Die Taskforce Culture, ein sparten- und verbandsübergreifendes Netzwerk von über 70 Schweizer Kulturverbänden und -organisationen, veröffentlichte heute ihre Stellungnahme zur Vernehmlassung des Entlastungspakets 27. Die geplanten Kürzungen im Kulturbereich bedrohen nach Ansicht der Taskforce Culture «nicht nur die Vielfalt und Innovationskraft der Schweizer Kultur, sondern schwächen auch gezielt die gesellschaftliche Resilienz – in einer Zeit, in der diese Stärke strategisch wichtiger denn je ist», wie es in der entsprechenden Medienmitteilung heisst.

Bild: © https://taskforceculture.ch/
«Kulturpolitik ist Sicherheitspolitik»
Die Taskforce Culture hält fest: «Kultur ist kein Nebenschauplatz. Sie trägt zu Bildung, Identität, Innovationskraft und internationaler Ausstrahlung der Schweiz bei». «Gerade angesichts hybrider Bedrohungen und gesellschaftlicher Polarisierung» mahnt die Taskforce Culture: «Der Schutz kultureller Infrastrukturen ist eine Investition in die demokratische Widerstandsfähigkeit des Landes. Die geplanten Einsparungen bedrohen kulturelle Bildung, internationale Kooperationen und die kreative Wirtschaft – genau jene Bereiche, die der Schweiz auch in schwierigen Zeiten Stabilität und Dynamik sichern.»
«Wer heute an der Kultur spart, riskiert morgen den gesellschaftlichen Zusammenhalt», so die Taskforce Culture. Und weiter: «In einer Zeit, in der Resilienz zur härtesten Währung wird, darf die Schweiz nicht am falschen Ende sparen. Kultur ist keine Subvention, sondern strategisches Kapital. Die Debatte über das Entlastungspaket 27 stellt eine Richtungsentscheidung dar: Setzt die Schweiz weiterhin auf eine starke, offene Gesellschaft oder opfert sie kulturelle Infrastrukturen kurzfristigen Sparzielen?»
Die Taskforce Culture fordert: «Statt Kürzungen braucht es gezielte Investitionen in gesellschaftliche Resilienz, kulturelle Vielfalt und demokratische Innovationskraft.»
Forderungen im Überblick
- Keine Kürzungen bei kulturellen Institutionen und Programmen.
- Schutz der kulturellen Vielfalt als strategisches Standortmerkmal.
- Stärkung kultureller Bildung und gesellschaftlicher Teilhabe, insbesondere für Kinder und Jugendliche.
- Bewahrung internationaler Kulturpartnerschaften als Beitrag zur hybriden Sicherheitspolitik.
- Verankerung kultureller Resilienz als strategisches Ziel der Schweizer Politik.
Zur vollständigen Stellungnahme der Taskforce Culture:
Über die Taskforce Culture
Die Taskforce Culture ist ein sparten- und verbandsübergreifender Zusammenschluss von über 70 Schweizer Kulturverbänden und -organisationen. Sie wurde während der Covid-19-Krise gegründet, um gemeinsame kulturpolitische Interventionen zu bündeln, und hat sich seither als zivilgesellschaftliche Stimme für die Anliegen der Kultur etabliert. Die Taskforce Culture versteht Kultur als systemrelevanten Bestandteil einer demokratischen, innovativen und widerstandsfähigen Gesellschaft.
Die Kerngruppe der Taskforce Culture
Nicole Beutler (Alliance Partimoine), Stefan Breitenmoser (SMPA – Swiss Music Promoters Association), Diego Dahinden (PETZI – Verband Schweizer Musikclubs und Festivals), Ivette Djonova (ProCinema – Schweizerischer Verband für Kino und Filmverleih), Cécile Drexel (SONART – Musikschaffende Schweiz), Etrit Hasler (Suisseculture Sociale), Regine Helbling (Visarte – Berufsverband visuelle Kunst Schweiz), Salome Horber (Cinésuisse), Michel Kaeppeli (Taskforce Culture), Sandra Künzi (t. Theaterschaffen Schweiz), Cornelia Mechler (AdS – Autorinnen und Autoren der Schweiz), Alex Meszmer (Suisseculture), Rosmarie Quadranti (cultura), Jürg Ruchti (SSA – Société suisse des auteurs), Beat Santschi (SMV – Schweizerischer Musikerverband, die Schweizer Musikerinnengewerkschaft), Isabella Spirig (Danse Suisse – Berufsverband für Tanz), Roman Steiner (SBV – Schweizerischer Bühnenverband), Myriam Stucki (VMS – Verband der Museen der Schweiz), Sandra Tinner (SMR – Schweizer Musikrat).
Kontakt:
La culture est essentielle au système – La Taskforce Culture met en garde la vision à court terme du programme d’allégement budgétaire 27
La Taskforce Culture, groupe de travail composé de plus de 70 organisations culturelles, publie aujourd’hui sa prise de position dans le cadre de la consultation sur le programme d’allégement budgétaire 27. Selon la Taskforce Culture, les coupes prévues dans le domaine culturel ne menacent pas seulement la diversité et la capacité d’innovation de la culture suisse, mais affaiblissent aussi de manière ciblée la résilience de la société – à une époque où cette force est plus importante que jamais sur le plan stratégique.
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Kommentare von Daniel Leutenegger