11. Mai 2013
«Talk to the Hand – Sprechende Fäuste, patentierte Gesten»
Ausstellung im Helmhaus Zürich bis am 23. Juni 2013

Bild: Ausschnitt aus dem Bild von Beni Bischof, «Scarlett schön gemacht», 2011, Lambda-Print
Die Gruppenausstellung «Talk to the Hand» zeigt, wie Künstlerinnen und Künstler heute wieder vermehrt in ein umkämpftes Feld menschlicher Kommunikation eingreifen, die Gestik.
Effizienter als mittels Gesten lassen sich menschliche Emotionen kaum ausdrücken: Das manifestiert sich in den zahlreichen protestierenden Fäusten, die uns in den täglichen Nachrichten aus ganz unterschiedlichen Weltregionen erreichen – von den USA bis zum arabischen Raum, von Spanien bis Zypern.
Und es wird in den erhobenen Däumchen der Social Media
sichtbar, mit denen wir per Mausklick unsere Zustimmung geben.
«Talk to the Hand» versammelt rund 20 künstlerische Positionen aus der Schweiz, die die Handlungsfreiheit der Hände gezielt ausnützen: Durch das direkte Malen mit den Fingern auf die Leinwand, durch das Hinterfragen althergebrachter Gesten in Video und Fotografie – oder durch die Beschäftigung mit Handbewegungen, die uns die Technologie diktiert. Kurz bevor es zum Normalfall wird, dass Technologiekonzerne Gesten patentieren lassen.
Mit:
Manon Bellet, Beni Bischof, Frank Bischof, Nesa Gschwend, Thomas Hirschhorn, David Hominal, Huber.Huber, Franziska Koch, Sara Masüger, Ernestyna Orlowska, Levent Pinarci, Gregory Polony, Roland Roos, Katja Schenker, Sally Schonfeldt, Karin Schwarzbek, Diana Seeholzer, Stefan Wegmüller, Hans Witschi.
hhz
Kontakt:
http://www.museen-zuerich.ch/museen/museum/helmhaus-zurich
Kommentare von Daniel Leutenegger