch die Zusammenarbeit mit dem Gastfestival Irtijal Beirut insbesondere Kunstschaffende aus dem arabischen Raum zu entdecken.
Der am 10. September 1957 in Danzig geborene polnische Schriftsteller Paweł Huelle (Bild) ist am 27. November 2023 gestorben. Nach dem Studium der Literaturwissenschaft an der Universität Danzig arbeitete Huelle zunächst als Journalist. Von 1980 bis zum Verbot der Solidarność (1981) war er in deren Pressestelle tätig. Ausserdem war er Lehrer für Literatur, Philosophie und Geschichte. Nach dem Systemwechsel in Polen war er in den 1990er-Jahren kurzzeitig Intendant beim Polnischen Fernsehen in Danzig. Als Schriftsteller machte Huelle sich mit seinem ersten Roman «Weiser Dawidek» sofort einen Namen. Das Buch wurde von der polnischen Kritik als Meisterwerk und wichtigstes Werk der 1980er-Jahre gefeiert. Es ist in viele Sprachen übersetzt und im Jahr 2000 durch Wojciech Marczewski verfilmt worden. (*)
Das Bundesamt für Kultur (BAK) hat mit Nadine Adler Spiegel und Laurent Steiert die neue Leitung der Sektion Film ernannt. Die beiden treten am 1. März 2024 die Nachfolge von Ivo Kummer (Bild) an, der Ende Januar 2024 in den Ruhestand geht.
Verschiedene Berner Medien melden, die derzeitige Leitung des Theaters am Käfigturm in der Nähe des Berner Hauptbahnhofs beende im Sommer 2024 «wegen der schwierigen wirtschaftlichen Situation» das Mietverhältnis. Ihre letzte Saison dauert bis Ende Juni 2024; in dieser Zeit stehen noch Künstlerinnen und Künstler wie Baldrian, Mike Müller, Helga Schneider, Holzers Peepshow, Claudio Zuccolini oder Charles Nguela auf der Bühne. Die Theaterleitung besteht zur Zeit aus Madeleine Wyder und Adrian Morgenegg. Das Theater am Käfigturm in Bern eröffnete die erste Spielzeit am 15. September 1967. Das Gastspieltheater mit dem besonderen Boulevard-Ambiente bietet Platz für 290 Gäste.
Die Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia vergibt auf Empfehlung einer Fachjury einmal jährlich Kreationsbeiträge an Comicschaffende aus der Schweiz, dotiert mit 20’000 CHF, um die Arbeit an einem im Entstehen begriffenen Projekt zu unterstützen.
Performance-Kunst ist ein integraler Bestandteil der visuellen Künste in der Schweiz. Doch unterscheiden sich ihre Produktions- und Distributionsbedingungen von anderen künstlerischen Medien in den visuellen Künsten. Die Pilotausschreibung «Perform!» will ihren besonderen Erfordernissen gerecht werden. Die Ausschreibung unterstützt insbesondere visuelle KünstlerInnen aus der Schweiz, die ihre Performance-Praxis professionalisieren, vertiefen und weiterentwickeln wollen.
Generationenwechsel an der Spitze des Museums für Kommunikation in Bern: Ab 2024 präsidiert die Berner Nationalrätin Melanie Mettler (Bild) den Stiftungsrat des preisgekrönten Museums. Die versierte Politikerin mit Erfahrungsschatz aus den Bereichen Nachhaltigkeit, Innovation und Kultur folgt auf den im Herbst verabschiedeten langjährigen Stiftungspräsidenten Werner Nuber.
Im nächsten Jahr wird in der Schweiz erstmals ein Preis für Chorleitung vergeben. Der Schweizer Chorleitungspreis «Swiss Made» ist eine Initiative der Basler Madrigalisten in Partnerschaft mit dem Internationalen Lyceum Club der Schweiz und Schweizer Chorverbänden. Medienpartner ist das Schweizer Radio SRF 2 Kultur. «Der Preis ist Ausdruck der Förderung junger talentierter Chorleiter:innen und zugleich der erste und einzige Wettbewerb dieser Art in der Schweiz.», heisst es in der Mitteilung der Basler Madrigalisten.
Hermann Alfred Sigg (Bild), der am 29. Juni 1924 in Zürich geborene Kunstmaler, Zeichner, Grafiker, Bildhauer, Zeichenlehrer, Bühnenbildner und Schöpfer von Wandmalereien und Glasfenstern, ist am 17. November 2023 gestorben, wie jetzt bekannt wird.
Ausstellungen im Kunst(Zeug)Haus und in der *ALTEFABRIK Rapperswil-Jona, vom 26. November 2023 bis am 28. Januar 2024 – Vernissage: Sonntag, 26. November 2023, 11 Uhr im Kunst(Zeug)Haus, 13.30 Uhr in der *ALTEFABRIK, Rapperswil-Jona
Der am 22. Oktober 1960 in Zürich geborene Schweizer Regisseur und Schauspieler Stefan Huber (Bild) ist am 23. November 2023 gestorben. Huber wurde an der Hochschule für Musik und Theater in Bern zum Schauspieler ausgebildet. Er war am Stadttheater Aachen engagiert, wo er u. a. als Oswald in «Gespenster» von Ibsen und als Hamlet von Shakespeare zu sehen war. Anschliessend wirkte er in Wien in den Musical-Produktionen «Les Misérables» und «Elisabeth» mit und gründete die Gesangsformation Tietzes, mit der er auch im Fernsehen auftrat. Bereits während seiner Zeit als Schauspieler hatte Huber begonnen, Regie zu führen. In seinen letzten Jahren erarbeitete er sich den Ruf als Spezialist für Musicals und musikalische Programme. Er inszenierte an zahlreichen Bühnen in Deutschland, Österreich und der Schweiz Musical-Klassiker wie «Cabaret», «West Side Story» oder «Evita», aber auch deutschsprachige Erstaufführungen wie «Crazy for You» oder Uraufführungen wie «Heidi – Das Musical» und «Gotthelf – Das Musical». Ausserdem arbeitete Huber fürs Schweizer Fernsehen. Er führte Regie bei zahlreichen Folgen der Serien «Fascht e Familie», «Mannezimmer» und «Fertig lustig». Im Oktober 2023 erhielt Huber den Ehrenpreis des Deutschen Musical Theater Preises. (*)
Der Regierungsrat des Kantons Zürich hat Seraina Rohrer (Bild) als neue Leiterin der Fachstelle Kultur gewählt. Die langjährige Direktorin der Solothurner Filmtage und aktuelle Leiterin Innovation und Gesellschaft bei der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia übernimmt die Stelle per Mitte August 2024. Seraina Rohrer folgt auf Madeleine Herzog, die Ende Mai 2024 altershalber zurücktritt.
Die Regionale ist eine der wichtigsten Plattformen des regionalen Kunstschaffens im trinationalen Raum um Basel mit jährlich über 15’000 BesucherInnen. 20 Institutionen aus dem Raum Nordwestschweiz, Südbaden und dem Elsass präsentieren um den Jahreswechsel 2023/2024 in spezifisch kuratierten Ausstellungen eine umfassende und diverse Auswahl lokaler Kunstproduktionen von Malerei und Zeichnung über Fotografie und Film bis hin zu digitaler und performativer Kunst.
Die Cantonale Berne Jura zeigt vom Dezember 2023 bis Januar 2024 in elf verschiedenen Kunsthäusern und Museen der Kantone Bern und Jura zeitgenössische Kunst aus beiden Regionen. So bietet die Jahresausstellung nicht nur den teilnehmenden Kunstschaffenden eine Ausstellungsplattform, sondern präsentiert auch dem Publikum einen umfassenden und spannenden Überblick über das aktuelle Kunstschaffen. Die Vielfalt, die den BesucherInnen dabei begegnet, spiegelt sich sowohl in den verschiedenen Gattungen und Themen, mit denen sich die KünstlerInnen in ihren Werken auseinandersetzen, als auch in der Anzahl der Kunsthäuser.
Die am 17. September 1940 in Villach (Kärnten) geborene österreichisch-deutsche Schauspielerin, Regisseurin und Sängerin Heidelinde Weis (Bild) ist am 24. November 2023 ebenda gestorben. Nach ihrer Schauspielausbildung am Max-Reinhardt-Seminar in Wien (1957/58) gehörte sie 1959/60 zum festen Ensemble des Theaters in der Josefstadt in Wien. Ihr Kinodebüt gab sie 1959 im Film «Ich heirate Herrn Direktor». Seit Mitte der 1960er-Jahre war Weis mit Chansons erfolgreich. Ende der 1960er-Jahre verlagerte sie ihre Arbeit zunehmend zum Fernsehen. Neben Gastauftritten in Serien wie «Der Kommissar», «Der Alte», «Derrick» und «Ein Fall für zwei» spielte sie 1982 in der Fernsehproduktion «Die Erbin» und 1984 in «Abgehört». 1998 führte sie für das Bühnenstück «Nächstes Jahr, gleiche Zeit» mit Heiner Lauterbach selbst Regie. (*)
Die Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia sucht per 1. März 2024 oder nach Vereinbarung eine Leitung des Bereichs Innovation & Gesellschaft (80%), die auch Mitglied der Geschäftsleitung wird.
Ausstellung im S AM Schweizerisches Architekturmuseum, Basel, vom 25. November 2023 bis am 7. April 2024 – Am 24. November 2023, 19 Uhr, öffentliche Vernissage mit VertreterInnen der teilnehmenden Institutionen und den BuchautorInnen
Die Stadt Luzern förderte von 2016 bis 2023 Projekte aus der Kreativwirtschaft. In diesen acht Jahren wurden insgesamt 51 Projekte unterstützt. Die Jurierung 2023 der Kreativwirtschaft fand Anfangs November 2023 statt. 24 Projekte wurden eingegeben, acht davon erhalten einen Förderbeitrag.
Noch bis am 14. Januar 2024 können Demos eingereicht werden. Der Nachwuchswettbewerb des Migros-Kulturprozents sucht die NewcomerInnen von morgen in den fünf Kategorien Pop, Rock, Lyrics & Beats, Electronic und Out of Genre. Die Live-Sessions und die Award-Show finden am m4music-Festival am 22. und 23. März 2024 statt.
Rund 30 Museen in der Schweiz laden im Rahmen des Projektes «Tim – Tandem im Museum» in der kommenden Adventszeit Menschen ein, einander im Museum zu begegnen und bei einem heissen Tee, dem gemeinsamen Erkunden der Ausstellung und schliesslich beim Erfinden einer Geschichte zu einem Lieblingsobjekt sich kennenzulernen.
Das Stadtarchiv Baden und Memoriav stellen über 1’000 Luftbilder der Region Baden-Wettingen online zur Verfügung. Die Luftbilder aus den 1950er- und 1960er-Jahren wurden durch rund 300 Bilder ergänzt, die in jüngster Zeit vom selben Standort aus nachgestellt wurden.
Ausstellung im Kornhausforum Bern, 1. OG, vom 24. November 2023 bis am 4. Februar 2024 – Die Vernissage am Donnerstag, 23. November 2023, um 18.30 Uhr ist öffentlich
Der «Magazin»-Autor Christian Seiler (Bild) gewinnt den Deutschen Kochbuchpreis. In der Begründung der Hamburger Jury wurden insbesondere Humor, Poesie und der positive Blick des Autors auf die Dinge hervorgehoben.
Jetzt steht das Team: Paula Scheidt, Daniel Foppa und Christoph Zürcher bilden gemeinsam mit Beat Balzli die Chefredaktion der «NZZ am Sonntag». Daniel Foppa übernimmt zusätzlich die Rolle als stellvertretender Chefredaktor. Paula Scheidt, derzeit Mitglied der «Annabelle»-Chefredaktion und Ressortleiterin Reportagen, stösst per 1. März 2024 als Chefredaktorin «NZZ am Sonntag Magazin» zur «NZZ». Sie und Kerstin Netsch, die seit 1. November 2023 als Chefredaktorin «Z» und «Bellevue» verantwortet, leiten die Magazine des Sonntagstitels.
Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 22. November 2023 die Schaffung einer unabhängigen ExpertInnenkommission für belastetes Kulturerbe beschlossen. Er hat dafür die entsprechende Verordnung verabschiedet. «Damit unterstreicht der Bund die Bedeutung, die er dem rechtlich und ethisch verantwortungsvollen Umgang mit dem kulturellen Erbe insbesondere in Bezug auf NS-Raubkunst und Kulturgüter aus kolonialem Kontext zumisst», heisst es in der Medienmitteilung aus dem Bundeshaus. Die Schaffung der Kommission setzt einen entsprechenden Auftrag des Parlaments um.
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