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23. Dezember 2012

Mit 365 Büchern zurück ins Leben

Radio SRF 1, «Buchzeichen» vom heutigen Sonntag, 14.06 Uhr

Bild: Nina Sankovitch – Foto: Nina Vermeer

Nach dem schmerzvollen Verlust ihrer Schwester verschrieb sich die vierfache Mutter Nina Sankovitch (Bild) eine aufwändige Therapie: Ein Jahr lang las sie jeden Tag ein Buch. Ihr eigener spannender Erfahrungsbericht zeigt, wie heilsam Literatur sein kann.

Ob Krimis, Liebesromane oder Klassiker: Die Amerikanerin Nina Sankovitch las sich quer durch die Weltliteratur und berichtete täglich im Netz darüber. Mit ihrem Blog sorgte sie landesweit für grosses Aufsehen. Im Band «Tolstoi und der lila Sessel» und im Interview zieht sie eine positive Bilanz nach 365 Lesetagen.

Tolstoi und der Lila Sessel von Nina Sankovitch (Graf Verlag)

Selbstversuch mit Lese-Experiment

SRF-Literaturredaktorin Luzia Stettler setzte sich selber einen Tag lang in einen bequemen Sessel und las jenen Roman, mit dem Nina Sankovitch ihren Literatur-Marathon gestartet hatte: «Die Eleganz des Igels» von Muriel Barbery.

Luzia Stettler realisierte beim achtstündigen Selbstversuch, dass sich Nina Sankovitch mit ihrem Jahresprojekt eine immense Aufgabe vorgenommen hatte. Lohnenswert die Einstiegslektüre: Der Weltbestseller «Die Eleganz des Igels» erzählt von der berührenden Beziehung zwischen der einfachen Concierge Renée und dem reichen Mädchen Paloma.

Die Eleganz des Igels von Muriel Barbery (dtv), Hörbuchfassung (HörbucHHamburg)

Vom Mut eines nigerianischen Flüchtlingsmädchens

Kaum ein Buch habe ihr bei der Überwindung ihrer Trauer so geholfen wie «Little Bee», schreibt Nina Sankovitch: «Mir wurde klar, dass ich ganz und gar Teil der Welt bin und nicht abseits stehe, auch wenn ich mich oft als Aussenseiterin fühle».

«Little Bee» von Chris Cleave ist tatsächlich eine der Entdeckungen auf der Literaturliste von Nina Sankovitch. Im Mittelpunkt steht ein nigerianisches Flüchtlingsmädchen, das in England versucht, den Dämonen seiner Vergangenheit zu entkommen. Trotz schlimmsten Erfahrungen hat es seine Lebensfreude und den Witz nicht verloren.

Little Bee von Chris Cleave (dtv), Hörbuchfassung (Der Audio Verlag)

Mord- und Totschlag auf der Rennbahn

Am Sonntag gönnte sich die «Langstrecken-Leserin» Nina Sankovitch jeweils einen Krimi. Besonders angetan war sie vom ehemaligen Jockey Dick Francis, der seine bösen Geschichten stets im Rennbahn-Milieu ansiedelte.

Nina Sankovitch lobt den Roman «Schikanen», den Dick Francis gemeinsam mit seinem Sohn Felix Francis geschrieben hat. Im Mittelpunkt steht da der Anwalt und Amateurreiter Geoffrey Mason. Als ein ehemaliger Mandant vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen wird, gerät Mason in Lebensgefahr.

Schikanen von Dick und Felix Francis (Diogenes)

Beiträge: Luzia Stettler

srf

Link:

http://www.srf.ch/sendungen/buchzeichen/mit-365-buechern-zurueck-ins-leben

—

Kontakt:

http://www.readallday.org/blog/

 

 

 

 

  • Beitrags Information
  • Author
  • Daniel Leutenegger
  • 23. Dezember 2012
  • Theater, Kabarett, Literatur

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