Die Kulturkommission des Kantons Schwyz schreibt eine Förderung für Verlage mit einem kulturellen Schwerpunkt aus. Damit soll ein Beitrag zur qualitativen Stärkung der Verlagsprogramme, der besseren Sichtbarkeit der Schwyzer Verlage und der Förderung der Schwyzer Literaturszene insgesamt geleistet werden.
Service Public ist ein Kollektiv von Kulturschaffenden, das sich Anfang Februar 2026 formiert hat, um kreative Ideen gegen die «Halbierungsinitiative» zu sammeln. Entstanden ist dann innerhalb von bloss zwei Wochen ein Song mitsamt Videoclip mit dem eingängigen Titel «Lueg’s mal mit e chli Verstand a: Gratis git’s nur Propaganda». Rund 100 unabhängige Kulturschaffende haben sich daran beteiligt. Der Song erschien heute Freitag, 20. Februar 2026, um 11.30 Uhr. Weitere Aktionen des Kollektivs seien nicht ausgeschlossen, schreiben die Initiant:innen. Die eidgenössische Volksinitiative «200 Franken sind genug! (SRG-Initiative)», auch «Halbierungsinitiative» genannt, ist eine Volksinitiative in der Schweiz, die am 8. März 2026 Volk und Ständen zur Abstimmung unterbreitet wird. Die Radio- und Fernsehabgabe hat im Jahr 2024 1,37 Milliarden Franken eingebracht. Davon gingen 1,25 Milliarden Franken an die SRG-SSR und 81 Millionen Franken an konzessionierte Lokalradios und Regionalfernsehen.
Die 1984 in Zwickau geborene deutsche Installationskünstlerin Henrike Naumann (Bild) ist am 14. Februar 2026 in Berlin gestorben. Berühmt wurde sie durch ihre Arbeiten, mit denen sie Möbel und Inneneinrichtung mit politischen und gesellschaftlichen Themen verband. Ihre künstlerische Arbeit kombinierte Naumann mit Vortrags- und Lehrtätigkeit. Mit dem Vortrag «What comes after Postmodernism» in der Bundeskunsthalle Bonn reflektierte sie über ihre Arbeit auf der Kyiv Biennale 2023 und das Thema Kunst und Krieg. Für die Gestaltung des Deutschen Pavillons auf der 61. Biennale in Venedig, die von Mai bis November 2026 stattfindet, wurden Henrike Naumann und Sung Tieu von der Kuratorin Kathleen Reinhardt benannt. Das deutsche Institut für Auslandsbeziehungen, zuständig für den Deutschen Pavillon, teilte mit: «Mit Henrike Naumann verlieren wir nicht nur eine bedeutende Vertreterin der deutschen Gegenwartskunst, sondern auch eine warmherzige, wache und hoch engagierte Persönlichkeit.» (*)
In ihrem Hörstück «Klänge des Anthropozän» gehen Sarah Heinzmann und Noah Pilloud vom Berner Radio «RaBe» dem Klang der Klimakrise nach. Am kommenden Sonohr-Festival (27. Februar bis 1. März 2026 in Bern) wird es zum ersten Mal öffentlich zu hören sein. «Klänge des Anthropozän» wurde mit dem KatalysatOHR-Förderpreis der Stiftung Radio Basel ausgezeichnet. Auf dem Berner Online-Portal «Journal B» berichtet Janine Schneider über das eindrückliche Hör-Projekt.
Der am 25. August 1940 in Brüssel geborene belgische Opern- und Konzertsänger (Bassbariton) José van Dam ist am 17. Februar 2026 gestorben. José van Dam studierte am Königlichen Konservatorium Brüssel. Er debütierte 1961 an der Pariser Oper, in deren Ensemble er bis 1965 Mitglied blieb. 1965 bis 1967 war er in Genf, in dem Jahrzehnt darauf in West-Berlin, Köln und Mannheim engagiert. José van Dam war einer der Lieblingssänger Herbert von Karajans in dessen letztem Lebensjahrzehnt. Dieser nahm mit ihm unter anderem den «Fliegenden Holländer», «Ein deutsches Requiem», die «Messa da Requiem», «Il trovatore», «Parsifal», «Salome» und «Pelléas et Mélisande» auf – die Rolle des Golaud war über ein Vierteljahrhundert eine der Paraderollen des Sängers. Auch als Hans Sachs («Die Meistersinger von Nürnberg») genoss van Dam weltweites Ansehen, spätestens seit der berühmten Aufnahme unter der Leitung von Georg Solti (1995). Eine weitere Glanzpartie war jene des Leporello aus «Don Giovanni», die er auch in der Verfilmung von Joseph Losey verkörperte. Auch der «Elias» aus Mendelssohns gleichnamigem Oratorium gehörte zum Repertoire des belgischen Bass-Baritons, ebenso wie die Titelrolle in Puccinis Oper «Gianni Schicchi». Auch sang er 1983 die Titelrolle von Olivier Messiaens «Saint François d’Assise» bei der Uraufführung an der Pariser Oper. (*)
Une nouvelle mouture de podcasts réalisés par les étudiants de l’EPFL explore la mémoire du Montreux Jazz Festival. On y découvre notamment l’accès très exclusif au chalet de Claude Nobs et la manière dont le festival s’est progressivement ouvert aux musiques actuelles.
Das Bundesamt für Kultur (BAK) würdigt das Werk der Schriftstellerin Corinne Desarzens (Bild) mit der höchsten Auszeichnung für Literatur in der Schweiz. Der Spezialpreis Übersetzung geht in diesem Jahr an Christian Viredaz. Sieben Werke, die im vergangenen Literaturjahr erschienen sind, werden mit einem Schweizer Literaturpreis ausgezeichnet. Die Preisverleihung findet am Freitag, 15. Mai 2026, im Rahmen der Solothurner Literaturtage in Anwesenheit der Vorsteherin des Eidgenössischen Departements des Innern Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider statt.
Der am 1. Januar 1930 in Boston geborene US-amerikanische Regisseur Frederick Wiseman (Bild) ist am 16. Februar 2026 in Cambridge (Massachusetts) gestorben. Der Sohn einer Polin und eines Russen war nach seinem Jurastudium zunächst als Rechtsanwalt in Paris tätig. Ab 1967 arbeitete Wiseman auch als Filmregisseur. Er drehte für seine eigene Firma Zipporah Films über 40 Dokumentarfilme und realisierte auch zwei Spielfilme. Neben D. A. Pennebaker, Robert Drew und Richard Leacock gilt Frederick Wiseman als besonders wichtiger Pionier des US-amerikanischen Direct Cinema. Sein 1967 im Bridgewater State Hospital in Massachusetts gedrehter Film «Titicut Follies» war einer der kompliziertesten Zensurfälle in der Filmgeschichte und wurde erst 1991 vom Obersten Gericht für das Publikum freigegeben. Für seine Werke «Ex Libris – The New York Public Library» (2017) und «Un couple / A Couple» (2022) erhielt er Einladungen an den Wettbewerb der Internationalen Filmfestspiele von Venedig. Wisemans letzte eigene Produktion war «Menus-Plaisirs – Les Troisgros» aus dem Jahr 2023. Als Schauspieler erschien er in Rebecca Zlotowskis Tragikomödie «Les enfants des autres» (2022) und in «Paris Murder Mystery» aus dem Jahr 2025. 2016 wurde Frederick Wiseman der Ehren-Oscar zuerkannt. (*)
Im Saal rund um das Bieler Stadtmodell präsentiert das NMB Neue Museum Biel / Nouveau Musée Bienne in einer Fokus-Ausstellung Werke von Pat Noser, die eine malerische Perspektive auf Biel-Bienne und seine emblematischen Gebäude zeigen – Vom 21. Februar bis am 31. Mai 2026 – Vernissage am 20. Februar 2026, 18 Uhr
Der Gemeinderat von Biel-Bienne hat am 18. Februar 2026 einen Verpflichtungskredit von 200’000 Franken für die Jahre 2026 und 2027 genehmigt, um neue Werke von Kunstschaffenden zu erwerben, welche die städtische Kunstsammlung bereichern werden. Mit diesem Kredit können im Rahmen der von der Stadt Biel-Bienne definierten «Sammlungsstrategie» junge Werke von aufstrebenden oder etablierten Kunstschaffenden aus und in Biel-Bienne angekauft werden. Die Kunstsammlung der Stadt Biel stellt so «ein unvergleichliches Abbild der Vielfalt und Qualität der zeitgenössischen Kunst dar», wie der Gemeinderat heute schreibt.
Die japanischen Kusatsu International Summer Music Academy & Festival berufen Michael Haefliger zum Artistic Advisor. Der langjährige Intendant des Lucerne Festivals will mit dem von ihm konzipierten «Three Mountains Project» seine eigene programmatische Vision in die zukünftige Ausrichtung des Festivals einbringen: Die Standorte Kusatsu, Takasaki und Karuizawa sollen als klar profilierte kulturelle Achse neu gedacht und strategisch miteinander verbunden werden. Das Projekt bildet das Herzstück der Neuausrichtung im Vorfeld des 50-jährigen Jubiläums 2030.
Der Freiburger Paläontologe Jacques Ayer (Bild) wurde von der Regierung Benins zum Generaldirektor der Réunion des musées publics (RMP) ernannt. Dabei handelt es sich um ein umfangreiches Projekt: den Aufbau von vier Institutionen innerhalb von drei Jahren (zwischen 2026 und 2029), die der Aufwertung beninischer Kunstwerke gewidmet sind. Ayer hat seinen Posten im Januar 2026 angetreten. Ghania Adamo berichtet auf «swissinfo.ch».
Das Berner Symphonieorchester setzt die Zusammenarbeit mit Chefdirigent Krzysztof Urbanski (Bild) um weitere fünf Spielzeiten bis 2032 fort. «Damit setzen der Stiftungsrat von Bühnen Bern und der Chefdirigent ein klares Zeichen für die erfolgreiche Weiterentwicklung des Berner Symphonieorchesters», ist in der heutigen Medienmitteilung zu lesen.
Elf verschiedene Filme wurden in 14 Kategorien mit dem Preis der deutschen Filmkritik 2025 ausgezeichnet. Bester Spielfilm wurde Mascha Schilinskis «In die Sonne schauen». Die Kamerafrau und Regisseurin Elfi Mikesch wurde mit dem Ehrenpreis ausgezeichnet, während das Berliner Kino-Projekt «SinemaTranstopia» den Innovationspreis erhielt. Die Schweizerin Sabine Timoteo (Bild) wurde als Beste Darstellerin ausgezeichnet für ihre Rolle im Kinofilm «Chaos und Stille» von Anatol Schuster.
Anlässlich der Fantasy Basel – The Swiss Comic Con wird die Comic-Kunst in Basel besonders gefeiert: Erstmals lancieren das Cartoonmuseum Basel, die Fantasy Basel, die Christoph Merian Stiftung und Basel Tourismus einen internationalen Comic-Wettbewerb unter dem Leitthema «Freundschaft». Höhepunkt ist die Beflaggung der Mittleren Brücke (4. bis 18. Mai 2026) sowie die Präsentation der prämierten Arbeiten an der Fantasy Basel (14. bis 16. Mai 2026). Der Wettbewerb soll die Sichtbarkeit der 9. Kunst im öffentlichen Raum stärken und nachhaltige Impulse setzen für den Comic-Standort Basel.
Michelle Ziegler (Bild) wurde vom Bundesamt für Kultur (BAK) zur neuen Leiterin des Museums für Musikautomaten Seewen (SO) ernannt. Sie tritt ihre Funktion am 1. Juni 2026 an und ersetzt Christoph Hänggi, der in den Ruhestand tritt.
«Fast Forward» der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia unterstützt fünf Projekte von Musikschaffenden aus der Schweiz, diesmal aus den Sparten aktuelle, experimentelle und elektronische Musik. Das zweijährige Programm richtet sich an «Mid-Career»-Musikschaffende (Soloprojekte oder kleine Formationen). Es hat zum Ziel, diese an einem Wendepunkt ihrer Laufbahn «substanziell und individuell zu fördern und so ihre langfristige Etablierung in der internationalen Szene zu ermöglichen».
Der am 27. November 1935 in Bayonne geborene französische Musiker und Komponist Michel Portal (Bild) ist am 12. Februar 2026 in Paris gestorben. Er spielte Klarinette, Bassklarinette, diverse Saxofone und Bandoneon und trat sowohl im Jazz als auch als klassischer Solist sowie mit Ensembles der Neuen Musik hervor. Als Bassklarinettist setzte er wichtige stilistische und technische Impulse. Portal, der mit baskischer Folklore aufwuchs, engagierte sich zu Beginn seiner musikalischen Karriere für die Klassische Musik und für die zeitgenössische europäische Konzertmusik. Angestossen durch ein Konzert von Dizzy Gillespie vertiefte er ab Mitte der 1960er-Jahre seine Jazzvorliebe; er spielte u. a. mit Jef Gilson, François Tusques, Jean-Luc Ponty, André Hodeir, Joachim Kühn, Anthony Braxton, Jack DeJohnette, Daniel Humair, Barre Phillips, John Surman, Bernard Lubat, Dave Liebman, Nguyên Lê, Sylvain Luc, Richard Galliano und Martial Solal. Seit Anfang der 1970er-Jahre war Portal einer der profilierten Vertreter des französischen Free Jazz. Ab 1975 schrieb Michel Portal zudem zahlreiche Filmmusiken. (*)
Gestiftet aus dem Legat des 2025 verstorbenen Fotografen Alois Ottiger steht der Grant für eine langfristige und nachhaltige Förderung des fotografischen Nachwuchses in der Schweiz. Er versteht sich nicht als einmalige Auszeichnung, sondern als kontinuierliche Investition in die künstlerische Entwicklung junger Talente. Der Alois-Ottiger-Grant möchte Freiraum schaffen – für Experiment, Vertiefung und Sichtbarkeit – und damit einen bleibenden Beitrag zur Vitalität und Vielfalt der Schweizer Fotoszene leisten.
Der Bericht der Arbeitsgruppe Laien- und Professionellenkultur der Konferenz der kantonalen Kulturbeauftragten (KBK) untersucht, worin sich die Förderpraxis der Kantone im Umgang mit professionellem Kulturschaffen und Laienkultur unterscheidet. Fazit der Autoren Marius Risi und Ralph Aschwanden Ende 2025: die lebendige, heterogene Laienkultur der Schweiz bildet eine wichtige Grundlage des Kulturschaffens, der kulturellen Teilhabe und damit des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Ihre gezielte Förderung erfordert differenzierte Ansätze und ein verstärktes Engagement der Kantone.
Der Verein BeJazz Bern gibt die Wahl von Florian Weiss (Bild) zum neuen Geschäftsleiter und Programmverantwortlichen bekannt. «Mit ihm gewinnt der Club eine erfahrene Persönlichkeit, die ab dem 1. April 2026 die künstlerischen Weichen für die kommenden Spielzeiten stellen wird», schreibt BeJazz.
Das Museum Appenzell wird heute durch Birgit Langenegger und Martina Obrecht (Bild) in einer Co-Leitung geführt. Nach der Pensionierung von Birgit Langenegger Ende Oktober 2026 übernimmt Martina Obrecht ab dem 1. November 2026 die alleinige Leitung des Museums.
Im Mai 2026 startet die erste Ausgabe des grenzüberschreitenden Ausstellungsprojekts «(h)änne und dänne» in drei Gemeinden am Bodensee. Erlebnisse gibt es dann auch auf dem Wasser.
Le Service de la culture du canton du Valais tire un bilan positif des conventions tripartites pilotes mises en place pour la période 2023 – 2026 avec l’Association Musikdorf Ernen, l’Association Grand Mirific (PALP Festival) et la Ferme-Asile à Sion. Associant le canton, les communes-sièges et les structures culturelles concernées, ce dispositif démontre sa pertinence en matière de stabilité du financement, de développement à moyen terme et de simplification administrative. Une extension à de nouvelles structures est prévue dès 2026.
Der Stiftungsrat des Schweizer Presserats nimmt die bevorstehende Volksabstimmung über die sogenannte «Halbierungsinitiative» «mit Sorge zur Kenntnis»: «Eine Annahme der Initiative hätte weitreichende negative Folgen, nicht nur für den medialen Service public in der mehrsprachigen Schweiz, sondern für den gesamten Medienplatz Schweiz. Ein Ja würde auch die Arbeit und die Finanzierung des Schweizer Presserats unmittelbar treffen und erschweren», schreibt der Rat heute.
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