Es ist eine journalistische Grundregel: Bei schweren Vorwürfen wird die betroffene Person oder Institution angehört. Juristinnen und Lateiner nennen es audiatur et altera pars. Auch im Journalismus ist das eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Trotzdem wird die Regel immer wieder missachtet und der Schweizer Presserat spricht immer wieder Rügen aus, weil die Anhörungspflicht verletzt worden ist.
Der am 31. Juli 1933 in Den Haag geborene niederländische Schriftsteller Cees Nooteboom (Bild) ist am 11. Februar 2026 auf der spanischen Insel Menorca gestorben. Sein Werk umfasst Romane, Novellen, Reiseberichte und Gedichte; er war auch als Journalist und Literaturkritiker tätig. In den Niederlanden wurde sein Debütroman «Philip und die anderen» von 1957 mit dem Anne-Frank-Preis ausgezeichnet; internationale Aufmerksamkeit erregte der Roman «Rituale» von 1980. In Deutschland erreichte der Autor mit der Veröffentlichung seiner Novelle «Die folgende Geschichte» 1991 ein breiteres Publikum. Nooteboom erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen, darunter zwei Ehrendoktorate, sowie 2009 den Prijs der Nederlandse Letteren, den wichtigsten in niederländischer Sprache. Seine Werke wurden weltweit übersetzt. (*)
Die Auszeichnung «Historisches Hotel / Restaurant des Jahres» heisst neu «Baukultur & Gesellschaft». Neben der baulichen Qualität rücken auch Aspekte wie authentisches, qualitativ hochstehendes und nachhaltiges Gästeerlebnis, Service, regionale Vernetzung und Innovationskraft in den Fokus. Künftig will die Jury die Betriebe selbst nominieren. Zudem ist vorgesehen, thematische Schwerpunkte zu setzen. Um eine stärkere öffentliche Wirkung zu erzielen, sieht das neue Konzept ein Begleitprogramm mit Veranstaltungen und Publikationen vor. Geplant ist ein Zweijahresrhythmus.
Das Bundesamt für Kultur (BAK) unterstützt den Erhalt von Wissen und Fertigkeiten des traditionellen Handwerks. Eine Wegleitung informiert über die Fördervoraussetzungen und -kriterien. Die geförderten Projekte sollen der Vernetzung, der Sichtbarkeit und der Weitergabe des Handwerks dienen. Gesuche können bis zum 30. Mai 2026 über die Förderplattform des BAK eingereicht werden.
Nicole Barras (Bild) verlässt nach zwölf Jahren der SSFV-Leitung per Ende Juli 2026 den Verband Schweizer Syndikat Film und Video. «Der Vorstand dankt ihr sehr herzlich für ihr grosses Engagement sowie für die stets konstruktive und verlässliche Zusammenarbeit», ist auf der SSFV-Webseite zu lesen.
Der Schweizer Stiftungssektor wächst weiter und erreichte Ende 2025 mit 13’782 Stiftungen ein neues Rekordhoch. Im Kanton Zürich gibt es die meisten Stiftungen und im Kanton Basel-Stadt die höchste Stiftungsdichte. Der Kanton Genf erzielt mit 31 Stiftungen das höchste Nettowachstum.
Auf Empfehlung der Eidgenössischen Kunstkommission zeichnet das Bundesamt für Kultur (BAK) in diesem Jahr Fabrice Gygi, Hilar Stadler und Tilla Theus mit dem Schweizer Grand Prix Kunst / Prix Meret Oppenheim aus. Die Preisverleihung findet am 15. Juni 2026 in Basel in Anwesenheit von Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider statt. Im Anschluss wird die Ausstellung Swiss Art Awards eröffnet.
Der am 4. März 1943 in Paris geborene französische Theaterprofessor, Dramatiker, Regisseur, Pädagoge und Meisterclown Philippe Gaulier (Bild) ist am 9. Februar 2026 gestorben. Er gründete die École Philippe Gaulier, eine französische Theaterschule in Étampes bei Paris. Nach seinem Studium bei Jean Vilar und Alain Cuny am Théâtre National Populaire und anschliessend bei Jacques Lecoq lehrte Gaulier an der École Internationale de Théâtre Jacques Lecoq. Er war bekannt für seinen legendär furchteinflössenden Unterrichtsstil. Gaulier veröffentlichte mit «Der Peiniger» (Le Gégèneur) ein Buch, in dem er seine Gedanken zum Theater darlegte und das Übungen zur Entwicklung schauspielerischer Fähigkeiten enthielt. Gaulier hatte massgeblichen Einfluss auch auf das britische Theater, wo seine Lehre die Gründung zahlreicher Theatergruppen inspirierte. Zu Gauliers Schüler:innen zählen unter vielen andern Sacha Baron Cohen, Emma Thompson, Helena Bonham Carter und Roberto Benigni. (*)
Aktuell setzt sich der Kultur-Dachverband Suisseculture zusammen mit seinen Mitgliedsorganisationen und weiteren Kulturverbänden in mehreren Kampagnen aktiv gegen die Halbierungsinitiative ein, «die die SRG-SSR verkleinern will, vor allem aber das Schweizer Kulturschaffen und dessen Sichtbarkeit abschaffen will». «Die Initiative ist symptomatisch für die Angriffe gegen die Kultur und die Kürzungen im Bereich der Kultur, deren Resilienz erschöpft ist», schreibt Suisseculture heute. Und weiter: «Es stellt sich die Frage, ob in der Schweiz professionelles Kulturschaffen (…) überhaupt noch möglich ist.»
Der tschechische Schriftsteller Jaroslav Rudiš (Bild) lehrt im Frühjahrssemester 2026 an der Universität Bern. Als 24. Friedrich-Dürrenmatt-Gastprofessor für Weltliteratur wird er mit den Studierenden eine «literarische Zugreise durch Mitteleuropa» unternehmen.
Kultur Stadt Bern hat einen «Leitfaden für diversitätsorientierte Kulturförderung für öffentliche und private Trägerschaften» publiziert. «Darin werden die wichtigsten Erkenntnisse aus einem mehrjährigen Prozess der diversitätsorientierten Öffnung zusammenfasst», schreibt die Stadt Bern in ihrer Medienmitteilung. Der Leitfaden halte das gewonnene Wissen fest und soll auch von anderen öffentlichen und privaten Kulturförderstellen genutzt werden können. «Das Hauptaugenmerk der Arbeitshilfe liegt auf der Projektförderung und der Arbeit mit Kommissionen und Jurys», hält die Stadt fest.
Der am 12. Mai 1945 in Flüelen geborene Schweizer Journalist, Redaktor, Publizist und Herausgeber Karl Lüönd ist am 9. Februar 2026 gestorben, wie «persönlich.com» berichtet.
Die Kunststiftung Karl Schmid erstellt derzeit ein digitales Werkverzeichnis des Künstlers Karl Schmid (1914–1998). Bis heute wurden rund 1’000 Werke (Skulpturen, Gemälde und Zeichnungen) sowie mehr als 32 Kunst-am-Bau-Projekte in der Region Zürich (Stadt und Kanton), im Kanton Zug und im Tessin identifiziert und katalogisiert. Gesucht sind nun weitere Hinweise zum Werk von Karl Schmid.
Die seit bald vierzig Jahren bestehende Schweizerische Lyrische Gesellschaft Pro Lyrica lanciert einen neuen Lyrikpreis: Der dieses Jahr erstmals ausgeschriebene und ab jetzt zweijährlich vergebene Lyrikpreis soll das Bestreben von Pro Lyrica stärken, Lyrik in ihrer ganzen Breite zu fördern und der kulturell interessierten Gesellschaft mit Publikationen zugänglich zu machen.
Ab Mai 2026 stösst Damian Betschart zum Moderationsteam von Radio SRF 1. Der Moderator aus der Zentralschweiz wird unter anderem im «Nachtexpress», in der «Jukebox» sowie am Nachmittag zu hören sein. Der Neuzugang erfolgt aufgrund der Pensionierung von Marietta Tomaschett.
Wanderausstellung zum 130-jährigen Jubiläum der Berufsfachschule Freiburg-Fribourg: L’Atelier Stadt Freiburg-Fribourg (bis am 28. Februar 2026) / Abtei Caunes Minervois, Carcassonne, Frankreich (5. Juni bis 30. September 2026) / Brodbeck-Stiftung, Catania, Italien (2. April bis 2. Mai 2027)
Der am 6. Januar 1936 in Cape Coast geborene ghanaische Gitarrist, Komponist, Sänger, Liedtexter, Bandleader und Produzent Ebo Taylor (Bild), der seit den 1960er-Jahren als massgeblicher Vertreter des Musikstils Highlife gilt, ist am 7. Februar 2026 in Saltpond gestorben. Taylor verband traditionelle ghanaische Rhythmen und Liedformen mit Jazz-Harmonik, Funk-Grooves und Elementen des entstehenden Afrobeat und trug so wesentlich zur Popularisierung des Highlife in und ausserhalb Ghanas bei. Seine ästhetische Entwicklung war von einer transatlantischen Wechselwirkung geprägt: In London arbeitete er eng mit der afrikanischen Musikszene, darunter Fela Kuti, zusammen, integrierte Jazz-Idiome in Highlife-Strukturen und prägte dadurch Klang und Selbstverständnis einer Generation ghanaischer Gruppen. In Ghana wurde Taylor zugleich zu einem gefragten Arrangeur und Produzenten und er arbeitete mit namhaften Künstlern wie Pat Thomas und C. K. Mann. Nach einer produktiven Solophase verlegte er seinen Schwerpunkt für längere Zeit auf die Studioarbeit für andere und auf den Unterricht an der University of Ghana. 2010 leitete sein international beachtetes Comeback mit dem Album «Love & Death» eine späte Karrierephase ein, die ihm ein neues Publikum erschloss. (*)
SRF hat das «Musikmagazin» überarbeitet: Neu präsentiert sich die Audiosendung mit erweitertem Moderationsteam und erneuertem, genreübergreifendem Konzept. Die erste Sendung ist bereits online.
Die St.Gallische Kulturstiftung zeichnet die international erfolgreiche Schweizer Maskentheatergruppe Mummenschanz mit dem Grossen Kulturpreis aus. Seit mehr als 50 Jahren verzaubert die Gruppe mit ihrer Art des visuellen Theaters und des Maskenspiels ihr Publikum.
Die Nominierten der 19. Swiss Music Awards stehen fest. Hecht darf gleich auf vier Awards hoffen. In zwei Kategorien vorgeschlagen sind Baby Volcano, EDB, Jule X und Zoë Më. Auch Heimatliebi, Mairo, Monet192, Nemo, Stubete Gäng und weitere Musikerinnen und Musiker sind im Rennen um einen Award. Das Voting startete heute Montag um 12 Uhr.
Plusieurs milliers de spectateurs, présents au Théâtre de Beaulieu ou suivant l’événement en streaming, ont assisté à la Finale du Prix de Lausanne 2026. Parmi les 21 finalistes, 14 Lauréats ont été récompensés par une bourse qui leur offrira l’opportunité d’intégrer l’une des écoles ou compagnies partenaires du Prix de Lausanne. Demain, dimanche, les candidats non-finalistes pourront participer au Networking Forum, où ils auront l’opportunité de rencontrer les directeurs et directrices de compagnies et écoles partenaires du Prix de Lausanne.
La Bibliothèque de Genève dévoile l’enquête photographique réalisée en 2025 par Fabien Scotti. Dans son enquête, il a enregistré tout un archipel de résistances aux grandes plateformes numériques, des pratiques autonomes reliées par des préoccupations communes, mais sans hiérarchie ni programme unifié. Ses clichés témoignent de ces formes multiples d’engagement dans un langage visuel et esthétique fort, proposant un récit à la frontière du documentaire et de la fiction.
Die Verleihung des Solothurner Literaturpreises findet am Sonntag, 17. Mai 2026, um 11.30 Uhr im Stadttheater
Solothurn im Rahmen der Solothurner Literaturtage statt. Die dreiköpfige Jury bestehend aus Florian Bissig, Marie Caffari und Ralph Müller würdigt die deutsche Autorin Monika Rinck für ihr literarisches Œuvre. Der Preis ist mit 15’000 Franken dotiert.
Seit Sommer 2023 leiten Janine Bürkli (Bild) und Fabienne Mathis das Kleintheater Luzern gemeinsam. Im Sommer 2026 wird es eine Veränderung in der Co-Leitung geben: Fabienne Mathis wird die Luzerner Kleinkunstbühne per Ende der aktuellen Saison verlassen. Janine Bürkli behält ihre Leitungsposition bei. Der Stiftungsrat definiert gemeinsam mit Janine Bürkli in den nächsten Wochen die künftige Leitungsstruktur. Weder der aktuelle Spielbetrieb noch das Neubauprojekt am Bundesplatz seien von dieser personellen Veränderung direkt betroffen, schreibt der Stiftungsrat. Er werde im Sommer im Detail über die künftige Leitungsstruktur im Kleintheater informieren.
70 Künstler:innen und Formationen präsentieren an der diesjährigen Schweizer Künstler:innenbörse in Thun vom 15. bis 18. April 2026 Ausschnitte aus ihren Produktionen. Auftreten werden unter anderem Lara Stoll, Cenk, schön&gut, Trummer, Christoph Simon, Jane Mumford, Famiglia Dimitri u.v.m. Zelebriert wird das 50-Jahr-Jubiläum der Veranstaltung mit Highlights wie dem vielfältig besetzten Eröffnungsabend sowie mit einer Vertikal-Dance-Show am Turm des KKThun.
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