17. Mai 2010
Umstrittene Plakate in der Schweiz 1883 – 2009
Noch bis zum 27. Juni 2010 zeigt das Gutenberg Museum in Freiburg unter dem Titel «So nicht! – Pas comme ça!» umstrittene Plakate aus verschiedenen Zeiten.

Plakatwerbung ist wohl eine der ältesten Formen von Werbung. Sie eignet sich insbesondere um kurze und einfache Botschaften zu vermitteln. Damit diese Werbebotschaften aber bei den Empfängern ankommen, muss das Plakat zuerst Aufmerksamkeit erhalten – Aufsehen erregen. So wird hin und wieder ein Plakat bewusst so gestaltet, dass es provoziert, auch wenn die Auftraggeber dies nicht immer gerne zugeben. Fragt man nach umstrittenen Plakaten, fallen immer wieder die gleichen Beispiele: Benetton, Stop Aids, Sloggi, Rifle und immer wieder die SVP-Plakate. Umstrittene und verbotene Plakate sind aber nicht ein Phänomen der letzten Jahre, schon 1883 sorgte ein Plakat in der Schweiz für Ärger.
Diese Ausstellung basiert auf dem gleichnamigen Buch «So nicht! Umstrittene Plakate in der Schweiz 1883 – 2009» von Rolf Thalmann, welches Ende 2009 im Verlag hier+jetzt, Baden, erschienen ist. Sie zeigt eine Auswahl dieser umstrittenen Plakate, welche allerdings nicht den Anspruch auf Vollständigkeit hat. Die Plakate sind grösstenteils Leihgaben der Basler Plakatsammlung der Schule für Gestaltung Basel und führen den Besucher durch über 100 Jahre Geschichte der Plakatwerbung und lassen erahnen, welche Moral, Mentalität und visuelle Kultur in der jeweiligen Epoche geherrscht haben.
gbm
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Kommentare von Daniel Leutenegger