11. Februar 2026
«IST PROFESSIONELLES KULTURSCHAFFEN IN DER SCHWEIZ ÜBERHAUPT NOCH MÖGLICH?»
Aktuell setzt sich der Kultur-Dachverband Suisseculture zusammen mit seinen Mitgliedsorganisationen und weiteren Kulturverbänden in mehreren Kampagnen aktiv gegen die Halbierungsinitiative ein, «die die SRG-SSR verkleinern will, vor allem aber das Schweizer Kulturschaffen und dessen Sichtbarkeit abschaffen will». «Die Initiative ist symptomatisch für die Angriffe gegen die Kultur und die Kürzungen im Bereich der Kultur, deren Resilienz erschöpft ist», schreibt Suisseculture heute. Und weiter: «Es stellt sich die Frage, ob in der Schweiz professionelles Kulturschaffen (…) überhaupt noch möglich ist.»

Suisseculture hält fest: «Professionelles Kulturschaffen ist kein romantisches Nebenprojekt, sondern Arbeit – mit Verantwortung, Sozialabgaben und Existenzrisiken. Wenn Förderbudgets real schrumpfen und Sichtbarkeit von Kultur wegbricht, kippt nicht ‹ein bisschen Luxus› sondern eine ganze Arbeitsrealität.
Nach den Entbehrungen der Pandemie und den Streichungen von Kulturbudgets auf allen Ebenen seither, ist die Kultur in der Schweiz am Ende ihrer Kräfte angelangt. Es stellt sich die Frage, ob in der Schweiz professionelles Kulturschaffen unter diesen Bedingungen überhaupt noch möglich ist.»
Die letzte Einkommensstudie von Suisseculture Sociale aus dem Jahr 2021 habe gezeigt, dass das Durchschnittseinkommen der Kulturschaffenden in der Schweiz seit 2016 kontinuierlich gesunken ist und unter dem Medianeinkommen von 40’000 CHF/Jahr liegt. «Mit 3’333 CHF pro Monat in der Schweiz zurechtzukommen ist nicht einfach. Geschweige denn, eine Familie zu gründen; Kinder zu haben, ist nahezu unmöglich.», betont Suisseculture.
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Auf ch-cultura.ch u.a. erschienen:
https://ch-cultura.ch/?s=suisseculture
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Kommentare von Daniel Leutenegger